Yingli- Höhere Renditen für Endkunden

News über Photovoltaik und Solarstrom

Moderator: Mod-Team

 

0.00 (0 Bewertungen) | Zum Bewerten bitte anmelden

Re: Yingli- Höhere Renditen für Endkunden

Beitragvon Cruso » 15.09.2011, 15:42

Immerhin darf man Yingli zu dem Hype beglückwünschen.
Allein die Nachfragen und das Auftauchen der vielen Diskussionen hier im Forum lässt vermuten, dass sich dies auch am Absatz niederschlägt.
Die Antworten lassen den Schluss zu, es war keine PR-Abteilung am Werk und Yingli hat mehr oder weniger kostenlose Werbung bekommen.
Cruso
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 1176
Registriert: 29.07.2010, 22:38
Info: Interessent

Re: Yingli- Höhere Renditen für Endkunden

Beitragvon Sonnenmelker » 15.09.2011, 17:42

Hallo,
Mit dem Argument tagen auch japanische Autos nichts, weil sie in den 60ern erst in die Autoproduktion eingestiegen sind und ihnen 70 Jahre Erfahrung fehlen? Die Geschichte hat mehr als einmal gezeigt, dass nicht der Erste im Markt auch der erfolgreichste ist oder die besseren Produkte macht...

Na der Vergleich hinkt ja auf sämtlichen Beinen. :wink:
Von 1960 bis jetzt sind es 50 Jahre japanischer Automobilbau, wenn das keine Erfahrung ist.

Yingli gibt es seit 4? Jahren
Ein 64er Toyota hätte dir sicher wenig Freude gemacht.

Gruß
Manfred
Benutzeravatar
Sonnenmelker
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 3274
Registriert: 28.11.2007, 17:56
PV-Anlage [kWp]: 35
Info: Betreiber

Re: Yingli- Höhere Renditen für Endkunden

Beitragvon wooderson » 15.09.2011, 17:51

Sonnenmelker hat geschrieben:Hallo,
Von 1960 bis jetzt sind es 50 Jahre japanischer Automobilbau, wenn das keine Erfahrung ist.

Yingli gibt es seit 4? Jahren
Ein 64er Toyota hätte dir sicher wenig Freude gemacht.

Gruß
Manfred


70 Jahre bezog sich auf ca 1890-1960...die Zeit die den Japanern fehlte. Yingli gibt es seit 2004 (= 7 Jahre), PV in der Form seit 20 Jahren?
Das Ganze kann man auch an anderen Beispiele durchdeklinieren.. Apple/Mobilfunk, Samsung/TV, etc... allesamt sehr später Markteinstieg ohne Erfahrung, trotzdem bessere Produkte und teilweise Marktführer geworden...
wooderson
Stammmitglied
Stammmitglied
 
Beiträge: 53
Registriert: 26.05.2011, 15:16
Info: Betreiber

Re: Yingli- Höhere Renditen für Endkunden

Beitragvon orosee » 16.09.2011, 02:59

Man sollte ja nicht vergessen, dass bei existierenden Technologien niemand das Rad neu erfindet. Und PV Technik ist bei weitem nicht so kompliziert wie der Automobilbau, daher halte ich das Beispiel schon fuer angebracht. Im Modulbau kann man sich problemlos eine komplette Fertigung schluesselfertig kaufen, lediglich die Werkhalle und das Land muss man beigeben. Die Lernkurve fuer 08/15 Module kann so steil nicht sein. Zumal gerade bei den grossen Chinesen die Schluesselpersonen vorher ja keine ahnungslosen Deppen waren.

Bei PV geht es auch weniger um JAHRE Erfahrung, sondern mehr um STUECK Erfahrung*.

Energy Technology (ET) wird fuer das 21. Jhd. sein, was Information Technology (IT) fuer das ausgehende 20. Jhd. war. Bei IT waren die USA noch Markt- und Innovationsfuehrer, bei ET kann es durchaus sein, das China die Fuehrungsrolle beanspruchen kann. Und das weitaus groessere Implikationen als z.B. die "Fuehrerschaft" in Textil oder Spielzeug oder Unterhaltungselektronik.

Witzig nur, dass die USA hier immer noch schlafen obwohl sie doch sehen koennen, dass z.B. Deutschland das Rennen um ET verloren hat oder dabei ist, zu verlieren.

* Nebensaechlich, bei meinen Eltern steht eine BRAUN Brotschneidemaschine die seit 30 Jahren (!!!) jeden Tag 3-10 Scheiben Brot schneidet (man rechne das mal nach!). Das Messer ist einmal nachgeschliffen worden, das wars aber auch. Nun DAS ist echte Qualitaet, aber d.h. auch, dass Braun in einem Vierteljahrhundert gerade mal EINE BSM an unsere Familie verkauft hat. Persoenlich wuerde ich mit einem Geraet zufrieden sein, das 5-7 Jahre haelt. Ein solcher Hersteller haette also das 3-5-fache an Produkten absetzen koennen, und ich bezweifle, dass man bereit ist, fuer 25+ Jahre Funktion einen entsprechenden Aufpreis zu zahlen.

Der einzige Grund der bleiben wird, dass PV Module nicht schon nach 3-5 Jahren kaputt gehen koennen (entsprechend niedrige Preise dann vorausgesetzt) ist, dass man fuer den Austausch auf dem Dach einen Handwerker braucht, und das kostet. Im Freiland ist das aber kein Problem. Hey, es gibt ja schon PV auf Papier, genauso wie es schon Wegwerf-Mobiltelefone gibt.
Benutzeravatar
orosee
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied
 
Beiträge: 361
Registriert: 29.06.2009, 08:29
Wohnort: Seoul, Korea
Info: Interessent

Re: Yingli- Höhere Renditen für Endkunden

Beitragvon Südostdach » 16.09.2011, 05:57

Die Postings sind teilweise nicht konkludent.
Da wird argumentiert, Yingli gibt es erst seit 7 Jahren. Soweit nachvollziehbar.
Daraus wird gefolgert, der erfahrenen deutschen Konkurrenz unterlegen.
Kann man darüber diskutieren, zumindest was verschiedene Marken betrifft, die gar nicht selbst - , oder im Ausland produzieren.
ist aber nachvollziehbar.
Dann werden zu den Premiummodulen ausgerechnet auch noch Winaico gezählt. Wieviel Jahre Erfahrung haben denn die?
Yingli ist einer der größten Hersteller weltweit. Und Winaico?
Yingli ist m.W. der erste Hersteller der die serienmäßige Herstellung n-dotierte Module offensichtlich im Griff hat.
Was hat Winaico hier in Sachen neue Technologie bei den Modulen bisher geleistet?
China ist das Land, das weltweit die meisten PV-Module produziert. Dennoch soll dies ein Makel sein.
Winaico stammt aus einem Land, das homöopathische Dosen an PV-Modulen produziert. Soll das etwa auf eine erfahrene
Arbeitsmannschaft hinweisen?
Kann ja jeder halten wie er will, aber die Logik erschließt sich mir nicht.
Die Argumentation der Haltbarkeit ist auch problematisch.
Daß Yingli keine Haltbarkeit von 20 Jahren + nachweisen kann, ist richtig, auch logisch.
Nur - welches Modul auf dem Markt gibt es so in unveränderter Form seit mindestens 20 Jahren?
Dennoch - wenn ich rein von daher argumentiere, habe ich zu einem Hersteller, der seine Module selbst seit mindesten 20 Jahre hier in Deutschland herstellt, und damit bereits entsprechende Erfahrung in Sachen Haltbarkeit bei seinen Modulen hat, mehr Vertrauen.
Ganz sicher habe ich kein Vertrauen, wenn es den Hersteller seit weniger als 5 Jahren gibt, das muß sich im Preis zeigen.
Dieser muß niedriger sein, ist er das nicht, muß ich das Modula nicht kaufen, wer will, kann es aber dennoch tun.
Das ist dann Glaubenssache. Überhaupt ist hier vieles Glaubenssache. Das sieht man schon an der Schärfe, mit der diese Diskussion
geführt wird.
Bitte denkt daran, im Gegensatz zu z.B. Saudi-Arabien etc. herrscht hier in D Religionsfreiheit. Also bitte etwas mehr Toleranz.

Grüße
Südostdach
Südostdach
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied
 
Beiträge: 508
Registriert: 04.11.2006, 17:23
Wohnort: 78333 Stockach

Re: Yingli- Höhere Renditen für Endkunden

Beitragvon Sonnenmelker » 16.09.2011, 06:15

Moin,
und ich bezweifle, dass man bereit ist, fuer 25+ Jahre Funktion einen entsprechenden Aufpreis zu zahlen.

Ich schon, ich zahle entsprechend mehr bei einem deutlichen Qualitätsvorteil.

Ein solcher Hersteller haette also das 3-5-fache an Produkten absetzen koennen

Bei mir nicht, wer keine top Qualität abliefert kommt gar nicht in meinen Haushalt, ich bin kein Umschlagplatz für technischen Sondermüll.
Was nicht gleichbedeutend damit ist, dass ich keine chinesischen Produkte kauf.
Hat sich der entsprechende Hersteller top Qualität auf die Fahne geschrieben und liefert diese auch, dann ist es mir egal woher das Produkt stammt.

Das hat etwas mit aktiven Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu tun.



Gruß
Manfred
Benutzeravatar
Sonnenmelker
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 3274
Registriert: 28.11.2007, 17:56
PV-Anlage [kWp]: 35
Info: Betreiber

Re: Yingli- Höhere Renditen für Endkunden

Beitragvon Spekulatius » 16.09.2011, 08:32

orosee hat geschrieben:Man sollte ja nicht vergessen, dass bei existierenden Technologien niemand das Rad neu erfindet. Und PV Technik ist bei weitem nicht so kompliziert wie der Automobilbau, daher halte ich das Beispiel schon fuer angebracht. Im Modulbau kann man sich problemlos eine komplette Fertigung schluesselfertig kaufen, lediglich die Werkhalle und das Land muss man beigeben. Die Lernkurve fuer 08/15 Module kann so steil nicht sein. Zumal gerade bei den grossen Chinesen die Schluesselpersonen vorher ja keine ahnungslosen Deppen waren.


Dank Dir für die interessanten Gedanken. Das obige teile ich nicht uneingeschränkt, u.A. weil ich mit eigenen Augen gesehen habe wie verhext es ist im Dünnschichtbereich die WGs raufzuschrauben. Hut ab für die Technologen in diesem Bereich. Im c-Si Bereich stimme ich Dir zu, die Fertigungslinien für 250W-Module (und entsprechenden Zellen) bekommst Du von der Stange (Was an sich auch eine wundervolle Entwicklung ist im Sinne des open sources).

orosee hat geschrieben:Energy Technology (ET) wird fuer das 21. Jhd. sein, was Information Technology (IT) fuer das ausgehende 20. Jhd. war. Bei IT waren die USA noch Markt- und Innovationsfuehrer, bei ET kann es durchaus sein, das China die Fuehrungsrolle beanspruchen kann. Und das weitaus groessere Implikationen als z.B. die "Fuehrerschaft" in Textil oder Spielzeug oder Unterhaltungselektronik.

Witzig nur, dass die USA hier immer noch schlafen obwohl sie doch sehen koennen, dass z.B. Deutschland das Rennen um ET verloren hat oder dabei ist, zu verlieren.


Vollste Zustimmung. Deutschland wird die Butter vom Brot genommen, ohne dass die Entscheidungsträger das mitbekommen. Forschungseinrichtungen werden dichtgemacht und die Ingenieure anderweitig eingesetzt, der Arbeitsmarkt boomt ja. Trotz des China-Fiaskos sehe ich stärkere Ansätze in den USA auf privater Seite. GE hat das Thema PV fest aufgegriffen, FS steht solide da, und einige Dünnschichtklitschen bringen es noch fertig grosse Mengen an VC Kapital anzuziehen (z.B. Stion). Die Amis sind uns in Sachen Entrepreneurship doch ein Stückchen voraus.

orosee hat geschrieben:* Nebensaechlich, bei meinen Eltern steht eine BRAUN Brotschneidemaschine die seit 30 Jahren (!!!) jeden Tag 3-10 Scheiben Brot schneidet (man rechne das mal nach!). Das Messer ist einmal nachgeschliffen worden, das wars aber auch. Nun DAS ist echte Qualitaet, aber d.h. auch, dass Braun in einem Vierteljahrhundert gerade mal EINE BSM an unsere Familie verkauft hat. Persoenlich wuerde ich mit einem Geraet zufrieden sein, das 5-7 Jahre haelt. Ein solcher Hersteller haette also das 3-5-fache an Produkten absetzen koennen, und ich bezweifle, dass man bereit ist, fuer 25+ Jahre Funktion einen entsprechenden Aufpreis zu zahlen.

Der einzige Grund der bleiben wird, dass PV Module nicht schon nach 3-5 Jahren kaputt gehen koennen (entsprechend niedrige Preise dann vorausgesetzt) ist, dass man fuer den Austausch auf dem Dach einen Handwerker braucht, und das kostet. Im Freiland ist das aber kein Problem. Hey, es gibt ja schon PV auf Papier, genauso wie es schon Wegwerf-Mobiltelefone gibt.


Die Vermarktung von PV ist auf 20 oder 25 Laufzeit ausgelegt weil bislang die Technologie so teuer war und man die Investitionen erst nach so vielen Jahren reinbekommt. Dieses Investmenthorizont steht diametral entgegen aller investmentphilosophien und funktioniert ausserdem nur in einem sehr soliden rechtstaatlichen Umfeld wie Deutschland oder USA. Wir werden über die nächsten Jahre erleben wie die Projektlaufzeiten auf 15, 10, 5 Jahre schrumpfen werden, was einen grossflächigen Investitionsbrand auslösen wird. Ich denke der Unfug mit den 25 Jahren Garantien wird irgendwann mal zuende gehen.

Der Spekulatius :mrgreen:
Keine Gewähr auf Seriösität. Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.
Benutzeravatar
Spekulatius
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 3255
Registriert: 12.12.2009, 13:54
Info: Interessent

Re: Yingli- Höhere Renditen für Endkunden

Beitragvon pvplaner2010 » 16.09.2011, 08:52

Wir werden über die nächsten Jahre erleben wie die Projektlaufzeiten auf 15, 10, 5 Jahre schrumpfen werden, was einen grossflächigen Investitionsbrand auslösen wird. Ich denke der Unfug mit den 25 Jahren Garantien wird irgendwann mal zuende gehen.

Genau deshalb haben dann diejenigen das Nachsehen, die heute noch unnötig Kapital verbrennen in Form von Preisaufschlägen für teure deutsche Module.

Wir hatten das schon vor einigen Jahren bei Computerbildschirmen. Die ehemals teuren Kisten stehen heute im Sperrmüll, obwohl sie noch funktionieren. Der Grund ist, dass heute selbst die Low Buget Geräte besser sind als die alten Hitec Kisten.

In 5 Jahren wird man nur noch müde darüber Lächeln, wenn dann noch jemand auf die soliden 230 Watt Module aus deutscher Fertigung hinweist, deren Hersteller längst dicht gemacht hat, und inzwischen 350 Watt bei gleicher Fläche Standard ist. dabei hat sich dann der Preis schon mehrfach halbiert.

Sind die Deutschen denn immer noch nicht lernfähig?
pvplaner2010
Forumsinventar
Forumsinventar
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 792
Registriert: 04.08.2010, 22:07
Info: Interessent

Re: Yingli- Höhere Renditen für Endkunden

Beitragvon PV-Berlin » 16.09.2011, 09:17

Die Investition muss sich innerhalb 10 Jahren rechnen. Ansonsten wird PV nie in Ländern eine Rolle spielen, die deutlich höhere Realzinsen als wir haben. *Incl. Zinsen und sonstigen Kosten plus einem Gewinn von X. bei 100% Finanzierung.

Garantien kosten nur sinnlos Geld und ich halte sie auch substantiell für kaum durchsetzbar. PV Module sind zum Glück in ihrer Bauart weniger anfällig, als Diesel-Motoren oder WKA. WR nach 5 bis 10 Jahren auszutauschen (Reparatur) ist dahingehend kein Problem.

Wenn eine Anlage gut geplant, handwerklich gut gebaut ist, dann zeigt sich innerhalb der ersten 5 Jahre, ob die Module Defekte haben. Danach sollte die Ausfallquote deutlich sinken. Die Degeneration, die alle als Gespenst an die Wand malen, konnte ich bis jetzt noch nicht sehen. Bei Schwankungen von teilweise 10% (Wetter) bei den Erträgen, soll mir das mal jemand plausibel nachweisen.

In D. würde ich kein Investment in PV angehen, welches sich nicht innerhalb von 7 Jahren rechnet. *100% Vollfinanzierung.

Bei Investment größer 30 kWp und Verwendung von Yingli und Suntech ist man Heute deutlich unter diesem Wert. Das Argument steht, ohne Frage. Ich bin bei 74 Monaten (Heute) ohne o.g. verwenden zu müssen. Mir reicht das! Anderen Investoren nicht! Wir sehen aber unser Investment auch unter Aspekten, die andere nicht zu interessieren brauchen. Es wäre sehr bedauerlich, dass wir in D. nach der Zeit der Braunkohle (100% Wertschöpfung im Land) heute die Chance uns verbauen, einen Nachfolger aufzubauen.

Dass da die KP schlauer ist bleibt unbestritten, sehr bedauerlich, dass Diktatoren für ihr Volk offensichtlich mehr Weitblick zeigen, als westliche Demokratien.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
Benutzeravatar
PV-Berlin
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 5118
Registriert: 30.06.2010, 12:27
Wohnort: Berlin
PV-Anlage [kWp]: 1
Info: Betreiber

Vorherige

Zurück zu PV-News



Ähnliche Beiträge


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste