News über Photovoltaik und Solarstrom
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von hadl » 08.08.2012, 15:56
moderne-energie hat geschrieben:open source energy hat geschrieben:M-e
Ich denke wenn die Umlage nochmals steigen wird kommt das Ende des EEG
Hallo, Wie PV-Berlin schon geschrieben hat, ist es sicher, dass die Umlage steigen wird. Die Frage ist nur wie stark. Trotzdem denke ich, dass sich vor der Wahl keine Reform des EEG mehr ausgehen wird. Das Ergebnis der Wahlen wird also auch großen Einfluß auf die weitere Entwicklung des EEGs und der Energiewende haben. LG, m-e
Ich habe dem Umweltminister die folgende Mail geschickt. Sehr geehrter Herr Altmaier. Es ist erfreulich zu lesen, dass Sie Bürgernähe praktizieren, in dem sie so oft wie möglich im Internet unterwegs sind. Nach der letzten Sendung bei Maybrit Illner habe ich versäumt am anschließenden Chat mit Ihnen teilzunehmen. Ich wollte die Frage stellen, ob Ihnen die unterschiedlichen Diskussionsforen über Erneuerbare Energien bekannt sind. Besonders empfehlen möchte ich, die viel gescholtene Photovoltaik. Da gibt es ein Forum in dem sich, Ingenieure, Betreiber, Solateure, Befürworter, und Gegner, praxisnahe, kritisch auseinandersetzen können. Ein oft diskutiertes Thema ist die EEG Umlage, die ja auch in der politischen Diskussion im Mittelpunkt steht, wenn es darum geht die Kosten zu bewerten. Interessant wäre von Ihnen zu erfahren, wie Sie in diesem Zusammenhang die Tatsache bewerten, dass der EEG Strom den Börsenpreis nachweislich senkt, dadurch aber der Abstand zur Vergütung größer wird, und in Folge dessen die Umlage immer höher. Besonders die PV in der Mittagszeit ist an den niedrigen Börsenpreisen maßgebend beteiligt, Dieser sogenannte Merit Order Effekt, ausgelöst durch die Erneuerbaren, kommt in der politischen Kostenbetrachtung leider zu kurz. Dabei handelt es sich absolut nicht um Peanuts. Verschiedene Untersuchungen ( Fraunhofer Institut ) zeigen eine Börsenpreissenkung von 0,5 Cent/Kwh. Neuerdings gibt es schon Untersuchungen bei denen ein Cent/Kwh ermittelt wurde. Was noch dazu kommt ist die Tatsache, dass die Börsenpreise nach dem Abschalten der AKW,s nach Experten Meinung eigentlich steigen sollten. Man könnte daran eine zusätzliche - nicht messbare - Kostensenkung durch EEG Strom sehen. Wenn es Ihnen die Zeit erlaubt, blicken Sie mal in eines der Foren, z.B. über Googl ins PV Forum. ( Energiepolitik ) Sie werden feststellen, der „Bürger“ denkt mit, für jemand wie den neuen Umweltminister, eine ideale Möglichkeit bürger... und zu dem noch praxisnahe Informationen zu sammeln. Sie können auch anonym an den Diskussionen teilnehmen, und Ihre Bürgernähe voll ausleben. Ich würde mich freuen, Ihre Meinung zu dem oben beschriebenen „Paradoxon“ der Umlagenermittlung zu erfahren, bzw. die Zusammensetzung der Umlage als solche, bezüglich der „Differenzkosten“ der konventionellen Stromerzeugung zu der Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Quellen, die mit der Umlage "ursprünglich" eigentlich dargestellt werden sollten. Mit freundlichen Grüßen XXXXXXX Gruß Hadl
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von eggis » 08.08.2012, 16:31
Moin hadl, hadl hat geschrieben:Interessant wäre von Ihnen zu erfahren, wie Sie in diesem Zusammenhang die Tatsache bewerten, dass der EEG Strom den Börsenpreis nachweislich senkt, dadurch aber der Abstand zur Vergütung größer wird, und in Folge dessen die Umlage immer höher.
er hat es schon erkannt, dass die Börsenpreise sinken. Schau mal in dieses Interview: http://www.bmu.de/presse/artikel_und_in ... /48998.php Altmaier hat geschrieben:Aber es ist in der Tat so, dass der Börsenstrompreis für die Industrie im letzten Jahr um zwölf Prozent gesunken ist, was auch damit zusammenhängt, dass sehr viel erneuerbare Energie ins Netz eingespeist worden ist.
Wenn ich mich nicht verrechnet habe, sind 12% von 5,x Cent, also ca. deine angesprochenen 0,5ct Merit Order Effekt. Da Sonne Nachts keine Auswirkungen auf die Merit Oder hat, wird der MOE tagsüber, wenn der Industriestromverbrauch zudem am höchsten ist deutlich größer sein. Nur die Zusammenhänge scheinen ihm nicht klar zu sein oder er kommuniziert diese aus irgendeinem unersichtlichen Grund absichtlich nicht. Grade die am meisten von den niedrigen Börsenstrompreisen profitieren, werden durch die EEG-Umlagebefreiung zusätzlich begünstigt. Wenn sie wenigstens in Höhe des Dämpfungseffektes an der Umlage beteiligt werden (1ct statt 0,035ct), wäre meinem Gerechtigkeitsempfinden schon genüge getan.
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von hadl » 08.08.2012, 19:42
eggis hat geschrieben:Moin hadl, hadl hat geschrieben:Interessant wäre von Ihnen zu erfahren, wie Sie in diesem Zusammenhang die Tatsache bewerten, dass der EEG Strom den Börsenpreis nachweislich senkt, dadurch aber der Abstand zur Vergütung größer wird, und in Folge dessen die Umlage immer höher.
er hat es schon erkannt, dass die Börsenpreise sinken. Schau mal in dieses Interview: http://www.bmu.de/presse/artikel_und_in ... /48998.php Altmaier hat geschrieben:Aber es ist in der Tat so, dass der Börsenstrompreis für die Industrie im letzten Jahr um zwölf Prozent gesunken ist, was auch damit zusammenhängt, dass sehr viel erneuerbare Energie ins Netz eingespeist worden ist.
Wenn ich mich nicht verrechnet habe, sind 12% von 5,x Cent, also ca. deine angesprochenen 0,5ct Merit Order Effekt. Da Sonne Nachts keine Auswirkungen auf die Merit Oder hat, wird der MOE tagsüber, wenn der Industriestromverbrauch zudem am höchsten ist deutlich größer sein.
Hallo eggis, ich kenne das Interview. Ich will ja auch nur darauf hinweisen, dass die Erkenntnis des sinkenden Börsenpreises noch weiter verfolgt werden muss. Versetzen wir uns doch mal in die Lage des neuen Umweltminister. Er muss sich doch erst mal ein Bild von seiner neuen Aufgabe machen. Wenn er die sinkenden Börsenpreise schon mal erkannt hat, weiß er - oder kommt bestimmt noch dahinter - , dass dadurch der Abstand zur Vergütung größer und die politisch diskutierte Umlage Höher wird. Darauf hat ihn der Interviewer leider nicht angesprochen. Deshalb ist meine Frage ( möglicherweise auch ein Hinweis ) an Ihn auch mehr auf die Schlussfolgerung des sinkenden Börsenpreises gerichtet. Wir diskutieren dieses Thema schon über Jahre. Er ist erst kurz damit beschäftigt. Wenn es tatsächlich so ist, dass er jede freie Minute im Internet unterwegs ist, schaut er vielleicht mal bei uns rein, und macht sich seine Gedanken. Ich habe bis jetzt von allen Politikern bei denen ich angefragt habe eine Antwort bekommen, warten wir mal ab. Gruß Hadl
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von Südostdach » 09.08.2012, 06:23
Dafür haben die Politiker einen Stab, der das für sie erledigt, vielleicht lesen sie es aber dennoch, vielleicht auch nicht, allerdings hast Du dann sicherlich nicht unseren früheren Umweltminister Gabriel, oder den aktuellen zuständigen Landesminister f. Umweltschutz von Baden-Württemberg angeschrieben, die mögen keine kritischen Fragen, nur konsequent dann nicht zu antworten. Erstaunlich für mich ist, dass man ausgerechnet von grüner und SPD-Seite oft die Bürgernähe fordert, dies aber in der Praxis nicht umsetzt. Andererseits habe ich schon Briefe an die Kanzlerin gesehen, die ich selbst mehr als kurz abgebügelt hätte, wo dann ein 1,5 seitiges Antwortschreiben folgte, wo selbst auf das seltsamste Argument intensiv eingegangen wurde, dabei hat der ihr Stab wohl besseres zu tun.
Grüße SÖD
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von hadl » 11.08.2012, 09:36
. Schaut mal hier: http://www.ostsee-zeitung.de/nachrichte ... param=newsBisherige Preiserhöhungen gingen auf gestiegene Erdöl- und Erdgaspreise zurück, nicht auf den höheren Anteil erneuerbarer Energien.
Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hatte am Mittwoch erklärt, dass die Umlage für die erneuerbaren Energien um weitere 1,5 Cent pro Kilowattstunde steigen müsse, sollten die Pläne der Bundesregierung nach mehr Offshore-Windparks verwirklicht werden.
Gruß Hadl
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von hpt » 11.08.2012, 14:02
hadl hat geschrieben:. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hatte am Mittwoch erklärt, dass die Umlage für die erneuerbaren Energien um weitere 1,5 Cent pro Kilowattstunde steigen müsse, sollten die Pläne der Bundesregierung nach mehr Offshore-Windparks verwirklicht werden. [/b]
Das überrascht mich nicht. Der Bundesverband Windenergie weist schon lange darauf hin, dass das Potential im Binnenland ganz erheblich ist und Wind-offshore deutlich (!) teurer als Wind-onshore ist, siehe z.B. hier http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hint ... k/1780711/ , wo von Wind-onshore für 8 bis 9 Cent je kWh die Rede ist , "während es auf See zur Zeit 15 bis 19 Eurocent sind." Das Verhältnis der hohen Kosten für Wind-offshore im Vergleich zu Wind-onshore (und zu PV) wird sich auch nicht nennenswert zugunsten von Offshore verbessern - denn die weltweite Nachfrage nach Wind-Offshore wird längst nicht so hoch werden wie die nach Wind-onshore oder gar PV. Damit sind kostensenkenden Skaleneffekten enge Grenzen gesetzt.
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von PV-Bernd » 29.08.2012, 19:20
Da der Link im ersten Beitrag eine "Fehlerseite" zeigt, hier der Aktuelle.
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von KlaRa » 31.08.2012, 20:13
Hallo, ich frage mich was ich von den Angaben der Bundesnetzagentur oder ähnlichen halten soll. Ich erhalte eine Anlage mit einer Nennleistung von 7,5 KWp. Dieser Wert taucht überall auf. Er soll auch der Bundesnetzagentur gemeldet werden. Nur, die Pannels werden bei mir zu Hälfte jeweils gegen Ost und West ausgerichtet. Ich werde nie die 7,5 KWp erreichen können. Aber das interessiert wohl keine Statistik. Gruss Klaus.
7,5 kWp, 31 Module Conergy Power Plus 240 P, West/Ost - Ausrichtung, Conergery IPG 3 S, Conergery IPG 4 S
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von eggis » 31.08.2012, 20:24
Wie sieht denn die aktuell Degression im November aus? (543,2MWp + August + September) * 4 = 2172,8MWp Bei 2.000 - 2.500 MWp hochgerechnetem Zubau haben wir im November eine monatliche Degression von 0,75%.
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