länderspezifische Themen für die Schweiz
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von Mycroft » 01.05.2010, 12:05
Wie hoch sind die Gebühren, die euer Elektrizitätswerk euch für die Einspeisung- und Vergütung des Stroms in Rechnung stellt? Bei uns sind es CHF 9.60 pro Monat, das entspricht beim vergüteten Marktpreis von ca. 8 Rp./KWh (wir sind nicht im KEV) in etwa 1500 KWh an Strom, den wir dem Betreiber für die Kompensation dieser Gebühren pro Jahr liefern müssten, um überhaupt auf eine schwarze Null zu kommen.
Wie ist das bei euch? Wie ist das gesetzlich geregelt?
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von Sattler » 01.05.2010, 21:17
Hallo mycroft
Bei mir sieht es folgendermassen aus: 1. Der Zähler meiner Anlage mit KEV kostet mich CHF 125.- im Jahr (also gleich wie bei dir). 2. Daneben betreibe ich noch eine Anlage ohne KEV. Hier mat mir unser lokales EW einen Zähler eingebaut der vorwärts und rückwärts zählt (in zwei seperaten registern). Für diesen Zähler wurden keine extrakosten verrechnet - es bleibt bei den kosten die ich bisher schon hatte für den normalen Bezugszähler. Diese Variante bedingt logischerweise, dass die PV-Analge ins Hausnetz einspeist, und nicht an einem eigenen Zähler hängt. Aber wenn du ja im Moment keine KEV bekommst ist das sowieso die beste Methode (Strom zuerst selber brauchen und dann erst zu sehr schlechten Konditionen verkaufen...).
Das Gesetz macht bei der Frage der Zählermiete wohl keine klaren vorgaben. Man ist sich aber der Problematik der hohen Gebühren bewusst - zumindest ist das ein Thema der Photovoltaiktagung. Und noch was: wenn deine Anlage unter 3kWp hat dann lohnt es sich mit dem EW zu reden. Laut Bundesamt für Energie soll in diesem Fall das EW einen saldierenden Zähler einbauen und dem PV-Betreiber den Strom zu Bezugspreisen (-8%) vergüten. Dies ist leider nur eine Empfehlung vom BFE - und noch nicht verbindlich bis es mal einen Präedenzfall gibt..Die Info ist irgendwo auf Swissolar aufgeschaltet.
Grüess
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von Mycroft » 02.05.2010, 07:43
Sattler hat geschrieben:Und noch was: wenn deine Anlage unter 3kWp hat dann lohnt es sich mit dem EW zu reden. Laut Bundesamt für Energie soll in diesem Fall das EW einen saldierenden Zähler einbauen und dem PV-Betreiber den Strom zu Bezugspreisen (-8%) vergüten. Dies ist leider nur eine Empfehlung vom BFE - und noch nicht verbindlich bis es mal einen Präedenzfall gibt..Die Info ist irgendwo auf Swissolar aufgeschaltet.
Die Info habe ich gesehen, aber leider noch nicht ganz verstanden.  Bezieht sich die Empfehlung auf den Gesamtpreis inkl. Netznutzung (also ca. 16 Rp./KWh - 8%) oder nur auf den Energiepreis (also ca. 8 Rp./KWh - 8%)?
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von Sattler » 02.05.2010, 13:52
die Frage ist berechtigt - habs gerade nochmals nachgelesen . Ich habe in meiner letzen Antwort leider die Fakten gemischt:
Hier habe ich Folien der PV-Tagung gefunden: [url]apache.solarch.ch/pdf/8.PVTagungWolfer.pdf[/url] Auf Seite 25 steht die gesuchte Info - siehe Bild unten
Ich interpretiere das so:
Anlagebetreiber mit Anlagen <3kWp bekommen für den eingespiesenen Strom den gleichen Preis den sie für den Strombezug bezahlen. In deinem Fall 16 Rp./kWh. Allerdings nur wenn du über ein jahr gerechnet mehr Strom verbrauchst als du selber produzierst. Sonst kommt der Energiepreis -8% zum Zug (wie auch bei allen Anlagen >3kWp).
Gib bescheid wenn du die Info gleich interpretierst
Grüess
M[attachment=0]PV Wolfer.jpg[/attachment]
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von Mycroft » 18.05.2010, 20:14
Ich verstehe das so, dass zuerst saldiert wird (d.h. für die Produktion wird gleich viel bezahlt, wie verrechnet wird). Falls nach der Saldierung immer noch Überschuss bestünde, dann gäbe es für diesen Anteil den Energiepreis abzüglich 8% Verwaltungsaufwand als Vergütung. Das wäre heute so ca. 7 Rp..
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von Mycroft » 05.06.2010, 17:46
Tja, viel weiter bin ich noch nicht. Die Richtlinien waren den zuständigen Leuten beim EW nicht bekannt (!). Das EW weigert sich auch, nach diesen Empfehlungen abzurechnen. Man beruft sich darauf, dass da drin "kann" steht und nicht muss. Willkommen in der Welt des neuen Energiegesetzes - höhere Netztarife (Mehrfache Abschreibung), minimale Solarstromvergütung und Einspeisegebühren, die nicht mal den Ertrag der Vergütung decken.
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von Mycroft » 08.06.2010, 19:14
"wir haben Sie ja nicht gebeten, Strom einzuspeisen" und "Sie können froh sein, dass Sie solche guten Bedingungen erhalten, andere EWs bieten da schlechtere Konditionen" waren Sprüche, die ich mir heute vom EW anhören musste. 
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von Mycroft » 08.11.2010, 19:04
Das EW ist zur Vernunft gekommen, es wurde eine Lösung gefunden, die im Wesentlichen den Empfehlungen vom BFE entspricht. 
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