Einstrahlungssensor sinnvoll?

Alles, was zwar PV ist, aber nicht in die anderen Foren paßt.

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Beitragvon Fischkopp » 17.12.2007, 10:01

@phenning
Sicher findest Du eine solche Stelle, aber ist sie auch repräsentativ für Dein Modulfeld, bzw. für die durchschnittliche Zelltemperatur und verhält sie sich immer gleich?
In so einer Box sind die Verhältnisse doch etwas anders, Thema: Hinterlüftung.

Ist doch eher eine Frage, was man mit dem Sensor tun will. Wenn man sich ein Pyranometer aufs Dach setzt, der die Einstrahlung in horizontaler Ebene mißt, dann hat man doch den gleichen Ärger... man braucht einen wieder Haufen Tabellen und Formeln um wieder auf das Nominalverhalten der Module zurückzukommen.

Der eher liberale Umgang mit dem Begriff "Eichung" im Bereich von Universitäten ist mir schon bewußt, das zieht sich bis in Diplom- und Promotionsarbeiten hinein. Ist trotzdem nicht korrekt.
Vielleicht liegt das daran, daß in Uni's so selten geeichte Instrumente verwendet werden - oder ist es anderes herum?

Trotzdem oder gerade möchte ich auf den Artikel zur Eichung im Wiki mal verweisen. Glaubst Du nicht?
Na gut, dann hier das Ganze gibt natürlich auch noch mal von offizieller Seite aus dem Ländle.:wink:
Wie definierst Du nun kalibrieren...???


Gruß
fischkopp
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Beitragvon Paul Panzer » 17.12.2007, 10:39

Hallo das399igste,

Deine Antwort gibt genau meine Auffassung/meine Zweifel wieder.

Danke für die ausführlichen Antworten aller anderen.

Ich wollte mit der "Messung" des Einstrahlungssensors die Modulleistung meiner Solarstocc-Module (S 185 M5) überprüfen.
Ich habe 6 WR davon 5 gleichbeschaltet. Bei einem WR ist die Leistung etwas geringer. Ein Austausch untereinander brachte wenig Erfolg. Nun bin ich mit dem Hersteller in Kontakt um diesen WR evtl austauschen zu lassen. Allerdings wollen die nicht so recht an die Sache ran, da die Ursache noch nicht ganz klar ist. Bei dieser Gelegenheit würde ich dann eine Minderleistung der Module mit bemängeln, soll ja > 20 Jahre halten.
Evtl. sollen letztendlich die Module nochmals geflasht werden. Vorher soll aber gemessen werden, das wird aber erst April od. Mai, da konstant mindestens 800W/m² Einstrahlung sein muss.
Im Vergleich auf Sonnenertrag.de ist die Anlage in Brandenburg Durchschnitt. :(

Leider ist aufgrund der Messungenauigkeit des Sensors, es nicht Möglich eine verlässliche Aussage zu bekommen.

FürDieZukunft hat geschrieben:Hattest du dich nicht für einen Power-Lynx-Datenlogger (baugleich Kyocera von Firma Pappendorf ) entscheiden ???


Ja, den habe ich. SOL.Connect Mouse/Datastocc plus von Solarstocc, bin mit dem Gerät zufrieden.


Danke nochmals.

Paul
:?
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Beitragvon phenning » 17.12.2007, 10:46

Hmmm, wahrscheinlich springst Du im Dreieck, wenn ich Dir erkläre, dass ich mich mal mit Eichfeldtheorien befasst habe...

Aber Du hast Recht: Im wissenschaftlichen Sinne ist der Begriff "Eichung" anders gemeint, als im Sinne des Eichamtes. Die staatlichen (oder staatlich beauftragten) Stellen reklamieren für sich den Begriff der "Eichung". Also korrekterweise: Einstrahlungssensoren sind in wissenschaftlichem Sinne durch den Vergleich mit einem anderen Messgerät geeicht, im Sinne des Eichamtes aber nur kalibriert. Eine Kalibrierung im wissenschaftlichen Sinn ist eine Wertekorrektur - die sich im Sinne des Eichamtes als Justage (oder Justierung) darstellt.
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Beitragvon Fischkopp » 17.12.2007, 11:49

Hallo phenning,

Mal schnell über Eichfeldtheorie etwas gelesen, ist mir auf die Schnelle zu hoch.

Um das mit der Eichung noch einmal ein bißchen auseinander zu nehmen:
1. Stromzähler sind richtig im Sinne des Eichamtes geeicht...
2. Pyranometer sind nur gegen einen Sekundärstandard gegenkalibriert.

In der Praxis der Wissenschaft sieht das "eichen" doch in der Regel so aus, daß, wenn sich der Betreffende überhaupt Gedanken über eine Kalibrierung macht, ein "höherwertiges" Meßgerät aus seinem oder anderen Institut herangeschleift wird und fröhlich gegen dieses Meßgerät abgeglichen wird.
Bis zu einer Rückführung auf SI-Standards ist es aber ein weiter, weiter Weg.
In der Wissenschaft heißt es dann meist lapidar gegen "Sekundärstandard" abgeglichen, der Standard dürfte aber eher tertiär oder so sein.

Bei von einem Eichamt geeichten Geräte weiß man schon eher, wie man auf Grundgrößen zurückfindet, bei wissenschaftlich "geeichten" Geräten, weiß man doch nie, wie genau die Dinger wirklich sind.
Im übrigen ist noch zu erwähnen, daß nicht selten im wiss. Bereich auch Standardsensoren/Kalibrierprotokolle verwendet werden, die für die eigentliche Anwendung ungeeignet sind. Gerade bei Lichtmessungen mit Abhängigkeiten von Winkel- und Spektrum kann da schon mal was schiefgehen. Wenn dann noch das zu überwachende Objekt mit pro Quant statt mit Energiegehalt arbeitet (z.B. Pflanzen)....

Solange man nur fröhlich für sich selber hinmißt ist das ja alles nicht wichtig.Wenn man damit irgendetwas richtig beweisen will, dann wird es doch schwierig.

Mit Pi mal Daumen, oder "by Eye" kann man auch "eichen"... im wissenschaftlichen Sinne?!:wink:

Gruß
fischkopp
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Beitragvon das399igste » 17.12.2007, 12:43

phenning hat geschrieben:
Betreffend ISO 9000: Na ja. Die Einführung eines QS-Systems ist eben nicht unbedingt mit der Einführung von Qualität verbunden ...


Qualität ist nicht gleich gut :!: Es gibt auch schlechte Qualitäten. DIN/ISO 9000 ff möchte "nur" eine gleichbleibende nachvollziehbare Qualität erreichen. Wenn die Qualität dann unter den gleichbleibenden nachvollziehbaren Messbedingungen steigt hat man was gewonnen.


@Paul Panzer
Wenn ich bei einem Gesamtsystem die Teil-Systemleistungen miteinander vergleiche, kann ich nur Aussagen über das Teil-System treffen, nicht über einzelnen Komponenten. Die WR hast Du ja wohl schon mal getauscht, leider habe ich mir nicht die Mühe gemacht nachzulesen mit welchem Ergebnis. Das die Daten der WR ungenau sind hat sich ja schon rumgesprochen, mann bräuchte also mehrere Zähler, die aber auch Toleranzen haben können (stehen aber wohl auf dem Eichschein, wenn man denn einen hat und der recht aktuell ist). Ich könnte mir aber auch ein Problem innerhalb der Verkabelung vorstellen, wenn da ein Kontakt nicht ganz in Ordnung ist.

Mit einem Einstrahlunssensor würdest Du auch nur gegen das Gesamtsystem messen - in welchem Teilsystem ein Problem dann liegt weißt Du dann immer noch nicht.

Manchmal ist es echt besser nicht so viel zu messen, wobei der Wunsch das beste System zu haben schon verständlich ist.

Sonnige Grüße
Harald
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Beitragvon Wiese » 17.12.2007, 19:45

Helios hat geschrieben:
Wiese hat geschrieben:
Selbst mit einem WR kann man nach einem Jahr sehr gut Rückschlüsse auf fehlerhafte Module ziehen.


....mit 2 parallel geschalteten Strings wünsche ich viel Spaß beim Auffinden eines defekten Moduls.
Die Spannungsanzeige der WR ist doch wohl eher eine Tendenzanzeige, auch Schätzeisen genannt, zudem wird die Spannungsanzeige des SL noch über 5min. gemittelt.

Gruß Helios


Hallo Helios

ein Einstrahlungssensor kann mir aber auch nicht sagen, welches Modul defekt ist. Sollte ich wegen schlechter Erträge den Verdacht haben, dass was nicht stimmt, kann ich nachmessen und die Strings einzeln an den WR hängen um die Spannungen zu vergleichen. Wenn ich nen Sensor habe muss ich das auch tun. Vielleicht bemerke ich einen Defekt schneller, aber diese Sicherheit ist mir die zusätzliche Investitio einfach nicht wert. Ich verlasse mich da auf mein Gefühl, das muss reichen.

Peter
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Beitragvon Paul Panzer » 17.12.2007, 22:16

das399igste hat geschrieben:@Paul Panzer
Wenn ich bei einem Gesamtsystem die Teil-Systemleistungen miteinander vergleiche, kann ich nur Aussagen über das Teil-System treffen, nicht über einzelnen Komponenten.

Hierzu habe ich meine -zumindest 5- gleichen WR. Das reicht mir hierfür.
Die WR hast Du ja wohl schon mal getauscht, leider habe ich mir nicht die Mühe gemacht nachzulesen mit welchem Ergebnis.

Ja, ich hatte ganz zu Anfang einen WR wegen Abstürzen vom Hersteller anstandslos austauschen lassen.
Bei der jetzigen Konfiguration habe ich, den jetzt Besten WR (ist der neue), gegen den schlechtesten getauscht.
Das hat nur geringe Verbesserung der angezeigten Werte gebracht.
Das die Daten der WR ungenau sind hat sich ja schon rumgesprochen, mann bräuchte also mehrere Zähler, die aber auch Toleranzen haben können (stehen aber wohl auf dem Eichschein, wenn man denn einen hat und der recht aktuell ist). Ich könnte mir aber auch ein Problem innerhalb der Verkabelung vorstellen, wenn da ein Kontakt nicht ganz in Ordnung ist.

Von einer Eichung meiner WR weiss ich nichts. Allerdings ist mir schon bekannt, dass die angezeigten Werte nicht immer genau sind.
Mich wundert nur, dass der erneuerte WR ein anderes/besseres Ansprechverhalten zeigt.
Wenn denn die Sonne scheint, ist er früher aktiv und am Netz und später geht er schlafen als die anderen.
Lt. Solarstocc hat sich bei der Software der WR nichts geändert. Die wollten aber bei Danfoss/Powerlynx nachfragen. Habe aber noch keine Antwort.


Mit einem Einstrahlunssensor würdest Du auch nur gegen das Gesamtsystem messen - ...
Manchmal ist es echt besser nicht so viel zu messen, wobei der Wunsch das beste System zu haben schon verständlich ist.

Sonnige Grüße
Harald
Mit dem Sensor wollte ich ja die Modulleistung überprüfen. 200,-€ hätte ich schon ausgegeben.
Da ich ja bekanntlich Solarstocc-Komponenten verwende, kann ich nicht das beste System bekommen. :evil:

Bis denn. :danke:

Und immer schön Sonne auf´s Dach. 8)

Paul
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Re: Einstrahlungssensor sinnvoll?

Beitragvon somanni » 04.11.2011, 20:25

Hallo zusammen,

ich habe eine Anlage 29,04 kwPeak mit zwei WR Power one PVI 12,5. Selbstverstädlich habe ich mir einen Einstrahlungssensor mit montieren lassen. Hier kommt es mir nicht auf eine Absolutwert Messung an. Eine relativ Messung ist völlig ausreichend um zu erkennen, ob der Leistungsverlauf der Module über die Zeit mit den unterschiedlichsten Einbrüchen plausibel ist mit der tatsächlichen Lichteinstrahlung. Hier ist mein Referenzelemet der besagte Lichtsensor. Mit der Zeit ergibt sich ein synchroner Kurververlauf. D.h. wenn die beiden Kurven ( Module + Sensor) parallel verlaufen, bin ich sicher, dass ein Einbruch der Modulleistung kein Fehler ist solange der Lichsensor mit der gleichen Kurve folgt.
Und nur darauf kommt es an. Dass sich die beiden Elemente mit der Zeit verändern, Degradation z.B. kann ich akzeptieren.
Ein Beispiel: Vor einigen Tagen hatte ich eine starke Abweichung zwischen Modulleistung und Sensor. Des Rätsels Lösung war nach Augenscheinnahme sehr einfach. In der Nähe wurde ein neues Haus gebaut und der Hebekran der Baufirma erzeugte einen Schattenwurf. Meine kleine Welt war wieder in Ordnung.

Gruss Manfred
somanni
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