SMA-WR: Wie genau sind die DC-Messungen eingangsseitig?

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SMA-WR: Wie genau sind die DC-Messungen eingangsseitig?

Beitragvon Heidegeist » 17.04.2010, 17:31

Hallo zusammen,

gibt es Infos zu den Genauigkeiten der DC-Strom/Spannungs-Messungen an den Eingängen der SMA Wechselrichter? Insbesondere interessiert mich die Genauigkeit der Strommessung an den SB 1200 und SB 2100TL.

Ich bin etwas skeptisch, ob da nicht etwas übertrieben wird bei den angezeigten Messwerte. Heute bei herrlichstem Sonnenschein zeigt mir der SMA2100 einen Impp in der Spitze von 8,57A an.

Der String mit 12 SOLARA Modulen Typ S895 TI/M soll lt. Datenblatt einen Impp = 8,06A haben bzw. einen Isc = 8,45A.

Kann es sein, daß der SB 2100 aus 8,06A tatsächlich 8,57A macht in der Anzeige?

Viele Grüße
Rainer
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Re: SMA-WR: Wie genau sind die DC-Messungen eingangsseitig?

Beitragvon Papapuuh » 17.04.2010, 17:45

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Re: SMA-WR: Wie genau sind die DC-Messungen eingangsseitig?

Beitragvon Heidegeist » 17.04.2010, 17:52

Hi Joe,
danke für den Link!

Dann können die über 6% Abweichung beim Stromwert schon durch die interne Messung begründet sein.

Tschüss
Rainer
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Re: SMA-WR: Wie genau sind die DC-Messungen eingangsseitig?

Beitragvon kt64 » 17.04.2010, 17:58

Hallo Joe!

Die Frage nach der Genauigkeit kann ich nicht beantworten.

Aber ich vermute, es geht dir eigentlich um was anderes!?

Die Module können durchaus einen höheren Strom als die im Datenblatt angegene 8,06 A liefern.
Der Wechselrichter versucht nicht den optimalen Strom, sondern die optimale Leistung aus dem String herauszukitzeln.
Und die Leistung ist halt ein Zusammenspiel aus Strom und Spannung.
Und an dieser Stelle braucht man ein gewisses Maß an Vertrauen, dass der WR da das richtige macht. Absolute Messgenauigkeit ist dabei nicht so wichtig - die relative Messgenauigkeit ist dabei wichtig.

Wenn die Strings richtig ausgelegt sind, und der Ertrag 'über den dicken Daumen' passt, würde ich über die Stromanzeige keine grauen Haare wachsen lassen.

Grüße
Klaus
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Re: SMA-WR: Wie genau sind die DC-Messungen eingangsseitig?

Beitragvon Heidegeist » 17.04.2010, 18:14

Hallo Klaus,

es gibt einen anderen Hintergrund zur Frage: ich habe die gleichen SOLARA Module in einem weiteren String, aber mit nur 6 Modulen in Reihe. Da die Stringspannung rel. niedrig ist und somit der Wirkungsgrad nicht so dolle, habe ich inzwischen ein kleineres PV-Modul gekauft, das zwar weniger Spannung, aber auch einen Isc von ca. 8,1A hat. Als Maximum wurde der Impp in diesem 6er-String heute mit knapp 7,4A angegeben.

Das zusätzliche Modul wurde deshalb kleiner gewählt, damit es noch Platz findet auf dem Flachdach (ohne Abschattungen). Es wurde ich in China gekauft, weil ich hier nirgends etwas passendes fand.

Heute Mittag in der prallen Sonne habe ich das Modul an ein Ampere-Meter gehängt und den Kurzschlußstrom gemessen bei möglichst optimaler Sonnen-Ausrichtung. Da bekam ich einen Isc(max) = 6,75A (man erinnert sich, daß die SOLARA lt. Anzeige I=8,57A zeigten).

Das Modul aus China soll lt. Angaben des Herstellers CHIKO-SOLAR einen Impp=8,1A und einen Isc=8,54A haben. Ich bin momentan etwas am Grübeln, ob das Modul tatsächlich die Specs erfüllt.

Ich denke, ich werde morgen mal das Amp-Meter nehmen und am WR-Eingang den Strom nachmessen.

Ist meine o.g. Kurzschlussstrommessung realistisch oder muß ich anders vorgehen?

Tschüss
Rainer
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Re: SMA-WR: Wie genau sind die DC-Messungen eingangsseitig?

Beitragvon Papapuuh » 17.04.2010, 19:57

Ich denke, ich werde morgen mal das Amp-Meter nehmen und am WR-Eingang den Strom nachmessen.


Wenn Du weißt, was Du da tust...Gleichstrom verursacht schöne Lichtbögen und Verbrennungen, wenn man ihm plötzlich frech den Weg versperrt...


Nimm lieber eine Stromzange, da brauchst Du den Stromkreis nicht auftrennen und es ist völlig ungefährlich.
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Re: SMA-WR: Wie genau sind die DC-Messungen eingangsseitig?

Beitragvon Heidegeist » 17.04.2010, 20:01

Papapuuh hat geschrieben:Wenn Du weißt, was Du da tust...Gleichstrom verursacht schöne Lichtbögen und Verbrennungen, wenn man ihm plötzlich frech den Weg versperrt...

Nimm lieber eine Stromzange, da brauchst Du den Stromkreis nicht auftrennen und es ist völlig ungefährlich.



Hallo

Danke für den Warnhinweis! Ich bin beruflich nicht ganz unbeschlagen. Wenn man die Lasttrenner am Eingang des WR zieht und die AC-Sicherung, fließt bekanntllich kein Strom. So eine DC-Stromzange ist natürlich eleganter, aber leider nicht verfügbar.

Tschüss
Rainer
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Re: SMA-WR: Wie genau sind die DC-Messungen eingangsseitig?

Beitragvon kt64 » 18.04.2010, 10:39

Hallo Rainer!

Grundsätzliches:
Bei einem Mischbetrieb von verschiedenen Modultypen in einem Strang müssen die Moduldaten schon gut zusammen passen, denn das 'schlechteste' Modul kann die Leistung der anderen Module herunterziehen.
Kurzschluss- und Leistungsstrom sind zwar wichtige Eckdaten, aber es müssen alle Parameter und Kennlinien beachtet werden.

Wieviel Wp haben die beiden Modultypen eigentlich?

Du kannst ja mal den Leistungs-Innenwiederstand (nicht den Kurzschluss-Innenwiederstand) der beiden Modultypen ausrechnen: R=Umpp/Impp

Mir ist noch nicht klar was du mit deinen Messungen 'nachweisen' willst.
Willst du das CHIKO-Modul ggf. umtauschen, weil es nicht den Spezifikationenen entspricht?
Ich hätte Zweifel, ob solche Messungen dafür geeignet sind.


Grüße
Klaus

PS: Bei den Angaben in den Modul-Datenblätter muss ich irgendwie immer an die Autohersteller und ihre Spritverbrauchs-Angaben denken...
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Re: SMA-WR: Wie genau sind die DC-Messungen eingangsseitig?

Beitragvon Helios » 18.04.2010, 12:44

...bitte auch den positiven Temperaturkoeffizienten des Kurzschlussstromes in die Überlegungen mit einbeziehen :idea:

Gruß Helios
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