Hallo greetz,
wie schon in den anderen Beiträgen festgestellt darf man die Leistungsangaben der WR nicht als absolute Werte verstehen.
Ich habe etwa
400 Vergleichswerte der WR-Angaben mit den Messungen des geeichten Einspeisezählers (der z.B. in Klasse 2 immerhin noch +-2% abweichen darf).
Danach misst der Einspeisezähler bei Vollast ~ 2% mehr als von den WR angezeigt (die Anzeigen der 3 WR untereinander sind jedoch direkt proportional zu Stringspannung und Stringleistung weitgehend identisch, Delta < 0,1%).
Der Wert von 93% entspricht somit
~ 95% Wirkungsgrad.
Läge der Wirkungsgrad (bei temperaturabhängigen Stringspannungen von 360 V - 420 V) in der Tat nur bei 93%, hätte mein weitgehend unverschatteter WR1 in 2008 statt 1.188 kWh/kWp mit einem besseren WR (Wirkungsgrad z.B. 95,5 %)
1.220 kWh/kWp erreicht, ein Wert, der angesichts der klimatischen Bedingungen im zweiten Halbjahr und im Vergleich zu benachbarten Anlagen utopisch anmutet.
Dazu kommen Spitzenleistungen wie z.B. am 29.03.2008 von über 1,00 kW/kWp über einen Zeitraum von
20 Minuten.
Die vom WR angezeigte Leistung betrug 2.147 W bei einer gemessenen Stringspannung von (zufällig) 420 V (V
String1 bei 25° C = 419,59 V).
Laut Zähler entspricht dies
2.190 W was bei einer installierten Stringleistung von 2.160 W am WR1 und bei einem Wirkungsgrad von lediglich 93% einer Generatorleistung von 2.355 W bzw. einer Einstrahlung von
1.090 W/m² entsprechen würde.
Über einen so langen Zeitraum kommt es aber nicht zu einer Einstrahlungserhöhung durch reflektierende Wolken.
Die maximal mögliche globale Einstrahlung auf die Modulebene betrug zu diesem Zeitpunkt ohne Reflektionen 1.049 W/m², dies legt einen Wirkungsgrad des WR von
minimal 94% bei
110% DC-Last nahe.
Fazit: Ich sehe keinen Grund die von SMA angebenen Wirkungsgrade für den 2100TL bei hohen Leistungen in der vom Tom genannten Größenordnung zu bezweifeln.
Gruß hgf