Datenübertragung über nicht mehr benötigtes Stromkabel?

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Datenübertragung über nicht mehr benötigtes Stromkabel?

Beitragvon 76225 » 10.08.2008, 14:36

Hallo,
am besten beschreibe ich mal kurz die Anlage und mein Vorhaben:

Die 1. Anlage hat ca. 21 KW und 3 SMA- Wechselrichtern, die auf einer etwas abgelegenen Scheune montiert ist. Von dieser Scheune bis zur 2. Anlage läuft ein nicht mehr benötigtes Strom- Erdkabel mit ca. 400m Länge. Dort befindet sich dann die 2. Anlage mit ca. 19,5 KW und ebenfalls mit 3 SMA- Wechselrichtern. Ab der 2. Anlage steht dann ein Lehrrohr zur Verfügung, um ein Kabel in das nebenstehende Haus legen zu können.
Beide Anlagen möchte ich nun über einen Datenlogger überwachen.

Nun stellt sich mir die Frage, wie ich das realisieren kann, und welche Komponenten ich dazu benötige?

Gruß
Klaus :D
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Beitragvon LumpiStefan » 10.08.2008, 14:58

Hallo Klaus.
Denek die Übertragung des RS485-Signlas könnte über die Stromleitung funktionieren. Hierzu werden 2 Adern benötigt.

In jedem WR wird ein PiggyBack benötigt und dann natürlich noch der Datenlogger selbst.
Entweder die SMA-eigene Lösung, oder ansonsten würde ich Dir den SolarLog800e empfehlen.

Stefan
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Willst du mir was gutes tun... --> http://www.stefan-bauer.net/daten/spende/
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Beitragvon Torty_Morty » 10.08.2008, 15:40

Hallo zusammen,

sollange das Kabel kein 16mm² ist und du damit direkt an die WR Kommunikation willst müsste das gehen.
:D :D :D
Jedoch ist ein normales Stromkabel nicht das Ideale, da ein Schirm im Kabel fehlt und die Leitungen auch nicht verdrillt sind, so das Signale überkoppeln können und die Kommunikation verschlechtren/beeinflussen.

Ein Versuch wäre es Wert.

Wie LumpiStefan schon geschrieben hat, brauchste für jeden WR ein 485 PiggyBack und noch ein Datenlogger.

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Beitragvon 76225 » 11.08.2008, 18:17

Hallo,
danke für die schnelle Antwort! :)

Der der uns die Anlage installiert hat, meinte dass die Daten erst aufmodelliert werden müssen, vermutlich weil das Kabel nicht geschirmt und nicht verdrillt ist...

Weiß von euch jemand, wie solch ein "aufmodellieren" funktioniert?

Kann ich mit dem 485 PiggyBack auch die Lösung mit dem aufmodellieren umsetzen (falls die einfache, direkte Kabelnutzung nicht funktioniert), oder brauch ich hierfür dann eine andere Komponente?

Nochmals Danke! Echt super Forum :D

Gruß Klaus
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Beitragvon uweklatt » 11.08.2008, 20:53

Hallo Klaus,
76225 hat geschrieben:Der der uns die Anlage installiert hat, meinte dass die Daten erst aufmodelliert werden müssen, vermutlich weil das Kabel nicht geschirmt und nicht verdrillt ist...


Vermutlich liegt da ein Missverständnis vor.

Er meint vermutlich eine PowerLine Lösung, bei der das Nutzsignal auf eine spannungsführene 230V Leitung aufmoduliert wird.

Du möchtest dagegen eine spannungsfreie Leitung als Datenleitung verwenden.

Beides könnte gehen.
Im ersten Fall benötigst Du Powerline Piggy-Backs, im zweiten RS-232 Piggy- Backs.

(siehe auch http://download.sma.de/smaprosa/dateien/1360/PowLine-11-ED2305.pdf)

Tschau
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Beitragvon 76225 » 11.08.2008, 22:23

Hi Uwe,
danke für deine Hilfe und den link :)

Momentan neige ich dazu, die Verbindung über eine RS-485 PiggyBack zu realisieren.
Nach etwas Recherche im Internet bin ich der Meinung, dass eine RS-485 im Vergleich zu einer RS-232 Übertragung unanfälliger gegen Störungen ist. Vor allem da das Erdkabel (ca.50m) nicht geschirmt und nicht verdrillt ist. Die restlichen 100 bis 120m werde ich dann mit einem geschirmten Telefonkabel legen.
So sollten meine Chancen recht gut stehen… und wenn nicht, dann eventuell auf die Powerline Piggy-Back- Variante umsteigen.

Oder was meint Ihr?

Ich lass mich gerne eines besseren belehren :D

Gruß
Klaus
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Re: Datenübertragung über nicht mehr benötigtes Stromkabel?

Beitragvon Udo » 11.08.2008, 23:12

76225 hat geschrieben:snip....Von dieser Scheune bis zur 2. Anlage läuft ein nicht mehr benötigtes Strom- Erdkabel mit ca. 400m Länge. snip


und

76225 hat geschrieben:snip....Vor allem da das Erdkabel (ca.50m) nicht geschirmt und nicht verdrillt ist.


was denn jetzt? 400m oder 50m?

Gruß
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Beitragvon 76225 » 11.08.2008, 23:39

Hallo Udo,
jetzt hast du mich ganz schön erwischt :?
Das mit dem schätzen, wenn man es sich vorher nicht genau angesehen hat, ist halt so ne Sache…
Also, von der Entferntesten Scheune sind es definitiv ca. 50m über ein Erdkabel. Dann noch mal ca. 30m einem anderen Gebäude entlang bis zur zweiten Anlage.
Von dort aus geht es dann noch mal ca. 40m bis zum gewünschten Ort des Datenloggers. Das gesamte war nach erster Schätzung 400m?!

Die Entfernung lies sich schlecht einschätzen, da keine freie Sicht besteht, und aus meiner Erinnerung alles größer wirkte, sorry.
Jedenfalls stimmen die Überarbeiteten Längenangaben ziemlich genau.

Gruß Klaus :D
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Beitragvon uweklatt » 13.08.2008, 23:13

Hallo Klaus,
76225 hat geschrieben:Momentan neige ich dazu, die Verbindung über eine RS-485 PiggyBack zu realisieren.
´
Natürlich RS-485 und nicht RS-232!

Sorry, da hatte ich mich verschrieben.

Bei Leitungslängen > 30m wird RS-232 nicht mehr zuverlässig funktionieren. Bei 1200 Baud (SMA Net) sind mit RS-485 und geeignetem Kabel sichen > 1km möglich. Dann sollten aber auch Abschlußwiderstände an jedem Leitungsende verwendet werden.

Tschau
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Beitragvon Udo » 13.08.2008, 23:42

76225 hat geschrieben:snip...
Also, von der Entferntesten Scheune sind es definitiv ca. 50m über ein Erdkabel. Dann noch mal ca. 30m einem anderen Gebäude entlang bis zur zweiten Anlage.
snip....


Hallo Klaus,

sorry, aber ich habs immer noch nicht..... :?

Ist das Erdkabel jetzt durchgehend von der ersten Anlage bis zur zweiten Anlage mit einer Länge von insgesamt 80m verlegt, oder hört das Erdkabel nach 50m auf und du müsstes es noch 30m bis zur zweiten Anlage mit einer anderen Leitung verlängern?

Aber egal wie es auch sei, ich stimme Uwe zu, mit RS485 müsste es gehen.

Gruß
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