Einstrahlungssensor sinnvoll?

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Einstrahlungssensor sinnvoll?

Beitragvon Paul Panzer » 16.12.2007, 18:50

Hallo Gemeinde,

ich trage mich mit dem Gedanken evtl. einen Einstrahlungssensor zu installieren um eine evtl. vorhandene Minderleistung der PV-Anlage zu erkennen.
Ich habe u.a. 5 gleichverschaltete WR mit identischen Einstrahlungsbedingungen.

Frage:
Ist es in meinem Fall sinnvoll einen Einstrahlungssensor zu installieren? Mein verwendeter Datenlogger hat hierfür einen Anschluss.

Wenn es sinnvoll ist, welchen Sensor sollte man Eurer Meinung nach verwenden?

Wie genau ist ein Einstrahlungssensor?

Unterliegt ein Sensor einer Alterung, wie ihn eine Solarzelle hat?
Wie hoch ist die Leistungsminderung, ist diese exakt derer einer Solarzelle?

In wieweit ist die erbrachte Messung gegenüber dem Solateur anwendbar?


Fragen über Fragen.. :?:
Gebt mir mal Eure Antworten und Erfahrungen wieder.

Danke

Paul
:wink:
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Beitragvon Xam Ralos » 16.12.2007, 20:11

Hallo Gemeinde,


Hello
Ich habe u.a. 5 gleichverschaltete WR mit identischen Einstrahlungsbedingungen.


Damit kannst einen Minderertrag zwischen den Teilgeneratoren schon einfach erkenne...

Frage:
Ist es in meinem Fall sinnvoll einen Einstrahlungssensor zu installieren? Mein verwendeter Datenlogger hat hierfür einen Anschluss.


Welcher Datenlogger?

Wenn es sinnvoll ist, welchen Sensor sollte man Eurer Meinung nach verwenden?


Wir benutzen,
http://www.ib-mut.de/de/produkt_detail.php4?id=7
gibts aber auch billigere...ist aber der selbe wie Ihn SMA,Solarmax und andere anbeiten....

Wie genau ist ein Einstrahlungssensor?

Wie viel willst du ausgeben? +/-5% iss schon nicht schlecht...
Unterliegt ein Sensor einer Alterung, wie ihn eine Solarzelle hat?


Silizium iss Silizium...

Wie hoch ist die Leistungsminderung, ist diese exakt derer einer Solarzelle?


??

In wieweit ist die erbrachte Messung gegenüber dem Solateur anwendbar?


1%2% Wirs nicht sichtbar machen können...

Schau mal....

mit der AC- Leistung, der Einstrahlung und der Zellentemperatur kannst folgendes Sichtbar machen:

Bild

mit etwa Excel geschicht kannst somit in etwa sichtbar machen ob die Anlage Leistet was sie müsste... ein in etwa Faktor für den WR Wirkungsgrad und die Kabelverluste... ergibt dan folgendes...
Bild
32.06kWp Kyocera KC-167 GH-2; Solarmax40
16.34kWp Kyocera KC170 GHT-2; 2xSolarmax6000C 1x6000S
109.2kWp Sharp NT R5E3E; Solarmax100C
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Beitragvon das399igste » 16.12.2007, 23:28

was ist ein Einstrahlungssensor und was kann man von ihm erwarten?

Du hast eine technische Einrichtung (PV-Anlage) die unter wechselnden Bedingungen Strom erzeugen soll. Um zu sehen, ob die technische Anlage im Rahmen ihrer Parameter ordnungsgemäß funktioniert denkst Du über die Anschaffung einer geeigneten Prüfeinrichtung nach.

Die meisten versuchen ihre Unsicherheit mit einem Datenlogger zu beruhigen. Der Datenlogger visualisiert das Ergebnis eines technischen Umwandlungsvorganges (Licht in Strom). Eine verlässliche Aussage über die Qualität der Umwandlung bekommen wir aber nicht, da die eingesetzte Menge Rohstoff (Licht) unbekannt ist.

Was liegt also näher als direkt an der Quelle den eingesetzten Rohstoff (Licht) zu messen und mit dem Endprodukt (Strom) ins Verhältnis zu setzen. Mann sollte meinen nun eine Veränderung im Umwandlungsprozess erkennen zu können.

Leider setzt das voraus, das die entsprechenden Prüfmittel (Einstrahlungssensor, Zähler) regelmäßig auf ihre ordnungsgemäße Funktionsweise geprüft werden. Beim Zähler sind das die je nach Typ vorgegebenen Eichinterwalle. Und beim Einstrahlunssensor?

Ist der Geeicht? Hat er Toleranzen? Woran kann man erkennen das er noch reproduzierbare Ergebnisse liefert? Wie verändert er sich selber? Womit kann ich ihn überprüfen? Ist es sinnvoll zwei oder mehr (verschiedene) Sensoren einzusetzen um sie gegeneinander zu prüfen?

Was nützt mir ein Prüfmittel, über dessen Aussagekraft es keine Aussagen gibt?

Ich möchte mich in keinem Fall für oder gegen einen solchen Sensor aussprechen. Ich durfte nur bei der Einführung eines Qualitätssicherungssystem nach DIN/ISO 9000 ff mitwirken und sehe solches Ansinnen mit anderen Augen und versuche Aufwand und Ziel gegenüber zu stellen.

Ein anderer schlauen Mensch hat mal gesagt, wer viel misst, misst viel Mist.


In deinem speziellen Fall halte ich einen zusätzlichen Sensor für entbehrlich. Bei 5 gleichen Anlagensegmenten wird ein Vergleich untereinander Abweichungen sichtbar machen. Eine gleichmäßige Veränderung wirst Du auch mit einem Sensor kaum bemerken. Der Sensor unterliegt auch einer Alterung, wenn auch evtl. einer anders verlaufenden. Und gegen den Taubenschiß auf dem Sensor bist Du auch machtlos ;-)

Sonnige Grüße
Harald
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Beitragvon phenning » 17.12.2007, 06:12

Ganz so einfach ist es natürlich nicht. Denn erstens messen die M & T-Sensoren auch ihre eigene Temperatur - ein gutes Maß für die Modultemperatur. Und zweitens ist ihre Globalstrahlungsmessung nicht nur geeicht (nicht amtlich, und wahrscheinlich nach ein paar Jahren wg. Alterung neu einzustellen...), sondern auch temperaturkompensiert.Man kann also an diesen Daten sehr gut erkennen, wie sich der eigene Anlagenwirkungsgrad entwickelt.

Bisher habe ich aber noch keine Lösung, um nach ein paar Jahren die Eichung zu überprüfen. Muss mal mit M & T reden.
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Beitragvon Wiese » 17.12.2007, 06:24

Mir gefällt die Erklärung vom 399igsten sehr gut.

Selbst mit einem WR kann man nach einem Jahr sehr gut Rückschlüsse auf fehlerhafte Module ziehen. Ich weiß jetzt nach 10 Monaten recht genau wann vieviel Strom und Spannung kommt, und werde aus dieser Erfahrung heraus feststellen können wenn was nicht stimmt. Die Themperatur der Module kann man übrigens an ihrer Spannung direkt ablesen, fast so gut wie bei einem Thermometer.

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Beitragvon phenning » 17.12.2007, 07:12

@Wiese: Was glaubst Du denn ist in modernen Thermometern enthalten ? Allerdings musst Du Deine Modulspannung noch über eine Tabelle in Temperaturen umrechnen. Die Zeit, die Du dabei zum Aufbau der Tabelle benötigst, kannst Du in Geld umrechnen - und die Summe ist zumindest bei mir deutlich größer als die paar Kröten für den Einstrahlungssensor es waren.
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Beitragvon Helios » 17.12.2007, 07:19

Wiese hat geschrieben:
Selbst mit einem WR kann man nach einem Jahr sehr gut Rückschlüsse auf fehlerhafte Module ziehen.


....mit 2 parallel geschalteten Strings wünsche ich viel Spaß beim Auffinden eines defekten Moduls.
Die Spannungsanzeige der WR ist doch wohl eher eine Tendenzanzeige, auch Schätzeisen genannt, zudem wird die Spannungsanzeige des SL noch über 5min. gemittelt.

Gruß Helios
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Beitragvon Fischkopp » 17.12.2007, 08:27

Hallo zusammen,

die Erklärung vom 399igsten gefällt mir auch ausgesprochen gut.

Der Referenzsensor unterliegt im Prinzip den gleichen Problemen und Gefahren wie das Modulfeld, ist bloß kleiner, was zu einer "Taubenschißkatastrophe" führen kann.
Ob die Temperatur eines solchen Systems tatsächlich identisch ist wie die der Module sei noch dahingestellt.
... wenn die Module dann noch eine Spezialausstattung wie Antireflexglas haben kommen weitere Abweichungen ins Spiel.

... Degradation im niedrigen Prozentbereich ist so kaum nachzuweisen.
... Wenn einzelne Strings degradieren sind die anderen WR Referenz genug.
... Wenn alle Module degradieren wird dies wahrscheinlich langsam "genug" erfolgen, man kann dann auch auf allgemein verfügbare Daten von Referenzanlagen und Globalstrahlungsdaten zurückgreifen.

Im übrigen gibt es wohl kaum geeignete "geeichte" Strahlungssensoren, diese sind im besten Falle gegen einen genaueren, aber häufig anders arbeitenden Sensor kalibriert. Der von Xam angesprochene Sensor ist eigentlich eine monokristalline Solarzelle, die gegen einen Pyranometer als Sekundärstandard gegenkalibriert wird. Aufgrund unterschiedlicher spektraler Emfindlichkeit gibt es dort mit Sicherheit z.B. in der Dämmerung Abweichungen von wenigen Prozent, nur in der Tendenz arbeiten sie gleich.

Beweissichere Installation und Betrieb eines Meßsystemes ist kaum möglich und sinnvoll, da die Reklamationsschwellen schon recht grob sind.
Gesetzt man hat 10%/10J-Garantie liegt der Reklamationslevel ungefähr bei -20% (wegen aller Meßtoleranzen).


Gruß
fischkopp
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Beitragvon FürDieZukunft » 17.12.2007, 09:19

Wenn du einen Einstrahlungssensor installiert, mit was willst du vergleichen ?
Der Einstrahlungssensor altert ja auch, wahrscheinlich anders als deine Module !

Ich habe u.a. 5 gleichverschaltete WR mit identischen Einstrahlungsbedingungen.


Ich würde einfach diese 5 WR vergleichen (beim Datenlogger Watt-Zahl,Ertrag, Strom... ins Verhältnis setzen)
Jedoch ist es ja so, dass diese nicht geeicht sind und die Einspeisewerte bis +/-5% abweichen kann.

Auch das kann nur eine Annäherung sein. Für eine Ausfall /Tendenz zu erkennen reicht es jedoch.

Deshalb helfen eigentlich nur an jedem WR geeichte digitale Stromzähler
zB.
http://www.guentherschell.visproxy.eu/x1y1314z1046897/

Diese haben eine Anzeige und einen s0-Ausgang.
Damit kannst du den Ertrag der WR untereinander genau vergleichen..

Frage:
Hattest du dich nicht für einen Power-Lynx-Datenlogger (baugleich Kyocera von Firma Pappendorf ) entscheiden ???
Zuletzt geändert von FürDieZukunft am 17.12.2007, 09:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon phenning » 17.12.2007, 09:27

@Fischkopp: Der Einstrahlungssensor unterliegt den gleichen Einwirkungen wie die Module: Außentemperatur, Wind, Wärmestrahlung vom Dach und solare Einstrahlung. Insofern ist seine Anzeige tatsächlich ein Maß für die Modul-T. - von identisch war bei mir nicht die Rede. Ich wette aber mit Dir, dass ich an einer Stelle der Module die gleiche Temperatur messen kann, wie sie der Sensor aufweist...

Betreffend Antireflexglas: Hier unterliegst Du einem Denkfehler. Denn genau solche Abweichungen der Modulleistung von der bekannten Charakteristik des Sensors SOLLEN ja gemessen werden.

Betreffend Eichung: So heißt dieser Vorgang nun mal, und hat nur selten etwas mit dem Eichamt zu tun. Hingegen ist "Kalibrierung" eigentlich etwas anderes.

Betreffend ISO 9000: Na ja. Die Einführung eines QS-Systems ist eben nicht unbedingt mit der Einführung von Qualität verbunden ...
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