Entwicklung der Anlagenkosten (Solarserver)

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Re: Entwicklung der Anlagenkosten (Solarserver)

Beitragvon FrankTorsten » 02.03.2012, 10:25

Ihr scheint ja eine größere Webseite zu dem Thema zu betreiben?

Dann sollte es ja möglich sein, dass ihr einen Aufruf startet, und euch normale Endkundenrechnungen aus den letzten 4 oder 5 Jahren zumailen/zufaxen lasst. So ab 100 oder 150 sollte dann durchaus ein belastbares Bild entstehen. Durch "Rückrechnung" - Solarzellenpreise sind ja bekannt - kann man eigentlich auch aus nicht sehr detaillierten Rechnungen sich einzelne Posten wenigstens ungefähr errechnen. Und die Anteile der verschiedenen Anlagengrößen an den Gersamtanlagen kann man sich aus den Berichten der Bundesnetzagentur rausziehen.

Z.B. 2011 (Januar bis September):
Baugröße 0 bis 5 kWp: 15,351% Anlagenanteil
Baugröße 5 bis 10 kWp: 36,893% Anlagenanteil
Baugröße 10 bis 15 kWp: 17,487% Anlagenanteil
Baugröße 15 bis 30 kWp: 18,576% Anlagenanteil
Baugröße 30 bis 50 kWp: 5,122% Anlagenanteil
Baugröße 50 bis 100 kWp: 4,183% Anlagenanteil
Baugröße 100 bis 250 kWp: 1,62% Anlagenanteil
Baugröße 250 bis 500 kWp: 0,418% Anlagenanteil
Baugröße 500 bis 1000 kWp: 0,184% Anlagenanteil
Baugröße 1001 bis 5000 kWp: 0,138% Anlagenanteil
Baugröße 5000 bis 10000 kWp: 0,03% Anlagenanteil
Baugröße 10000 bis XX kWp: 0,007% Anlagenanteil

Das gleiche klappt natürlich auch mit der installierten "Energiemenge"
Baugröße 0 bis 5 kWp: 2,231% Energieerzeugungsanteil
Baugröße 5 bis 10 kWp: 10,351% Energieerzeugungsanteil
Baugröße 10 bis 15 kWp: 8,027% Energieerzeugungsanteil
Baugröße 15 bis 30 kWp: 16,245% Energieerzeugungsanteil
Baugröße 30 bis 50 kWp: 7,404% Energieerzeugungsanteil
Baugröße 50 bis 100 kWp: 11,674% Energieerzeugungsanteil
Baugröße 100 bis 250 kWp: 9,772% Energieerzeugungsanteil
Baugröße 250 bis 500 kWp: 5,556% Energieerzeugungsanteil
Baugröße 500 bis 1000 kWp: 5,011% Energieerzeugungsanteil
Baugröße 1001 bis 5000 kWp: 11,511% Energieerzeugungsanteil
Baugröße 5000 bis 10000 kWp: 7,716% Energieerzeugungsanteil
Baugröße 10000 bis XX kWp: 4,502% Energieerzeugungsanteil
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Re: Entwicklung der Anlagenkosten (Solarserver)

Beitragvon Frank Busse » 02.03.2012, 11:08

FrankTorsten hat geschrieben:Ihr scheint ja eine größere Webseite zu dem Thema zu betreiben?

Wen meinst Du? - Den Betreiber dieses Forums, open source energy oder den SFV (oder sonst jemand anderen)?

FrankTorsten hat geschrieben:die Anteile der verschiedenen Anlagengrößen an den Gersamtanlagen kann man sich aus den Berichten der Bundesnetzagentur rausziehen.

Ich gebe zu, das hatte ich bisher in der Form noch nicht gesehen - kannst Du einen konkreten Link zum Bericht geben?
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Re: Entwicklung der Anlagenkosten (Solarserver)

Beitragvon bskf » 02.03.2012, 11:23

open source energy hat geschrieben:Wie bitte? Wenn man kein Unternehmer ist kostet die Anlage mal locker 19% mehr...

Die Bürokratie um Bafög zu beantragen ist ca. 500x so hoch wie die für einen PV Betreiber... Jetzt mal den Ball flach halten... Schon mal den Wisch gesehen um eine Vereinsförderung für Ihr Kind zu bekommen, welche eine alleinerziehende Mutter mit Hatz IV ausfüllen muss.


Ich präzisiere: Weg mit dem Automatismus der Unternehmereigenschaft bei Inbetriebnahme einer Anlage auf dem eigenen EFH.

Es geht nicht nur um die Bürokratie, sondern auch die Folgewirkungen. Z.B. evtl. fehlende Unfallversicherung bei Überprüfung der eigenen Anlage, keinen Anspruch mehr auf Existenzgründungsförderung (auch wenn das ohnehin deutlich eingeschränkt ist), nutzungsrechtliche Themen in reinen Wohngebieten (u.a. in Brandenburg) und ja - auch um die Bürokratie mit dem lieben FA.

Zu den 19%: Bei dem Ansatz, das Netz als Speicher zu betrachten (mit wie auch immer gearteten Entgelten für die Speicherung, klar) wird es ab einem bestimmten Punkt günstiger sein, die 19% auf die Anlage zu zahlen, anstatt die 19% auf den Eigenverbrauch, zumal die Handwerksleistung -zumindest Stand heute- als Sonderausgabe angesetzt werden kann.

kurzer Dreisatz auf heutiger Preisbasis:
- Anlage 5kW, 1.800,- / kWp netto = 1.710,- € USt.
- bei 950kWh/kwp*20a bei 20ct/kWh netto als Referenzpreis = 3.610,- € USt.

Und je niedriger die Anlagenpreise und je höher die Strompreise werden, desto weiter geht die Schere auf.

Die Berechnung hat selbstredend erhebliche Lücken. Ob sie für den Betreiber aufgeht, hängt von vielen weiteren Faktoren ab, v.a. von den Gebühren für die Netznutzung. Aber warum sollte es nicht Net-Metering-Tarife geben und jeder selbst entscheiden dürfen, ob er den Weg ohne Unternehmerstatus oder über Stromverkauf mit Unternehmerstatus geht? Bist Du es nicht, der immer fordert, dass man auch mal weiter denken sollte?
(wird hier jetzt aber OT, neuen Thread aufmachen?)

Grüße

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Re: Entwicklung der Anlagenkosten (Solarserver)

Beitragvon open source energy » 02.03.2012, 11:30

bskf hat geschrieben:kurzer Dreisatz auf heutiger Preisbasis:
- Anlage 5kW, 1.800,- / kWp netto = 1.710,- € USt.
- bei 950kWh/kwp*20a bei 20ct/kWh netto als Referenzpreis = 3.610,- € USt.



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Und für was willst Du 950kWh verwenden? Nutzungsgrad ? Schau Dir doch mal ne ST Anlage an..
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Re: Entwicklung der Anlagenkosten (Solarserver)

Beitragvon bskf » 02.03.2012, 11:39

open source energy hat geschrieben:Und für was willst Du 950kWh verwenden?

950/kWp bei 5kWp passen gut zu einem EFH-Jahresstromverbrauch. Angenommen der läge bei exakt 4750 kWh, landest Du bei Nutzung des Netzes als Speicher mit Zähler ohne Rücklaufsperre bei einer Zählerstandsdifferenz von 0. Nutzungsgrad 100%.

Grüße

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Re: Entwicklung der Anlagenkosten (Solarserver)

Beitragvon open source energy » 02.03.2012, 11:44

bskf hat geschrieben:
open source energy hat geschrieben:Und für was willst Du 950kWh verwenden?

950/kWp bei 5kWp passen gut zu einem EFH-Jahresstromverbrauch. Angenommen der läge bei exakt 4750 kWh, landest Du bei Nutzung des Netzes als Speicher mit Zähler ohne Rücklaufsperre bei einer Zählerstandsdifferenz von 0. Nutzungsgrad 100%.

Grüße

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Das macht aber keinen Sinn, denn dann sind wir im gleichen Thema wie bei der Blindleistung... Jeder nutzt sie, keiner bezahlt sie... Jemand muss die Leistung zur Verfügung stellen, wer soll das bezahlen?
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Re: Entwicklung der Anlagenkosten (Solarserver)

Beitragvon bskf » 02.03.2012, 11:54

open source energy hat geschrieben:Das macht aber keinen Sinn, denn dann sind wir im gleichen Thema wie bei der Blindleistung... Jeder nutzt sie, keiner bezahlt sie... Jemand muss die Leistung zur Verfügung stellen, wer soll das bezahlen?

Richtig, bei einem entsprechenden Tarif wird die Netznutzungs- / Speichergebühr sehr hoch sein müssen, wie sie genau strukturiert sein könnte, dazu wurden ja auch bereits Ideen diskutiert. Und ob es sich dann für den Netzanbieter auf der einen und den PV-Betreiber auf der anderen Seite rechnet, muss jeder für sich entscheiden.

Ich finde es wichtig, bereits jetzt die Rahmenbedingungen zu schaffen, die so eine Struktur ermöglichen. Korrigier mich, aber so ein Modell könnte heute von einem Anbieter noch gar nicht umgesetzt werden. Auch die bilanzielle Durchleitung lässt sowas nicht zu.

Grüße

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Re: Entwicklung der Anlagenkosten (Solarserver)

Beitragvon Elektron » 02.03.2012, 11:56

Frank Busse hat geschrieben:
FrankTorsten hat geschrieben:die Anteile der verschiedenen Anlagengrößen an den Gersamtanlagen kann man sich aus den Berichten der Bundesnetzagentur rausziehen.

Ich gebe zu, das hatte ich bisher in der Form noch nicht gesehen - kannst Du einen konkreten Link zum Bericht geben?


Auswertung der Benutzerumfrage zur Endkundenentscheidung Ende 2011

Marktentwicklung + Systempreise von EuPD Research + PV-Forum

Ich versuche die Ergebnis aus den letzten Monaten in die verlinkten Beiträge in Kürze zu aktualisieren.

Für detaillierte und professionelle Auswertung kann man sich gerne an unseren Partner EuPD Research

Gruß Elektron
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Re: Entwicklung der Anlagenkosten (Solarserver)

Beitragvon FrankTorsten » 02.03.2012, 12:02

Frank Busse hat geschrieben:
FrankTorsten hat geschrieben:Ihr scheint ja eine größere Webseite zu dem Thema zu betreiben?

Wen meinst Du? - Den Betreiber dieses Forums, open source energy oder den SFV (oder sonst jemand anderen)?

FrankTorsten hat geschrieben:die Anteile der verschiedenen Anlagengrößen an den Gersamtanlagen kann man sich aus den Berichten der Bundesnetzagentur rausziehen.

Ich gebe zu, das hatte ich bisher in der Form noch nicht gesehen - kannst Du einen konkreten Link zum Bericht geben?


Ich ging davon aus, dass du in die SFV-Seite irgendwie eingebunden bist???

Ansonsten - keine Ahnung, welche Verbindungen vorhanden sind - gibt es von Stiftung Warentest eine große Umfrage zu dem Thema - inklusive der Bitte um Übersendung von Rechnungen. Und da wurden wohl schon mehrere 100 übermittelt. Wäre also auch ein Ansprechpartner.

Zur anderen Frage:
http://www.bundesnetzagentur.de/cln_193 ... _node.html

Da dann etwas weiter unten auf der Seite gibt es Excel-Tabellen, in der JEDE einzelne angemeldete Anlage aufgeführt ist mit Anmeldedatum, Postleitzahl und installierter Größe.

Da kann man sich dann mit ein paar eigenen Formeln oder ner Pivot-Analyse so ziemlich jede gewünschte Information rausholen, was die Verteilung nach Größe, Leistung und Standorten betrifft.

Hat zumindestens bei mir doch zu einigen Überraschungen geführt.

Z.B. das 52% ALLER Anlagen im Bereich 0 bis 10 kWp liegen - aber auf die dann nur 12,5% der gesamten installierten Leistung entfallen. (Im Bereich 0 bis 15 kWp wären es sogar schon 70% aller Anlagen - mit nur 20,5% der installierten Leistung)

Die fast gleiche installierte Leistung von 12,2% haben übrigens auch die großen Anlagen ab 5.000 kWp - deren Anteil an den Gesamtanlagen beträgt aber nur 0,037% :D
(Oder Anlagen ab 1.000 kWp haben einen Anteil an den Gesamtanlagen von 0,175% - aber einen Leistungsanteil von 23,7%)
Zuletzt geändert von FrankTorsten am 02.03.2012, 12:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Entwicklung der Anlagenkosten (Solarserver)

Beitragvon Spekulatius » 02.03.2012, 12:06

Frank Busse hat geschrieben:Was denn nun: "z. T. sogar gestiegen" oder "natürlich auch nach unten verändert"? - Ist die Annahme gesunkener BOS-Kosten - angesichts gestiegener Arbeitskosten und gerade für Kleinstanlagen - nach Deiner Einschätzung realistisch?


Ich habe gesagt dass einzelne Kostenkomponenten (in€/Wp) z.T. gestiegen sind. Insgesamt haben sich die BOS-Kosten (in€/Wp) nach unten verändert, aber längst nicht so rasant wie die Module. Die Annahme halte ich selbst bei Kleinstanlagen für realistisch, aber irgendwo wird eine Grenze sein.

Der Spekulatius :mrgreen:
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