SB2100TL: 12PV-Module an 1 oder 2 Strings?

Aus der Welt der Sunny Boys

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Beitragvon Fischkopp » 14.04.2009, 19:25

Hallo Heidegeist,

Wechselrichter mit mehreren Trackern können unterschiedliche Dachneigungen oder -ausrichtungen vertragen, da diese für jeden Eingang separat den besten Arbeitspunkt suchen. MPP = Maximum Point of Power... Die Zahl der Mpp-Tracker ist entscheidend, nicht die Zahl der Eingänge. Es versteht sich von selbst, dass alle Module an einem Tracker die gleiche Ausrichtung & Neigung haben sollten.
Bei SMA verfügen die SB4000TL-20 und 5000TL-20 über zwei Tracker, sowie die älteren SB4200TL und 5000TL. Andere Hersteller bauen nur Wechselrichter mit einem Tracker (Fronius); bei manchen Herstellern verfügen die Wechselrichter immer über 2 oder 3 Tracker, wie z.B. die Kostal WR oder z.B. der Sunways NT10000 mit 3 Trackern. Neben dem Einsatz für verschiedene Dachneigungen bietet es sich gelegentlich an, verschattete Module in einem String zu konzentrieren und die immer besonnten auf einem anderen Tracker zu legen.

So... Yes you can!

Gruß
fischkopp
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Beitragvon Heidegeist » 14.04.2009, 19:44

Hi Fischi,

Du machst mir Hoffung!

Noch 'ne Frage: würden dann bspw. die beiden 6er-Gruppen vom Fachlachdach direkt parallel auf einen Tracker-Eingang (heißt das so?) und die anderen beiden Gruppen vom Schrägdach auch entsprechend parallel auf den anderen Tracker-Eingang am WR geschaltet oder hat der 4000er WR 2x2 Eingänge?

Und der 4000TL wäre von den Daten her für beide Modultypen geeignet?

LG
Rainer
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Beitragvon Fischkopp » 14.04.2009, 21:58

Hallo Heidegeist,

Von den elektrischen Eckdaten geht es gerade so mit beiden Modultypen, aber durch die niedrige Spannung der Solarworld-Polys leidet der Wirkungsgrad etwas.
Die Zahl der physikalisch am WR vorhandenen Eingänge ist nicht das Problem, man kann immer die Module auch mit Y-Stücken parallel schalten.

Trotz der Suche nach mehr Ertrag würde ich den Preis nicht vergessen.

Gruß
fischkopp
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Beitragvon Heidegeist » 14.04.2009, 22:10

Moin Fischkopp,

danke Dir nochmals für Dein unerschöpfliches Wissen, das Du freundlichereise an mich weitergibst!

Danke für Deinen Hinweis wegen der Kosten! Ich möchte halt gern ausloten, was möglich bzw. machbar ist usw.

Inzwischen habe ich einen anderen Aspekt gefunden, warum der 4000TL doch nicht geht für meinen Fall: der Modulpart auf dem Flachdach ist im letzten Jahr errichtet worden und wird demzufolge nach der Regelung, die bis Ende 2008 anwendbar war, abgerechnet. Der andere Teil, der auf den WR aufgeschaltet werden soll, wird nach der neuen Regelung ab 2009 abgerechnet werden. Somit geht das gar nicht, oder gibt es dafür auch eine Lösung?

LG
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Beitragvon Fischkopp » 14.04.2009, 22:36

Hallo Heidegeist,

Mal wildes Brainstorming...
... die 13 SW-Module vom SO-Dach
... und die 11+1 -> 2*6 Module von der Garage auf einen SB5000TL-20.

Wenn der SB2500 (der im Wirkungsgrad wirklich nicht so toll ist) zurückgegben werden könnte... könnte man den übriggebliebenen SB2100-TL für die neue Teilanlage recyclen.

Was Du aber unbedingt mit Dir und dem EVU abklären solltest, ist wie in Zukunft abgerechnet werden soll. Bei so einer kleinen Anlage einen neuen Zähler zu setzen lohnt ja kaum und es wäre gut wenn in Zukunft die Einspeisevergütungen proportional zu den installierten kWp abgerechnet werden - also alles über den einen Zähler läuft. Die anderen Lösungen wären teuer... (Zählerplatz vorhanden?...). In diesem Zusammenhang wäre es für das EVU vielleicht auch egal, wie die Module mit dem neuen WR verschaltet sind.

Gruß
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Beitragvon Heidegeist » 15.04.2009, 19:11

Moin Fischkopp,

geht das wirklich, Modulgruppen mit verschiedenen Ausrichtungen mit einem WR zusammen zu knüppeln? Warum hat die Errichterfirma das nicht schon gemacht? Gibt es ggf. einen Haken?

Ich werde das mit der Firma durchsprechen.

EWE werde ich mal per Email anfragen, ob eine Mischkalkulation bei der Verrechnung möglich wäre. Interessant finde ich auch die Neuregelung mit den 25,01Cent Bonsu für jede selbst verbrauchte KWh.

schaun mer mal...

LG
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Beitragvon Fischkopp » 15.04.2009, 21:16

Moin,

Heidegeist hat geschrieben:geht das wirklich, Modulgruppen mit verschiedenen Ausrichtungen mit einem WR zusammen zu knüppeln? Warum hat die Errichterfirma das nicht schon gemacht? Gibt es ggf. einen Haken?


Also knüppeln würde ich das nicht nennen. Geht aber nur mit Wechselrichtern mit mehreren Trackern. Die Liste der WR mit 2 Mpp-Trackern für SMA ist schon ziemlich vollständig.

Haken sehe ich das nicht, aber warum die Errichterfirma dies nicht gemacht hat kann ich nicht sagen. Der SB5000TL-20 hätte aber auch schon damals gepasst. :wink:

Gruß
fischkopp
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Beitragvon Heidegeist » 15.04.2009, 21:27

Hai Fischkopp,

ich wollte gerade schreiben, daß ich schon die Antwort wg. der Kombination der Module (sorry, nicht "knüppeln" :wink: ) mit unterschiedlicher Ausrichtung/Neigung gefunden habe.

Also die Sache sieht total schlüssig aus. Ich hoffe, daß sich der Solateur bald meldet (noch im Urlaub?)...

Da es sich um ein kleines Unternehmen im ländlichen Bereich handelt, kann er sich kaum erlauben, einen (wie ich meine, mit Grund) unzufriedenen Kunden zu haben. Das spräche sich schnell herum und das kann sich hier kein Unternehmen leisten. So hoffe ich, daß wie eine beiderseitig einvernehmliche Lösung finden werden.

Ich melde mich wieder.

Also Fischi, Du hast mir sehr geholfen!!! EHRLICH :danke:

LG
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Beitragvon Heidegeist » 18.04.2009, 17:10

Hi Fischkopp und alle, die es interessiert:

Hier der Zwischenstatus!

heute hatte ich ein soweit sehr konstruktives Gespräch mit meinem Solateuer, der die bisherige Anlage geplant und gebaut hat.

Nachdem ich ihm nochmals verständlich gemacht habe, daß ich mit dem momentanen Zustand (Verschattung) nicht sehr glücklich bin, habe ich ihm meine (Fischis) Ideen vorgetragen:
1) auf dem Flachdach sollen 2 Gruppen je 6 (statt derzeit insgesamt 11) Module installiert werden. Dann kann man 2 gleiche Strings aufbauen und so die Auswirkungen der Verschattung im Winter minimieren.
Mir kam die Idee, die erste Modulreihe direkt an der Hauswand um 60cm aufzuständern mit Wärmedammplatten. Direkt davor kommt die 2. Reihe mit den Konsolen. Somit gewinnt man Zwischenraum zur 3 und 4 Modulreihe, die so bleiben in der Höhe wie sie sind. Diese beiden Reihen werden ab Herbst verschattet - ohne Chance auf Verbesserung (daher demnächst auch die Möglichkeit der zwei Strings!).
2) die vorhandenen WR werden getauscht bzw. umfunktioniert:
3) für die PV auf dem Flachdach und dem Südost-Dach wird ein passender Doppel-WR mit zwei MPP Trackern neu verwendet (vermutlich der Sunnyboy 5000TL)
4) der jetzt am Flachdach-Kreis angeschlossene SB2100TL wird für das zukünftige Süddach (12 Module 180W mono) verwendet
5) der jetzt am Südostdach angeschlossene WR SB2500 wird zurückgenommen
6) für die beiden Modulgruppen auf dem Flachdach überlege ich mir einen Umschalter in der Garage, um in der unverschatteten Jahreszeit die beiden Gruppen in Reihe schalten zu können. Der Wirkungsgrad wird dadurch besser. Das kostet ja nicht viel.

Jetzt muß ich warten, wie das Angebot für die Änderungen ausfallen wird. Klaro würde ich die Kosten für das 12. Modul samt Wanne und Kleinmaterial akzeptieren. Beim WR-Wechsel würde ich die Differenz der Neugeräte abzgl. einer gewissen Summe wg. des Gebrauchs für ca. 9 Monate akzeptieren (hatte ihm aber auch gesagt, daß man den WR gleich von Anfang an hätte nehmen können und die unüberlegte Auswahl wohl dadurch zustande kam, daß er zu der Zeit überlastet war - was aber ja nicht mein Problem sein sollte).

Alles in allem war die Sache sehr konstruktiv und meine Ansichten wurden verstanden. Hoffe ich mal, daß mir das Umbauangebot ebenso verständlich wird...

Fischi: klasse Job von Dir; hat mir sehr geholfen!

LG
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