MiniJoule / Mini Grid

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MiniJoule / Mini Grid

Beitragvon bedel » 06.04.2011, 19:17

Hallo zusammen,

hat jemand von euch schon so eine Anlage in Betrieb. Geht das wirklich so einfach einstecken uns los?
Braucht man da keine Genehmigung vom EVU.

Es geht um folgendens. http://www.minijoule.com/de
Bernd

Sollte das hier das falsche Bereich sein, ich wüsste nich wo ich es sonst einordnen sollte.
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Re: MiniJoule / Mini Grid

Beitragvon jodl » 06.04.2011, 19:30

Achtung! Bei Verwendung des Produktes sind die jeweils geltenden nationalen Rechtsvor-
schriften, die Anschlussbedingungen des Netzbetreibers und die vertraglichen Bestimmungen
des Stromlieferanten des Hausanschlusses und daraus evtl. folgende Beschränkungen zu
beachten! Insbesondere ist der Anschluss mit dem Netzbetreiber abzustimmen und darf nur
durch einen eingetragenen Elektro-Installationsbetrieb erfolgen.


so steht das in der Broschüre zu diesem Produkt

insofern bist du hier an der falschen Stelle, denn ich glaube kaum, daß dein Netzbetreiber hier mitliest und dir antworten wird

ansonsten ist die Verwendung der Suchfunktion oft hilfreich, die Möglichkeiten der Verwendung solcher Produkte wurden hier erst vor Kurzem lang und breit diskutiert
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Re: MiniJoule / Mini Grid

Beitragvon Retrerni » 06.04.2011, 21:27

Bedel, was willst Du damit? Für das maximal 190 W starke China-Modul incl. "WR" 1049 Euro zu zahlen ist schlicht wucher. Wir rechnen hier mit Netto-kWp-Preisen incl. Installation um die 2,5 Euro/Wp, Du wärst bei 5,5 Euro/Wp ohne Installation nur für den Bausatz...

Ciao

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Re: MiniJoule / Mini Grid

Beitragvon bedel » 07.04.2011, 16:13

Preislich gesehen hast du völlig recht, das reniert sich wahrscheinlich nie und nimmer.

Na ich dachte durch das ENS fällt der ganze Zinober mit den Zählern / EVU Anträge usw. weg.

Deswegen hatte ich gefragt ob das wirklich einfach nur Plug and Play ist. ENS in die Verteilung rein. fertig.

------------------------
Produktdetails
Das Starter-Set unterscheidet sich vom Basis-Set dadurch, dass eine selbsttätige Freischaltstelle* zur Netzüberwachung bei einphasiger Einspeisung enthalten ist. Bitte beachte: Wenn du mehr als ein miniJOULE kaufst, ist es erforderlich, dass du eines davon als Starter-Set bestellst. Innerhalb Deutschlands ist der Versand des miniJOULE Starter-Sets für Sie kostenlos!
* Die selbsttätige einphasige Freischaltstelle ist ein automatischer Schalter, der verwendet wird, um dezentrale Stromerzeugungsanlagen sicher mit dem öffentlichen Stromnetz zu verbinden. Die Freischaltstelle ENS26 ist als eigenständiges Gerät zur Überwachung von einphasig einspeisenden Anlagen konzipiert. Sie verhindert bei Ausfall oder Abschalten des öffentlichen Stromnetzes eine unkontrollierte Inselbildung. Die ENS26 entspricht der DIN VDE 0126-1-1 und ist bis 5,75 kW Einspeiseleistung als Ersatz für eine manuelle Trennvorrichtung zugelassen. Durch die Verwendung dieser automatisch arbeitenden Freischaltstelle kann auf eine jederzeit vom Versorgungsunternehmen zugängliche, manuelle Freischaltstelle verzichtet werden.
.

Viele Grüße
Bernd
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Re: MiniJoule / Mini Grid

Beitragvon Retrerni » 07.04.2011, 22:31

Nein, um ein einspeisendes Gerät an das Stromnetz anschließen zu müssen musst Du IMMER den lokalen Netzbetreiber kontaktieren. Die Angebotene Anlage ist jenseits von gut und böse... Dei Freischaltstelle ist lediglich eine technische Vorraussetzung, um die Anlage überhaupt am deutschen Stromnetz betreiben zu dürfen, unabhängig vom "Papierkram"...

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Re: MiniJoule / Mini Grid

Beitragvon SteffenKa » 10.04.2011, 12:05

Hallo Leute, ich bin eingetragener Elektromeister. Bei einem Besuch beim EVU fragte ich wegen der rechtlichen Lage für Kleinwindgeneratoren nach. Die Antwort war: also, wenn wir uns um alles kümmern sollten… Gibt es hier im Forum Leute die sich mit rechtlichen Angelegenheiten dieser Art wirklich auskennen? Ich sollte es eigentlich tun, bekomme aber auch nur die Gesetzesunterlagen meines EVUs. Und jetzt meine große Bitte: schüttet diesen Thread nicht gleich wieder zu mit Ansagen zu „Inselanlagen, Chinazeug, Wirtschaftlichkeit“ usw. Hier geht es um Grundsatzfragen wie: bis wann ist es eventuell nicht meldepflichtig und so. Es wäre ein gewaltiger Schritt im Umweltschutz wenn jeder, sagen wir mal bis 150Watt in sein Hausnetz parallel zum EVU-Netz einspeisen könnte ohne gleich einen Elektriker zu brauchen der einem das Geld aus der Tasche zieht welches man eigentlich einsparen will. An einem normalen Hausanschluss können 30KW gezogen werden. Kaum wird dabei untersucht wie Geräte ins Netz stören (Flicker, Oberwellen, Lastabbrüche, Einschaltstromstösse). Ein Wechselrichter mit 250Watt kann gar nicht so viel stören das man überhaupt etwas merkt. mfg 8)
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Re: MiniJoule / Mini Grid

Beitragvon Retrerni » 10.04.2011, 15:22

Falsch. Die Oberwellen und den Flicker, den ein so kleiner Modulwechselrichter produziert, wirst Du wohl tatsächlich nicht merken, aber EMV geht ja noch weiter. Funkentstörung ist da das Stichwort und das merkst Du schon bei der kleinen Leistung, ob z.B. deine Garagentor-Fernbedienung eine reduzierte Reichweite hat, der Telefonempfang gestört ist etc...
Was den Anschluß betrifft, ist der doch unter http://www.swd-netz.de/download/richtlinie_eigenerzeugung_niederspannung.pdf klar geregelt. Da steht wörtlich drin, dass bei JEDER Erzeugungsanlage ein eingetragener Elektroinstallateur dies vornehmen muss... Zudem steht quasi drin, dass jede Anlage angezeigt werden muss...

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Re: MiniJoule / Mini Grid

Beitragvon SteffenKa » 10.04.2011, 15:43

Eine Einspeiseanlage anzeigen ist ja nicht das Problem. Aber eben nur anzeigen und nicht erst auf eine Genehmigung warten. Ein Schriftstück als Vordruck damit das EVU bescheid weiß. Eventuell auch noch bei der Bundesnetzagentur anzeigen, auch ok, ist alles kein Problem. Aber warum eine Fachkraft wenn am WR ein fertiger Stecker dran ist den ich einfach in eine Steckdose stecke. Der Wechselrichter muss schon den geltenden Bestimmungen entsprechen. Da gibt es feste Vorschriften. Dies gilt auch zu möglichen Netzstörungen. Alles muss aber gedeckelt sein auf eine Maximalleistung. Z.B. 150Watt mfg
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Re: MiniJoule / Mini Grid

Beitragvon Retrerni » 10.04.2011, 15:51

SteffenKa hat geschrieben:Aber warum eine Fachkraft wenn am WR ein fertiger Stecker dran ist den ich einfach in eine Steckdose stecke. Der Wechselrichter muss schon den geltenden Bestimmungen entsprechen. Da gibt es feste Vorschriften.

Eben, und genau dieser Punkt geht nicht. Du hättest blanke Kontakte (Schukostecker) an einem Gerät, das Leistung ABgibt. Das ist nicht zulässig. Sämtliche WR am Markt haben z.B. berührungsgeschützte Stecker, die passen nur in keine normale Steckdose... Zudem würdest Du den Schutzleiter immer mit entfernen, das geht auch nicht...

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Re: MiniJoule / Mini Grid

Beitragvon SteffenKa » 10.04.2011, 18:55

Das wäre zu einfach. So wie Du den Stecker aus der Steckdose ziehst spricht der Netzschutz an. Der WR testet in Echtzeit das Netz auf die Eigenschaften Spannung, Impedanz (Innenwiderstand also Spannungausbruch bei Belastung) und Frequenz. Sollte ein Wert den Sollbereich verlassen trennt er sofort. Wo soll er denn auch mit der Leistung hin. Es wäre sonnst ja im gleichen Moment eine Inselanlage. Das trennen vom Netz geschieht wirklich in Millisekunden. MfG Steffen
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