Alles, was zwar PV ist, aber nicht in die anderen Foren paßt.
Moderator: Mod-Team
von RaBoe » 07.04.2011, 13:53
Moin Zusammen, wir haben gerade in einer Gruppe von Neulingen und Interessenten im Bereich PV Anlagen überlegt, ob PV Anlagen auch als Luftkollektor dienen könnten. Hintergrund ist der; Die PV Anlage muss ja aufgeständert werden, trotzdem werden die Module warm. Wie wäre es, die aufgeständerte Anlage abzudichten und kontrolliert mit Frischluft zu belüften um dann die erwärmte Luft ins Haus zu führen um zu heizen bzw. um Sommer Warmwasser zu bekommen. Welchen Gedankenfehler machen wir, weil es ja in der Praxis nicht gemacht wird? http://de.wikipedia.org/wiki/LuftkollektorGerade bei diesem auf den Bilder gezeigtes Haus wäre die Ausrichtung doch perfekt. Tschüß RaBoe
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von Boelckmoeller3 » 07.04.2011, 14:19
Hallo,
die Solaranlage als Warmluftkollektor mitzunutzen, das ist eine gute Idee gegen die eigentlich nichts spricht. Nur sind mir keine entsprechende Systeme auf dem Markt bekannt. da muss man dann wohl selber was bauen, spricht aber aus meiner Sicht nichts dagegen. Ich denke nicht dass es notwendig ist die schmalen Zwischenräume zwischen den Modulen abzudichten. Am Dachfirst steht auch ohne Abdichtung schon genügend warme Luft durch Konvektion zur Verfügung. Die muss da nur oben abgeholt werden. Am First sollte also schon ein irgendwie geartetes Gehäüse zur Luftabsaugung sein.Kann mir vorstellen dass es auch mit Indach-Systemen gut funktionieren könnte. Man kann die Sache ja noch weiter denken und die warme Luft beispielsweise auf eine Luft-Wasser Wärmepumpe führen die wiederrum von einem Teil des PV-Stroms angetrieben wird.
Viele Grüße:
Klaus
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von RaBoe » 07.04.2011, 14:59
Moin Klaus, das Abdichten hat den Zweck, einen gewissen Überdruck zu erzeugen. So können die Lüftergeräusche aus dem Haus verbannt werden.
Wir stellen uns ungefähr so vor. Die Aufständerung durch Latten zu ersetzen, die alle Richtung First zeigen. So erhält man verschieden Stränge, am First wird diese Luft gesammelt und ins Haus geführt. An der Dachkante unten sind (geschützt) die Lüfter eingebaut, kleine leise mit Filtern, Drehzahlregler und Temperaturunterschiedsfühler bestückte Lüfter.
Die Frage die uns beschäftigt, wie warm werden die PV Module, ich weiss das sie bei 70°C ihre Leistung verlieren, aber wie schnell werden sie wie warm. Lohnt sich der Aufwand für die Ausbeute.
Ich plane gerade eine sehr kleine Testanlage auf einem RMH mit 48m2
Zuletzt geändert von RaBoe am 07.04.2011, 15:18, insgesamt 1-mal geändert.
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von PEE Photovoltaics » 07.04.2011, 15:17
Ich wuerde den Nachteil sehen, dass die erwaermte Luft ja wieder die Module erwaermt, dadurch geht der Wirkungsgrad der Module in den Keller.
Der Waermetauscher arbeitet ja noch nicht wirklich bei 25 Grad, sodass man die Waerme wieder entziehen koennte.
Jetzt muesste man mal nachrechnen, was Kostensparender ueber die laufzeit waere. Die Ertragsverluste durch die staendige Modulerwaermung, oder die eingesparte Heizleistung durch den Luftkollektor ueber die gesamte Laufzeit.
Gruesse Ron
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von RaBoe » 07.04.2011, 15:41
PEE Photovoltaics hat geschrieben:Ich wuerde den Nachteil sehen, dass die erwaermte Luft ja wieder die Module erwaermt, dadurch geht der Wirkungsgrad der Module in den Keller.
Moin Ron, die Luft wird nicht wieder zurückgeführt sondern heizt das Haus bzw. geht in den Keller und in der Waschküche / Heizungraum durch die Zwangslüftung erst wieder raus. Es folgt also immer kalte Frischluft nach. Der Wärmetauscher ist nicht als Maschine gedacht sondern eher als Luft / Stein / Wasserspeicher der durch den Luftstrom bewegt wird. Über einen elktr. betriebenen Wärmetauscher muss ich erst mal Infos einholen. Angedacht ist, das schon 35-40°C Lufttemperatur ausreichen, frische warme Luft ins Haus zu bringen und Brauchwasser anzuwärmen.
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von PEE Photovoltaics » 07.04.2011, 15:46
Oh, ja, Prinzip erkannt...
Ja nachteil find ich auf anhieb auch keinen. Muss mich mal damit auseinander setzen...
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von jodl » 07.04.2011, 16:13
Nachteil ist, wenn die Wärme da ist, kann man sie nicht brauchen wer braucht schon im Sommer 70° in seinem Haus / Keller? wenn man die Wärme aber brauchen könnte, kommt keine, weil es unter der PV-Anlage natürlich auch kalt ist (=Außentemperatur)
der "Wärmetauscher als Luft-Stein-Wasserspeicher durch den der Luftstrom bewegt wird", gibts den schon oder ist das auch nur eine Idee? kann mir nicht vorstellen daß das irgendwie praktikabel und rentabel sein kann
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von PV-Berlin » 07.04.2011, 16:39
Der Gedanke hat insoweit etwas, als das unter den PV Modulen nur 10° C mehr sein müssen, als in der Luft, denn dann rechnet sich das ganz schnell. Nur muss man technisch die Luft zu einer Wärmepumpe führen, dann kann man grade im Winter extrem viel Energie sparen. Dazu muss aber die PV Anlage schon recht groß sein, bei dem Luftdurchsatz einer WP
Ein echt guter Ansatz.
Bei den so genanten Indachlösungen nutzt man ja so, auch nach die Restabwärme des Daches mit. Sicher etwas für Bastler aus dem Profibereich, die einen Neubau planen. Ich nehme das mal mit. Die Module relativ gut abzudichten, ist kein großes Ding. Eine Art Moosgummi sollte da ausreichend sein. Aber die Abdichtung ist das geringste Problem.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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von RaBoe » 07.04.2011, 16:45
jodl hat geschrieben: der "Wärmetauscher als Luft-Stein-Wasserspeicher durch den der Luftstrom bewegt wird", gibts den schon oder ist das auch nur eine Idee? kann mir nicht vorstellen daß das irgendwie praktikabel und rentabel sein kann
Denn kenn ich schon von http://www.schennjesse.de/technik/klimaregulierung.php, hier wird der Wintergarten damit klimatisiert.
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von Boelckmoeller3 » 07.04.2011, 16:46
hallo,
in der Übergangszeit, also Frühjahr und Herbst, sehe ich schon einen Gewinn, auch noch an sonnigen Wintertagen. Im Sommer hat man ja meist zuviel Wärme. Da muss trotzdem die Hinterlüftung der Module sichergestellt werden. Aber meine Erwähnung der Wärmepumpe war nicht ohne Grund. Wenn man beispielsweise im Winter bei Sonnenschein und -10 Grad Außentemperatur nur noch warme Luft mit 10 Grad bekäme, so würde das die Wärmepumpe dennoch sehr erfreut annehmen und deutlich mehr daraus machen.
Viele Grüße:
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