Hallenbau für Photovoltaik ?

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Hallenbau für Photovoltaik ?

Beitragvon camenz » 28.10.2011, 18:00

Hallo,

vor einiger Zeit habe ich gehört, es gebe Firmen, die auf fremdem Grundstück dem Grundstückseigentümer eine Lagerhalle bauen um im Gegenzug das Recht zu erhalten, das Dach für Photovoltaik zu nutzen.

Gibt es so etwas und falls ja, wie sieht so etwas dann konkret aus?
Kennt jemand einen solchen Vorgang?

Gruß
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Re: Hallenbau für Photovoltaik ?

Beitragvon Mr.10.000Volt » 28.10.2011, 18:20

Die Zeiten dürften wohl vorbei sein :(

Bis Juli 2010 war bei günstigen EK Preisen und 38 ct Vergütung ein Finanzierungsrahmen für das Modell.
Bei günstigster Bauweise ist ein Dach für 100kW kaum unter 50.000 € zu erstellen......da wird das Eis sehr dünn :(
Wer, wenn nicht wir....

wann, wenn nicht jetzt?????
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Re: Hallenbau für Photovoltaik ?

Beitragvon camenz » 29.10.2011, 07:40

Hallo,

die Halle müsste ja nicht komplett umsonst sein, es käme eben auf das Gesamtangebot eines eventuell Interessierten an.

Also mir schwebt vor, sofern ich einen Interessenten finde, eine Halle zw. 200 und 400 qm zu bauen, es könnten auch einzelne Gebäude sein oder Gebäudeformen, die auf Photovoltaik optimiert sind.

Da interessiert mich, wie da ein Gesamtkonzept aussehen könnte.

Ich habe das Grundstück, benötige entsprechenden Lagerraum - vielleicht tut sich ja etwas auf.

Aber, wie gesagt, bisher habe ich weder eine Vorstellung, wie das dann konkret aussehen könnte, noch eine Idee, wie man zu eventuell Interessierten kommt.
Das Grundstück befindet sich in 88410.

Gruß
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Re: Hallenbau für Photovoltaik ?

Beitragvon Bento » 29.10.2011, 11:06

Hallo Camenz,

üblicherweise zahlen PV-Betreiber ja eine jährliche Pacht für die Dachfläche, die optional auch als Einmalzahlung vorab vereinbart werden kann.

Wenn ich jetzt mal von einer Fläche von 300 m² ausgehe, dann gingen um die 40 kWp aufs Dach. Da du dich nicht in den ertragsschwächsten Regionen Deutschlands befindest unterstelle ich eine jährliche Pacht von 25,- €\kWp und komme damit auf eine Jahrespacht von 40 x 25,- = 1.000,-€. Macht in 20 Jahren: 20.000,- € und als Einmalzahlung vorab grob die Hälfte, also 10.000,- € (bin jetzt mal zu faul um genau abzuzinsen).

Dafür wird eine neue Halle nicht dransitzen, aber eine Kostenbeteiligung in dieser Größenordnung ist durchaus denkbar.
Wenn du dich mit einer derartigen Lösung anfreunden könntest, dann stelle doch einfach ein Angebot zur Verpachtung einer Dachfläche hier im Forum im Solarmarktplatz ein und schau wer sich meldet!
Viele Grüße
Bento

Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
(Arnaud Desjardins)
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Re: Hallenbau für Photovoltaik ?

Beitragvon camenz » 29.10.2011, 12:08

Also wenn man z.B. auf 400qm Fläche ein weit überstehendes Pultdach baut, kommt man doch wahrscheinlich locker auf 500 - 600 qm Dachfläche.

Und wenn anscheinend noch im letzten Jahr tatsächlich ganze Hallen gebaut worden sind, allein um den Preis der Dachflächennutzung - also ohne Kosten für den Grundstückseigentümer / Hallennutzer / Hallenbesitzer - wie hat sich das dann für den Dachnutzer gerechnet ?

Gruß
camenz
Zuletzt geändert von camenz am 29.10.2011, 12:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hallenbau für Photovoltaik ?

Beitragvon Kollektor » 29.10.2011, 12:09

Bento hat geschrieben:Wenn ich jetzt mal von einer Fläche von 300 m² ausgehe, dann gingen um die 40 kWp aufs Dach. Da du dich nicht in den ertragsschwächsten Regionen Deutschlands befindest unterstelle ich eine jährliche Pacht von 25,- €\kWp und komme damit auf eine Jahrespacht von 40 x 25,- = 1.000,-€. Macht in 20 Jahren: 20.000,- € und als Einmalzahlung vorab grob die Hälfte, also 10.000,- € (bin jetzt mal zu faul um genau abzuzinsen).


1000 € jährlich entsprechen einer Vorauszahlung:

14.877 € bei einer Abzinsung von 3 %
13.590 € bei einer Abzinsung von 4 %
12.462 € bei einer Abzinsung von 5 %
Sonnige Grüße
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Re: Hallenbau für Photovoltaik ?

Beitragvon Kollektor » 29.10.2011, 12:16

camenz hat geschrieben:Und wenn anscheinend noch im letzten Jahr tatsächlich ganze Hallen gebaut worden sind, allein um den Preis der Dachflächennutzung - wie hat sich das dann gerechnet ?


Durch die damals höhere Einpeisevergütung. 2009 konnte man gut mit dem Modell leben, 2010 war es schon auf Kante und 2011 war es dann vorbei dass sich eine Halle durch die Einspeisevergütung selbst finanzierte und auch noch ein Gewinn für den Betreiber übrig blieb. Reine Überdachungen ( Carportlösungen ) konnten 2011 an hervorragenden Standorten noch funktionieren.
Sonnige Grüße
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Re: Hallenbau für Photovoltaik ?

Beitragvon camenz » 29.10.2011, 12:39

Ich weiß nicht, ob es stimmt, aber ich höre und lese immer wieder, im Prinzip sei es völlig egal (gewesen), in welchem Jahr man eine PV-Anlage installiert, weil der Verfall der Modulpreise mindestens gleich hoch sei wie die Rücknahme der Einspeisevergütung.
Manche behaupten sogar, die Modulpreise seien stärker gefallen als die Einspeisevergütung.

Wenn das stimmt, dann fehlt mir irgendwo der Durchblick, warum sich vor einigen Jahren das mit dem Hallenbau noch gelohnt haben soll und heute nicht mehr.
Oder hat man "früher" als Betreiber, auch als Privatmensch am eigenen Haus, mit PV-Anlagen mehr verdient als heute? War das die letzten jahre lukrativer als heute?

Gruß
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Re: Hallenbau für Photovoltaik ?

Beitragvon user4711 » 29.10.2011, 12:54

Wenn die Hallenpreise auch um 50% gefallen wären, dann wueder da immer noch hinkommen oder? :roll:

Viele Gruesse
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Re: Hallenbau für Photovoltaik ?

Beitragvon open source energy » 29.10.2011, 12:57

Außerdem verstößt es gegen das EEG, eine Halle zum Zweck für eine PV Anlage zu bauen, diese ist dann nach genauer Auslegung NICHT EEG konform!

Ich habe auch schon von Urteilen gehört, wonach die Halle teurer sein müsse als die PV Anlage wobei ich das so nicht ganz glauben kann!
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