Zubau der Photovoltaik soll auf 1 Gigawatt begrenzt werden!!

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Re: Zubau der Photovoltaik soll auf 1 Gigawatt begrenzt werd

Beitragvon CFAR » 17.11.2011, 18:49

Die Idee mit der EEG-kostenreduzierung vom Rösler ist im Grunde ja nicht schlecht, aber mal wieder besch... umgesetzt, wenn das so kommen sollte. Ich bin ja für die steuerung des Zubaus über eine PV-strommindestquote bei den Stromanbietern, aber selbst mit dem derzeitigen EEG könnte man den Zubau kostenverträglich umsetzen. Man hätte im juli die Reduzierung der vergütung nicht ausschlagen dürfen und sollte auch nächstes Jahr daran festhalten. Werden sollte man die Privilegierung stromintensiver Betriebe abschaffen oder stark reduzieren. Das Mindeste wäre, wenn man die einsparungen aus dem MOE auf die EEG-Umlage der privilegierten Firmen aufschlägt. Aber so...richtig schlecht mal wieder liebe Regierung.
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Re: Zubau der Photovoltaik soll auf 1 Gigawatt begrenzt werd

Beitragvon bettina » 17.11.2011, 19:31

open source energy hat geschrieben:
Das ganze hat nichts mit der Politik zu tun, sondern mit der Unfähigkeit des Branchenverbandes... Ist doch logisch, dass uns das Jahr 2010 auf die Füße fällt. Was noch dazu kommt ist, dass wir in 2011 KEINE Absenkung zum 30.06. gemacht haben!



hallo :)

Ist auf den Punkt gebracht :D
Wenn die PV Industrie nur je 2 Minuten vor der Tagesschau und evtl. Heute kaufen würde , könnten Sie die Vorteile der PV
einen Millionen Publikum nahe bringen .
Jahrelang sind die in der Aufklärung absolut dilletantenhaft :(

mfG
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Re: Zubau der Photovoltaik soll auf 1 Gigawatt begrenzt werd

Beitragvon superhaase » 17.11.2011, 19:46

cephalotus hat geschrieben:Bei einem Differenzpreis von meinetwegen 15ct/kWh zum Börsenpreis sind 3 Mrd kWh im Jahr mal eben 450 Mio Euro EEG Umlage zusätzlich, also mehr
als +0,1ct/kWh JEDES Jahr nochmal oben drauf.

Falsch!
Der Differenzpreis nimmt ja ab, wegen der Degression der Vergütung von 9% pro Jahr.
Im nächsten Jahr also 0,1 ct/kWh, im übernächsten dann 0,085 ct/kWh, dann 0,07 usw.
Börsenstrompreissteigerngen noch nicht eingerechnet. Und der soll ja steigen, wie uns immmer wieder versichert wird.

Netztechnisch ist die PV bereits heute nicht mehr -locker zu verkraften-. Wenn in 10 Jahren nochmal 32GW dazu gebaut werden haben wir schlappen 54GW am Netz, das ist dramatisch und bedeutet am sonnigen Sonntag nachmittag die Abschaltung aller konventionellen Kraftwerke, was technisch überhaupt nicht funktioniert.

Bisher gibt es lediglich lokal in einigen Mittelspannungsnetzen Engpässe.
Bei einem Zubau von 3 GWp/a kann ein nötiger Netzausbau locker mithalten, wenn man die Netzbetreiber dazu zwingt.
Dabei geht es zumeist nicht um neue Trassen, die vielleicht schwierig durchzusetzen und langwierig in der Realisierung wären, sondern es geht um die Verstärkung oder Umrüstung vorhandener Leitungen und Umspannstationen. Das wäre locker zu schaffen.

Es spricht auch nichts dagegen, für die berühmt berüchtigten Sommersonntagnachmittage auch PV-Einspeisedrosselungen vorzusehen, wenn bis 2020 nicht genügend Pumpspeicherleistung zur Stromaufnahme für den Sommersonntagnachmittag aufgetrieben werden kann.
Das würden die PV-EInspeiser wirtschaftlich locker wegstecken können, zumal dann wenn Ihnen das vor der Errichtung schon als Bedingung mit ins Lastenhaft geschrieben würde.

Der vielbemühte HORROR-Sommersonntagnachmitag ist doch nichts weiter als ein alberner, aufgeblasener Popanz! :evil:

Die Industrieschlacht ist geschlagen, ob die deutsche PV Industrie überlebt entscheidet sich nicht mehr im Binnenmarkt. Auch für die geforderten Referenzprojekte war mehr als genug Zeit und die sind auch vorhanden.
Eine weltweite Modulproduktion hat man (mit) angestoßen und kann sich dessen auch rühmen.

Zustimmung.
Daher halte ich auch die ganzen Arbeitsplatzargumente und PV-Industrie-Argumente für blödsinning.
Der deutsche Markt ist ab jetzt nicht mehr groß genug, um die entscheidende Rolle spielen zu können.
Wichtig wäre es, in anderen Ländern endlich die PV-Hindernisse zu beseitige, die einem Ausbau selbst ohne Förderung im Weg stehen: Stromkonzernlobbyismus und Bürokratie.

Ein kluger unbürokratischer Ansatz wäre meiner (derzeitigen) Meinung nach, eingespeisten Solarstrom nur noch mit 3ct/kWh zu vergüten. Für Leute mit hohem Eigenvebrauch und hohen Strombezugskosten kann sich das dank grid parity ja trotzdem noch rechnen. Das wäre auch gleich ein Ansatz für die Altanlagen. Selbst damit würde sich die EEG Umlage weiter erhöhen, da ja Strombezug mit EEG Umlage durch PV-Strom ersetzt wird und der nicht privilegierte Letztverbrauch abnehmen wird.

Über eine Änderung der Rahmenbedingungen nach Grid Parity wird man sicher nachdenken müssen.
Nur ist es noch nicht so weit.
Die Grid Parity ist in Deutschland noch nicht erreicht.
Ich sehe die im Haushaltsbereich erst 2014, wenn man von einem Zubau von unter 3,5 GWp/a ab 2012 ausgeht.
Im Gewerbebereich (Mittelstand) sehe ich die erst 2017.
Erst danach wird man die EEG-Förderung von PV-Strom beenden können.
EIne Einspeisegarantie sollte (mit Ausnahmen für Netznotsituationen) bestehen bleiben (zum Börsenpreis).

ciao,
sh
Zuletzt geändert von superhaase am 17.11.2011, 19:48, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Zubau der Photovoltaik soll auf 1 Gigawatt begrenzt werd

Beitragvon Spekulatius » 17.11.2011, 19:46

cephalotus hat geschrieben:15€/t wäre da ein denkbarer Benchmark. Das enstpräche im Stromsektor einem Aufpreis von 0,75ct/kWh auf den Strommix. Da sehe ich die PV noch nicht.


Du schlägst also vor die Erneuerbaren Energien zu verlassen (vielleicht temporär) und alles auf andere Massnahmen zu setzen, richtig? Stehst Du eigentlich hinter 100% EE? Wenn Du hinter 100% EE stehst sollte Dich ausserdem Speicher nicht einschüchtern weil es unumgänglich ist.

cephalotus hat geschrieben:Ein kluger unbürokratischer Ansatz wäre meiner (derzeitigen) Meinung nach, eingespeisten Solarstrom nur noch mit 3ct/kWh zu vergüten.


Wieso nicht Börsenpreis plus Bonus für vermiedene Übertragungskosten (+ 2 Ct.)?

Der Spekulatius :mrgreen:
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Re: Zubau der Photovoltaik soll auf 1 Gigawatt begrenzt werd

Beitragvon CFAR » 17.11.2011, 20:06

Speicher ist ein gutes Stichwort. Warum setzt man den Schwerpunkt der Förderung denn nicht dort?
Sorry für die Tippfehler, ich bin (meist) Tabletuser.
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Re: Zubau der Photovoltaik soll auf 1 Gigawatt begrenzt werd

Beitragvon eggis » 17.11.2011, 20:08

Hier die Antwort des BMU (Röttgen).
Das neue EEG wirkt deutlich kostensenkend!
Pressemitteilung BMU hat geschrieben:Anlässlich der erneuten Diskussion um weitere Absenkungen der Photovoltaikförderung weist das Bundesumweltministerium auf folgende Fakten hin:

1. Die EEG-Vergütungssätze von Anfang 2008 bis Anfang 2012

Die Bundesregierung hat mit den drei EEG-Novellen in 2010, 2011 und 2012 die PV-Vergütungssätze erheblich reduziert. Eine kleine Dachanlage erhielt Anfang 2008 noch 46,75 ct/ kWh EEG-Vergütung, während sie für eine Anlage Anfang 2012 nur noch bei 24,43 ct/ kWh liegt. Eine Freiflächenanlage erhielt Anfang 2008 noch 35,49 ct/ kWh EEG-Vergütung. Die Vergütung liegt Anfang 2012 nur noch bei 17,94 ct/ kWh. Das bedeutete eine enorme Kraftanstrengung und zeigt aber auch das Innovations- und Kostensenkungspotential der Photovoltaik.
In keiner anderen Industriebranche wurden bislang derartig große Subventionskürzungen umgesetzt.

2. Bestehende Regelungen im EEG begrenzen den PV-Zubau deutlich

Die Reglung zum "atmenden Deckel" greift. Von Anfang Januar bis Ende September 2011 betrug die Neuinstallation rd. 3.400 MW. Im Vergleich zum Zubau des Vorjahres 2010 mit 7.400 MW bedeutet das eine deutliche Reduktion.
3. Wirkungen des neuen EEG ab 1.1.2012

Zum 1.1.2012 wird die PV-Vergütung nochmals um 15 Prozent abgesenkt. Das EEG 2012 sieht zudem vor, dass auch zum 1.7.2012 ein weiterer Absenkungsschritt erfolgt – in Abhängigkeit des Zubaus vom Oktober 2011 bis April 2012. Nach derzeitigen Schätzungen wird hier noch mal mit einer Degression von 6 oder sogar 9 Prozent gerechnet.
Dies stellt die deutschen Unternehmen nochmals vor eine große Herausforderung zur Kostensenkung. Viele deutsche Unternehmen schreiben bereits derzeit Verluste. Wir wollen die Photovoltaikindustrie aber nicht abwürgen, sondern die Rahmenbedingungen so setzen, dass sie sich wirtschaftlich vernünftig weiterentwickeln kann.

4. Kostenverteilung im neuen EEG

Die im EEG 2012 festgelegte volumensabhängige Degression wird mittelfristig dazu führen, dass der Ausbaukorridor wie im Gesetz vorgesehen, von 7.200 MW in 2010 auf 2.500 bis 3.500 MW sinken wird. Durch die gesetzlich vorgesehene Degression ergeben sich auch in den Folgejahren weiter sinkende Kosten.
Die Begünstigung der Industrie (besondere Ausgleichsreglung und Eigenverbrauch) machen derzeit rund 0,9 ct/kWh aus und dürften durch die Ausweitungen ab 1.1.2012 auf 1 ct steigen.

5. Wirkung eines absoluten Deckel

Während beim atmenden Deckel im folgenden Jahr die Förderung volumensabhängig sinkt, führt der absolute Deckel, wenn er erreicht wird, zum Abbruch der Förderung. Weder Verbraucher noch Industrie hätten in Zukunft Planungs- und Investitionssicherheit.
Die EEG-Novelle hat wesentliche Schritte zur Marktanpassung und zur Steigerung der Kosteneffizienz vorgenommen. Die Wirkung der neuen Maßnahmen ist bereits deutlich sichtbar. Es ist gemeinsam mit der Branche gelungen, eine Lösung zu finden, die die Kosten deutlich reduziert, marktwirtschaftliche Anreize erhöht und gleichzeitig Planungssicherheit gewährleistet.

Jetzt muss das neue Gesetz, das am 1. Januar 2012 in Kraft tritt, erst einmal wirken. Wir werden die weitere Entwicklung sehr genau beobachten und bei Fehlentwicklungen selbstverständlich eingreifen.
Mit sonnigen Grüßen
-eggis-

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Re: Zubau der Photovoltaik soll auf 1 Gigawatt begrenzt werd

Beitragvon Cruso » 17.11.2011, 20:10

Langsam, langsam. 2 GWp? Bedenke dass wir weltweit 50 GWp an Produktionskapa haben, sowohl für Poly, als auch für Wafer, Zelle, und Modul


Das wird auch der Grund sein, weshalb Herr Rössler noch seine Meinung ändert.

SMA, Wacker etc. kommen sicherlich nicht mit einem Deckel von 1 GW in Deutschland klar und die Firmen werden dann ihre Missgunst sehr schnell und deutlich äußern.

Die FDP hat noch immer nicht gemerkt, dass es bei den Ortsverbänden brodelt und genau die sind der Ansprechpartner für die kleineren bis mittleren Firmen. Bin mal gespannt wann das oben ankommt und ob Herr Rössler den großen Vier näher steht als seinen Ortsverbänden.
Mit der Umlage hat man halt wieder einmal ein Eigentor getroffen.

Weshalb die CDU nur indirekt dazu steht ist klar, man weiß, dass man damit stark bei den Landwirten verliert. So manches Forumsmitglied meint zwar die haben schon die Dächer voll, dies trifft aber bei weitem nicht zu.
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Re: Zubau der Photovoltaik soll auf 1 Gigawatt begrenzt werd

Beitragvon cephalotus » 17.11.2011, 20:11

Spekulatius hat geschrieben:
Du schlägst also vor die Erneuerbaren Energien zu verlassen (vielleicht temporär) und alles auf andere Massnahmen zu setzen, richtig? Stehst Du eigentlich hinter 100% EE? Wenn Du hinter 100% EE stehst sollte Dich ausserdem Speicher nicht einschüchtern weil es unumgänglich ist.


Ich stehe vor allem für ein Konzept, WIE man diese 100% EE denn erreichen möchte mit Zwischenzielen für alle 5 Jahre und genaue Angaben, weleche Speicherkonzepte man braucht, welchen Netzausbau und wie sich die konventionellen Kraftwerke in dieses Konzept einbinden lassen.

NICHTS davon gibt es, weder öffentlich noch nicht-öffentlich. Wenn der BSW etwas von 10% Solarstrom in 2020 fabuliert dann zeigt das nur, dass denen die Stromversorgung Deutschlands aber sowas von scheißegal ist. Wir haben derzeit garnicht die Technik, solche Mengen an Solarstrom ins Netz zu speisen.
Darüber hinaus sollte gelten: Leben und leben lassen. Die konventionellen Kraftwreke mögen ja das "Feindbild" sein, aber dann soll man doch bitteschön drauf verzichten und künftig ohne Strom(netz) leben.

Ein Konzept hin zu 100% EE würde sehr wahrscheinlich zu dem Schluss kommen, dass man flexible Gaskraftwerke als Brückentechnologie und "Flautenspeicher" braucht. dafür gibt es aber derzeit überhaupt keinen Ansatz und die PV nimmt diesen Kraftwerken jegliche Wirtscahftlichkeit.
Das führt dazu, dass vor allem die alten abgeschriebenen Kohlekraftwerke am Netz bleiben.

Die Situation ist zu komplex, als dass ich sie berechnen könnte, aber mich würde nicht wundern, wenn jede kWh an NUEM PV Strom derzeit einen zusätzlichen CO2 Ausstoß bedeutet, das PV derzeit im Kraftwerkspark vor allem die Funktion hat, Neuinvestitionen zu verhindern.

Sollte es mal einen Plan geben, wie man sich die Stromversorgung Deutschlands in der Zukunft vorstellt und wie der Weg dahin auschaut, dann kann man sich auch wieder überlegen, wieviel PV Zubau sinnvoll wäre. Nach dem meisten Simulationen ist 10% PV Strom in einer Versorgung mit >75% EE ein sinnvoller Ansatz und dafür bräuchten wir 60GW. Macht bei 20-30a Lebensdauer 2-3GW Zubau pro Jahr, was auch schon vor einigen Jahren meine Meinung war.
Die letzten jahre waren deutlich zu viel, also wäre 1GW/a nicht so verkehrt. Gleichzeitig müsste man aber massiv den Ausbau der Windenergie, den Umbau des Kraftwerksparks und den Bau von Speichern voran treiben und dazu den PV Ausbau in eine sinnvolle Realation setzen.

Und so nebenbei sollte man sich auch noch überlegen, wie künftig die Häuser beheizt werden sollen und wie man sich Mobilität so vorstellt (ich halte es nach wie vor am klügsten, mit Überschussstrom zu heizen und Gas in plug-in-Hybriden und Kraftwerken zu verfeuern)

Wieso nicht Börsenpreis plus Bonus für vermiedene Übertragungskosten (+ 2 Ct.)?


Der Wert von PV Strom aus neuen Anlagen an der Börse dürfte mit 3ct/kWh eher optimistisch angesetzt sein.

Vermiedene Netzkosten spielen bei der PV nur eine kleine Rolle, sie werden bei weitem übertroffen von den Kosten für den Netzausbau und den Kosten, die im konventionellen Kraftwerkspark entstehen.

Auch da kann man leider nur grob raten, aber wenn man sich anschaut, welche massiven Verschleissprobleme die Steinkohlekraftwerke bekommen, die dank der PV heute schon stärker abegeregelt werden müssen, dann ist das kein Spaß.

Im Forum hier ist die Welt einfach.

PV ist super und unmweltfreundlich und senkt die Strompreise und die Kraftwerks- und Netzbetreiber sein die Bösen, die alle abzocken und Ängste gegenüber der PV schüren.

In meinen Augen wäre es Aufgabe des BSW gewesen, sich Gedaken über ein nachhaltiges Konzept bei der Photovoltaik in Deutschland zu überlegen. Hätten die in 2009, 2010 und 2011 stärkeren Kürzungen zugestimmt, so dass man meinetwegen 2GW pro Jahr zugebaut hätte und das zu niedrigeren Vergütungssätzen, dann hätte man einen Binnenmarkt entwickeln können, der auf ewig hätte funktionieren können.

Jetzt hatte man 3 Jahre lang die Blase, hat den Modulproduktionswettkampf gegen China trotzdem in weiten Bereichen verloren und dafür den schwarzen Peter. Merkel hat doch gesagt, dass die EEG Umlage nicht mehr stärker steigen darf.
Bei 3,5GW in 2012 wird sie das tun und die Hälfte der Kosten wird von der PV kommen.

Ist denn wirklich jemand hier der Ansicht, dass die PV Branche um einen Deckeldiskussion rumkommen wird, wenn in einem Jahr die nächsten EEG-Umlage bekannt gegeben wird? (bleibt noch die Hoffnung auf ein ganz schlechtes Ertragsjahr in 2012, das würde helfen).
Bei nur 15% Kürzung zum 1.1. und diesen Modulpreisen?
Wieviel von der deutschen PV Industrie Ende 2012 noch übrig ist ist dann die nächste Frage.

Naja, der BSW kann dann ja eine Pressemitteilung zur grid parity raus geben und dass man "ganz gewiss" nur noch 5 Jahre lang Förderung braucht und dann wird alles gut,10%, 20%, auch was 80% Solarstrom in Deutschland...

Wer diesen "Weg" in Frage stellt ist doch eh nur gegen die erneuerbaren Energien...

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Re: Zubau der Photovoltaik soll auf 1 Gigawatt begrenzt werd

Beitragvon cephalotus » 17.11.2011, 20:14

CFAR hat geschrieben:Speicher ist ein gutes Stichwort. Warum setzt man den Schwerpunkt der Förderung denn nicht dort?


Wieviel "Speicher-Umlage" kann man dem Verbraucher denn zumuten? 1ct/kWh?
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Re: Zubau der Photovoltaik soll auf 1 Gigawatt begrenzt werd

Beitragvon open source energy » 17.11.2011, 20:24

eggis hat geschrieben:Hier die Antwort des BMU (Röttgen).
Das neue EEG wirkt deutlich kostensenkend!
Pressemitteilung BMU hat geschrieben:Anlässlich der erneuten Diskussion um weitere Absenkungen der Photovoltaikförderung weist das Bundesumweltministerium auf folgende Fakten hin:

1. Die EEG-Vergütungssätze von Anfang 2008 bis Anfang 2012

Die Bundesregierung hat mit den drei EEG-Novellen in 2010, 2011 und 2012 die PV-Vergütungssätze erheblich reduziert. Eine kleine Dachanlage erhielt Anfang 2008 noch 46,75 ct/ kWh EEG-Vergütung, während sie für eine Anlage Anfang 2012 nur noch bei 24,43 ct/ kWh liegt. Eine Freiflächenanlage erhielt Anfang 2008 noch 35,49 ct/ kWh EEG-Vergütung. Die Vergütung liegt Anfang 2012 nur noch bei 17,94 ct/ kWh. Das bedeutete eine enorme Kraftanstrengung und zeigt aber auch das Innovations- und Kostensenkungspotential der Photovoltaik.
In keiner anderen Industriebranche wurden bislang derartig große Subventionskürzungen umgesetzt.

2. Bestehende Regelungen im EEG begrenzen den PV-Zubau deutlich

Die Reglung zum "atmenden Deckel" greift. Von Anfang Januar bis Ende September 2011 betrug die Neuinstallation rd. 3.400 MW. Im Vergleich zum Zubau des Vorjahres 2010 mit 7.400 MW bedeutet das eine deutliche Reduktion.
3. Wirkungen des neuen EEG ab 1.1.2012

Zum 1.1.2012 wird die PV-Vergütung nochmals um 15 Prozent abgesenkt. Das EEG 2012 sieht zudem vor, dass auch zum 1.7.2012 ein weiterer Absenkungsschritt erfolgt – in Abhängigkeit des Zubaus vom Oktober 2011 bis April 2012. Nach derzeitigen Schätzungen wird hier noch mal mit einer Degression von 6 oder sogar 9 Prozent gerechnet.
Dies stellt die deutschen Unternehmen nochmals vor eine große Herausforderung zur Kostensenkung. Viele deutsche Unternehmen schreiben bereits derzeit Verluste. Wir wollen die Photovoltaikindustrie aber nicht abwürgen, sondern die Rahmenbedingungen so setzen, dass sie sich wirtschaftlich vernünftig weiterentwickeln kann.

4. Kostenverteilung im neuen EEG

Die im EEG 2012 festgelegte volumensabhängige Degression wird mittelfristig dazu führen, dass der Ausbaukorridor wie im Gesetz vorgesehen, von 7.200 MW in 2010 auf 2.500 bis 3.500 MW sinken wird. Durch die gesetzlich vorgesehene Degression ergeben sich auch in den Folgejahren weiter sinkende Kosten.
Die Begünstigung der Industrie (besondere Ausgleichsreglung und Eigenverbrauch) machen derzeit rund 0,9 ct/kWh aus und dürften durch die Ausweitungen ab 1.1.2012 auf 1 ct steigen.

5. Wirkung eines absoluten Deckel

Während beim atmenden Deckel im folgenden Jahr die Förderung volumensabhängig sinkt, führt der absolute Deckel, wenn er erreicht wird, zum Abbruch der Förderung. Weder Verbraucher noch Industrie hätten in Zukunft Planungs- und Investitionssicherheit.
Die EEG-Novelle hat wesentliche Schritte zur Marktanpassung und zur Steigerung der Kosteneffizienz vorgenommen. Die Wirkung der neuen Maßnahmen ist bereits deutlich sichtbar. Es ist gemeinsam mit der Branche gelungen, eine Lösung zu finden, die die Kosten deutlich reduziert, marktwirtschaftliche Anreize erhöht und gleichzeitig Planungssicherheit gewährleistet.

Jetzt muss das neue Gesetz, das am 1. Januar 2012 in Kraft tritt, erst einmal wirken. Wir werden die weitere Entwicklung sehr genau beobachten und bei Fehlentwicklungen selbstverständlich eingreifen.


na Gott sei Dank steht der BUM hinter dem EEG, nur leider hat die Merkel gerade sehr viel Rückenwind und sie hat doch erst zuletzt von der Reduzierung der PV Anlagen gesprochen....
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