Alles, was zwar PV ist, aber nicht in die anderen Foren paßt.
Moderator: Mod-Team
von gunnar_kaestle » 17.08.2010, 09:25
open source energy hat geschrieben:Zurück zum TOPIC:
PV Lohnt sich noch, eine schlüsselfertige Anlage kostet derzeit i.d.R. um die 2.800€.
Einfache Überschlagsrechnung: 2.800 €/kW -> 28 ct/kWh Stromerzeugungskosten, bei 1000 kWh/kWp + Rentenbarwertfaktor von ~10 bzw. Annuitätenfaktor 1/10 bei 20 Jahren Laufzeit und 8% Zins. Kann man einen Strompreis von >28 ct/kWh erzielen, dann rentiert die Anlage besser als 8% pa, ist der Stromertrag schlechter als 1000 kWh/kWp dann geht auch die Rendite entsprechend runter. Gruß, Gunnar
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von Jester » 17.08.2010, 11:11
ikapika hat geschrieben:Wusstest du das der "Ökostrom" aus Skandinavien hier teuer verkauft wird und der fehlende Strom vorort wiederum aus Atomstrom produzierenden Ländern kommt ?
Mal ehrlich. Was interessieren mich die Skandinavier. Ich lebe in Deutschland und auf die Strompolitik da habe ich noch weniger Einfluss (sozusagen gar keinen) als hier in Deutschland. Außerdem, wo ist die Quellenangabe dazu? Gibt es irgendeinen Link wo das dokumentiert ist? Wo kann ich das nachlesen? Aber bitte nicht solche Berichte wie "Die Außerirdischen leben schon unter uns". ikapika hat geschrieben:Und ist "umweltfreundlich" , manchmal denke ich du lebst in einer anderen Welt, was denkst du wieviel Energie gebraucht wird um Silizium herzustellen ?
Also das ist jetzt definitiv mein letzer Post zu dem Thema, weil ich einfach der Überzeugung bin, dass du entweder absichtlich provozieren willst oder du tatsächlich keine Ahnung hast wovon du überhaupt schreibst. Wobei ich eine Mischung aus beidem vermute. Wie war das mit den Pillen und ich welcher Welt du lebst? Benutze einfach mal die Suchfunktion und suche nach "Energiebilanz" oder "Ökobilanz". Wenn du das vorher gemacht hättest, dann wüsstest du, dass diese nach etwa 2-4 Jahren positiv ist (je nach Einsatzort). Und wenn du gerade dabei bist kannst du ja auch mal danach suchen was mit den Dingern nach dem Ende ihrer Lebensdauer passiert, damit du auch nächstes mal weißt wovon du schreibst. Wie dem auch sei. Zieh dein Ding durch und mach was du willst, es gibt eh' keinen auf der Welt, der dich mit Argumenten überzeugen kann. Gruß Jester BTW: Wenn du unbedingt etwas negatives über PV finden willst, dann reicht es auch dieses Forum hier zu beobachten. Es gibt da gerade einen interessanten Thread: contra-punkte-einer-photovoltaikanlage-t52897.html
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von ZaPP_o » 17.08.2010, 11:18
ikapika hat geschrieben:So meine Lieben,
Ich habe mir schon lange Gedanken um mein in ein paar Jahren zu bauenendes Haus gemacht. Ich bin zu dem Entschluß gekommen: Es ist eigentlich Sinnlos teueren Photovoltaik Strom selbst herzustellen, um ihn dann einzuspeisen, das Preisleistungsverhältnis stimmt nicht, hat eigentlich nie gestimmt, und einen angemessen Preis auf kosten der Allgemeinheit durch hohe Stromkosten zu bekommen, halte ich auch nicht weder ökologisch noch ökonomisch. Eine Solarthermieanlage werden ich auf jeden Fall mit einplanen, da sie meine zuküftige Hauptenergiequelle darstellt. Steinigt mich aber ich bin kein Befürworter von teuer produziertem subventioniertem PV-Strom. Vorallem in Deutschland wo der Wirkungsgrad noch geringer ist.
Vielleicht schließt sich der ein oder andere an.
LoL!  ich steige ja mal wieder erst ganz zum Schluss ein.. aber hat dem guten mal jemand vorgerechnet wie hoch wir Strom aus Atomkraft und KKW's subventionieren? Zum Atomstrom gibts ne Studie aus 2007 vom Bundesumwelt und Bundeswirtschaftsministerium zusammen!  Da werden schon damals Erzeugungspreise von >50Cent/kWh aufgeführt wenn denn Brennelementesteuer da wäre... für Transporte gezahlt werden müsste... Lagerung des Mülls betrieben werden müsste und Dinge wie GAU's Versicherungsmäßig abgedeckt werden müssten.... Alles Augenwischerei....
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von E_T » 17.08.2010, 17:18
Die Frage in welcher Hinsicht es Sinn macht.
Rein wirtschaftlich muss sie mit anderen Geldanlagen konkurrieren. Hier kann jeder nachrechnem wie hoch die Rendite ist, den möglichen Ärger beim Aufbau, das Risiko des Betreibens usw. lassen wir hier einmal außen vor.
Wer der Umwelt etwas gutes tun will, sollte sich meiner Meinung nach überlegen wieviel CO2 z.B. mit jedem eingesetzen Euro eingespart werden kann. Hier kann eine Windkraftanlage oder ein Solarfont in Spanien durchaus besser sein als die heimische Solaranlage.
Wer die Technik schick findet und ein "Spielzeug" haben möchte der soll es sich halt kaufen.
Also es gibt viel Beweggründe es zu machen, und jeder muss für sich entscheiden.
Gruß
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von open source energy » 17.08.2010, 20:07
Hey in Spanien investieren, tolle Idee... http://www.photovoltaik.eu/nachrichten/ ... 0003405/8/Eine PV Anlage bringt je EURO ganz gute CO2 Einsparung hier am Standort! Zudem gibt es wenige Geldanlagen, die binnen 12 Jahren vollfinanziert bezahlt sind und dann noch über 8 Jahre vollen Ertrag erwirtschaften.
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von gunnar_kaestle » 17.08.2010, 22:47
Photovoltaik in Deutschland: Zu viel des Guten http://www.arrhenius.de/uploads/media/B ... iel_PV.pdfWas bleibt? Ein Cap!
Den Cap kann man immer noch reinhauen, wenn ab 40 GWp der Speicherbedarf wieder anwächst und sich die Anreize zum Eigenverbrauch nicht als wirksam genug gezeigt haben. Bis rund 30-40 GWp wirkt die PV Restlast ausgleichend, erst danach wird es anspruchsvoller, was den Speicherbedarf angeht. Was natürlich jetzt schon wirkt, ist die Kappung der Peak-Load Erträge. Der Merit Order Effekt wird zwar durch PV teuer bezahlt, aber er wirkt auch relativ zielgenau auf die Tagesstunden mit den höheren Strompreisen und einem hohen Gradienten dPreis / dRestlast. Gruß, Gunnar
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von diesonnelacht » 24.08.2010, 16:15
gunnar_kaestle hat geschrieben:Photovoltaik in Deutschland: Zu viel des Guten http://www.arrhenius.de/uploads/media/B ... iel_PV.pdfDen Cap kann man immer noch reinhauen, wenn ab 40 GWp der Speicherbedarf wieder anwächst und sich die Anreize zum Eigenverbrauch nicht als wirksam genug gezeigt haben. Bis rund 30-40 GWp wirkt die PV Restlast ausgleichend, erst danach wird es anspruchsvoller, was den Speicherbedarf angeht.
Ich würde schätzen, das geht auch bis 70 GWp noch ziemlich gut, wenn das Netz entsprechend ertüchtigt wird. In dem Arrhenius-Beitrag werden mal wieder einige Sachen übersehen, u.a.: - PV hat auch in 20 Jahren noch Wert und liefert Strom - PV ist eine dezentrale, in bestehende Gebäude integrierbare Lösung Letzteres wiederum im Zus.hang mit dem Eigenverbrauch. Auf jeden Fall macht PV Sinn, mehr denn je!
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von E_T » 24.08.2010, 22:40
Ich würde schätzen, das geht auch bis 70 GWp noch ziemlich gut, wenn das Netz entsprechend ertüchtigt wird.
Letzteres wiederum im Zus.hang mit dem Eigenverbrauch.
Auf jeden Fall macht PV Sinn, mehr denn je!
Wer soll den die Kosten für die Netzertüchtigung tragen? Wenn 70 GW Photovoltaikstrom im Invest genausoviel kosten wie 70 GW konventionelle Kraftwerke aber nur, über das Jahr gesehen für ca. 10 GW Strom erzeugen, dann muss das erst einmal den Stromkunden verkauft werden. Den Strom zu speichern ist wirtschaftlich und finanziell nicht zu stemmen. Der Eigenverbrauch ändert nichts an der Tatsache, dass für die Nacht (Wintermonate usw.) für die installierte Photovoltaikleistung die gleiche Leistung an konventionellen Kraftwerken vorgehalten werden muss. Gruß E_T
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von diesonnelacht » 25.08.2010, 06:55
E_T hat geschrieben:Wer soll den die Kosten für die Netzertüchtigung tragen?
Wenn 70 GW Photovoltaikstrom im Invest genausoviel kosten wie 70 GW konventionelle Kraftwerke aber nur, über das Jahr gesehen für ca. 10 GW Strom erzeugen, dann muss das erst einmal den Stromkunden verkauft werden.
Das Arrhenius-Papier habe ich mir mal etwas gründlicher angeguckt. Völlig unsäglich; da wird am Anfang behauptet, man müsse sehen, wie man möglichst viel Erneuerbare integriert (man gibt also vor, auf der konstruktiven Seite zu sein), dann wird zwei Seiten einseitig auf PV rumgehackt (rein destruktiv), dann wird ein Deckel vorgeschlagen, ohne diesen auch nur im Geringsten zu erläutern. U.a. wird dort diese beliebte Vergleichsrechnung angestellt, die Du hier zitierst. Dass es aber auch noch Brennstoffkosten und andere Betriebskosten gibt, ist schon klar, oder? Die Argumente sind so gestrig, das ist schon echt traurig. Und die Netzkosten tragen wir alle. Bis 50~70 GWp wird das überschaubar sein.
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von E_T » 01.09.2010, 22:09
Das Arrhenius-Papier habe ich mir mal etwas gründlicher angeguckt. Völlig unsäglich; da wird am Anfang behauptet, man müsse sehen, wie man möglichst viel Erneuerbare integriert (man gibt also vor, auf der konstruktiven Seite zu sein), dann wird zwei Seiten einseitig auf PV rumgehackt (rein destruktiv), dann wird ein Deckel vorgeschlagen, ohne diesen auch nur im Geringsten zu erläutern.
U.a. wird dort diese beliebte Vergleichsrechnung angestellt, die Du hier zitierst. Dass es aber auch noch Brennstoffkosten und andere Betriebskosten gibt, ist schon klar, oder?
Quelle Wikipedia Vergleich mit konventioneller Erzeugung über den Einsatzzeitraum [Bearbeiten] Photovoltaik konkurriert durch ihr Angebotsverhalten direkt mit der konventionellen Mittellast, also überwiegend mit elektrischer Energie aus Steinkohlekraftwerken. Photovoltaik Steinkohle K ernkraft Wind (onshore) Wind (offshore) spez. Investitionskosten in €/kWpeak 3500 860 3250[57] 890[58] 1500 spez. Investitionen in €/kWmittel 29200 1900 3600 4200 3500 jährliche Volllaststunden in h/a 900–1130[59] 4000 8000 1840 3800[60] Ausnutzung der Arbeitsfähigkeit in Prozent (jährliche Volllaststunden / 8760 h pro Jahr)12 % 46 % 91 % 21 % 43 % jährliche Betriebskosten (fix) (bez. Inv.) 0,5 % 4 % 2 % 2 % 2 % Brennstoffkosten + dynamische Betriebskosten in ct/kWh — 3 2 — — http://de.wikipedia.org/wiki/Photovoltaik
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