Aus der Welt der Sunny Boys
Moderator: Mod-Team
von kai » 11.03.2010, 15:48
Hallo,
SMA hat auf der Einstiegsseite Infos zum Eigenverbrauch. Darin steht: ------------ Ausschnitt ------------- Mittelfristig wird aber auch die Zwischenspeicherung von PV-Energie mit Batteriesystemen attraktiv. Denn wer in der Lage ist, den Verbrauchszeitpunkt des PV-Stroms beliebig zu wählen, kann die Eigenverbrauchsquote noch einmal deutlich steigern. Mit den Sunny Backup-Sets von SMA ist hierfür bereits eine ausgereifte technische Lösung verfügbar, ganz abgesehen von der eigentlichen Funktion der ausfallsicheren Energieversorgung (Abb. 3). Die Kosten der zusätzlichen Batteriezyklen von rund 20 ct pro kWh sorgen zwar momentan noch dafür, dass der Einsatz von Backup-Systemen zur Steigerung des Eigenverbrauchs unwirtschaftlich ist. Bei künftig niedrigeren Batteriekosten lässt sich aber nahezu jede Solar-Anlage auch nachträglich mit einem Sunny Backup-Set ergänzen, sofern sie mit PV-Wechselrichtern von SMA ausgestattet ist. ------------ Ausschnitt -------------
Ich frage mich, wie ich mit dem Backup System den Eigenverbrauchsanteil erhöhen kann ? Wurde das System modifiziert/modernisiert ?
Soviel ich weiß kann man mit dem kleinsten Model S nur eine Phase absichern. Wenn ich nun alle (nachtrelevanten) Verbraucher ( Lüftung, Heizung, Wohnzimmer, Arbeitszimmer ) hauptsächlich darauf lege, wie regelt das Backup System die Erhöhung des Eigenverbrauchsanteils ? Es muß ja auch noch was im Akku bleiben für den Backup Fall etc. Wird automatisch fehlender Strom aus dem Akku bezogen bis zu einem gewissen Limit ?
Gruß
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von pv-buero » 13.03.2010, 09:48
Wenn die Möglichkeit zur Energiezwischenspeicherung gegeben ist - und das ist ja beim Sunny Backupsystem der Fall - ist es nur eine Frage der Software zu entscheiden wann der Strom ganz normal eingespeist wird bzw. wann überschüssiger Solarstrom in die Batterie wandert. Im Normalfall passiert das nur um die Batterie zu laden. Wenn Sie geladen ist, wird für Ladeerhaltung gesorgt für den Fall des Stromausfalls. Wenn man den Eigenstromanteil erhöhen will muss man halt auch manchmal gezielt entladen wenn im Haus ein hoher Stromverbrauch stattfindet und nicht nur dann wenn das Netz ausgefallen ist. Das dürfte wie gesagt mit einer einfachen Softwareänderung machbar sein...
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von kai » 13.03.2010, 17:18
Hi pvbuero,
SMA sagt ja auf der Seite das dies schon verfügbar ist. Leider gibt es außer diesem Satz nur Vermutungen wie von Dir geschrieben.
Also, Frage an SMA: ----------------------- Ist das Sunny Backup verfügbar zum Erhöhen des Eigenverbrauches, wie beschrieben auf der eigenen Webseite ? Ab wann und zu welchem Preis ? Und gibt es bereits Erfahrungen aus Pilotinstallationen mit Eigenverbrauch ?
Gruß
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von pv-buero » 13.03.2010, 19:03
kai hat geschrieben:Also, Frage an SMA: ----------------------- Ist das Sunny Backup verfügbar zum Erhöhen des Eigenverbrauches, wie beschrieben auf der eigenen Webseite ? Ab wann und zu welchem Preis ? Und gibt es bereits Erfahrungen aus Pilotinstallationen mit Eigenverbrauch ?
Gruß
Kai
Das würde mich allerdings auch brennend interessieren...
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von kai » 15.03.2010, 18:57
Halloooo SMA, lest Ihr das hier nicht ?
Gruß
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von ratzi17 » 15.03.2010, 19:36
ich schließe mich der frage an - wann und wo kann man darüber mehr erfahren?
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von Cordula Gewecke » 19.03.2010, 14:33
Hallo Kai,
z. Zt. sieht SMA noch keine wirtschaftliche Relevanz darin, die Zwischenspeicherung von PV-Energie mit Batteriesystemen umzusetzen, da die Speicherkosten den zusätzlich möglichen Ertrag noch deutlich übersteigen. Dies wird nach aktuellem Stand auch noch nach dem 01.07.2010 gelten. Dabei sind die Batteriekosten von vielen unterschiedlichen Einflussfaktoren abhängig, wie z.B. dem Batterietyp, dem Hersteller, dem Weltmarktpreis für Blei usw. Die im zitierten Artikel angegebenen Kosten der zusätzlichen Batteriezyklen von rund 20 ct/kWh sind deshalb nur als ein Preisindikator zu verstehen. Der Preis kann gerade auch für kleine Systeme höher ausfallen. Desweiteren sind in den 20 ct/kWh die zusätzlichen Verluste durch den Speicher nicht berücksichtigt, die die Wirtschaftlichkeit noch weiter verschlechtern. Sobald die Zwischenspeicherung wirtschaftlich wird und damit die Nachfrage nach derartigen Systemlösungen steigt, wird SMA auch speziell entwickelte Lösungen hierfür anbieten und Software-Updates für Kunden des Sunny Backup-Systems zur Verfügung stellen.
Dieses Software-Update ermöglicht die optimale Nutzung des Stroms aus der eigenen PV-Anlage. Dies gilt für alle PV-Anlagen, die gemäß des „Anlagenkonzeptes für den Eigenverbrauch“ mit einem Sunny Backup-System S, M, L oder XL betrieben werden. Mit diesem Softwareupdate werden die Sunny Backup-Systeme in der Lage sein, genau auf die Netzaustauschleistung zu regeln, die die Backup-Systeme bereits heute messen. Bis zum Erreichen eines definierbaren Ladezustandes würde dann die Batterie genutzt, um die Netzaustauschleistung auf Null zu regeln und damit den maximalen Eigenverbrauch zu erreichen. Dies bedeutet, wird gerade weniger PV-Energie erzeugt als verbraucht, wird die Batterie entladen, wird mehr erzeugt als verbraucht wird die Batterie wieder aufgeladen. Ist die Batterie voll, wird der Überschuss in das Netz eingespeist. Ist der untere Ladezustand erreicht wird Strom aus dem Netz bezogen.
Einphasige Sunny Backup-Systeme (S und M) können dies natürlich nur auf einer Phase trotz des vermutlich auch dort vorhandenen 3 phasigen Netzanschlusses. 3 phasige Systeme (L, XL) können auch auf die Summe der Phasen regeln.
Schon heute können die Sunny Backup-Systeme für eine Erhöhung des Eigenverbrauchs genutzt werden, indem man ein zusätzliches Schütz zwischen AS-BOX und Verbrauchszähler installiert, welches durch ein Multifunktionsrelais des Sunny Backup-Wechselrichters angesteuert wird. Das Multifunktionsrelais kann vom Sunny Backup so geschaltet werden, dass das öffentliche Netz nur noch zugeschaltet wird, wenn ein bestimmter Ladezustand z.B. 50 % unterschritten wird. In diesem Fall wird dann die Batterie nachgeladen. Wird ein Ladezustand von z.B. 80 % erreicht, wird das gesamte Backup-System wieder vom Netz getrennt und die Verbraucher aus der PV-Anlage und der Batterie versorgt. Hierdurch erreicht man bei ausreichend großen Solaranlagen und Batterie, sowie guten Einstrahlungsbedingungen eine weitgehende Autarkie und somit einen sehr hohen Eigenverbrauch.
Herzliche Grüße
Cordula Gewecke
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von kai » 24.03.2010, 20:42
Hi Cordula,
danke für die Infos.
Ich denke wenn ab 01.01.2011 die Vergütungssätze weiter fallen und die gesetzlichen lastabhängigen Stromtarife kommen sieht das ganze wieder anders (sprich interessanter) aus. Und Blei Akkus sind dann im kommenden Zeitalter der Redox Flow Zellen und Lithium-Eisen-Phosphat Akkus auch nicht mehr wirtschaftlich. Derjenige der dann optimal (automatisch) entscheidet ob er einspeist, speichert oder selbst verbraucht wird die optimale Anlagenwirtschaftlichkeit haben.
Wenn das EEG in 3-5 Jahren wegen Grid-Parity wegfällt, werden ohne diese intelligente Steuerungen mit Speicher eh keine PV Anlagen mehr verkaufbar sein.
Gruß
Kai
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von gunnar_kaestle » 07.08.2010, 16:05
kai hat geschrieben:Wenn das EEG in 3-5 Jahren wegen Grid-Parity wegfällt, werden ohne diese intelligente Steuerungen mit Speicher eh keine PV Anlagen mehr verkaufbar sein.
So schnell wird man das EEG nicht deaktivieren. Schließlich sind neben der Photovoltaik noch weitere EE-Technologien betroffen und dann ist der Eigenverbrauch bei der Grid Parity zwar eine interessante Option, aber ganz ohne eine Regelung, wie mit eingespeistem Strom zu verfahren ist, wird es nicht gehen. Es ist volkswirtschaftlich sinnvoller, das Netz zu nutzen, statt überall teure Batteriespeicher zu installieren. Den Eigenverbrauch bekommt man nicht nur maximiert, indem Stromspeicher installiert werden, sondern man kann auch funktionale Stromspeicher nutzen, wie z.B. die thermische Trägheit eines Hauses, welches eine Klimaanlage hat. Hier sind Verbrauchsgeräte gefordert, die z.B. den S0-Impulsausgang eines Stromzählers (DIN EN 62053-31) verstehen. Gruß, Gunnar
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von kai » 18.08.2010, 21:03
Hallo Gunnar, ich bin voll Deiner Meinung, und daher ein großer Freund der Erd-Wärmepumpe  Aber die Chinesen geben ja z.Zt. die MArschrichtung vor z.B. bei Elektroautos und LiIOnSpeichern etc. Wenn in 2 !! Jahren die kwh LiION Speicher weniger als 200€ kostet, machen lokale Speicher durchaus Sinn  Gruß Kai
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