von Fischkopp » 14.04.2010, 21:34
Moin,
Der gute mbiber fragte nach einer Serienschaltung, was aber eher unwahrscheinlich scheint, da schon bei relativ geringen Lichtstärken fast die maximale Zellspannung erreicht wird und ein WR die Spannungsverdoppelung wahrscheinlich nicht klaglos hinnehmen würde.
Die Aufschaltung von der Leistung mehrerer Strings auf ein Leistungsteil gibt es doch bei verschiedenen Herstellern. Bei SMA war es die Teamverschaltung, also das Zusammenschalten von unterschiedlichen Wechselrichtern, die miteinander kommunizierten. Hat sich aber nicht durchgesetzt, da ziemlich aufwändig. Gleichspannungsrelais die hohe Spannungen unter Last schalten sind wahrscheinlich auch nicht ganz billig. Die Strings müssen selbstverständlich alle gleich lang sein, was die Einsetzbarkeit einschränkt.
Bei Fronius IG und IG plus heißt dies Mix-Konzept, wo die Leistungsteile gestaffelt auf die ohnehin parallel verschalteten Module geschaltet werden.
Ob solche ein "raffiniertes" Konzept heute tatsächlich so viel bringt ist halt die Frage. Früher fielen die Wirkungsgrade der WR im Teillastbereich teilweise recht dramatisch ab, bei vielen modernen Wechselrichtern steigen die Wirkungsgrade mit steigender Leistung viel steiler an womit der Nutzen dieses Konzeptes geringer ist.
Den Datenblättern vom TripleLynx kann man nicht genau entnehmen, was der WR mit parallel geschalteten gleich langen Strings an unterschiedlichen Eingängen macht. Aber ein WR, der einen generellen EU-Wirkungsgrad von >97% hat, kann durch dieses Verfahren nicht viel gewinnen. Die Dimension wird 0,x% Wirkungsgradunterschied sein. Dafür opfert man Freiheit in der Gestaltung der Strings.
Gruß
fischkopp
mit 30x Solara 870TI (170W) & Sunnyboy 5000TL auf Photonenfang