70%-Regelung mit SolarLog+Digitaler Stromzähler

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70%-Regelung mit SolarLog+Digitaler Stromzähler

Beitragvon bskf » 01.12.2011, 12:16

Hallo,

ist es möglich / wird es möglich sein, die kommende 70%-Regelung für Anlagen <30kWp mit SolarLog + dem digitalen Stromzähler am Netzverknüpfungspunkt zu realisieren?

Viele Grüße

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Re: 70%-Regelung mit SolarLog+Digitaler Stromzähler

Beitragvon Bremer PV » 01.12.2011, 15:21

Hallo bskf,

je nach Wechselrichterhersteller ist ein Anschluss des Rundsteuerempfängers direkt am Wechselrichter möglich, so ist die 70% regelung überflüssig. Ich würde nie den Wechselrichter auf 70% der PV-Leistung begrenzen, höchstens wenn 30% der Module im Keller stehen :-)
Immer entweder einen WR mit Anschluss eines Rundsteuerempfängers nehmen oder einen SolaLog 1000PM (soll bald auch 500PM geben). Die Datenlogger-Lösung hat Vorteile, so kann ich die Zeit, Dauer und Abregelungstiefe dokumentieren und später beim Netzbetreiber einfordern.

Gruß
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Re: 70%-Regelung mit SolarLog+Digitaler Stromzähler

Beitragvon bskf » 01.12.2011, 23:03

Hallo Bremer,

klar, wenn ich schon einen Solarlog + Zusatzgerät verbaue, kann ich auch gleich Solarlog+Rundstrahlempfänger installieren (sofern Installations- und Betriebspreis O.K. sind). Mir geht's erstmal überhaupt um technische Realisierungsmöglichkeiten ;-).

Grüße

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Re: 70%-Regelung mit SolarLog+Digitaler Stromzähler

Beitragvon Jörg » 02.12.2011, 16:28

Hallo,

wir werden in der neuen Firmware 2.7 zum Jahresbeginn bezüglich Einspeisemanagement (Leistungsbegrenzung + Blindleistungsbereitstellung) einiges reinpacken:
Generell sind alle Steuervarianten, die ohne zusätzliche Hardware wie Rundsteuerempfänger auskommt, dann auch in den Standard-Solar-Logs möglich.
Das heisst, alle Solar-Log 200/500/1000 können 70% Abregelung, fester CosPhi, CosPhi über P/Pn Kennlinie unterstützen.
Ich halte von der 70% Abregelung auch nichts. Wir haben uns daher entschlossen auch kostengünstige Solar-Log200PM und Solar-Log500PM anzubieten, die dann die Anschlussmöglichkeit an einen Rundsteuerempfänger bieten. Wir wollen jedermann ermöglichen ohne Fest-Abregelung die Abnahme zu bekommen.

@bskf
Für die Anforderung im Mittelspannungsbereich zur Q(U) Kennlinie können wir zwar (im Solar-Log1000PM) mit diversen Stromzählern umgehen und darüber die Blindleistungsregelung machen, aber in Richtung "Tuning" der 70%-Grenze bezüglich Eigenverbrauch über Messung am Einspeisepunkt werden wir vorerst nichts machen. Wir geben die 70% Grenzen also direkt an den WR weiter, der natürlich von einem potentiellen Eigenverbrauch nichts weiss... Immerhin berechnen wir die 70% auf die im EEG geforderte "installierte Leistung" (Modulleistung), also nicht die WR-Max-Leistung. Das bringt üblicherweise auch noch ein paar Punkte.

Viele Grüße,
Jörg
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Re: 70%-Regelung mit SolarLog+Digitaler Stromzähler

Beitragvon bskf » 05.12.2011, 21:15

Hallo Jörg,

Danke!

Grüße

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Re: 70%-Regelung mit SolarLog+Digitaler Stromzähler

Beitragvon Bremer PV » 07.12.2011, 09:54

Hallo Jörg!
Vielen Dank für Deinen Beitrag! Selbst den kleinen Solar-Log 200 als PM-Version auszuliefern halte ich für eine sehr gute Lösung, denn diese Abregelung betrifft ja alle PV-Anlagen, auch die kleinen. Meiner Meinung nach hat der Gesetzgeber die 70% Regelung in das Gesetz eingeschrieben, ohne sich über die Konsequenzen umfänglich im Klaren zu sein.
Gruß
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Re: 70%-Regelung mit SolarLog+Digitaler Stromzähler

Beitragvon HorstW » 07.12.2011, 13:38

Wie läuft die Sache der Leistungsreduzierung ab ? (Anlage <30kW, Eigenverbrauch, Erzeugungszähler vorhanden)
Wird man Angeschrieben und muß einen Nachweis beibringen, muß ich mich Zeitig selbst drum kümmern oder einfach Abwarten ?
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Re: 70%-Regelung mit SolarLog+Digitaler Stromzähler

Beitragvon Bremer PV » 07.12.2011, 22:29

Hallo HorstW,
alles wird mit der Anmeldung der PV-Anlage an das Niederspannungsnetz dokumentiert. Dein Solarteur berät Dich und zeigt Dir, wie der Wechselrichter maximal 70% Wirkleistung der kWp-Leistung umsetzt. Dies sollte je nach Hersteller entweder übers Wechselrichter-Menue einzustellen sein (Passwort geschützt) oder ein Datenlogger (z.B. Solar-Log) ist über eine RS485-Schnittstelle mit dem Wechselrichter verbunden und begrenzt ihn. Tatsache wird sein, dass Du Dich bei der Anmeldung entscheiden musst, entweder 70% Begrenzung oder einen Zugriff des Netzbetreibers über einen Rundsteuerempfänger zulassen, so dass der ggfs. in den Stufen 100/60/30/0 % abregeln kann. Ich würde immer die Variante mit dem Rundsteuerempfänger bevorzugen, denn eine Regelung sollte eine Ausnahmeerscheinung darstellen, die auch erstattet wird. Wir haben laut EEG immer noch den Vorrang der erneuerbaren Energien!!!
Gruß
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Re: 70%-Regelung mit SolarLog+Digitaler Stromzähler

Beitragvon bskf » 07.12.2011, 22:39

Bremer PV hat geschrieben:...denn eine Regelung sollte eine Ausnahmeerscheinung darstellen, die auch erstattet wird.


Und sofern die Anlagen <30kW eigene Signale bekommen, wird's wohl eine Weile (Jahre?) dauern, bis wir hier überhaupt einen Eingriff sehen werden. Die ganzen Abrechnungsdiskussionen würde ich mir als Netzbetreiber nur antun, wenn wirklich Not am Mann (bzw. im Netz) ist!

Grüße

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Re: 70%-Regelung mit SolarLog+Digitaler Stromzähler

Beitragvon HorstW » 08.12.2011, 07:53

Anlage ist schon in Betrieb. Habe auch irgendwo gelesen, dass bei Eigenverbrauch letztlich nicht die Leistung am Wechselrichter entscheidend sein wird, sondern
am Übergabepunkt.
Somit könnte man auch mittels "Multifunktionsrelais" am SMA im ">70%-Fall" zusätzliche Last dazuschalten.
Hätte den nützlichen Nebeneffekt, auch über die 30%-Regel beim Eigenverbrauch zu kommen...
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