Modulvergleich nach PVSOL

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Re: Modulvergleich nach PVSOL

Beitragvon E_T » 15.02.2010, 16:56

Was man noch berücksichtigen könnte, ist die Tatsache, dass einige Module nur + sortiert herausgegeben werden.

Wen man dann noch einen Wirkungsgrad von 2% für die unterschiedlichen Spannungan am WR zugrundelegt, liegt die Streuung bei ca 3,5%.

Gruß

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Re: Modulvergleich nach PVSOL

Beitragvon eggis » 15.02.2010, 17:54

Für mich ist das Ergebnis nicht nachvollziehbar.
Die Conergymodule sollen fast 8% :shock: mehr Ertrag liefern als die baugleichen Solonmodule?
Dass Conergy gute Module baut, bezweifelt ja keiner. Die PVA von "michi_k" ist hier ein gutes Beispiel.
Wo ist der Unterschied in der Modultechnik zu finden?
Ich glaube, da liegt ein Fehler in der Datenbasis des Programms vor.
Aber das hat Oliver auch schon angedeutet.
Oliver hat geschrieben:...weil die Daten zum Teillastverhalten offensichtlich zum Teil nicht an valentin weitergegeben wurden. Das macht sicherlich mehr aus, also die 5-10KWh aufgrund des evtl. nicht so optimalen WR.

Es ist natürlich toll, wenn eine Software die Erträge bestimmter Hersteller mit einander vergleicht. Als Verkaufsargument gegenüber absoluten PV-Neulingen sollte man das Programm aus Fairness nicht verwenden. Vielleicht muss der Modulhersteller den Softwarehersteller bei der Programmierung nur (finanziell) etwas mehr unterstützen, um eine höhere Platzierung zu erreichen. :roll:
Mit sonnigen Grüßen
-eggis-

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Re: Modulvergleich nach PVSOL

Beitragvon E_T » 15.02.2010, 19:54

Wenn man die Solon mit den Connergy vergleicht stimmt das nicht ganz:

Solon Blue 230/7 220 W Connergy Power Plus 220W

Wirkungsgrad: 13,41 % 13,51%
Nennspannung: 29,23 V 29,01V
Nennstrom: 7,53 A 7,65A
Toleranz +- 3% -0+2,5%

Aufgrund der Toleranz haben im Mittel die Solon 220 W währen die Connergy 223,3 W haben (1,25% mehr).

Der TK der Leistung ist allerdings bei den Solon einen hauch besser (-0,42%/k zu -0,45%/k)

Gruß

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Re: Modulvergleich nach PVSOL

Beitragvon Fischkopp » 15.02.2010, 19:55

Moin,

Bislang sehe ich noch keine Substanz in dieser Liste. Wenn man sich mal ein bißchen mit Simulationen, Genauigkeit von Datenblättern etc. beschäftigt, dann kann diese Liste nicht als glaubwürdig eingestuft werden. Dafür gibt es zu viele Ungereimtheiten darin. Warum soll z.B. ein Conergy Power-Plus die Sanyo toppen? Weil im Datenblatt von Conergy ein unglaublich niedriger Noct-Wert 43,4 steht?! Ach nee, auch im ET-Datenblatt stehen nur 44,4°C NOCT bei eine Tkp von 0,47%/°C... während das Kyocera Modul mit 49°C NOCT aufwartet und dazu noch einem schlappen Tkp von 0,46%/°C.

Zuerst muß gefragt werden wie das Modulverhalten abgebildet wird und was passiert wenn die Daten für die Modellbildung unvollständig sind.
Insbesondere: welche Berücksichtigung finden
- Schwachlichtverhalten?
- Antireflexausrüstung?
- Spektrale Präferenz?
- NOCT?
- Modultoleranz?

Ohne Begründung, worauf sich die simulierten Unterschiede stützen ist die Liste nicht viel Wert. Tk-Leistung ist es sicherlich nicht, NOCT auch nicht...

Hab mir mal die PVSOL-Demo runtergeladen.

Wenn man in den Erklärungen von PVSOL mal nachliest...
Entscheidend für den Ertrag ist der Wirkungsgrad im Teillastbereich. Hier haben amorphe Module i. d. R. einen besseren Wirkungsgrad als monokristalline Module. Der Wirkungsgrad im Teillastbereich wird über die Modulkennlinie beschrieben.

Solange nicht beschrieben wird, wie das mit geänderten Spektren verrechnet wird scheint dies zu einer Überhöhung der Performance von DS-Modulen zu führen.

Solange nicht in den Tabellen die Tkp, und der Stützpunkt für die "Arbeitspunkte im Teillastbetrieb" angegeben sind ist die Aussagekraft der Tabelle ziemlich gering. Soweit man sehen gibt das Standardteillastverhalten einen rel. Wirkungsgrad von 90,9% bei 300W/m² bzw. 85,5% für 200/m² für Monos, während z.B. Bosch-Solarzellen dort noch ca. 97% Wirkungsgrad bei 300 bzw. 94,9% bei 200W/m² haben oder z.B. die Suntech Plutos 94% bei 200W/m². Bei den Alfasolar-Pyramids steht sogar 98% Wirkungsgrad bei 200W/m² - deshalb sind sie so weit oben. Bei CdTe ist das Standardteillastverhalten mit 95,8% bei 200W/m² angegeben...

Die Parametrisierung und Kalkulation des Teillastbereiches ist der kritische Punkt, dann natürlich der Tkp. . Spektrum, Antireflex & NOCT werden einfach nicht berücksichtigt.

Wie sagt es die Anleitung von PVSOL so schön:
Nachdem Sie die Werte für das Teillastverhalten des Moduls eingetragen haben, sollten Sie sich unbedingt die Wirkungsgrad-Kennlinien ansehen und auf Stimmigkeit testen.

Das sollte man dann wohl mal tun. :wink:


Gruß
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Re: Modulvergleich nach PVSOL

Beitragvon ddm-ruhnau » 15.02.2010, 21:03

Hallo an Alle,

da ich neu hier bin und dies der erste Beitrag wird, kurz zu meiner Person: Andre, 31 Jahre, Dachdeckermeister,
selbstständig seit 3 Jahren. Als mich einer meiner Kunden vor ein paar Wochen nach Planung, Lieferung und Montage von
zwei PV-Anlagen fragte, begann für mich das Thema Photovoltaik. Durch die Lieferschwierigkeiten, der Wechselrichterknappheit und dem noch nicht feststehenden Termin zwecks Einspeisevergütung verglich ich also
etliche Module mit unterschiedlichsten Komponenten.
Herausgekommen sind gravierende Ertragsunterschiede.

Hier mal ein paar Eckdaten, Standort Paderborn:

Anlage Nr.1: 5,08 kW, DN 55 Grad, Azimut 15 Grad, 22 Module "Conergy Power Plus 230P" mit 1*WR "Conergy IPG 5 S".
Simulationsergebniss: spez. Jahresertrag 851 kWh/kWp, Anlagennutzungsgrad 85,8 %

Anlage Nr.2: 10,16 kW, DN 36 Grad, Azimut 15 Grad, 44 Module "Conergy Power Plus 230P" mit 2*WR "Conergy IPG 5 S".
Simulationsergebniss: spez. Jahresertrag 919 kWh/kWp, Anlagennutzungsgrad 85,8 %

Zum beispielhaften Vergleich:
Anlage Nr.1 mit 22 Modulen "Centrosolar Solara SM8230" mit Centrosolar WR = 742 kWh/kWp, 72,9 %
Anlage Nr.2 mit 44 Modulen "Centrosolar Solara SM8230" mit Centrosolar WR = 797 kWh/kWp, 74,4 %

Solch unterschiedliche Simulationsergebnisse sind für mich auch nicht ganz nachvollziehbar, beides 230W Module.
Das bei den Conergy-Modulen eine positive Leistungstoleranz von 3% hinterlegt sind und bei anderen Modulen eine +/-,
kann den Kohl alleine doch auch nicht so fett machen :?:

Mfg Andre
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Re: Modulvergleich nach PVSOL

Beitragvon Fischkopp » 16.02.2010, 10:38

Moin Andre,

Leider ist in der Test-Version von PV*SOL die Bibliothek der Module nicht einsehbar. Das ist sehr ärgerlich, weil man die Qualität der hinterlegten Daten überhaupt nicht beurteilen kann.
Anhand des einzig einsehbaren Valentin-Test-Modules kann man aber schon abschätzen, dass die Software per default Werte für das Schwachlichtverhalten der Module annimmt, die weit jenseits von gut und böse sind. Vielleicht vor 10 Jahren noch zeitgemäß, aber heute?

Lt. Hilfe bzw. FAQ auf der Website sind in PV*SOL die Modultoleranzen nicht berücksichtigt.

Den unterirdischen Anlagennutzungsgrad bei Solaras kann man nur mit einem mangelhaften default-Parametersatz begründen, der offensichtlich bei Solara seine Anwendung findet.

Die Einschätzung zu PV*SOL ist, dass die Ertragsprognose ziemlich willkürlich ist, weil die Datenbank neben den regulären Einträgen zu den Moduleigenschaften, wie sie aus den Standard-Datenblättern zu entnehmen ist, weitere Eigenschaften ohne Quellenangaben hinzudichtet. Es ist durchaus möglich, dass bestimmte Hersteller Parameter für die Datenbank liefern, wie sie so in keinem Datenblatt stehen. Andere Hersteller haben das evtl. verbummelt, nicht wahrgenommen...

So wie sich die Sache darstellt werden die Unterschiede der Ertragsprognose durch die folgende Parametergruppen wesentlich beieinflußt:
1. "Modul-Teillastverhalten" ... und das mal zu evaluieren einfach das Conergy-Modul mit aktivierten Std.-Verhalten neu durchrechen!
2. Modultechnologie dürfte im Wesentlichen den Default für das "Modul-Teillastverhalten" ändern, vielleicht werden aber auch andere Rechnungen beeinflußt (spektrale Verluste immer -2%??)
3. Tkp ... die Temperaturabhängigkeit der Leistung. Bei einem Tkp, der 0,1 kleiner ist als der von einem Referenzmodul sollte der Ertrag + 1-2% liegen.
4. Leistungstoleranz sollte man evtl. mal auschecken, also ein identisches Modul mit unterschiedlichen Toleranzen abspeichern und dann den Ertrag neu durchrechnen. Evtl. fließt die Toleranz in die Berechnung der Mismatching-Verluste ein. Die Angabe im Handbuch für die Mismatching-Verluste von 1-5% scheint jedenfalls extrem hoch.
5. Parameter mit fraglicher Bedeutung für die Differenzen wären "Winkelkorrekturfaktor", "spez. Wärmekapazität", "Absorptionskoeffizient", "Emissionkoeffizient", "Gewicht".
Selbst das Gewicht (mit Rahmen? ohne Rahmen?) dürfte eine gewisse Rolle spielen, da dies in die dynamische Temperaturberechnung mit einfließt. Aber bei den anderen Parametern wäre die Frage ob sie von Modul zu Modul variieren und woher die Werte denn stammen bzw. genommen werden sollen.

Schließlich dürfte die Wechselrichterauswahl und Auslegung auch noch in den Anlagennutzungsgrad eingerechnet werden.

Es scheint so, dass die Güte der Simulation in PV*SOL sehr begrenzt ist, aber auch die Dokumentation bescheiden ist. So kann es kommen, dass faktisch gleichwertige Module (was bei Conergy und Centrosolar/Solara der Fall sein dürfte) extrem unterschiedliche Simulationsergebnisse liefern. Was nützt die schönste Simulation wenn die Eingangsparameter in der Datenbank unterschiedlichste Datenqualität haben. Aber über Quellen und Qualität der hinterlegten Daten schweigt das Handbuch vollständig. Die Parameter, die die Unterschiede zwischen den Modulen steuern, sich auch kaum erklärt bzw. fehlt eine Beschreibung wie man an diese Daten rankommt.

Denke bei dem heutigen Modulmarkt mit recht kurzen Produktzyklen ist es schon schwierig Moduldatenbanken mit Standarddaten fehlerarm zu pflegen, aber spezielle Infos über einzelne Module einzusammeln dürfte mehr als schwierig sein. Und auch die Pflege von "Standardverhalten" von unterschiedlichen Modultechnologien ist schon nicht so einfach wenn sich dort so einiges ändert.
Es ist nicht einmal vorgesehen, das Standardverhalten selber bestimmen zu können, es gibt keine Doku dazu wie es sich über die Jahre verändert hat oder ob es sich aus dem Mittel der hinterlegten Daten eines Technologietyps errechnet (was natürlich Ärger beim User erzeugen würde, wenn nach einem Datenbankupdate die Prognosen sich ändern würden).

Insgesamt scheint der Ansatz der PVGIS besser zu sein, wo man die Systemverluste fest einstellt und somit ein gewisses Qualitätsniveau der Anlage im Vorwege annimmt. Man kann nur Solarteure bemitleiden, die PV*SOL benutzen und z.B. Solara oder andere in der Datenbank abgestraften Module vertreiben. Die Angebote sind dann einfach schlechter konkurrenzfähig.
In manchen Fällen kann man als wissender Solarteur evtl. dann noch an der Datenbank nacharbeiten. Z.B. ist von Solara bekannt, dass zur Zeit Q-Cells verbaut werden, von denen ja Datenblätter mit dokumentierten Schwachlichtverhalten vorhanden sind.

Frei nach Winston Churchill heißt das also: Vertraue nur denjenigen Prognosen, deren grundlegenden Daten du selber ge... neriert hast. :mrgreen:


Gruß
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Re: Modulvergleich nach PVSOL

Beitragvon Helios » 16.02.2010, 13:52

Fischkopp hat geschrieben:
Denke bei dem heutigen Modulmarkt mit recht kurzen Produktzyklen ist es schon schwierig Moduldatenbanken mit Standarddaten fehlerarm zu pflegen, aber spezielle Infos über einzelne Module einzusammeln dürfte mehr als schwierig sein. Und auch die Pflege von "Standardverhalten" von unterschiedlichen Modultechnologien ist schon nicht so einfach wenn sich dort so einiges ändert.
Es ist nicht einmal vorgesehen, das Standardverhalten selber bestimmen zu können, es gibt keine Doku dazu wie es sich über die Jahre verändert hat oder ob es sich aus dem Mittel der hinterlegten Daten eines Technologietyps errechnet (was natürlich Ärger beim User erzeugen würde, wenn nach einem Datenbankupdate die Prognosen sich ändern würden).



Hallo Fischkopp,

...immer wieder schön Deine interessanten Beiträge zu lesen. :danke:

Durch die Pflege der Moduldatenbank frei nach Sisyphos :wink: kommen mir tagtäglich die verschiedensten Datenblätter in die Finger.
Sollten die Datenblätter als Grundlage für die Ertragsberechnung dienen, (welche Angaben denn sonst?) kann man nicht davon ausgehen eine seriöse Prognose anhand eines Simulationsprogramms wie PV-Sol zu bekommen. Auch ich tendiere eher dazu PVGIS mit seinen Einstrahlungsdaten zu vertrauen, als den Angaben der Hersteller.
Ich halte es für unmöglich bei allen Modulen alle relevanten Daten, die für eine Ertragsprognose wichtig sind, stets und ständig aktuell zu halten. Dazu noch die Wechselwirkungen verschiedenster Konfigurationen mit der Topologie und dem Wirkungsgradverhalten der verschiedensten WR zu kombinieren erscheint mir als ein Unding.

Die Qualität der verfügbaren Datenblätter ist extrem unterschiedlich. Angaben über das Leistungsverhalten bei unterschiedlichen Einstrahlungsverhältnissen machen die wenigsten Hersteller. Man kann froh sein, wenn Angaben zum NOCT und die Temperaturkoeffizienten dabei sind.
Bis vor drei Jahren war dies auf fast keinem chinesischem Datenblatt zu finden. Immerhin lernt man jetzt dazu. Auffallend: Bei vielen Herstellern sind die TK's aller angebotenen Module, ob poly oder mono identisch. Ebenso die Kennlinien, so vorhanden.

Des Weiteren wissen wir spätestens seit dem 2. Forumstreffen bei der Besichtigung von CSG, dass die Flasher extreme Toleranzen aufweisen. Ich gehe davon aus, dass dies mehr oder weniger bei allen Produzenten der Fall ist. In der Regel liest man im Kleingedruckten, dass die elektrischen Kennwerte (bis auf die Nennleistung :roll: ) einer Toleranz von +/-10% unterliegen.

Ich kann nicht genau sagen warum so viele Leute den Ertragsprognosen verschiedenster Auslegungs-und Simulationsprogramme vertrauen, schon Luke hat sich stets gegen die Aussagen solcher Programme gewandt. Ganz einfach weil zwischen Theorie und Praxis ein himmelweiter Unterschied besteht. Menschliche Logik und einfaches Nachdenken kann halt nicht ersetzt werden ;-).

Gruß Helios
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Re: Modulvergleich nach PVSOL

Beitragvon wattpeak » 16.02.2010, 15:56

Helios hat geschrieben:Des Weiteren wissen wir spätestens seit dem 2. Forumstreffen bei der Besichtigung von CSG, dass die Flasher extreme Toleranzen aufweisen. Ich gehe davon aus, dass dies mehr oder weniger bei allen Produzenten der Fall ist. In der Regel liest man im Kleingedruckten, dass die elektrischen Kennwerte (bis auf die Nennleistung :roll: ) einer Toleranz von +/-10% unterliegen.
Gruß Helios


Mehr oder weniger :D Asola z.B. schreibt :
** Die Kalibrierlabore bestätigen den ASOLA Kalibrierungs-Modulen eine absolute Genauigkeit von ± 2 %**

Hier jedoch bezogen auf die Nennleistung der Module :!: Nicht zu vergeßen bei PVSol auch das Hinterfragen wie aktuell die Klimadatensätze sind, denn PVSOl 3.0 arbeitet mit gemessenen Klimadaten bis zum Jahr 2000. Nun haben wir aber schon 2010 :!:
Bzgl. Temp-Koeff. und Teillastverhalten konnten auch wir gravierende Unterschiede zw. Datenblatt, Simuationsprogrammen und unseren Testergebnissen(Asola, Chaori, Frankfurt Solar, Solar-Fabrik, QS Solar, Sulfurcell etc.) beim Photon Laboratory Test sehen. Allerdings muss man hier sagen, das auch der Photon Test TEILWEISE leider technisch nicht ausgereift/belastbar war(schriftlich von Photon bestätigt zum Testergebniss bei unseren eingereichten Dünnschichtmodulen).
Carpe Diem!

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1 x Solarlog 1000 http://pletzinger.solarlog-portal.de/4940.html
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Re: Modulvergleich nach PVSOL

Beitragvon KFIGmbH » 18.02.2010, 15:45

eggis hat geschrieben:Für mich ist das Ergebnis nicht nachvollziehbar.
Die Conergymodule sollen fast 8% :shock: mehr Ertrag liefern als die baugleichen Solonmodule?
Dass Conergy gute Module baut, bezweifelt ja keiner. Die PVA von "michi_k" ist hier ein gutes Beispiel.
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ich kenne ja die Solon-Module ja nicht. Laut Modulfoto im Datenblatt haben die jedoch z.B. nur 2 Busbars, die PowerPlus jedoch 3, also von "Baugleichheit" kann nicht die Rede sein.
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Re: Modulvergleich nach PVSOL

Beitragvon KFIGmbH » 18.02.2010, 16:05

E_T hat geschrieben:Wenn man die Solon mit den Connergy vergleicht stimmt das nicht ganz:

Solon Blue 230/7 220 W Connergy Power Plus 220W

Wirkungsgrad: 13,41 % 13,51%
Nennspannung: 29,23 V 29,01V
Nennstrom: 7,53 A 7,65A
Toleranz +- 3% -0+2,5%

Aufgrund der Toleranz haben im Mittel die Solon 220 W währen die Connergy 223,3 W haben (1,25% mehr).

Der TK der Leistung ist allerdings bei den Solon einen hauch besser (-0,42%/k zu -0,45%/k)

Gruß

E_T


der im Datenblatt angegebene T-Koeff. von Conergy stimmt nicht. Meiner Berechnung nach müssten es 0,37% sein (aus T-Koeff Spannung und T-Koeff. Stromstärke), bin mir aber nicht sicher, ob korrekt gerechnet. Der Wert 0,45% stammt noch vom alten Datenblatt (Modulwechsel war im Sommer 2009). Da waren sowohl der T.Koeff. I also auch U schlechter. Ich habe den Techniker von Conergy schon im Juli auf den Fehler hingewiesen, leider scheint es dort niemanden so richtig zu interessieren, wenn sich Conergy "unter Wert" verkauft.
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