Trackingprobleme beim SB2100 TL

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Trackingprobleme beim SB2100 TL

Beitragvon rkramer » 31.03.2009, 09:54

Hallo, ich habe zwölf Module STP 180 auf Consolen aufgeständert und an einem SB2100TL hängen.

Gestern sah die Kurve bei wolkenlosem Himmel so aus:
Bild
heute hingegen sah das Ganze so aus:
Bild
Um 10:10 habe ich den Stecker gezogen. Nach dem Neustart bringt der Wechselrichter ca. 300Watt mehr (810W auf 1118W). Ich bin deshalb auf dieses Problem gestoßen weil noch weitere 9 Wechselrichter ein besseres Ergebnis gebracht haben.
Bei der Aufständerung gibt es noch eine Besonderheit: 6 Module laufen mit 30° Neigung, weiter 6 Module laufen bei 25° Neigung.

Hat jemand eine Idee oder ähnliche Probleme?

Viele Grüße

RKramer
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Beitragvon Boelckmoeller3 » 31.03.2009, 10:30

Hallo,

ist es denn eine einmalige Sache bisher gewesen oder schon öfter vorgekommen ?
Falls es bisher einmalig war, würde ich mir noch nicht viel Gedanken machen, aber natürlich Wechselrichter beobachten. Der Knick im DC-Spannungs- Anstieg sieht schon sehr merkwürdig aus, Finde jetzt spontan keine Erklärung weshalb.Anfänglich war der Wr ja auf der richtigen Fährte bis zu etwa 335V, warum es dann aber wieder nach unten ging ???

Viele Grüße:

Klaus
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Beitragvon rkramer » 31.03.2009, 10:42

Hallo Klaus,
ich habe diese Module erst seit einer Woche aufgeständert. Bishe lagen sie bei 5° Dachneigung auf einem Norddach. Ich werde das mal weiter beobachten.

Viele Grüße

Reinhard

PS: Die vielen Ausfälle in der Aufzeichung der letzten Tage im Solarlog sind auf Erweiterungsarbeiten der Anlage zurückzuführen.
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Beitragvon Fischkopp » 31.03.2009, 16:13

Hallo Reinhard,

Finde das Trackingverhalten auch merkwürdig, aber es entspricht nicht dem Muster des kritisierten SB1700. Die Trackingspannung wird vom WR ja sogar aktiv runtergedrückt...

Die Geschichte mit den zwei Modulneigungen scheint mir nicht so sinnig, da dadurch ja Mismachting-Verluste entstehen. Dürfte aber am Ende des Tages sicher noch mehr rauskommen als bei 5°DN Ausrichtung N.
Zudem könnte es sein, dass die WR-Auslegung ein bißchen hart auf die Kante gesetzt wurde wg. der -10°C Leerlaufspannung?
Möglicherweise wäre eine 2*6 Stringkonfiguration ertragreicher als 1*12, obwohl beim letzten der WR-Wirkungsgrad höher wäre!


Gruß
fischkopp
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Beitragvon rkramer » 02.04.2009, 09:48

Hallo,

heute hatte ich wieder das gleiche Problem mit dem SB2100TL. Der Wechselrichter 4 hat sein Problem aber selbst bemerkt. Als Vergleich ist ein benachbarter SMA8000TL (Nr.7) auf einem 15° Dach eingeblendet.

Bild

Vielleicht kann sich SMA mal dazu äußern.

Viele Grüße
rkramer
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Beitragvon Laeufer74 » 02.04.2009, 13:59

Hallo!

Für mich sieht das "Normal" aus!

Wenn der Wechselrichter sich auf das Netz zuschaltet belastet dieser den PV Generator und die Spannung bricht ein. Mit zunehmender Einstrahlung steigt die Leistung die dem Generator entnommen werden kann. Diese Eigenschaft ist auch bei einem Netzteil zu beobachten.
Nicht allein die DC Spannung ist ein Indiz dafür, dass es sich hier um ein "Tracking" - Problem handelt. Die Leistung ist entscheidend, die zu der Zeit vom Generator abgenommen wird.

Die Leistung ist immer noch eine Multiplikation von Strom und Spannung. Spannung nierdig und Strom groß oder umgekehrt Strom niedrig und Spannung hoch ergeben bei einer Multiplikation immer noch das selbe Ergebnis in der Leistung.

Dieses Verhalten ist ein ganz anderes als bei dem SB 1700 wenn man sich den Thread anschaut. Dort sieht man dass dieser wirklich unten bleibt und dort verharrt. Das ist hier ganz anderst!

Des weiteren vergleichst du zwei unterschiedliche Wechselrichtertypen mit unterschiedlicher Ausrichtung evtl. anderer Stringlänge usw. welches im Ergebnis eine andere Charakteristik hat!

Siehst du das anderst?

Mfg
Laeufer
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Beitragvon rkramer » 02.04.2009, 14:11

Hallo Laeufer74,

was der SB1700 macht, kann ich und will ich hier nicht diskutieren.

Ich sehe nur, das der SMC 8000TL einen kontinuierlichen Anstieg der Leistung hat und das im Gegensatz dazu der SB2100 das nicht hinbekommt. Der sprunghate Anstieg der Leistung deutet auf ein Trackingproblem hin.

Das zeigt eindeutig, dass an diesem Wechselrichter etwas nicht stimmt. Es ist auch sonst nicht zu erklären, das nach dem Aus/Einschalten des Wechselrichters die Leistung beim ersten Test deutlich zugenommen hat.

Mal sehen, was SMA dazu sagt.

Viele Grüße

RKramer
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Ganz klar Verschattung!

Beitragvon Kartoffelpühreh » 21.04.2009, 09:26

Wenn das immer um die gleiche Uhrzeit auftritt, kann es doch nur eine Verschattung sein, oder?

Du schreibst, Du hättest die Module aufgeständert? Mach doch mal ein Foto davon morgens um 10...

Viele Grüße,
Torsten
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Beitragvon rkramer » 21.04.2009, 11:01

Hallo an alle,

es ist definitiv keine Verschattung, da die Module 25° nach Süden aufgeständert sind und kein Baum oder Gebäude in 9m Höhe die freie Sicht stört.

Das es definitiv ein Problem des Trackers ist, kann man daran sehen, dass bei einem Neustart des Wechselrichters die Stringspannung ca 100Volt höher ist. Ich bin im Moment mit SMA in weiterer Diskussion.

Zu dem Problem habe ich eine Vermutung: Die Leistungkurve des DC-Generators über der Tracking-Spannung hat lokale Maxima, da die Module geringfügig unterschiedliche Neigung haben. Der Tracker des Wechselrichters bleibt im lokalen Maxima gefangen und erkennt das globale Maxima bei der deutlich höheren Generatorspannung nicht. Das würde meiner Meinung nach auch das richtige Tracken beim Einschalten erklären: Der Tracker scannt den kompletten Spannungsbereich beim Einschalten und findet deshalb auch das globale Maximum. Meines Erachtens hilft nur eine Anpassung der Betriebsparameter des Wechselrichters. Beim SMA 1700 wird ja inzwischen an einem verbesserten Parametersatz gearbeitet.

Viele Grüße

Reinhard

PS: Ein Bild ist schwierig, da ich eine ca. 9m lange Leiter brauche, um aufs Dach zu kommen. Von unten ist die Anlage nicht zu sehen.
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Beitragvon innocenti » 21.04.2009, 11:48

Geringfügig unterschiedliche Ausrichtungen oder Neigungen machen beim MPP-Punkt bestenfalls im Bereich hinterm Komma was aus, da "verirrt" sich kein Wechselrichter um dann 100 Volt daneben zu liegen.
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