Einspeisen ohne Anmeldung und Extrazähler erlaubt? Plug&Play

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Re: Einspeisen ohne Anmeldung und Extrazähler erlaubt?

Beitragvon Weidemann » 25.06.2012, 18:26

Hirnmops hat geschrieben: Er hatte es bei seinem EVU einfach nur melden müssen. Mehr musste er nicht tun.

Aber auch von zugelassenem Elektriker anschließen? Und Zähler mit Rücklaufsperre?

Ich habe einen anderen Energieversorger. Er hat eigentlich auch nur 5 Dinge von mir gewollt.
1. Schriftlicher Verzicht auf eine EEG-Vergütung
2. Schriftlicher Verzicht auf eine Vergütung nach dem Base-Load-Tarif an der Strombörse (wohl irgendwas um die 5 Cent)
3. Fester Anschluss im Hausnetz (keine Steckdose)
4. Anschluss durch einen eingetragenen Elektriker.
5. Tausch des Zählers gegen einen mit einer Rücklaufsperre

Das sind ja gute Nachrichten, es scheinen also doch einige VNB kapiert zu haben, dass das geht. Ists ein großer, überregionaler, oder ein städtischer kleiner?

welche Leistung hat die Anlage? Wollte der VNB vorher die Leistung wissen?
war der Zählertausch bei dir teuer? keine Zählermiete?

Bedeutet fester Anschluss, dass der Elektriker da auch eine Unterverteilung etc installieren musste, oder hat er das einfach im normalen Zählerschrank angeklemmt?
sonnige Grüße,
-Weidemann-
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Re: Einspeisen ohne Anmeldung und Extrazähler erlaubt?

Beitragvon smoker59 » 25.06.2012, 21:16

Weidemann hat geschrieben:Bedeutet fester Anschluss, dass der Elektriker da auch eine Unterverteilung etc installieren musste, oder hat er das einfach im normalen Zählerschrank angeklemmt?

Dazu gibt`s auf der Herstellerhomepage folgenden Hinweis:
Anschluss an das Hausnetz

Eine wichtige Entscheidung ist noch die Art und Weise, wie Sie den Strom in Ihr Hausnetz bekommen. Hier gibt es wieder verschiedene Möglichkeiten. In den Niederlanden ist es sogar erlaubt den Strom von bis zu drei Modulen einfach über die Steckdose (Schuko) einzuspeisen. In Deutschland ist das nicht zulässig - Sie können aber eine Steckdose umfunktionieren und hier den festen Anschluss realisieren. Dies können Sie auch bei Abzweigdosen machen. Beachten Sie noch auf welcher Phase die meisten Tagverbraucher sitzen, dies könnte Ihr Elektriker noch in der Hausverteilung optimieren. Die Installation muss durch einen eingetragenen Elektroinstallateur erfolgen (dauert je nach Aufwand, in der Regel nicht länger als eine Stunde).

Schonmal nicht schlecht :idea: , jedenfalls besser als alles, was wir hier bislang diskutiert haben. :D Ich schliesse aber nicht aus, daß einige VNB`s trotzdem einen Anschluss an die Hausverteilung fordern. Daher finde ich die Hinweise auf der Herstellerhomepage ganz sinnvoll:
Abklärung mit dem lokalen Energieversorger

In Ihrem Hausnetz können Sie im Prinzip machen was Sie wollen (Naja, stimmt nicht ganz....). Da aber das Netz nicht vollständig von Ihrem Haus getrennt ist und theoretisch auch Strom in das allgemeine Netz gelangen kann, will der Energieversorger zumindest wissen, dass Sie diese Art von Anlage benutzen. Da wir in Deutschland jedoch über 900 regionale Energieversorger haben, sollten Sie sich einfach absichern und es mit ihm abklären. Im Allgemeinen ist eine Anzeige (Meldung) der Installation ausreichend.

und
Hinweis zum elektrischen Anschluss:

* Der Anschluss an das Hausnetz muss durch einen eingetragenen Elektroinstallateur erfolgen.
* Fragen Sie bei Ihrem lokalen Envergieversorger nach Besonderheiten für die Installation. In der Regel ist es völlig ausreichend dem Energiveversorgungsunternehmen die Installation anzuzeigen.
mit freundlichem Gruß
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Re: Einspeisen ohne Anmeldung und Extrazähler erlaubt?

Beitragvon Gerold G » 25.06.2012, 21:20

rgr hat geschrieben:
rgr hat geschrieben:Aus den NAV geht auch eindeutig eine Meldepflicht an den VNB hervor. Soweit ich das sehe ist das die einzige Stelle mit der man "Einspeisen ohne Anmeldung ist nicht erlaubt" begründen kann. Schade dass wir mehr als 40 Seiten brauchten um das festzustellen :-)


Ich ziehe die Erkenntnis zurück, das war ein Schnellschuss. Die Anmeldung ist verlangt, mehr aber auch nicht.

Aber auch nicht weniger.
Das war ja auch keinesfalls in Frage gestellt. Grundsätzlich ist Einspeisen somit erlaubt. Eine Anmeldung ist aber notwendig.
Gegenmeinungen?

Nein. Ich weiß nur nicht, worauf du hinaus willst?
Das war doch bereits klar:
Einspeisen grundsätzlich erlaubt.
Anmeldung ist notwendig.
VNB muss akzeptieren, wenn alle technischen Voraussetzungen erfüllt sind. (TAB 2007/Richtlinie Eigenerzeugungsanlagen)
Mehr als 40 Seiten wäre ja noch wenig. Dein Ergebnis ist in ähnlicher Form bereits mehrfach hier 'erarbeitet' worden.

Hm, da tue ich mir schwer. Ich verfolge die Sache auch schon länger, habe die Diskussionen aber noch nie so sehr in die Tiefe gehen sehen. Vermutlich habe ich welche übersehen.
[...]
Hast Du Links für mich? Ich würde gerne für die FAQ nach Argumenten suchen, damit nichts übersehen wird.
Wie man oben sieht ist die Rechtslage ja nicht wirklich übersichtlich.

plug-and-play-minisolaranlagen-p707551.html#p707551
Schöne Sammlung:
winzigste-flaeche-was-wie-machen-und-was-wie-anmel-p701860.html#p701860
Aber auch der Thread selbst
Ack. Auch das wurde bereits festgestellt. Es liegt hier 'Vertragsbruch' vor. Nicht mehr aber auch nicht weniger (IANAL)

Äh, nein. Das NAV ist ein Gesetz, kein Vertrag. Soweit ich das sehe existiert auch kein Vertrag zwischen Einspeiser und VNB. Den Vertrag hat man ja mit dem EVU.

Und dieser schließt in deinem Namen[1] einen Vertrag mit dem VNB ab. (All-Inclusive-Stromliefervertrag). Grundlegend gilt aber die NAV und liegt somit dem Vertrag sowohl mit deinem EVU als auch mit dem VNB zugrunde ohne das das expliziter Erwähnung bedürfte.

[1] Das lese ich hier heraus (1.Allgemeines):
http://www.stadtwerke-karlsruhe.de/swka ... idiert.pdf
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Re: Einspeisen ohne Anmeldung und Extrazähler erlaubt?

Beitragvon Sunraven » 26.06.2012, 08:44

Hirnmops hat geschrieben:Ich habe einen anderen Energieversorger. Er hat eigentlich auch nur 5 Dinge von mir gewollt.
1. Schriftlicher Verzicht auf eine EEG-Vergütung
2. Schriftlicher Verzicht auf eine Vergütung nach dem Base-Load-Tarif an der Strombörse (wohl irgendwas um die 5 Cent)
3. Fester Anschluss im Hausnetz (keine Steckdose)
4. Anschluss durch einen eingetragenen Elektriker.
5. Tausch des Zählers gegen einen mit einer Rücklaufsperre


Hallo Hirnmops,
ich finde das nicht so wenig, was der Energieversorger verlangt. Punkt 1 und 2 sind klar. Punkt 5 auch unproblematisch, wenn VNB oder EVU den Zählertausch bezahlt.
In Punkt 3 und 4 stecken Kosten, die die ohnehin schon wenig rentable MiniPV noch schlechter dastehen lassen. Bei größeren Anlagen ist das egal ob der Elektiker für den Hausanschluss 200 oder 500 Euro kostet. Das geht in dem Gesamtbetrag unter. Aber bei einem 380 Watt Set, das - glaube ich - knapp 1.000 Euro kostet, fallen diese Kosten schon ins Gewicht.
Abgesehen davon, dass es vielleicht schwer wird einen Elektriker zu finden, der so einen Kleinkram anschließt und bestätigt (und damit den Kopf hinhält). Das kostet - wenn es nicht ein Freund, der Elektriker ist, es einfach so macht - vielleicht doch zs. 100-200 Euro. Also die ersten zwei Jahre läuft die Anlage dann nur, um den Elektriker zu bezahlen.

Die Hersteller müssten so schlau sein und ein Netz von Vertragselektrikern (ähnlich wie die Kundendienst für Kaufhausroller) mit Pauschalpreis (max. 50 Euro) anbieten, der vor Mittagspause kurz vorbeikommt, drüberguckt, unterschreibt und fertig ist.
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Re: Einspeisen ohne Anmeldung und Extrazähler erlaubt?

Beitragvon solarlux » 27.06.2012, 20:49

Sunraven hat geschrieben:In Punkt 3 und 4 stecken Kosten, die die ohnehin schon wenig rentable MiniPV noch schlechter dastehen lassen.

Sunraven,


endweder kann man sich ein Elektriker leisten, der einem ein korrekten FI/RCD plus Sicherung einbaut, oder man sollte das Projekt mit Wunschdenken einstellen.

Wenn man eine Stromerzeugungsanlage an das öffentliche Stormnetz anschließen möchte, auch wenn es nur ein Hobby sein sollte bei dem selbst eine"wenig rentabele MiniPV" gewünscht wird, dann darf der korrekte /-offizielle E-Anschluß einfach nicht fehlen.
Selbst eine mini-PV-Anlage muss korrekt abgesichert werden.
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Re: Einspeisen ohne Anmeldung und Extrazähler erlaubt?

Beitragvon Sunraven » 28.06.2012, 17:21

solarlux hat geschrieben:endweder kann man sich ein Elektriker leisten, der einem ein korrekten FI/RCD plus Sicherung einbaut, oder man sollte das Projekt mit Wunschdenken einstellen.
...
Selbst eine mini-PV-Anlage muss korrekt abgesichert werden.

Man könnte sich auch auf den Standpunkt stellen, dass, was in den Niederlanden und der Schweiz (!) erlaubt ist, bei uns auch erlaubt sein sollte und die zusätzliche speziell deutschen Anforderungen eben dazu dienen auch Haushalte mit geringerem Einkommen und Mieter von der PV fernzuhalten.

Wer entscheidet, was "korrekt abgesichert" ist.
Ich vermute einmal, dass von einer 600 Watt Mini PV Steckeranlage weniger Gefahren ausgehen als von einem 2.000 Watt Heizlüfter, den die Leute sich auch ins Bad auf den Rand der Badewanne stellen...

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Re: Einspeisen ohne Anmeldung und Extrazähler erlaubt?

Beitragvon solarlux » 28.06.2012, 18:57

Sunraven,

wenn Du davon aus gehst, das die meißten Harz4 Leute und eher ärmere Menschen, die sich 1 Elektrikerstunde nicht leisten können, sich alle 3 x 190 Watt Module dann ihren Balkon oderen deren Terasse dranbasteln, dann will ich freiwillig nicht unter dem Balkon stehen.

Da wird wohl die Halterung oftmals sehr provisorisch ausfallen. Dann wird es viel gefährlicher sein unter den Modulen zu stehen, als die Gefahr dessen Elektroanlage.


Kurz gesagt, ich halte es für keine gute Idee, PV Bastelbausätze z.B. im Baumarkt fürs arme Volk anzubieten, die sich eine eigene Absicherung dessen E-Anlage nicht einmal leisten können.

"Diese" Leute würde eh das Geld für Ihre Stromrechnung vom Staat bekommen. Z.B. die Menschen die Harz-4 erhalten, bekommen eine warme Wohnung, sprich es wird neben der Krankenversicherung die GAS UND Stromrechnung übernommen, jedenfalls ist der Posten "Stromkosten" in der Unterstützung mit einberechnet.

Auch wenn der finanziell hilfebedürftige die Stromrechnung selbst vom eigenen Konto bezahlt, sind die finanziellen Hilfen vom Staat so berechnet, das davon die Stromkosten zu bezahlen sind.

Bzw. steigen die allgemeinen Wohnungskosten wie z.B. auch Strom und Gas, steigen früher oder später auch die Unterstützungssätze an.

Ich wüsste jetzt nicht, das ein Harz-4-ler Geld vom Staat bekommt, damit er sich Wechselrichter und Module kaufen kann,
damit seine Stromkosten sinken.
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Re: Einspeisen ohne Anmeldung und Extrazähler erlaubt?

Beitragvon sunandfly » 28.06.2012, 19:42

solarlux hat geschrieben:Sunraven,

wenn Du davon aus gehst, das die meißten Harz4 Leute und eher ärmere Menschen, die sich 1 Elektrikerstunde nicht leisten können, sich alle 3 x 190 Watt Module dann ihren Balkon oderen deren Terasse dranbasteln, dann will ich freiwillig nicht unter dem Balkon stehen.

Da wird wohl die Halterung oftmals sehr provisorisch ausfallen. Dann wird es viel gefährlicher sein unter den Modulen zu stehen, als die Gefahr dessen Elektroanlage.


Kurz gesagt, ich halte es für keine gute Idee, PV Bastelbausätze z.B. im Baumarkt fürs arme Volk anzubieten, die sich eine eigene Absicherung dessen E-Anlage nicht einmal leisten können.

"Diese" Leute würde eh das Geld für Ihre Stromrechnung vom Staat bekommen. Z.B. die Menschen die Harz-4 erhalten, bekommen eine warme Wohnung, sprich es wird neben der Krankenversicherung die GAS UND Stromrechnung übernommen, jedenfalls ist der Posten "Stromkosten" in der Unterstützung mit einberechnet.

Auch wenn der finanziell hilfebedürftige die Stromrechnung selbst vom eigenen Konto bezahlt, sind die finanziellen Hilfen vom Staat so berechnet, das davon die Stromkosten zu bezahlen sind.

Bzw. steigen die allgemeinen Wohnungskosten wie z.B. auch Strom und Gas, steigen früher oder später auch die Unterstützungssätze an.

Ich wüsste jetzt nicht, das ein Harz-4-ler Geld vom Staat bekommt, damit er sich Wechselrichter und Module kaufen kann,
damit seine Stromkosten sinken.


Was soll eigentlich das "Geschwafel" von Hartz IV und arme Leute dauernd hier im Forum. :evil:

Es geht doch darum PV für alle technisch einfach zugänglich zu machen, unabhängig vom sozialen Stand.

Wenn ich aber einen Beitrag wie diesen http://www.photovoltaikforum.com/sonstiges-f13/welt-de-800-000-deutsche-koennen-strom-nicht-bezah-t80037-s10.html#p735237 in einem Nachbarthread lese, platzt mir echt bald der Kragen. Eine derartige pauschale Überheblichkeit gegenüber Menschen, die oftmals unverschuldet in die Abhängigkeit der staatlichen Soldargemeinschaft geraten sind, IST UNERTRÄGLICH. Das dieser Beitrag nicht von den Moderatoren zumindest bewertet wird ist nicht zu verstehen.

Als aktiver Teilnehmer an diesem Forum kann ich mich gegenüber Mitlesern nur Fremdschämen! :cry:

Und unter einem im 4. OG schlecht befestigten 1,5m Blumenkasten möchte ich auch nicht stehen, wenn der runter kommt, egal ob von einem Hartz IV-Balkon oder vom Balkon eines gut situierten Rentnerehepaars.

Gruß Mike
"Natürlich achte ich das Recht. Aber auch mit dem Recht darf man nicht so pingelig sein." Konrad Adenauer
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Re: Einspeisen ohne Anmeldung und Extrazähler erlaubt?

Beitragvon Solarm » 28.06.2012, 20:45

Klar Porsche fahren und keine Freisprecheinrichtung...

Gibts da nicht so ein Gleichbehandlungsgesetz: Was bei den Klompenträger sein darf muss dann in der ganzen EU erlaubt sein (zB das grüne Zeug)
3 x 80 Watt Modulleistung an 400Ah bei 12 Volt
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Re: Einspeisen ohne Anmeldung und Extrazähler erlaubt?

Beitragvon wieso » 29.06.2012, 00:18

Ich war bisher immer der Meinung , nur "sozial Schwaechere" leisten sich eine Netzeinspeiseanlage mit Verguetung ... also fast alle hier im Forum ................ :twisted:

Die sozial Starken , machen dies ohne Verguetung :wink:



Besser ich geh in Deckung nun ......

Gruss lars
Inselanlage 1.6 kw PV und 2.4 KW PV , Outback MX60 und FM80 MPPT , 6 kw Victron Wechselrichter 1600 ah 24 volt Gabelstaplerbatterie , 1.6 kw Windkraftanlage ,1 kw Wasserturbine mit Speichersee bei Bedarf
Irland ;
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