Eigennutzung nach 20 Jahren Möglich?

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Eigennutzung nach 20 Jahren Möglich?

Beitragvon DanBrown » 28.10.2007, 09:55

Wenn der Strompreis nach der festen Einspeisevergütung in
20 Jahren höher also die dann aktuelle Einspeisevergütung
ist, kann man den Strom dann selbst nutzen?
Und könnte man dann evtl auch Nachbargebäude mitversorgen?
DanBrown
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Eigennutzung

Beitragvon SonnigesOstfriesland » 28.10.2007, 10:09

Moin DanBrown,

meiner Info nach kannst Du Deinen eigens tagsüberproduzierten Strom selber gebrauchen. Was Du darüberhinaus produzierst, geht in das Netz Deines Stromanbieters. Also: Dein Zähler dreht sich tagsüber voraussichtlich für Dich (gegen den Energiekonzern), obwohl Du halt Strom verbrauchst (mal vorausgesetzt, Du hast keine 2 Kw auf`m Dach sondern mehr). Abends / Nachts dreht sich der Zähler dann gegen Dich und Du hast irgendwann, je nach Einspeisung tagsüber dann den Schnittpunkt erreicht, odcer halt nicht. Kommt alles auf die Größe Deiner Anlage an und Deinen Stromverbrauch tagsüber, wie nachts.

Eine andere Alternative, die ich z.Z. noch nicht sinnvoll ansehe (lasse mich aber gern berichtigen) soll sein, dass Du irgendwann einen Akku bei Dir im Haus speisen kannst. Aus dem ziehst Du auch nachts Deinen Strom. Wie groß und teuer der Akku bei der notwendigen Leistung jedoch sein muss, steht z.Z. m.W. auch noch in den Sternen. Noch kostet der Strom ja deutlich weniger, als Du bekommst. Und in 10 Jahren sieht die Akku-welt ;-) auch schon sicher ganz anders aus....
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Re: Eigennutzung

Beitragvon kato » 28.10.2007, 10:54

SonnigesOstfriesland hat geschrieben:Moin DanBrown,

meiner Info nach kannst Du Deinen eigens tagsüberproduzierten Strom selber gebrauchen. Was Du darüberhinaus produzierst, geht in das Netz Deines Stromanbieters. Also: Dein Zähler dreht sich tagsüber voraussichtlich für Dich (gegen den Energiekonzern), obwohl Du halt Strom verbrauchst (mal vorausgesetzt, Du hast keine 2 Kw auf`m Dach sondern mehr). Abends / Nachts dreht sich der Zähler dann gegen Dich und Du hast irgendwann, je nach Einspeisung tagsüber dann den Schnittpunkt erreicht, odcer halt nicht. Kommt alles auf die Größe Deiner Anlage an und Deinen Stromverbrauch tagsüber, wie nachts.


Ich glaube aber nicht, dass man das Netz des EVU kostenlos als Stromspeicher verwenden kann. Aber über das was in 20 Jahren ist, brauchen wir uns jetzt noch nicht den Kopf zu zerbechen.

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Beitragvon Boelckmoeller3 » 28.10.2007, 11:02

Hallo Kato,

soviel mir bekannt ist, ist die rechtliche Lage im Moment noch unklar. Falls der Gesetzgeber hier nichts eindeutig regeln will, kann oder soll, gibts ja immer noch die Vertragsfreiheit, wo natürlich die Interessen beider Seiten eine Rolle spielen. Technisch gibts keine Probleme.
Über diese Frage sollte man aber durchaus heute schon nachdenken, denn da die Anzahl der PV-Anlagen gut wächst, wird diese Frage irgendwann in Massen auftreten. Für potentielle Investoren in die PV-Technik wäre es auch beruhigend zu wissen, wie es "the day after" weitergeht.

Viele Grüße:

Klaus
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Beitragvon kato » 28.10.2007, 11:10

Ich frage mich auch, wie das Finanzamt die Umsatzsteuer sieht für den selbstverbrauchten Strom. Diese müsste normalerweise an das Finanzamt abgeführt werden. Die Fage, was in 20 Jahren ist, kann heute niemand beantworten. Fall tatsächlich "the day after" war, brauchen wir wohl gar keinen Strom mehr :lol:

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Beitragvon hgf » 28.10.2007, 12:30

kato hat geschrieben:Ich frage mich auch, wie das Finanzamt die Umsatzsteuer sieht für den selbstverbrauchten Strom. Diese müsste normalerweise an das Finanzamt abgeführt werden.
Kato

Das kann ich mir nur dann vorstellen, wenn ich ihn weiter gewerblich nutze, also z.B. an meinem Nachbarn verkaufe. Aber für mich selbst? Meine selbst gezogenen Radieschen brauche ich doch auch nicht zu versteuern... :wink:

Glaube ich zumindest, hgf
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Beitragvon Ostfriesenstrom » 28.10.2007, 12:41

Moin Moin,

na zum einen sind 20 Jahre noch ne Weile hin, zum anderen wird die Speichertechnik bis dahin wesentlich weiter sein und vielleicht produzieren wir dann unseren eigenen Wassestoff zu Hause oder ........ , die Technik geht weiter.

Na und wg. der Umsatztsteuer gibt es auch beim Verkauf an den Nachbarn erst dann Probleme wenn der Gewinn so groß ist, dass die Kleinunternehmerregelung dann nicht mehr greifen würden, denn selbstverständlich kann man nach den 20 Jahren beim Finanzamt die steuerliche Regelung auch ändern und muss dann keine Umsatzsteuer vom Kunden erheben.
Die Anlage ist bis dahin ja auch abgeschrieben und steht noch mit 1€ in den Büchern.

Gruß von der Küste
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Re: Eigennutzung nach 20 Jahren Möglich?

Beitragvon Revelator » 28.10.2007, 13:00

DanBrown hat geschrieben:Wenn der Strompreis nach der festen Einspeisevergütung in
20 Jahren höher also die dann aktuelle Einspeisevergütung
ist, kann man den Strom dann selbst nutzen?
Und könnte man dann evtl auch Nachbargebäude mitversorgen?


Na klar geht das. Du solltest deinen Solateur heute nur darauf hinweisen, dass er alles so bauen soll, dass in 20 Jahren mit wenig Aufwand (Kosten) umgeklemmt werden kann.
Übrigens würde sich das schon lohnen, wenn der Strompreis innerhalb der 20 Jahre über die Einspeisevergütung steigt. :?


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Beitragvon kato » 28.10.2007, 13:42

hgf hat geschrieben:Meine selbst gezogenen Radieschen brauche ich doch auch nicht zu versteuern... :wink:

Glaube ich zumindest, hgf


Wenn du aber für das Saatgut die Vorsteuer gezogen hast, wohl schon :wink:
Privatentnahmen z.Bsp PKW-Nutzung in einer Firma sind auch Umsatzsteuerpflichtig. Wenn du den Strom komplett selbst zu verbrauchst, hast du auch keine Einnahmen und somit auch keinen Gewinn, da wird das FA schon nachfragen. Am Besten man verkauft die Anlage (an sich selbst oder die Frau) und beendet das Gewerbe. Der Buchwert ist eh schon lange null. Allerding ist es dann wieder Privatvergnügen, Reparaturen, Versicherung usw. bezahlt man dann privat und kann das nicht absetzen.

Gruß Kato
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Beitragvon stätzlinger » 28.10.2007, 13:48

Sorry,

aber mit Umklemmen ist es nicht getan.

Ein Wechselrichter zur Netzeinspeisung ist zur Eigennutzung des Stroms vom Dach ungeeignet.

Dafür benötigt man einen Inselwechselrichter, Batterien und einen fetten DC/AC Trafo.

Auf den Punkt gebracht ist eine komplette Notstromanlage notwendig, plus Inselwechselrichter zu deren Aufladung.

SMA bietet sowas unter dem Namen Sunny Backup an. Ab 6000 Euro aufwärts. Und die Batterien leben nicht ewig.

Stätzlinger, :wink:
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