Anteil Eigenverbrauch

Alles, was zwar PV ist, aber nicht in die anderen Foren paßt.

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Re: Anteil Eigenverbrauch

Beitragvon northcup » 03.05.2011, 14:52

open source energy hat geschrieben:
Niederrheinsolar hat geschrieben:
Genau das macht die Netzspitze noch größer! Immer Mehr Verbraucher zur Mittagszeit im Netz! Der EV ist für mich total albern und führt zu einer größeren Last in der Mittagszeit, genau aus diesem "wirtschaftlichen" Grund.


muss ich das jetzt verstehen ?


Wenn Dein Haus autark wäre, dann würde Dein Ansatz stimmen.


Daniel, lass nach. Deine seltsame Logik versteht hier hier so manch einer nicht. Ich auch nicht. Und ob DU EV albern findest oder in China faellt ein Sack Reis um - who shalls. EV und die korrekte Abrechnung ist im Moment auf Grund der noch etwas preisintensiven Speichertechnik noch in den Kinderschuhen/noch nicht komplett. Zur dieser kompletten Anlage gehoert - da gebe ich Dir recht - das Back-Up-System und der Speicher. Deswegen ist der Ansatz EV aber trotzdem richtig und wichtig. Das ist meine subjektive Meinung in einem objektiven Kontext. Und damit bin ICH nicht alleine. Klar ?

Gruss,
Klaus
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Re: Anteil Eigenverbrauch

Beitragvon PV-Berlin » 03.05.2011, 15:12

Dieses propagieren von Eigenverbrauch, also künstlich das zu pushen ist aus meiner Sicht auch nicht sonderlich zielführend.
Der "dolle" Versuch von EWS mit einem Haufen Technik hat ganze 4% gebraucht. Ob die dann auch super optimal im Gesamtnetz verschoben wurden bleibt ein Geheimnis.

Die Bürger sollten diese Energie mal lieber zum Nachdenken verwenden. Eine Waschmaschine an das Kaltwasser anzuschließen ist im Grunde idiotisch hoch 10.
Mal ganz davon abgesehen, dass die kWh Gaswärme nur 4 Cent kostet, ist der WG einer Therme bestimmt "leicht" höher als der eines KKW oder sonstiger Kraftwerke.
So ein Motor schluckt nix bis garnix.

Und wer Gas hat, kann seine E-Herd auch mal auswechseln. Solange es noch KKW & Kohle gibt, ist das zielführender, als Akkus in den Keller zu stellen.
damit wären die schlimmsten Spitzen in den Haushalten "vom Netz"

Mal so eine Idee, aus dem gewerblichen Bereich.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Anteil Eigenverbrauch

Beitragvon northcup » 03.05.2011, 19:06

Niederrheinsolar hat geschrieben:
Genau das macht die Netzspitze noch größer! Immer Mehr Verbraucher zur Mittagszeit im Netz! Der EV ist für mich total albern und führt zu einer größeren Last in der Mittagszeit, genau aus diesem "wirtschaftlichen" Grund.


muss ich das jetzt verstehen ?

ich verbrauche Strom für meine Geräte, ob nun mittags oder abends
Mittags verbrauche ich (größtenteils) DEN Strom, den unsere PV Anlage produziert, also reduziere ich doch die Netzlast - im doppelten Sinne:
weder voll einspeisen - noch den Strom beziehen


Nein, dass musst Du nicht verstehen. Ich versteh es auch nicht. Was ich verstehe ist, dass der Sinn einer oekologischen und oekonomischen (!) Stromerzeugung darin besteht, den Strom dort herzustellen wo er gebraucht wird. Und Du und ich machen das genau SO richtig. Das wird letztenendes dazu fuehren, dass die viel beschriehenen Kapazitaetsprobleme beim Netzausbau garnicht erst entstehen werden. Stromsparen ist die eine Sache; das sollte einer energetischen Sanierung/Betrachtung des Gesamtsystems unbedingt vorausgehen. Eigenverbrauch ist dann die naechste logische Stufe. Ob mit oder ohne Speicherung (die kommt sowieso und gehoert in ein paar Jahren zum System selbstverstaendlich dazu) ist sie Teil der eE-Strategie. Jeder Eigenverbraucher ist ein eE-Aktivist ! Diese Menschen werden fuer den jetzt einsetzenden Umbau des Energie-Systems dringend gebraucht !

Gruss,
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Re: Anteil Eigenverbrauch

Beitragvon open source energy » 03.05.2011, 21:21

Niederrheinsolar hat geschrieben:nur bedingt richtig: den Trockner haben wir schon VOR der PV Anlage gehabt und genutzt, meist auch zur Mittagszeit
by the way: meine Anlage ist 2010 in Betrieb gegangen - da gibt es noch keinen >30% Bonus bem Selbstverbrauch


Wenn ihr wegen dem EV kein Verbrauchsverhalten geändert habt, dann ist ja alles in Butter
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Re: Anteil Eigenverbrauch

Beitragvon open source energy » 03.05.2011, 21:26

northcup hat geschrieben:
Daniel, lass nach. Deine seltsame Logik versteht hier hier so manch einer nicht. Ich auch nicht. Und ob DU EV albern findest oder in China faellt ein Sack Reis um - who shalls. EV und die korrekte Abrechnung ist im Moment auf Grund der noch etwas preisintensiven Speichertechnik noch in den Kinderschuhen/noch nicht komplett. Zur dieser kompletten Anlage gehoert - da gebe ich Dir recht - das Back-Up-System und der Speicher. Deswegen ist der Ansatz EV aber trotzdem richtig und wichtig. Das ist meine subjektive Meinung in einem objektiven Kontext. Und damit bin ICH nicht alleine. Klar ?

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Das ist jetzt aber harter Tobak. Seltsame Logik? PV Strom zu speichern macht ihn ja noch teurer als er eh schon ist. Aber wer das verstehen soll, das weiß ich auch nicht. Die teuerste Energieform noch mit Speicherkosten (Maschine und Verluste) zu beaufschlagen ist doch echt an der Realität vorbei.

Aber worin der Sinn steht jetzt plötzlich auf Teufel komm raus die Last in der Mittagszeit zu erhöhen verstehe wer will. Da sollte sich doch auch mal unser MOE Spezialst dazu äußern!
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Re: Anteil Eigenverbrauch

Beitragvon mbrod » 04.05.2011, 00:05

open source energy hat geschrieben:Aber worin der Sinn steht jetzt plötzlich auf Teufel komm raus die Last in der Mittagszeit zu erhöhen verstehe wer will.

Am 6.9.2010 hätte das womöglich Sinn gemacht. Siehe dazu das "Positionspapier Solarstromeinspeisung" der Bundesnetzagentur. Zitat daraus: "...kann dies je nach Wetterlage zu erheblichen Leistungsungleichgewichten im Netz führen, die z. B. am 06.09.2010 über mehrere Stunden hinweg zur Inanspruchnahme der vollständig verfügbaren Regelleistung geführt haben."
Schaut man sich die tatsächlichen Verhältnisse an diesem Tag in der Grafik an, so relativiert sich die vorangegangene Diskussion.
2010-09-06.jpg
Grundsätzlich muss man schon mal das Wochenende von den übrigen Tagen unterscheiden. Vorstellen muss man sich, wie die Solarspitzen bei zügigem PV-Ausbau nach oben wachsen.

Wer bei Sonnenschein mittags große Verbraucher einschaltet, übt schon mal zukünftiges Verhalten ein.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Anteil Eigenverbrauch

Beitragvon mbrod » 08.02.2012, 22:57

So, habe meinen Eigenverbrauchrechner nun mit eigenen Messungen hinterlegt, statt mit Standardprofilen der Netzbetreiber:
http://brodsoft.de/stromverlauf/profiles/mbrod2011
Nimmt man die Daten von Klaus (Seite 2 in diesem Thema):
northcup hat geschrieben:2010
Gesamtverbrauch: 2650 kwh
Eigenverbrauch Solarstrom: 960 kwh
Fremdbezug: 1690 kwh
Gesamterzeugung Solarstrom: 4000 kwh

so trifft der Rechner nach Eingabe von Stromverbrauch und PV-Erzeugung ziemlich genau den Eigenverbrauch und den Strombezug.
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Re: Anteil Eigenverbrauch

Beitragvon klausfhn » 12.02.2012, 20:12

Hallo,

was mich hier verwundert sind die hier genannten hohen EV-Anteile, von bis zu 50 %?
Ich hatte letzes Jahr grad mal 18,5 % EV. Und mein Installateuer meinte im Vorfeld auch schon, dass man die 30 % eh nie erreicht.

Hier mal meine Daten für 2011:
Schott Poly 235 mit 7,05 kWp (SW-Ausrichtung)
Produktion: 7190 kWh
Einspeisung: 5862 kWh
ergibt EV: 1328 kWh = 18,5 % EV

Habe ich jetzt einen verhältnismässig geringen EV oder sprecht ihr von einem anderen EV?
Bezogen auf meinen Gesamt-Haushaltsstromverbrauch von rd. 3200 kWh käme ich auch auf einen "EV" von 41,5 %.

Aktuell streite ich gerade mit der Syna/Süwag betreffs der neuen Abschlagsbeiträge fürs Einspeisen. Die unterstellen mir 34 % (!?) EV und wollen das entsprechend am Abschlag abziehen. Hat hier noch jemand das gleiche Problem mit der Syna?

Gruß Klaus
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Re: Anteil Eigenverbrauch

Beitragvon open source energy » 12.02.2012, 20:37

klausfhn hat geschrieben:Hallo,

was mich hier verwundert sind die hier genannten hohen EV-Anteile, von bis zu 50 %?
Ich hatte letzes Jahr grad mal 18,5 % EV. Und mein Installateuer meinte im Vorfeld auch schon, dass man die 30 % eh nie erreicht.

Hier mal meine Daten für 2011:
Schott Poly 235 mit 7,05 kWp (SW-Ausrichtung)
Produktion: 7190 kWh
Einspeisung: 5862 kWh
ergibt EV: 1328 kWh = 18,5 % EV

Habe ich jetzt einen verhältnismässig geringen EV oder sprecht ihr von einem anderen EV?
Bezogen auf meinen Gesamt-Haushaltsstromverbrauch von rd. 3200 kWh käme ich auch auf einen "EV" von 41,5 %.

Aktuell streite ich gerade mit der Syna/Süwag betreffs der neuen Abschlagsbeiträge fürs Einspeisen. Die unterstellen mir 34 % (!?) EV und wollen das entsprechend am Abschlag abziehen. Hat hier noch jemand das gleiche Problem mit der Syna?

Gruß Klaus


Mit 1.300kWh EV liegst Du schon sehr gut, es geht nicht um Prozent, sondern um die Menge die man verbauchen kann. Bei 7kWp wird es nicht mehr als 20% werden können, es sei denn DU steigst auf eine WP für das WW um.
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Re: Anteil Eigenverbrauch

Beitragvon darwin » 12.02.2012, 20:41

klausfhn hat geschrieben:Hallo,

was mich hier verwundert sind die hier genannten hohen EV-Anteile, von bis zu 50 %?
Ich hatte letzes Jahr grad mal 18,5 % EV. Und mein Installateuer meinte im Vorfeld auch schon, dass man die 30 % eh nie erreicht.

Hier mal meine Daten für 2011:
Schott Poly 235 mit 7,05 kWp (SW-Ausrichtung)
Produktion: 7190 kWh
Einspeisung: 5862 kWh
ergibt EV: 1328 kWh = 18,5 % EV

Habe ich jetzt einen verhältnismässig geringen EV oder sprecht ihr von einem anderen EV?
Bezogen auf meinen Gesamt-Haushaltsstromverbrauch von rd. 3200 kWh käme ich auch auf einen "EV" von 41,5 %.


Genaugenommen ist deine Anlage unter *Eigenverbrauch*-aspekten überdimensioniert. Du produzierst 7200 KWh und verbrauchst 3200 KWh. Dein Anteil kann also nicht über 44% steigen.

Das was du machst ist deinen Strombedarf zu 41,5% aus der PV-Anlage zu decken.

Eigenverbrauch stellt den Ansatz dar die Netzlast zubegrenzen. Gerade das passiert bei dir nur im geringen Masse.
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