Alles, was zwar PV ist, aber nicht in die anderen Foren paßt.
Moderator: Mod-Team
von Helmut1 » 01.12.2011, 11:52
Hallo Leute Eine typische Größe einer Solarfabrik sind ja etwa 100 Megawatt peak im Jahr. Ich habe mal ausgerechnet wie da der Durchsatz ist: Annahme 3 Schicht Betrieb und 340 Arbeitstage Also 100.000.000 Watt geteilt durch 340, geteilt durch 24 geteilt 60 ist gleich 204 Watt pro Minute
Also wird grob pro Minute nur ein Modul gefertigt! (Ja, ok Rüstzeiten, Ausfälle, usw. sind der Einfachheit weggelassen)
Ich finde das gruselig wenig! Ich betrachte jetzt nur die fabrikinterne Logistik des Materials also z.B. Glasplatten ranschaffen, Aluprofile rankleben, fertige Module verpacken usw.: Und da ist ein Modul pro Minute ein Witz! Das muss ja alles reine Handarbeit sein. Bei so einem geringen Durchsatz lohnt es ja nicht zu automatisieren. Da kann ja z.B. eine Arbeitskraft allein per Handarbeit z.B. das fertige Modul einpacken und wegfahren und langweilt sich wohl trotzdem weil es so langsam geht.
Ich rechne mal andersherum um typische, automatische (auch schon altmodische) Fertigungslinien die ich aus Fabriken kenne aufzulasten. (Ok, das sind zugegeben einfachere Produkte als ein PV-Modul): Weil so ein Modul doch schon recht groß und klobig ist mal vorsichtig 1 Einheit alle 2 Sekunden: Dann kommt man bei 250 Watt pro Modul auf eine Jahreskapazität von 3600 Megawatt peak.
Provokantes Fazit: Die zur Zeit produzierenden PV-Fabriken sind mittelalterliche Manufakturen! Da geht also noch ganz viel um die Kosten zu senken.
P.S. Die Videos die wir mal hier im Forum hatten mit der besseren Heimwerkerbastelei wo ich (wir) gedacht haben es zeigt irgendwelche Prototypenfertigung entspricht also der derzeitigen Fertigungtechnik. Und dann ist es ja auch kein Wunder warum die Verarbeitungsqualität oft so schlecht ist.
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Helmut1
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von PV-Berlin » 01.12.2011, 12:27
SW baut auf einer Linie 5.000 Module innerhalb von 24 h zusammen.* F3 Die Klitschen um die 100 MWp (Aleo, Solon u.ä.) sind Manufakturen stimmt. Die kommen nicht mal je Linie auf ein Modul je Minute, zumindest wenn sie einen 24 h Betrieb ansetzen. Man kann sich ja die Produktion anschauen, da lacht man sich schlapp wie viele Leute da noch rumhirschen und wie viel Nacharbeit usw. anfällt. Moderen Linien machen 60 MWp. in 2 1/2 Schichten mit je 5-6 Leuten. Die Spitze liegt bei > 5 MWp je MA p.A.. *Nur Modul daher kann sich ja selbst jeder Hauptschüler ausrechnen, wie uninteressant der Stundenlohn eines Produktionsmitarbeiters in einer hoch effektiven Modulfertigung tatsächlich ist.
Jahreslohn 50.000 $ auf 5 MWp. umgelegt= 0,01 $ je Wp das bringt echt was, ob sie dem 50.000,- $ zahlen, oder 5.000,- $ p.A. Da die entschiedenen Kosten einer Modulfertigung (Ohne Material) nicht dort sind und fast unabhängig von der Ausstoßmenge (Auslastung) anfallen, sind die zur Zeit stattfindenden Droßelungen sehr ärgerlich. Die resultieren auch nicht aus den Kosten der Produktion, sondern daraus, dass der Absatz der Module schlicht zum Erliegen gekommen ist und das man auf das Material im Grunde noch Geld rauf packt beim fertigen Modul. Da können alle schreiben was sie wollen in ihren Q3 Berichten. Wer kein Geld raufpacken müsste, um die Module loszuwerden, der würde die Produktion durchlaufen lassen. Alles andere ist gequirlte .... . So arbeiten Raffinerierungen, Chip Hersteller u.a. seit Jahren.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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von Helmut1 » 01.12.2011, 13:16
PV-Berlin hat geschrieben: Die Spitze liegt bei > 5 MWp je MA p.A.. *Nur Modul daher kann sich ja selbst jeder Hauptschüler ausrechnen, wie uninteressant der Stundenlohn eines Produktionsmitarbeiters in einer hoch effektiven Modulfertigung tatsächlich ist.
Jahreslohn 50.000 $ auf 5 MWp. umgelegt= 0,01 $ je Wp das bringt echt was, ob sie dem 50.000,- $ zahlen, oder 5.000,- $ p.A. Da die entschiedenen Kosten einer Modulfertigung (Ohne Material) nicht dort sind und fast unabhängig von der Ausstoßmenge (Auslastung) anfallen, sind die zur Zeit stattfindenden Droßelungen sehr ärgerlich. Die resultieren auch nicht aus den Kosten der Produktion, sondern daraus, dass der Absatz der Module schlicht zum Erliegen gekommen ist und das man auf das Material im Grunde noch Geld rauf packt beim fertigen Modul. Da können alle schreiben was sie wollen in ihren Q3 Berichten. Wer kein Geld raufpacken müsste, um die Module loszuwerden, der würde die Produktion durchlaufen lassen. Alles andere ist gequirlte .... . So arbeiten Raffinerierungen, Chip Hersteller u.a. seit Jahren.
Danke für die Zahlen und Rechnung PV-Berlin! Aber was sind den die erheblichen Kostenbrocken der Modulfertigung? Die PV-Zellen? Das Material wie Glas ,Aluleisten, Folie? Oder die Abschreibung auf die Modulfabrik? Wo kann man denn da am effektivsten ansetzen um die Kosten herunter zu bekommen? Gruß Helmut Was macht denn das Glas und die Aluprofile an Kosten beim Modul aus? Die sind ja nicht PV-spezifisch und müssten deshalb doch recht etabliert fix sein.
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von PV-Berlin » 01.12.2011, 16:59
ich habe nur von den reinen Arbeitskosten in der Produktion gesprochen. Zu einer Produktion gehört eben ein wenig mehr, als zwei linkische Hände. Der wesentlich Punkt sind auch nicht die Anlagenkosten, sondern der Zinssatz den man zahlen muss für das Zeug. Denn die Zeit ist der entscheidene Faktor bei dem Spiel. Wenn eine Anlage je MA je 1.000.000 € kostet, macht es schon einen Unterschied, ob ich 2% Zinsen zahlen muss oder gut 6%
Rechnen wir mal weiter mit 5 MWp dann sind die Abschreibungen aus der Investition bei 5 Jahren 200.000 € je 5 MWp + Kosten der Zinsen. = Abschreibung je Wp= 4 Cent = Zinsen (6%) = 1 Cent
Arbeite ich nur in einer Schicht, anstatt mit 3 wird es schon dramatisch. Lasse ich dann auch noch Samstag und Sonntag aus, wird es gruslig. Man kann auch die Abschreibungen nicht ewig Strecken. 5 Jahre sehe ich schon als mutig optimistisch.
Muss man das dann auf 1 MWp umlegen, ergeben sich 25 Cent anstatt 5 Cent. Das ist das Kernproblem der Solon SE. neben dem dummen Wasserkopf und den diversen Fehlentscheidungen.
Nur als Beispiel zu verstehen. Denn keiner kennt die Zahlen in Gänze. (Grundstücke, Halle, Wege usw. kommen ja noch dazu) Zumindest kann man sehen, dass diese Kosten wesentlicher sind und es erheblich auf die Kreditkonditionen ankommt. Dann natürlich noch der Verbrauch an Strom, Heizung und Wasser.
Nun läuft keine Fabrik so ganz alleine. Man muss Anlagen planen, leiten und den Betrieb führen. Eine Logistik aufbauen und verkaufen und entwickeln kommt auch noch dazu. Ich denke der wesentliche Unterschied liegt bei den Zinsen und den Betriebskosten. Größe hilft da sehr. Solarbuden mit 100 MWp können einfach da nicht mithalten.
Auch beim Einkauf hat man natürlich Vorteile, wer in seinem Werk 1 GWp Module zusammen nagelt wird sicherlich auch eine Glasbude finden, die ein Werk in unmittelbarer Nähe baut und eine entsprechende Kapazität hat. Da ist Größe noch viel entscheidender als bei Modulen. Sagen wir mal, eine Glasscheibe kosten je Modul 10,- € (Beispiel) da summieren sich auch Cent Beträge bei 5.000 Stück am Tag zu Geld.
Zur Zeit steckt das Geld beim Einkauf beim Si. Oder bei den meisten kleinen Klitschen dann in der Zelle. Wenn ich die Zahlen richtig deute, dann haben Klitschen wie die Solon SE schon einen negativen Deckungsbeitrag, wenn sie die Zelle, das Glas, die Folien, die Dose und die Rahmen gekauft haben. Schon diese Posten übersteigen den erzielbaren Endpreis je Wp auf dem Markt.
Deshalb sind die Verluste auch so bitter. Wenn Firmen wie Suntech bei Vollauslastung und Megaanlagen Verluste schreiben und das bei sehr günstigen Zinsen, und sonstigen Kosten verbrennen Klitsche wie die Solon SE auch bei 10 Cent mehr je WP deutlich mehr Geld je Wp
Wo die Reise hingeht kann man an Beispielen sehen. Ist nicht viel drin in der Technologie PV (was ich nicht hoffe) kommt es wie bei den Video Bandmaterial, wo es am Ende nur noch einen Giganten gab und alle anderen vernichtet wurden. Kann jemand den WG deutlich erhöhen und/ Kostensprünge generieren wird es noch mal spannend. Auf Modul Ebene kann man im Grunde nur über Größe oder Spezialitäten noch was reizen. Die Prozesse optimieren, das machen ja alle mehr oder weniger.
Zu Materialkosten muss man sich bedeckt halten, bis vor kurzen galt noch 35 $ je kg Si als Untergrenze. Dann sind 25 $ gennant worden und einige meinen Heute, dass man selbst mit unter 23 $ noch neue Anlagen bauen kann. Das innerhalb eines guten Jahres. Das hätte ich nicht im Traum gedacht, was da passiert ist. Bei Alu ist die Weltkonjunktur entscheidend, denn die Kapazitäten werden so oder so weitestgehend ausgelastet (Mega Anlagen kaum MA und Strom meist vertraglich langfristig gebunden ) Bei Glas habe ich keine Einblick, denke aber auch, dass hier die Anlagen der wesentliche Punkt sind. Die Energiekosten aber flexibler sind. Bei Folien sind ja nur weniger Player am Ball. Hier gilt ähnliches wie bei Alu.
Fazit, bei Vorprodukten der Zellen und Module werden wir noch mal Abschläge sehe, ob die reichen werden, um am Ende eine schwarze Null zu schreiben (Suntech bis SolarWorld) wage ich aber anzuzweifeln. Aber das Kleinzeug ist schon tot, das ist so sicher wie der Sonnenaufgang.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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von Karl aus W. » 01.12.2011, 17:36
hi
na, ich zäum jetzt mal den gaul von hinten auf... ein 200 watt modul kostet ca. 200 € da sollten doch für den " cheffe " ein 200 stel drin sein, sprich 1 € x 60 minuten, mal 24 stunden, x 300 tage - geteilt durch 12 monate..... macht summa summarum 36.000 € im monat--- da wär ich auch gern " cheffe " und das in, ( wie sagt pv-berlin immer ? ) einer kleinen klitsche...
gruß karl
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