Aus der Welt der Sunny Boys
Moderator: Mod-Team
von Glenmorangie » 18.11.2011, 21:16
Hallo Forumsteilnehmer Ich hoffe, auf diesem Weg eine Lösung für ein schier unlösbares Problem zu finden. An meinem Tripower 12000 liegt String 1 und 3 mit je 17 Modulen auf Kanal A, String 2 (Mitte, um den Kamin herum) mit 16 Modulen auf Kanal B. Siehe Beilage "stringplan". An jedem einigermassen sonnigen Tag ist nun zu sehen, dass Kanal B nachmittags plötzlich massiv abfällt, in der Regel auf 10 - 30% der Leistung, die er rechnerisch (47% von Kanal A) haben sollte. An einigen Tagen fuhr ich nach Hause, zog den DC-Trennstecker und startete die Anlage erneut. In diesem Fall hat Kanal B sofort wieder die eigentlich erwartete Leistung gebracht. Der betroffene String weist zu dieser Zeit eine minimale Verschattung durch das Kamin auf, jedoch maximal 1/2 eines Moduls. Siehe Beilage "Dachansicht". Leistungsdiagramm mit Hinweisen im Bild "20111118". Auf Grund dieser Symptome ging ich von einem Wechselrichterdefekt aus und habe das mit Dokumentation SMA mitgeteilt. Nach einer Woche interner Prüfung durch Sachverständige wurde mir ein Austauschgerät angeboten. Den Austausch habe ich gestern Abend vorgenommen. Heute hat sich aber gezeigt, dass die Problematik noch die selbe ist. Um der Verschattungsproblematik noch etwas auf die Spur zu kommen habe ich heute in der problematischen Zeit nach dem Ziehen des DC-Trennsteckers noch die Leerlaufspannungen dokumentiert. Kanal A 863V, also 50.8V pro Modul, Kanal B 805V, also 50.3V pro Modul. Ich nehme an, bei einer "echten" Teilverschattung sieht das Spannungsbild anders aus. Nun meine Frage: hat einer mit seinem Tripower ein ähnliches Erlebnis? Oder hat einer eine Idee, was diesen Fehler auslösen könnte? Mein Systemlieferant (Planung und Lieferung) hat keine Lösung parat, SMA wird den Fehler auch nicht bei sich suchen, wenn zwei Wechselrichter das selbe Bild liefern. Wer sich die Problemtage auf dem Log ansehen mag: http://www.geisers.ch/solar November 18, 17, 09, 06 Oktober 30, 26, 22 usw. Bitte beachten, die Zeit bis Mittag ist nicht relevant, da entweder durch Bäume verschattet (nur im Winter) oder meist neblig. Ich bin gespannt auf die Antworten! Beste Grüsse Hans Peter
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von solarlux » 19.11.2011, 19:58
Hallo, jede Anlage ist anders, und vor allem ist wohl auch jede Verschattungssituation anders. Ich schätze das es ein Trackingproblem ist, mit dem der Tripower bei diesem "Schornsteinschatten" nicht korrekt, bzw. nicht optimal umgehen kann. Scheinbar fällt es dem TPL schwer, den besten Arbeitspunkt zu finden, der "ständig", mit jeder Sekunde weiter über die Module und Modulzellen wandert. Auf dem Gebiet wird ja offenbar noch "geforscht", die Verschattungsproblematik zu "optimieren". Sprich die (Schatten)-Problemoptimierung mit einer offenbar komplexen Softwaresteuerung. Ein Optitrac-global-peak für die TPL's lassen grüßen. Offenbar scheint der "einfacher" B-Tracker auch nicht richtig zu 'Tracken' sma-netzgekoppelte-wechselrichter-f47/sma-wo-bleibt-optitrac-global-peak-fuer-die-tripow-t69596.htmlBleibt die Frage, ist die Vermutung richtig? Wenn die Vermutung richtig ist, hilft wohl nur ein anderer Wechselrichter, oder der Schornstein muss weg 
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von Glenmorangie » 19.11.2011, 21:02
Hallo Solarlux Ich teile deine Einschätzung bezüglich MPP-Tracker. Ich mache nun folgende Versuche: 1.) Problemstring auf Eingang A, String 1 auf Kanal B, Kabel von String 2 hängen schlaff vom Kabelkanal runter. Ziel: sicherstellen, dass der "Kaminstring" nun das selbe Problem auf Eingang A produziert 2.) Originalbelegung wiederherstellen, Kanal B von MPP auf Festspannung umschalten (Durchschnittsspannung bei Sonnenschein der letzten Tage eingeben). Ziel: schauen, ob der Einbruch ausbleibt. Ertrag ist wegen meist falschem Arbeitspunkt natürlich suboptimal. 3.) Originalbelegung, beide Kanäle wieder auf MPP-Betrieb, üblicherweise teilverschattetes Modul mit einem Kabel "überspringen". Ziel: Schatten als Täter sicher identifizieren. 4.) Sollte sich zeigen, dass es wirklich ein Trackingproblem wegen dem Schatten ist, besteht nächstes Jahr die Chance auf die vielgerühmte Otpi-Dingens auf der aktualisierten Firmware. Oder vielleicht 2018 oder 2025... Versuch 1.) ist heute wegen ziemlich dickem Nebel leider in die Hose gegangen. Bei der aktuellen Wetterlage könnte sich die Versuchsreihe bis Weihnachten hinziehen Würde mich freuen, wenn ein Tripower-Besitzer mit Kamin im String mir feedbacken könnte... PS: Kamin vom Schwedenofen entfernen ist keine Option. Dann reicht meine Frau die Scheidung ein!
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von Modulschrauber » 19.11.2011, 22:41
Hi, Soweit ich das verstehe würde das jeder Wechselrichter machen der kein Optitrac-global-peak hat. Der MPP Tracker bleibt auf einem lokalen MPP hängen und findet nicht den globalen. Ich hätte den von Schatten betroffenen Bereich nicht belegt! Ach ja, der ESS Stecker sollte nicht sehr oft unter Last gezogen werden. Er ist nur für eine begrenzte Zahl von Schalrungen (?50?) ausgelegt. Kurt
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von solarlux » 20.11.2011, 12:57
Nun, ein verschliessener ESS muss im Prinzip umgehend getauscht werden. Bei einer gut laufenden Anlage, muss dieser aber vielleicht nur alle 20 Jahre mal gezogen werden  Und man muss den EES ja auch nicht zwingend immer 50 oder 100 Mal bei Volllast rausziehen.... Die "Testserie" wie hier von User Glenmorangie beschrieben, wird dieser aber wohl so oder so locker aushalten dürfen.
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von Glenmorangie » 20.11.2011, 13:33
Danke, dass ihr euch um meinen ESS sorgt. Ich denke, die 5 Trennvorgänge bei max 7 Ampère sollten die Kontakte überleben, auch wenn die Spannung etwas höher ist als bei einem CEE16/32/64 in der Industrie.
Für das Trackingproblem spricht auch, dass sich der Wechselrichter nach einem Neustart wieder den optimalen Punkt sucht.
@Modulschrauber: welcher Hersteller hat einen dreiphasigen 12 kWp Wechselrichter mit einem dem "Optitrac-Global-Peak" ebenbürtigen System? MPP-Bereich muss bis 800 Volt gehen. Wenn SMA hier innerhalb eines Jahres nicht nachbessert, würde ich einen Wechsel in Betracht ziehen.
Das Aussparen wäre in der Tat eine Option gewesen, hätte ich um diese Problematik gewusst. Der Lieferant hat mir die Mindererträge durch die Verschattung gerechnet. Ich wusste aber nicht, dass 2% Schatten auf einem String dessen Leistung um 80% reduziert. Hier scheint die Entwicklung der Wechselrichter noch in den Kinderschuhen zu stecken.
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von Modulschrauber » 20.11.2011, 17:09
Hi, Ich kenne keinen Wechselrichter, der das kann. Aber ich kenne leider eigendlich auch nur SMA wirklich. Vieleicht kann dir jemand anders weiterhelfen?
Ich wollte nur auf die Problematik mit der ESS aufmerksam machen, nicht das du auf die Idee kommst sie täglich zu benutzen um den Wechselrichter im MPP Tracking "anzustossen".
Und ja, wenn man sich die Entwicklung der Wechselrichter ansieht, dann sind sie noch ein sehr jungesa technisches Gerät. Die Entwicklung ist gewaltig.
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von Kalle_bmw » 20.11.2011, 21:37
Modulschrauber hat geschrieben:Ach ja, der ESS Stecker sollte nicht sehr oft unter Last gezogen werden. Er ist nur für eine begrenzte Zahl von Schalrungen (?50?) ausgelegt. Kurt
Warum den ESS-Stecker bei Last zeihen? Einfach die Hauptsicherungen zw. WR und Erzeiger-Zähler ausschalten. Dann ist der WR Lastfrei und dann den ESS-Stecker ziehen! Etwas warten un dder WR ist dann Spannungslos > Display ist aus.... Einschalten : erst ESS rein und dann die Sicherungen zum WR wieder einschalten... LG Kalle
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von 87Wanja87 » 22.11.2011, 15:51
Okay... den ESS-Griff würde ich nicht ziehen, es reicht wenn du den LS ( Leitungsschutzschalter ) raus machst. Modulspannung geht dann in den Leerlauf und der WR sucht ein neuen MPP, wenn der LS wieder drin ist. Über den Winter geht dir nicht viel verloren, mach dich nicht nervös und warte auf OptiTrac Globel Peak…….
Zu deiner Aussage die WR-Entwicklung steckt noch in den Kinderschuhen und das wenn ein Modul 2 % Verschattet ist dann fällt 80% der Leistung……
Nimm ein Wasserschlauch und drücken diesen ein, dann kommt am Ende immer so viel Wasser raus wie an der engsten Stelle…. ….. klar 2% eindrücken = 2 % weniger Leistung… … deine Module liegen in Reihe kannst du mit einem Wasserschlauch vergleichen… leider steckt dort ein bisschen mehr dahinter… In einer Reihenschaltung ist der Strom überall gleich… und das ist hier das Problem mit der Verschattung…
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von Glenmorangie » 22.11.2011, 17:04
@ 87Wanja87 - Mein Gartenschlauch hat keinen Bypass drin - Wenn ich bei zugedrücktem Gartenschlauch den Hahn zu- und wieder aufdrehe, kommt nicht mehr raus  nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich Heute habe ich den Wechselrichter mit Konstantspannung statt MPP betrieben. Der spezifische Ertrag war exakt gleich hoch wie bei der praktisch identischen Vergleichsanlage im selben Dorf. So eine Hexerei schein das Tracking nicht zu sein...
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