Vorbohren bei Schletter-Holzschrauben?i

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Vorbohren bei Schletter-Holzschrauben?i

Beitragvon Suedbrandenburger » 08.08.2012, 18:45

Hallo Forum,

bei meiner zu bauenden Anlage sollen Dachhaken des Typs Rapid2+ Max von der Firma Schletter verbaut werden. Für die Ballkenanbindung sind die 8x120 VA Tellerkopf Torx Holzschrauben (Schletter Art.-Nr. 943208-120) geplant. Ich habe hierzu mal drei Verständnisfragen:
- Muss bei diesen Schrauben noch vorgebohrt werden oder haben diese eine Bohrspitze?
- Es gibt neben diesen VA-Schrauben ja auch noch verzinkte Schrauben im Angebot von Schletter. Sollte man diese korrosionsbedingt vielleicht bevorzugen?
- Kann man die verzinkten Schrauben überhaupt materialtechnisch mit den Rapid2+ Dachhaken kombinieren?

Vielen Dank
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Re: Vorbohren bei Schletter-Holzschrauben?i

Beitragvon MHL99974 » 08.08.2012, 19:44

Hallo
zu 1. vorbohren sicher ratsam (Holzqualtität , Stärke der Balken, Stärke des Akkuschraubers ...)
zu 2. VA = Edelstahl = Rostfrei
zu 3 verzinkt ist schlechtere Qualität scheidet demzufolge aus
Sonnige Grüße aus Deutschlands Mitte

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Re: Vorbohren bei Schletter-Holzschrauben?i

Beitragvon MHL99974 » 08.08.2012, 19:51

Hallo
Holzschrauben haben alle eine Bohrspitze
zu 1. vorbohren sicher ratsam (0,7) (Holzqualtität , Stärke der Balken, Stärke des Akkuschraubers ...)
zu 2. VA = Edelstahl = Rostfrei
zu 3 verzinkt ist schlechtere Qualität scheidet demzufolge aus

noch ergänzt

Sorry für Doppelpost
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Re: Vorbohren bei Schletter-Holzschrauben?i

Beitragvon Boelckmoeller3 » 08.08.2012, 20:02

Hallo,
sicher meintest du eine Frässpitze. Ich würde unabhängig davon vorbohren .

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Vorbohren bei Schletter-Holzschrauben?i

Beitragvon Mühli » 08.08.2012, 20:27

Also...

Bohrspitze heißt so, weil man nicht vorbohren muss.
Im Gegenteil, vorbohren schwächt die Auszugsfestigkeit, die sich beim Holz auch durch das verdichten des umliegenden Materials ergibt.

Und nein, die Bohr/Frässpitze haben nicht alle Holzschrauben und auch nicht bei allen Längen der Tellerkopfschrauben, meist erst ab 120.
Also NICHT vorbohren! Ich kenne Leute, die verarbeiten hunderte von diesen Schrauben täglich und ich persönlich hab auch einige hundert verbaut...das passt schon so und ist bauaufsichtlich anerkannt.
Spreißeln tut da nix, außer man schraubt viel zu nahe am Rand. Dann hält die Schraube aber so oder so nix aus.

VA-Schrauben sind nur halb so gut wie man glaubt. Die Zugfestigkeit ist deutlich geringer und deshalb hassen alle Handwerker "Edelstahlschrauben". Die reißen wirklich beim kleinsten überdrehen schon ab und teuer sind sie auch noch.

Bis die Schraube durchgerostet ist, bis dahin ist das Modul kaputt. Garantiert.
Normale Tellerkopfschrauben aus dem Industriebedarf tun es hier völlig, die gibts von zig verschiedenen Herstellern, beispielsweise Spax, JD+, Berner...
"Schlechte Qualität"...also das ist nonsens, ehrlich. Nicht alles wo "Edelstahl" draufsteht, ist automatisch besser für den jeweiligen Einsatzzweck. Und speziell bei Schrauben ist nichtrostender hochlegierter Stahl eher kritisch.
"Edelstahl" ist nämlich was anderes...und nur die Laienbezeichnung, genau wie Nirosta, VA, Chromargan etc.
Alles nichtssagend...Werbebezeichnungen, Volksmund.

Und ja, ich hab bei allen Schlettersystemen die verzinkten genommen. Die Schrauben liegen ja im trockenen unter den Dachziegeln bzw. Modulen. Is absolut unkritisch.
Wer glaubt es zu müssen, kann auch die "besseren" Schrauben nehmen, beispielsweise Wirox von Spax.
Die sind besser korrosionsgeschützt als normal (gelb) verzinkte, aber haben die gleichen Festigkeitswerte.

Einschraubtiefe sollte bei Holz bei 8xD liegen.
Also 8er Schrauben sollten 64mm im Holz sitzen. Dabei aber die Spitze abziehen!
Hier ~70mm Einschraubtiefe kalkulieren. Mehr bringt auch nicht mehr. Ausreißen tut da schon lang keine mehr, nur abreißen.

Hoffe geholfen zu haben, möglichst sachlich.

Gruß
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Re: Vorbohren bei Schletter-Holzschrauben?i

Beitragvon Boelckmoeller3 » 08.08.2012, 20:47

Unbedingt Vorbohren !
In der Mehrzahl der Fälle wird es sonst Risse im Holz geben !
Man macht das um Risse im Holz zu vermeiden. Das weis jeder Schreiner.
Holz ist ein Naturmaterial was gerne mal in Faserrichtung einreißt und kein Stück Metall in das man einfach was reindreht !
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Re: Vorbohren bei Schletter-Holzschrauben?i

Beitragvon Mühli » 08.08.2012, 21:04

Ein Schreiner verarbeitet keine Tellerkopfschrauben.

Aber ich hab zufällig einen Zimmerer in der Familie, die verarbeiten die Dinger zu tausenden und es wird ausdrücklich nicht vorgebohrt.
Es mag ja ein Unterschied sein, ob ein Schreiner eine 4x60er Senkkopfschraube in Eichen oder Buchenholz schraubt.
Da würde ich natürlich auch vorbohren, logo.

Aber Tellerkopf mit Bohrspitze in Bauholz (Fichte/Tanne) ist gar kein Problem.
So haben das auch meine beiden Solarteure gemacht, insgesamt ~500 Stück in sichtbare Dachstühle montiert, KEIN Riss

Gruß
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Re: Vorbohren bei Schletter-Holzschrauben?i

Beitragvon Boelckmoeller3 » 08.08.2012, 21:08

Ach Mühli, da sind wir eben unterschiedlicher Meinung wie schon so oft hier. :D
Übrigens, mein Vater ist Zimmermeister in Rente und auch noch hier und da mal geschäftlich aktiv. :D
Auch ab und zu mit meiner Unterstützung.

Editiert:

Mal am Rande erwähnt gibt es in den DIN-Normen die wohl für Handwerker maßgebend sind ? auch ausdrücklich das Vorbohren in Holz ! Denen kann man sogar entnehmen (man muss dazu aber lesen und vielleicht auch etwas rechnen können) welchen Durchmesser der Bohrer zum vorbohren denn haben muss.
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Re: Vorbohren bei Schletter-Holzschrauben?i

Beitragvon SolarEdgeSteff » 08.08.2012, 21:50

Boelckmoeller3 hat geschrieben:Unbedingt Vorbohren !
In der Mehrzahl der Fälle wird es sonst Risse im Holz geben !
Man macht das um Risse im Holz zu vermeiden. Das weis jeder Schreiner.
Holz ist ein Naturmaterial was gerne mal in Faserrichtung einreißt und kein Stück Metall in das man einfach was reindreht !


Mühli hat geschrieben:Bohrspitze heißt so, weil man nicht vorbohren muss.
Im Gegenteil, vorbohren schwächt die Auszugsfestigkeit, die sich beim Holz auch durch das verdichten des umliegenden Materials ergibt.

Einschraubtiefe sollte bei Holz bei 8xD liegen.
Also 8er Schrauben sollten 64mm im Holz sitzen. Dabei aber die Spitze abziehen!
Hier ~70mm Einschraubtiefe kalkulieren. Mehr bringt auch nicht mehr. Ausreißen tut da schon lang keine mehr, nur abreißen.


N´ Abend zusammen

To bohr or not to bohr, das ist die Frage. :mrgreen: :mrgreen:

Wofür soll man denn teurere Schrauben mit Bohrspitzen benutzen, wenn man eh vorbohren muss?

Ich dachte immer solche Bohrspitzen seien dazu da, einen Arbeitsgang zu sparen.
Käme ja auch drauf an, wo man die 8er Schraube reindreht.
Bei Fichten/Weichholz (nicht gebohrt) sehe ich kein Problem mit Aufspalten des Holzes.
Höchstens am Ende des Balken/Latte etc..
Bei Eiche oder anderen Harthölzern würde ich schon vorbohren, weil sonst die Schaube abreißt.
Zudem braucht man, um effektiv zu arbeiten, dann 2 Maschinen.

Ich schlag´ mit Mühli in die gleiche Kerbe - ohne vorzubohren :mrgreen: (bei Weichholz)
Sonnige Grüße aus dem Hunsrück
Stefan

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Re: Vorbohren bei Schletter-Holzschrauben?i

Beitragvon MHL99974 » 08.08.2012, 23:15

Hallo Stefan
ich klär mal auf,

Der Südbrandenburger baut auf dem Dach seiner Eltern also meine Generation mit 50+
zu dieser Zeit als man ein Haus baute wurden Mauerziegel und hochwertiges Holz wie Eiche, Buche verbaut

Hier bei uns in Thüringen ist es genau so, Buchenwälder soweit die Füße tragen :)

http://weltnaturerbe-buchenwaelder.de/d ... elder.html

Die Tannen und Kiefern werden exportiert an die Fertighaushersteller damit daraus "Weichholz-Häuschen" gebaut werden können und ihr ohne vorbohren eure Schräubchen versenken könnt :lol:

Eine 8er Schraube ist ist meiner Meinung nach grenzwertig > vorbohren und < nicht vorbohren

Meine letzten 8er die ich mit Torx einschrauben wollte blieben stecken und das waren nur 80er Schräubchen
Schraubenkopf putt , Torx putt

Der südbrandenburger wird sicher berichten das seine Eltern kein "Weicholzhäuschen" besitzen
Sonnige Grüße aus Deutschlands Mitte

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