Qualität und Auslegung der Wechselrichter

Die kostenlose Software zur Auslegung von Solaranlagen mit Wechselrichtern von SMA

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Qualität und Auslegung der Wechselrichter

Beitragvon itzfreunde » 12.05.2008, 06:32

Hallo,
wir planen eine neue PV-Anlage.

Ein Anbieter bietet eine Nennleistung von 20,24kWp an. Hierzu hat er 2 Stück Fronius IG Plus 120 Wechselrichter eingeplant. Die beiden Wechselrichter haben eine maximale DC-Nennleistung von je 10500 W.

Ein anderer Anbieter hat eine Nennleistung von 23,76 kWp angeboten.
Hierfür schlägt er 3 Stück Wechselrichter Sunny Mini Central SMC 7000HV mit ESS an. Jeder Wechselrichter hat eine max. Nennleistung von 7500 Wp.

1. Genügen die WR für die beiden Anlagen?
Die WR der 1. Anlage würden ja dann fast immer unter Volllast laufen, was der Lebensdauer abträglich ist. Die WR der 2. Anlage schaffen ja zusammen nur 22,5 kWp. Die Anlage selbst hat aber 23,76kWp

2. Welche WR sind besser.

3. Ein dritter Anbieter hat auch SMA WR angeboten, allerdings trafolose. Die Ausbeute bei den Trafolosen ist höher. Wenn der 2. Anbieter zum Zug kommen sollte, müssten wir dann nicht auch trafolose WR verlangen?
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Beitragvon Boelckmoeller3 » 12.05.2008, 07:19

Hallo itzfreunde und willkommen im Forum,

Wechselrichter werden gewöhnlich in ihrer Ausgangsleistung niedriger ausgelegt als die Nennleistung der Anlage ist. Das aus 2 Gründen. Zwischen der Eingangsleistung und Ausgangsleistung des WR steht der Wirkungsgrad. Alle Module lassen bei Zellenerwärmung mit ihrer Leistung nach.
Die Auslegung ist deshalb ausKostengründen ok und normal, wenn auch nicht die letzten 0,1% der Sonne ausgenutzt werden.
Genaueres zur Auslegung kann man erst sagen wenn der Typ und die Anzahl der Moduke bekannt ist.
Die trafolosen SMC WR von SMA haben wie Du schon richtig schreibst mehr Wirkungsgrad und zwar sind sie kaum zu schlagen.
Also wenn schon SMA, dann möglichst die trafolosen SMC.

Viele Grüße:

Klaus
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Bemessung Wechselrichter

Beitragvon sonnezumir » 23.05.2008, 17:36

Hallo,

ich bin auch gerade bei der Frage nach der Dimensionierung des Wechselrichters. In einem "Investorenhandbuch" der Fachhochschule Albstadt-Sigmaringen wurde ausgeführt:

"Die Wechselrichterleistung sollte mindestens so groß sein wie die Nennleistung der Anlage, um zu verhindern, dass der Überlastschutz bei bester Leistungsausbeute unter Mittagssonne Ihre Photovoltaikanlage nicht abschält. Besser: Nennleistung der Anlage + 20% = Wechselrichterleistung."

Ist das demnach Geldverschwendung? Der Beitrag ist von 2003; evtl. technisch überholt?

Konkret würde mich noch folgendes interessieren:
Mir wurden Mitsibishi PV-TD 185 MF5-Module angeboten. Die angegebene Leistung beträgt 185W. Bei 24 Modulen komme ich auf 4,44kW. Welche Nennleistung muss der Wechselrichter mindestens haben? Reicht z. B. ein SMA Sunny Boy SB 3300 oder 3800? Welche Angabe ist die maßgebliche: max. DC-Leistung, max. AC-Leistung oder AC-Nennleistung?
so long...sonnezumir
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Re: Qualität und Auslegung der Wechselrichter

Beitragvon RainerN » 23.05.2008, 17:54

itzfreunde hat geschrieben:Hallo,
wir planen eine neue PV-Anlage.

Ein Anbieter bietet eine Nennleistung von 20,24kWp an. Hierzu hat er 2 Stück Fronius IG Plus 120 Wechselrichter eingeplant. Die beiden Wechselrichter haben eine maximale DC-Nennleistung von je 10500 W.

Ein anderer Anbieter hat eine Nennleistung von 23,76 kWp angeboten.
Hierfür schlägt er 3 Stück Wechselrichter Sunny Mini Central SMC 7000HV mit ESS an. Jeder Wechselrichter hat eine max. Nennleistung von 7500 Wp.

1. Genügen die WR für die beiden Anlagen?
Die WR der 1. Anlage würden ja dann fast immer unter Volllast laufen, was der Lebensdauer abträglich ist. Die WR der 2. Anlage schaffen ja zusammen nur 22,5 kWp. Die Anlage selbst hat aber 23,76kWp

2. Welche WR sind besser.

3. Ein dritter Anbieter hat auch SMA WR angeboten, allerdings trafolose. Die Ausbeute bei den Trafolosen ist höher. Wenn der 2. Anbieter zum Zug kommen sollte, müssten wir dann nicht auch trafolose WR verlangen?


Hallo Itzfreunde,

wie schon beschrieben, passen trafolose Wechselrichter nicht zu jedem Modultyp.

Zur Auslegung kann man nur sagen: Geschmacksache!!!

Hier http://www.photovoltaikforum.com/viewto ... highlight= habe ich schon mal einen Link zu einer Abhandlung gepostet.
Ich finde ihn sehr informativ und jeder kann sich seine eigene Meinung bilden.
Die muss man dann seinem Installateur mitteilen, da in der Regel ein Angebot erstellt wird, bei dem der Wechselrichter kleiner als der Generator ist.

Gruß Rainer
RainerN
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Beitragvon jodl » 23.05.2008, 18:00

die Auslegung der Wechselrichter ist immer ein Kompromiss zwischen höchster Ausbeute und Kosten. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit wird die Wechselrichter- Leistung dann meistens so um die 90% von der Generatorleistung ausfallen. Die Formel aus dem Handbuch mit +20% wirst du in keinem Auslegungsprogramm wiederfinden, in der Praxis ist das tatsächlich eher Geldverschwendung.
Ob ein spezieller Wechselrichter zu einer festen Menge an Modulen passt, kannst du nicht über das Verhältnis der Leistung festlegen.
Dafür gibt es eine Auslegungs-Software des Wechselrichterherstellers (bei SMA = Sunny Design), hier wird in Abhängigkeit von Standort, Ausrichtung, Dachneigung und Temperaturbereich überprüft, ob Wechselrichter und Module zusammenpassen.
jodl
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Beitragvon sonnezumir » 23.05.2008, 20:20

Danke für die Antworten.

Der Hinweis auf Sunny Design ist sehr hilfreich gewesen, auch wegen der Angaben zu Kabelverlusten.

Dass die Dimensionierung des Wechselrichters Geschmackssache ist, kann ich nicht sehen, es geht um bares Geld!

Inzwischen denke ich, dass ein zu hoch dimensionierter Wechselrichter a) zu teuer ist und b) einen zu geringen Wirkungsgrad haben kann, wenn die notwendige Spannung nicht aufgebracht wird=Einnahmeverlust.

Zu gering ausgelegt dürfte der WR einerseits schneller kaputt gehen und andererseits Anteile des erzeugten Stroms verpuffen lassen, weil bei Überschreiten der Maximalkapazität der überzählige Strom unentgeltlich verpufft=wieder Einnahmeverlust. Ich kann mir eine preiswertere Dacheindeckung vorstellen.
so long...sonnezumir
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