..der absolute Horror eines jeden SolarLog-Besitzers ist bei mir aufgetreten - vor einigen Tagen hatte ich einen Totalabsturz meines SolarLog 100e.
Meine Versuche, das Gerät morgens, kurz nach dem Einschalten der WR und kurz bevor ich zur Arbeit musste, wieder zum Leben zu erwecken, endeten mit einer Wechselrichter-Neuerkennung und Handeingabe der wichtigsten Konfigurationsdaten.
Danach hat der SL wieder gearbeitet und den Tag korrekt aufgezeichnet. Allerdings bedeutete die WR-Neuerkennung auch, dass alle anderen jemals gespeicherten Ertragsdaten im Gerät weg waren.
Abends habe ich dann versucht, die Daten zu rekonstruieren und neu in das Gerät einzuspielen.
Nach einigem Probieren ist mir das auch vollständig gelungen
...eigentlich war es auch ganz einfach. Man muss nur wissen, wie es geht und welche Einstellungen im SL gemacht sein sollten, wenn er noch korrekt funktioniert, damit die Datenrekonstruktion so einfach wie möglich erfolgen kann.
Da diese Erinnerung bei mir noch ganz frisch ist, möchte ich es für andere SL-Besitzer hier einmal aufschreiben.
Ich werde den Beitrag wegen seiner Länge in mehreren Teilen veröffentlichen.
Mein geglückter Rettungsversuch bezieht sich auf meinen SolarLog100e mit der SMA - Firmware 1.3.3 Build 29.
Ich glaube, dass das Verfahren auch unter anderen Firmwareversionen funktionieren kann. Eventuell funktioniert es auch ähnlich bei anderen Versionen des SolarLog (z.B. SL400).
Hier also Teil 1 -> woran hat der Absturz vermutlich gelegen und wie hat er sich angekündigt:
Vor einiger Zeit hatte ich hier im Forum gelesen (den Thread finde ich gerade nicht wieder), dass der SL zur Energieeinsparung auch mit einer niedigeren Versorgungsspannung als der aus dem mitgelieferten Netzteil betrieben werden kann.
Da mein Gerät durch 12V-Bleiakkus versorgt wird, die solar wieder aufgeladen werden, bin ich natürlich an einem minimalen Energieverbrauch des SolarLog interessiert.
Im angesprochenen Thread stand sinngemäß, dass im SL ein 7805-Längsregler-Schaltkreis verbaut ist, der die angebotene Versorgungsspannung auf 5V herabsetzt.
Diesem Schaltkreis reicht zwischen Ein- und Ausgang ein Spannungsunterschied von ca. 1V, was bedeutet, dass ich den SL mit 6V Versorgungsspannung betreiben kann.
Deshalb habe ich meinen SL an einer 6V-Versorgungsspannung, die durch diesen ( http://www.conrad.de/goto.php?artikel=510051 ) umschaltbaren Adapter bereitgestellt wird, betrieben.
Mit den 6V lief der SolarLog auch ca. 4 Monate ohne Probleme .....bis er es eben nicht mehr tat.
Offensichtlich war die benötigte 1V-Spannungsdifferenz - vielleicht wegen Bauteilalterung - nicht mehr vorhanden oder doch für eine dauerhaft korrekte Funktion des SolarLog nicht ausreichend.
Die Fehlfunktion hat sich vorher schon angekündigt - ich bin nur nicht gleich auf die vermutliche Ursache gestoßen.
Beim Aufruf der SL-Konfiguration waren in letzter Zeit ständig irgend welche Bereiche, in denen ich Konfigurationsdaten eingegeben hatte, durch sinnlose Zeiche überschrieben.
Nach dem Korrigieren der Daten war der Fehler am nächsten Tag oder sogar beim nächsten Seitenaufruf wieder in ähnlicher Form da.
Bei einem dieser Versuche, den Fehler durch Neueintrag zu korrigieren, hat der SL dann gar nicht mehr reagriert.
Nachdem ich ihn dann kurz von der Stromversorgung getrennt hatte, kam es zu der schon angesprochenen WR-Neuerkennung.
Beim Suchen nach der Ursache des Absturzes sind mir die 6V Speisespannung wieder eingefallen, und ich habe sie dann auf 7,5V erhöht.
Ich vermute ganz stark, dass eine zu geringe Betiebsspannung des SL (Geiz ist nicht immer geil!) die Ursache war weil das Gerät jetzt mit 7,5V wieder ohne Beanstandungen läuft.
Den Erfolg meiner SL-Wiederbelebung kann man am 9.3.09 morgens sehr gut sehen ( http://www.solarlog-home.de/photonensammler/ )
Teil 2 Folgt
Gruß
Jörg






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