Hallo Papiertigre,
Wenn du die Modultemperatur hast, kannst du die Leistungsverluste wegen Temperaturerhöhung berechnen. Der Faktor dazu steht im Datenblatt (Größenordnung für den Temperaturkoeffizienten für Pmpp ist -0,47%/K).
Wenn du nur die Umgebungstemperatur hast schau mal bei
http://www.nrel.gov/docs/fy03osti/35645.pdfDie wichtige Formel lautet:
T Modul (C) = 0.943 * TUmgebung (C) + 0.028 * Einstrahlung (W/m2) - 1.528 * Windgeschwindigkeit (m/s) + 4.3
Der Zusammenhang von Leistung und Einstrahlung ist fast proportional, aber nicht ganz. Besonders bei geringer Einstrahlung bekommt man größere Abweichungen. Manche Datenblätter enthalten Angaben zum Schwachlichtverhalten. Zum Beispiel für meine Bosch Monos:
Schwachlichtverhalten:
Intensität[W/m2] Vmpp[%] Impp[%]
800 0,0 –20
600 –0,9 –40
400 –2,1 –60
200 –5,1 –80
100 –8,7 –90
Die elektrischen Daten gelten bei 25 Grad C und AM 1,5.
Die Schwachlichtdaten kann man interpolieren oder mit einer Kurvenannäherung erfassen. Ich würde mal denken, dass man am besten erst die Leistungskorrektur macht und danach die Temperaturkorrektur, aber sicher bin ich mir da nicht.
Und auch dran denken die Einstrahlungsdaten für Dachneigung und Ausrichtung zu korrigieren, wenn der Einstrahlungssensor nicht in der gleichen Ebene liegt.
Hoffe das hilft
Jochen