Alles, was zwar PV ist, aber nicht in die anderen Foren paßt.
Moderator: Mod-Team
von AKor74 » 06.11.2007, 14:44
Hallo, lesen tut man viel, verstehen naja.
Ich war gerade für 8 Tage im Urlaub und wollte schon immer mal meinen Grundstromverbrauch wissen, also bei Abreise aufgeschrieben und bei Ankunft die Differenz gezogen. Pro Tag ergeben sich genau 2,865 kw/h für einen Tiefkühlschrank, eine Kühlkombi und einem vergessenen Sat-Receiver. Sonst war alles aus. Ergibt im Jahr 1.045 kw/h. Kosten ca. 200€ p.a.
Mein Energieversorger hebt mal wieder die Preise um 6,25% ab 01.01.2008, dass sind auf meinen Gesamtverbrauch 3.300 kw/h p.a. stolze 41€ Mehrbelastung.
Fazit: Einmalinvestition mit Ergebnis der Verringerung der monatlichen Kosten. So der/mein Plan weil ohne Kühlschrank ist Schimmel auf der Wurst, irgendwie ja auch blöd.
Meine Logik, um ein Drittel meines Gesamtstromverbrauchs durch PV zu ersetzen, benötige ich ca. 3kw/h am Tag. Macht auf 5 Stunden Sonneneinstrahlung rund 600 W in der Stunde....und jetzt bitte nicht lachen....Ergebnis = 4 Module á 150W (Spitzenleistung) ????????? plus 3 Akku 12V 100ah (3000W / 12V =250 ) um die Überschüsse auf die Nichtsonnenstundenzeiten zu verteilen?????? Natürlich plus Wechselrichter usw. Der Verbrauch ist ja sehr konstant von den beiden Verbrauchern, sollte also wenig Überraschung drin stecken.
Sonnentechnisch steht meine Hütte erstklassig, von 10 Uhr bis 20 Uhr volles Brett auf´s Dach, Neigung 32 Grad, nördlich von Hannover.
Liege ich da ganz weit weg von der Logik bzw. den Grundlagen der PV, vielen Dank für eine Aufklärung. MfG AKor
-
AKor74
- Neu hier

-
- - Threadstarter -
-
- Beiträge: 4
- Registriert: 06.11.2007, 13:58
von Handbuch » 06.11.2007, 15:23
Warum willst Du den Strom nicht einspeisen??? Bekommst 49,21 Cent pro kWh auf 20 Jahre.
Dein Strom kostet Dich derzeit sicher so um die 20 Cent pro kWh. Bei einem günstigen Anbeiter sogar blos um die 16 Cent.
Den Strom nicht einzuspeisen ist sicher ein größerer Verlust als eine Preiserhöhung Deines Stromversogers.
Außerdem kannst Du Dir so die Solarbatterien sparen und sparst nochmal.

-

Handbuch
- Vielschreiber

-
- Beiträge: 253
- Registriert: 28.11.2006, 18:09
- Wohnort: Suhl
- PV-Anlage [kWp]: 9,52
- Info: Betreiber
-
von AKor74 » 06.11.2007, 15:29
weil es mir genau darauf nicht ankommt. Ich möchte lediglich durch EinmalInvest laufende Kosten senken. Quasi Geld anlegen und Zinsen kassieren.
Das was der Staat macht mit der Einspeisevergütung finde ich eine absolute Sauerei, da mein Strom, den ich von meinem Versorger beziehe, genau aus diesem Grund immer teurer wird. Anteil Ökostrom z.Zt. 18%.
-
AKor74
- Neu hier

-
- - Threadstarter -
-
- Beiträge: 4
- Registriert: 06.11.2007, 13:58
von Zirkon » 06.11.2007, 15:44
AKor74 hat geschrieben:weil es mir genau darauf nicht ankommt. Ich möchte lediglich durch EinmalInvest laufende Kosten senken. Quasi Geld anlegen und Zinsen kassieren.
Das was der Staat macht mit der Einspeisevergütung finde ich eine absolute Sauerei, da mein Strom, den ich von meinem Versorger beziehe, genau aus diesem Grund immer teurer wird. Anteil Ökostrom z.Zt. 18%.
Naja, die Subventionierung von Atom- und Kohlestrom halte ich für die größere Sauerei, aber das mal nur so nebenbei.
Ich behaupte mal, es wird jedenfalls nicht möglich sein, mit einer (Mini)PV-Anlage Deine Mehrkosten aufzufangen. Selbst nach der Stromerhöhung ist der gekaufte Strom billiger als der selbst produzierte, sonst hätten wir ja nicht die hohe Vergütung (die gerade mal dazu führt, daß die Geschichte kostendeckend ist) als Anreiz.
-

Zirkon
- Vielschreiber

-
- Beiträge: 251
- Registriert: 24.05.2007, 11:22
- Wohnort: 76356 Weingarten(Baden)
von AKor74 » 06.11.2007, 16:08
darum geht es mir ja auch nicht. Ich habe letztes Jahr ca. 15 TEU für Co2-Sanierung ausgegeben. Das bekomme rein bwl.technisch betrachtet vermutlich in den nächsten 50 Jahre nicht eingespart.
Ich möchte lediglich wissen, ob mein Rechenweg passig ist. 3kw/ Tag muss erreicht werden, zwischengespeichert werden, in Wechselstrom gewandelt werden, damit die 2 Endverbraucher konstant den benötigten Strom, ca 120 Watt in der Stunde, abnehmen können.
Wie viele Module benötigt man dafür, Größe der Anlage ????
4 * 150 W + Zwischenspeicher 300ah ???
Danke, Akor
-
AKor74
- Neu hier

-
- - Threadstarter -
-
- Beiträge: 4
- Registriert: 06.11.2007, 13:58
von das399igste » 06.11.2007, 16:09
AKor74 hat geschrieben:weil es mir genau darauf nicht ankommt. Ich möchte lediglich durch EinmalInvest laufende Kosten senken. Quasi Geld anlegen und Zinsen kassieren.
Das ist dann aber eine recht schlechte Geldanlage. Ob es sich überhaupt mal rentiert vage ich bei dieser Größenordnung zu bezweifeln. Immerhin kommen zu den Modulen, Wechselrichtern, Akkus noch eine separate Verkabelung dazu. Dabei muss man bedenken, das der WR und gerade die Akkus nicht ewig halten und erneuert werden müssen. Das was der Staat macht mit der Einspeisevergütung finde ich eine absolute Sauerei, da mein Strom, den ich von meinem Versorger beziehe, genau aus diesem Grund immer teurer wird. Anteil Ökostrom z.Zt. 18%.
Das ist eine nachvollziehbare Meinung. Man muss nur folgendes beachten. Die Kosten des Ökostromes sind recht genau erkennbar - sie stehen auf der Rechnung oder besser gesagt, deren Anteil am Rechnungsbetrag wird vom EVU genannt. Die Zeiten billiger Energie aus fossilen Rohstoffen ist vorbei.
Nun soll aber niemand glauben, das auf der Stromrechnung alle Kosten für die Energie aufgeführt werden. Ein nicht unerheblicher Teil der Entwicklungs- und Forscungskosten, aber auch der Entsorgungskosten - von den Folgekosten wollen wir mal nicht reden - steht nicht auf der Rechnung, die werden aus Steuergeldern bestritten. Man denke nur mal an die erheblichen Kosten die der Atomstrom dem Steuerzahler aufbürdet. Oder was der Steuerzahler in Zukunft für die Sicherung der Kohlebergwerke im Ruhrgebiet wird zahlen darf. Der von RAG gegründete Fonds wird nicht lange halten und dann ist der Steuerzahler dran. Derartige Quersubventionen gibt es bei PV kaum. Hier zahlen alle Stromverbraucher die Zeche gleichmäßig erkennbar über die Stromrechnung.
Aber warum nicht mal etwas egoistischer denken.
Die erneuerbaren Energien werden nun mal gefördert - was ich auch als gut und nachhaltig empfinde. Es ist auch eine Möglichkeit mit dieser Förderung Geld zu verdienen, was hier ja auch fast alle machen - aber halt nur im "Kleinen". Die großen Energieversorger springen gerade auf diesen Zug auf und planen riesige Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien, und dann füllen wir deren Taschen mit unseren Groschen. Natürlich werden gerade deswegen die Strompreise weiter steigen, denn die Förderung kommt nun mal von den verbrauchern.
Also warum sich nicht einen Teil dieser Förderung zurückholen? Wie gesagt, eine etwas egoistische Sichtweise, denn bezahlen müssen es dann diejenigen, die sich nicht wehren können - die ohne Dach, die ohne Windmühle.
Sonnige Grüße
Harald
-

das399igste
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 1744
- Registriert: 05.05.2007, 00:49
von das399igste » 06.11.2007, 16:15
AKor74 hat geschrieben:Ich möchte lediglich wissen, ob mein Rechenweg passig ist. 3kw/ Tag muss erreicht werden, zwischengespeichert werden, in Wechselstrom gewandelt werden, damit die 2 Endverbraucher konstant den benötigten Strom, ca 120 Watt in der Stunde, abnehmen können.
Wie viele Module benötigt man dafür, Größe der Anlage ????
4 * 150 W + Zwischenspeicher 300ah ???
nein - passt leider nicht. Durch die Zwischenspeicherung und Umwandlung entstehen Verluste. Dazu kommt, das die benötigte Energie nicht an jedem Tag gleichmäßig zur Verfügung steht. Der Generator auf dem Dach müsste also so dimensioniert sein, das selbst unter sehr schlechten Wetterbedingungen die benötigte Menge an Energie erzeugt wird, was allerdings wiederum bedeutet, das an durchschnittlichen oder guten Tagen Energie im Überfluss erzeugt wird - wohin dann damit? Mann könnte den Akku allerdings sehr großzügig auslegen, aber für wie viele Tage soll er reichen bis die Wurst schimmelt?
Sonnige Grüße
Harald
-

das399igste
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 1744
- Registriert: 05.05.2007, 00:49
von das399igste » 06.11.2007, 16:22
mal eine andere Rechnung.
pro Tag sollen 3kWh erzeugt werden - mindestens.
Also im Monat 93 kWh. Im Dezember werden die schlechtesten Erträge erzielt, sagen wir mal 2% der Jahresmenge. Das bedeutet das wir im Jahr 4650 kWh erzeugen müssen, um im Dezember 3kWh/Tag zu erreichen.
Bei 850kWh/kWp bräuchte es also eine 5,47kWp-Anlage um sicherzustellen, das auch im Dezember durchschnittlich 3kWh pro Tag erzeugt werden.
Das bedeutet das ca. 3500 kWh Überschuss produziert werden müssen, um das Minimum garantieren zu können.
Sonnige Grüße
Harald
-

das399igste
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 1744
- Registriert: 05.05.2007, 00:49
von AKor74 » 06.11.2007, 16:47
Danke, genau das wollte ich wissen. Fazit: Im Optimum würde es ggf. funktionieren (am Limit), in den Wintermonaten w/ niedriger Ausbeute wäre die Anlage deutlichst zu klein.
Vielen Dank, AKor
-
AKor74
- Neu hier

-
- - Threadstarter -
-
- Beiträge: 4
- Registriert: 06.11.2007, 13:58
von Boelckmoeller3 » 06.11.2007, 17:06
Hallo,
Ja, aber man kann schon mit kopf arbeiten, bevor man z.B 2kwp Module aufs Dach schraubt, nur um einen Kühlschrank auch über Winter zu betreiben, könnte man da schon eine bessere Lösung finden.
Was allerdings oft unterschätzt wird ist, das Heizungsanlagen auch noch Strom brauchen und wer sitzt schon gerne im Winter kalt.
Aber auch hier gibts Lösungen mit Stirling-Motoren inzwischen.
Viele Grüße:
Klaus
"Ich hatte nie ein Produkt um das ich so gebettelt habe um es zu bekommen um danach so kämpfen zu müssen und alles mögliche zu versuchen um es nur behalten zu dürfen" Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"
-

Boelckmoeller3
- PV-Forum Einstein

-
- Beiträge: 10149
- Registriert: 23.03.2006, 11:14
- Wohnort: Hessen
- Info: Betreiber
Zurück zu Sonstiges
Ähnliche Beiträge
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: Herrvolt und 1 Gast
|