Das ist doch mal ein Anfang.

Alles, was zwar PV ist, aber nicht in die anderen Foren paßt.

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Re: Das ist doch mal ein Anfang.

Beitragvon auchdabei » 18.01.2012, 23:47

Ich muß zugeben, daß ich meinen Komposthaufen nicht wirklich als Beitrag zur Energiewende empfehlen wollte. Wie auch an anderer Stelle schon erwähnt wurde, sehe ich bei der Vorstellung solcher Verfahren zuallererst das Risiko, daß es bei uns, neben Zuckerrübenfeldern, als Cashcrop, nur noch Maisplantagen zur Energieerzeugung geben wird.
Sicherlich wird Monsanto & Co dann dafür sorgen, daß wir, aus irgendeiner Region dieses Planeten hocheffiziente Nahrungsmittel geliefert bekommen.
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Re: Das ist doch mal ein Anfang.

Beitragvon Mühli » 19.01.2012, 00:13

Das ist in unserer überregulierten Gesellschaft eben so.
Der Bauer lebt von seinem Grund und wenn es sich von Mais am besten leben lässt, ist das OK.

Dafür, dass es Kilo Hackfleisch 4€ kostet, Weizen (mittlerweile schon wieder anders) günstiger ist als Holzpellets und Milch eher zum wegschütten gut ist als zum trinken, ja, was soll man dazu sagen?

DAS ist unsere EU. Wir fangen den Afrikanern auch ihren Fisch weg und tun noch viele andere böse Sachen.

Da sind mir die Maisplantage doch egal. Andere Alternativen, die viel besser wären (HANF!) werden ja auch abgelehnt und PV will man ja auch nicht aufm Acker.

Apropos Wildsäue: Knallt die Viecher ruhig ab, gibt echt zuviele von denen. Der Bergwald leidet auch sehr unter den ganzen Hirschen etc.
Kam letztens was sehr interessantes im TV. Scheinbar sind die zahlenden Jäger wichtiger als der Schutzwald.
Naja, egal, die Lawinenzäune zahlt irgendwie wieder die Allgemeinheit und mein Auto fährt auch ohne Bäume

Gruß
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Re: Das ist doch mal ein Anfang.

Beitragvon auchdabei » 19.01.2012, 00:22

[quote="Mühli"]Das ist in unserer überregulierten Gesellschaft eben so.
Du hast wohl Recht, trotzdem geht mir immer noch der Hut hoch, und ich wünsche mir ein Umdenken.
ganz schö naiv, oder
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Re: Das ist doch mal ein Anfang.

Beitragvon Mühli » 19.01.2012, 00:24

Naiv, ja, Weltverbesserer triffts bei uns eher.
Aber ich glaube, irgendwann hat man die Schnauze voll und nimmt es hin. Sonst wird man wahnsinnig und landet in der Klapse

Gruß
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Re: Das ist doch mal ein Anfang.

Beitragvon auchdabei » 19.01.2012, 00:31

Ich wünsch mir schon viele Weltverbesserer. Und wenn wir uns dann alle mal in der Klapse treffen, wird das vielleicht ganz lustig. Aber gut , ist hier ja PV- und nicht Philosophie-Forum
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Re: Das ist doch mal ein Anfang.

Beitragvon willswissen » 22.01.2012, 13:42

Ich bin ein überzeugter Anhänger der Idee, Pflanzenreste zu verkohlen, die Gase energetisch zu nutzen und mindestens einen Teil der Kohle in landwirtschaftlich genutzte Böden einzubringen, wie das auch in dem eingangs angeführten Verfahren als alternative Nutzung angegeben wurde. Der Wert der Energie, auf die man verzichtet, wird durch die verbesserte Fruchtbarkeit mehr als aufgewogen. Man kann Pflanzenkohle auch in kleinem Maßstab selbst herstellen und in den Kompost mischen: http://www.youtube.com/user/Worldstove (Lucia Stove); http://worldstove.com/about-2 (EverythingNice Stove Instructions – Bauanleitung für Heimwerker).

Dazu kommt der ökologische Vorteil der dauerhaften Abscheidung von C und damit CO2, denn die Pflanzenkohle bleibt für Jahrtausende im Boden, und diese Technik ist der des CCS himmelhoch überlegen. Die Pflanzenkohle ist kein Dünger, entfaltet aber doch besonders in humusarmen Böden eine segensreiche Wirkung. Anschließend noch ein paar weitere Links zu dem Thema, für alle, die sich zu diesem und verwandten Themen weiter informieren wollen. Besonders das Ithaka-Journal ist als Informationsquelle außerordentlich empfehlenswert. Ein Wort zu Vosicht: Wenn man alles falsch macht, insbesondere, wenn man nur ans Geld verdienen denkt, kann man die beste Idee ins Gegenteil verkehren!

http://www.pyreg.com;
http://www.ava-co2.com/web/pages/de/home.php;
http://www.blue-tower.de;
http://www.ithaka-journal.net/terra-pre ... urtechnik;
http://www.ithaka-journal.net/biokohle- ... tv-report;
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/ ... rra-Preta;
http://www.eprida.com/home/index.php4;
http://mb-soft.com/public3/globalzl.html;
http://www.bio-wasserstoff.de/h2/index.html.

Mühsame Arbeit, aber ich glaube, es lohnt sich!

Gruß, willswissen
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Re: Das ist doch mal ein Anfang.

Beitragvon eggis » 22.01.2012, 13:52

Moin willswissen,

über Terra Preta habe ich auch so einiges gelesen.
Rettung aus dem Regenwald? Die Wiederentdeckung der Terra Preta
Terra Preta
Die Idee finde ich sehr interessant, da die Wirkung langfristig nicht nachlässt und die Chemie aus der Landwirtschaft verdrängt.
Mit sonnigen Grüßen
-eggis-

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Re: Das ist doch mal ein Anfang.

Beitragvon willswissen » 24.01.2012, 12:30

An eggis: Mit genügend Pflanzenkohle im Boden könnte auch bei konventioneller Landwirtschaft über den Daumen gepeilt die Hälfte des Kunstdüngers gespart werden, denn es wird nicht mehr so viel ausgewaschen und kommt in das Grundwasser. Resultat bisher: Z. B. im nördlichen Kaiserstuhlvorland ist der Nitratgehalt im oberflächennahen Grundwasser auf über 70 mg/l gestiegen, 3x soviel wie für Trinkwasser akzeptabel ist. Besser ist Bio-Landwirtschaft. Aber auch dabei gilt, dass mittelfristig nicht mehr an Mineralien aus dem Boden herausgeholt werden darf als hineinkommt. Eine Methode, die auf Sicht von 50 Jahren nachhaltig erscheint, muss es nicht auf Sicht von 500 Jahren sein. Die Wirtschaftsweise der alten Amazonier war deshalb langfristig nachhaltig, weil Pflanzennährstoffe in die bewirtschaftete Fläche hineinkamen (Fische und gejagte Tiere), aber nichts hinaus. ALLES, auch die "inneren Werte" (Fäkalien) und wohl auch die Körper der Verstorbenen blieb Teil des Kreislaufs. Nur so geht das langfristig auch bei uns, koste es, was es wolle. Sonst macht nicht "peak-oil", sondern z. B. "peak-P" unserer Kultur irgendwann ein Ende.
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