PV Anlage ökologischer Irrsinn ??

Alles, was zwar PV ist, aber nicht in die anderen Foren paßt.

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Beitragvon pictoros » 05.11.2007, 19:21

@cephalotus

Danke für Deine ergänzenden Erklärungen... ;-)

Bzgl. der Umrechnungen ist NICHT mit Kapitalkosten gerechnet worden, sondern mit dem jeweiligen Jahresheizwärmebedarf! Kann Dir gerne die Berechnungen zukommen lassen. Kann Dir sogar schwarz auf weiß, Rechnungen von 2006 der Gas bzw. Stromversorger zeigen. Obwohl höherer Verbrauch bei Gas (Wirkungsgrad berücksichtigt), dort bereits geringere Kosten!

Gruß
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Beitragvon phenning » 05.11.2007, 21:41

@kuddi: Mehr als Polemik geht eben nicht bei den panischen Kernenergiegegnern. Das ist das gleich Niveau wie bei denjenigen, die "genfreie" Tomaten fordern. Ob die erschrecken, wenn ich ihnen erkläre, dass die Energie in PV-Anlagen auch mit (iiih !) Atomen erzeugt wird ? Oder etwas über die ionisierenden Anteile der Sonnenstrahlung erzähle ? Vergesst bitte nicht, dass unsere liebe Sonne der größte Kernreaktor in erreichbarer Nähe ist.

Nochmal - und von meiner Seite mit Argumenten begründet, die bisher noch nicht wiederlegt worden sind: an Kernenergie führt im Grundlastbereich kein Weg vorbei.

Darüber hinaus gibt es eine Lösung, die ebenfalls noch Zukunftsmusik ist (weil sie aber schön klein ist, und keiner großen Gebäude bedarf, möglicherweise sogar für alle akzeptabel). Das wäre der Antrieb von Autos über eine Wasserstoff-Brennstoffzelle. Nachts läuft das Auto in der Garage weiter und speist den Strom über den gleichen WR wie die PV-Anlage ins Netz ein. Ich tippe mal, dass wir in zehn Jahren so etwas haben werden.
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Beitragvon I-V » 05.11.2007, 22:00

phenning hat geschrieben: Vergesst bitte nicht, dass unsere liebe Sonne der größte Kernreaktor in erreichbarer Nähe ist.

Nochmal - und von meiner Seite mit Argumenten begründet, die bisher noch nicht wiederlegt worden sind: an Kernenergie führt im Grundlastbereich kein Weg vorbei.



Hi phenning,
ich denke du hast deine Aussage "an Kernenergie führt im Grundlastbereich kein Weg vorbei" gerade selbst mit dem treffensten Argument widerlegt!
Falls du damit nicht sowieso die Nutzung unseres grossen Fusionsreaktors meintest ;-)

Sonnige Grüsse
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Beitragvon lehmann28 » 05.11.2007, 22:07

phenning hat geschrieben:Darüber hinaus gibt es eine Lösung, die ebenfalls noch Zukunftsmusik ist (weil sie aber schön klein ist, und keiner großen Gebäude bedarf, möglicherweise sogar für alle akzeptabel). Das wäre der Antrieb von Autos über eine Wasserstoff-Brennstoffzelle. Nachts läuft das Auto in der Garage weiter und speist den Strom über den gleichen WR wie die PV-Anlage ins Netz ein. Ich tippe mal, dass wir in zehn Jahren so etwas haben werden.


Und wo sollen wir den vielen Wasserstoff herbekommen? Wie sollen wir ihn transportieren? Wie sollen wir den Wasserstoff speichern? Wie...?

Der Tom 8)
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Beitragvon phenning » 05.11.2007, 22:09

Wasserstoff kommt aus Wasser (+ elektrischer Energie)

Speicherung in zwischenatomaren Lücken von Metallen
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Beitragvon cephalotus » 05.11.2007, 22:15

phenning hat geschrieben:Wasserstoff kommt aus Wasser (+ elektrischer Energie)

Speicherung in zwischenatomaren Lücken von Metallen


Die Speicherdichten solcher Metallhydrid Speicher sind aber nicht gerade berauschend. Lithium Ionen Akkus sind da kaum schlechter und damit hat man dann gleich Strom und spart sich noch die Umwandlungskette.

Berücksichtigt man diese und ggfls dann noch das Gewicht einer entsprechend leitungsstarken Brennstoffzelle, dann hat diese Form der Wasserstoffspeicherung im Automobilbau in meinen Augen keine Zukunft.

Auch die Preise sprechen mittlerweile klar für den Akku.

Was die Stromerzeugung betrifft. vehicle to grid Systeme können als Pufferspeicher dienen (aufladen idealerweise mit billigen Überschussstrom, einspeisen einer Teilmenge zu teuren Spitzenbedarfszeiten), aber die Nettobilanz ist natürlich deutlich negativ, denn schließlich will man mit den Autos in erster Linie fahren...
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Beitragvon phenning » 05.11.2007, 22:26

Das erste Problem bei den Akkus ist die Lebensdauer. Wird sich zwar erhöhen - doch gleichzeig wird die Brennstoffzellentechnologie weiter getrieben (leichter, höherer Wirkungsgrad).

Das zweite Problem ist die Selbstentladung - damit kann ich mein Auto keine vier Wochen stehen lassen.

Ich setze auf Brennstoffzellen - auch betreffend die Heizung von Einfamilienhäusern.
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Beitragvon lehmann28 » 05.11.2007, 22:36

phenning hat geschrieben:Wasserstoff kommt aus Wasser (+ elektrischer Energie)

Speicherung in zwischenatomaren Lücken von Metallen


Nochmal zum mitschreiben: Wie willst du den Wasserstoff erzeugen, speichern, transportieren,...etc?

Der Tom 8)
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Beitragvon I-V » 05.11.2007, 22:44

....Ich frage mich manchmal, wer braucht hier wen: Braucht die Grundlast die Großkraftwerke (die nicht kurzfristig abgeschaltet werden können) oder umgekehrt?

Neben der notwendigen Weiterentwicklung in den Speichertechnologien elektrischer Energie würde ich sagen, dass ein Mix aller uns zur Verfügung stehenden Speichermedien für Strom, ein ordentliches Netzmanagement und ein Verbot von Stand-by-Betrieb elektrischer Geräte uns auch heute schon sehr viel weiter bringen würde.

ciao
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Beitragvon Kowalsky » 05.11.2007, 22:57

phenning hat geschrieben:...Doch das Risiko ist beherrschbar ! Ich wette daher, dass das Konzept des "Schnellen Brüters", das wir in Deutschland vorzeitig auf den Müll geworfen haben, innerhalb der nächsten 20 Jahre wieder ausgegraben und realisiert wird.


so blauäugig bin ich da nicht! ....die wette halte ich! :idea:
Kommerzielle Brutreaktoren werden nach heutigen Plänen frühestens in 30 bis 40 Jahren zur Verfügung stehen – vorausgesetzt, es gelingt, die noch gewaltigen Entwicklungsprobleme zu lösen, was noch keineswegs als sicher angesehen werden darf. :!:

gruß
kowalsky 8)
..die KW´s von 27 Stück 215er Sanyos über Mastervolt QS 6400 ab in´s Netz!
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