Nachträgliche Lastgangmessung bzw Kaufmännische Bilanzierung

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Nachträgliche Lastgangmessung bzw Kaufmännische Bilanzierung

Beitragvon lakritzstange » 04.01.2012, 13:56

Hallo Zusammen,

meine Anlage (29kw) wurde im Jahre 2008 zusammen mit 2 weiteren Anlagen (insgesamt circa 70KW) auf einem öffentlichem Gebäude installiert und ist seitdem am Netz.
Nach nun gut 2 Jahren informieren mich die Stadwerke, dass Sie eine Wirkarbeitsmessung + Lastgangmessung mit Fernauslesung installieren werden, da ins kundeneigene Verteilernet eingespeist wird und somit im Kundeneigenen Netz kostenlos Strom "verbraucht" wird, der eigentlich den Stadwerken gehört (alle 3 Anlagen speißen ins gleiche kundeneigene Netz). Dies hätten Sie bei der Inbetriebnahme schon mitgeteilt.
Das ganze soll pro Anlage 670 Euro/pa kosten also circa 5% vom Jahresertrag der Anlage.

Hatte jemand schon einemal so einen Fall, dassdie Stadtwerke 2 Jahre nach der Inbetriebnahme solche Forderungen stellen?
Nach meinem Verständnis wurde die Anlage abgenommen und wird seit 2 Jahren vergütet - somit ist es salopp gesagt doch nicht mein Bier?!

Danke für eure Beiträge
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Re: Nachträgliche Lastgangmessung bzw Kaufmännische Bilanzie

Beitragvon mb84 » 04.01.2012, 14:00

Hä? Ich versteh nicht wo da kostenlos Strom verbraucht wird? Hast du mal ne Zeichnung von der Anlage?
Die spinnen die Römer!

Aktueller Stromanbieter: ESWE Versorgung AG http://www.eswe-versorgung.de
Tarif: Naturstrom Garant zu 25,50 ct
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Re: Nachträgliche Lastgangmessung bzw Kaufmännische Bilanzie

Beitragvon lakritzstange » 04.01.2012, 14:22

Hallo,

die PV Anlage ist auf dem Dach mit einem Einwegzähler und speist ins Hausnetz ein. Vom Hausnetz sprich Kundeneigenen Netz wird über eine Zweirichtungszähler gemesse.
kleines Beispiel:
Im Haus wird z.B. ein Rechenzentrum betrieben - Bildlich gesehen sitzt dieses dann zwischen PV Anlage und Zweirichtungszähler zum öffentlichen Netz hin.
Ohne PV Anlage bezieht das Rechenzentrum den kompletten Strom über ihren Zweirichtungszähler bzw. öffentliches Netz. Speist jedoch die PV Anlage ins Hausnetz ein, dann benötigt das Rechenzentrum folglich weniger bzw. kein Strom aus dem öffentlichen Netz, sondern bedient sich bei der PV Anlage.

So in der Art wurde es mir erklärt...
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Re: Nachträgliche Lastgangmessung bzw Kaufmännische Bilanzie

Beitragvon mwanton » 05.01.2012, 19:18

Tja, die Nachträglichkeit ist sicher ein Problem, keine Ahnung wie das zu regeln ist.

Technisch würde ich sagen haben die Stadtwerke Recht, es muss eine Einrichtung her, die erlaubt, messtechnisch die gesamte von der PV Anlage erzeugte Energie und die gesamte im Gebäude verbrauchte Energie korrekt zu erfassen.

Bei einem meiner Projekte hatte ich auch ursprünglich vor, am Hausanschluss einer Schule einzuspeisen und die "kaufmännisch bilanzielle Durchleitung" nach EEG zu wählen. Die Stadtwerke hatten mir damals auch einen Preis von ca 600 € p.a für die entsprechende Messeinrichtung genannt. Ich habs daraufhin gelassen und ein etwas längeres Kabel zum anderen Netzverknüpfungspunkt verlegen lassen.
Gruß mwanton
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Re: Nachträgliche Lastgangmessung bzw Kaufmännische Bilanzie

Beitragvon lakritzstange » 08.01.2012, 22:44

Ich finde es auch etwas merkwürdig nach 2 Jahren neue Forderungen zur Messung zu stellen.
Was wäre, wenn ich den neuen Vertrag - bzw. die Wirkleistungsmessung nicht installieren lasse?
können mir die Stadtwerke die EEG Vergütung "sperren"?
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Re: Nachträgliche Lastgangmessung bzw Kaufmännische Bilanzie

Beitragvon humptydumty » 09.02.2012, 14:25

Hallo Lakritzstange,

eine Frage habe ich zu dem Thema auch: hast du die Gesamte erzeugte Menge der Photovoltaikanlage (Menge am PV-Zähler, Einrichtungszähler) eingespeist (theoretisch) oder hattest du Selbstverbrauch? Wenn ich mich recht erinnere gibt es diesen Selbstverbrauch erst seit 2010.

Grüße Chris
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