Hallo allerseits,
Ich trage mich mit dem Gedanken, in eine PV-Anlage auf einem gepachteten Dach zu investieren. Dabei stellt sich natürlich die Frage, was nach Ablauf der Förderung und des Pachtvertrages ist.
Ich gehe jetzt mal von einer Vergütungsgarantie von 20 Jahren und einem Pachtvertrag von 20 Jahren und Verlängerungsoption von 2*5 Jahren aus. (BTW: gehe ich recht in der Annahme, dass es bei der EEG-Vergütung keinen Inflationsausgleich gibt?)
Nach 20 Jahren dürfte die Anlage noch einen Wirkungsgrad von vermutlich 60..80% haben, je nachdem ob man den Herstellerangaben glaubt oder nicht. Da die Anlage dann abgeschrieben ist, wäre es ökonomischer und ökologischer Unsinn, sie abzubauen. Mit dem Ablauf der EEG-Vergütung wird man dann wohl zu einem Stromhändler mutieren und mit den Energie-Konzernen direkt verhandeln müssen. Bei den monopol-artigen Strukturen stelle ich mir das nicht ganz einfach vor. Selbst wenn der Endkunden-Preis deutlich anziehen sollte, wird man von den Konzernen wohl nur mit cent-beträgen abgespeist werden. Zur Zeit liegt der Strompreis an der Leipziger Börse bei 4..6ct, obwohl vom Endkunden um die 20ct kassiert werden. Diese 4..6ct (inflationsbereinigt) muss man wohl auch als Vergütung ansetzen, wenn die EEG-Festschreibung entfällt.
Wenn dann nach 30 Jahren die Dach-Pacht ausläuft, kommt auch noch eine zweite Front dazu. Die Anlage dürfte wohl noch 50..70% Wirkungsgrad haben, dem Dach-Eigentümer wird man aber kaum eine Pachtverlängerung aufzwingen können.
Hat sich schon mal jemand Gedanken um diese Problematik gemacht? Evtl den Strom (oder die Anlage) an den Dach-Eigentümer verkaufen?)






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