Wir haben den Strompreis um 10% verteuert

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Re: Wir haben den Strompreis um 10% verteuert

Beitragvon hadl » 20.03.2010, 14:07

Betatester hat geschrieben:!


Hi,

gabs von der EON nicht auch mal so ein Dokument welches eigentlich nicht für die Öffentlichkeit gedacht war ?

Hat das noch einer ?

Da ging es darum wie die Medien "manipuliert" werden sollen und wie die Politik beeinflusst werden soll.
Von den Atomkraft nahen Politikern soll diesbezüglich von der "Übergangstechnologie" gesprochen werden, bis sich die Zeiten für die Atomkraft in der Bevölkerung wieder bessert.

...ratet mal was die letzten 2 Jahre inflationär von den Politikern gekommen ist......"Atomkraft ist eine Übergangstechnologie" :!:

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Meinst Du die hier erwähnte ??

http://www.neueenergie.net/index.php?id=1261

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Re: Wir haben den Strompreis um 10% verteuert

Beitragvon open source energie » 20.03.2010, 14:30

ja aber die Schweizer haben bestimmt ein teures Netz
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Re: Wir haben den Strompreis um 10% verteuert

Beitragvon irgendwer » 20.03.2010, 14:37

Ma sein. Dieses Netz existiert allerdings bereits und hat grösstenteils keine beweglichen Teile, verbraucht keinen Brennstoff und muss im Gegensatz zu den neuen, teuren AKWs nicht neu erstellt werden - also kann es auch nicht verantwortlich sein, für die Verdoppelung der zukünftigen Strompreise.
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Re: Wir haben den Strompreis um 10% verteuert

Beitragvon cephalotus » 20.03.2010, 20:14

Nun ja, der Speigel ist grundsätzlich sehr EE kritisch. Mit Grausen denke ich an den legendären Windkraft Artikel vor einigen Jahren.

Ich hbas schon locker ein Dutzen Mal in diesem Forum geschrieben, dass es im Intresse aller ist, wenn der Zubau bei PV in einem erträglichen Rahmen bleibt.

Dieser hohe Zubau wird Kritiker auf den Plan rufen und mit jedem Jahr werden es mehr Kritiker werden. Und dabei geht es nicht um sowas banales wie CO2, Zukunftsfähigkeit, usw, usf.

Das sind ganz einfache Feindbilder:

- die Bauern in Bayern, die für Ihre PV Scheunen zweistellige Renditen abgreifen
- Asbeck & Co mit Ihren Sportwägen
- Strompreiserhöhungen.
- China profitiert vom deutschen Stromverbraucher.

Der aktuelle PV Boom ist das Allerbeste was den großen Vier passieren konnte, denn nun kann man wunderbar ein Feimndbild in der Bevölkerung vaufbauen, die glaubt, ein Recht auf billigen Strom zu haben.

Wer heute die geplanten Kürzungen kritisiert und hohe PV Renditen auf dem heutigen Niveau fordert riskiert den kompletten Stimmunsgumschwung in der Bevölkerung in sehr kurzer Zeit.
Dann ist das EEG ratzfatz mausetot und die ersten Steine fliegen auf die PV Anlagen.

Wer möglichst schnell 100% EE im deutschen Stromnetz möchte bekommt das am ehesten, wenn wir den PV Zubau wieder drosseln und künftige Anlagen möglichst günstig bauen. Und wenn s dann nur noch chineische Module sind, dann ist das halt so (im übrigen liegt das nicht am EEG, sondern am Anlagenkäufer)

Ansonsten bedarf es bzgl PV noch Aufklärung, ich hab mal meine Zeit im Spiegel Forum geopfert.

Das Merrit Order Argument sollte man sich besser sparen, bei PV funktioniert es nur sehr bedingt.

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Re: Wir haben den Strompreis um 10% verteuert

Beitragvon hadl » 21.03.2010, 15:41

cephalotus hat geschrieben:Nun ja, der Speigel ist grundsätzlich sehr EE kritisch. Mit Grausen denke ich an den legendären Windkraft Artikel vor einigen Jahren.

Ich hbas schon locker ein Dutzen Mal in diesem Forum geschrieben, dass es im Intresse aller ist, wenn der Zubau bei PV in einem erträglichen Rahmen bleibt.

Dieser hohe Zubau wird Kritiker auf den Plan rufen und mit jedem Jahr werden es mehr Kritiker werden. Und dabei geht es nicht um sowas banales wie CO2, Zukunftsfähigkeit, usw, usf.

Das sind ganz einfache Feindbilder:

- die Bauern in Bayern, die für Ihre PV Scheunen zweistellige Renditen abgreifen
- Asbeck & Co mit Ihren Sportwägen
- Strompreiserhöhungen.
- China profitiert vom deutschen Stromverbraucher.

Der aktuelle PV Boom ist das Allerbeste was den großen Vier passieren konnte, denn nun kann man wunderbar ein Feimndbild in der Bevölkerung vaufbauen, die glaubt, ein Recht auf billigen Strom zu haben.

Wer heute die geplanten Kürzungen kritisiert und hohe PV Renditen auf dem heutigen Niveau fordert riskiert den kompletten Stimmunsgumschwung in der Bevölkerung in sehr kurzer Zeit.
Dann ist das EEG ratzfatz mausetot und die ersten Steine fliegen auf die PV Anlagen.

Wer möglichst schnell 100% EE im deutschen Stromnetz möchte bekommt das am ehesten, wenn wir den PV Zubau wieder drosseln und künftige Anlagen möglichst günstig bauen. Und wenn s dann nur noch chineische Module sind, dann ist das halt so (im übrigen liegt das nicht am EEG, sondern am Anlagenkäufer)

Ansonsten bedarf es bzgl PV noch Aufklärung, ich hab mal meine Zeit im Spiegel Forum geopfert.

Das Merrit Order Argument sollte man sich besser sparen, bei PV funktioniert es nur sehr bedingt.

mfg



Hallo Cephalotus !
Mal davon abgesehen, dass Merit Order ab 2010 eine neue Definition erfährt.
Kannst Du mal erklären, warum MO bei PV nur sehr bedingt funktionieren soll.
Wo Du doch schon oft Bedenken geäußert hast, dass bei euch in Bayern um die Mittagszeit so viel PV Strom im Netz ist, dass die Zeit nicht mehr fern ist, wo PV Anlagen abgeschaltet werden müssten.
Dem nach müsste doch die Nachfrage mit PV Strom mehr als gedeckt sein, und der "MO" ausgelöst, was zur Folge hat, dass ein teures Kraftwerk zu der Zeit nicht eingesetzt werden muss, wo durch der Mitnahme Effekt für alle anderen, zu der Zeit günstiger produzierenden Kraftwerke geringer ausfällt.
Übrigens verstehe ich so wie so nicht, warum PV Anlagen abgeschaltet werden sollen, wenn viel PV Strom zur Verfügung steht. Im EEG ist doch der Vorrang der Erneuerbaren Energien festgeschrieben.

Die Feindbilder die Du da an die Wand malst, könnte man beliebig erweitern. Ich muss Dir sicher nicht aufzählen, wie viel Sportler, Manager oder auch Stromproduzenten unter diesem Gesichtspunkt der „Überbezahlung“ da ständig Steinhagel ausgesetzt wären. Glücklicherweise sind wir noch nicht so weit. In Frankreich hätte ich da schon eher Bedenken.

Gruß Hadl
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Re: Wir haben den Strompreis um 10% verteuert

Beitragvon irgendwer » 21.03.2010, 16:24

Ich muss Dir sicher nicht aufzählen, wie viel Sportler, Manager oder auch Stromproduzenten unter diesem Gesichtspunkt der „Überbezahlung“ da ständig Steinhagel ausgesetzt wären.


Also zumindest die Banker, welche weder zukunftsfeste Arbeitsplätze schaffen, noch die Abhängigkeit von importierten Rohstoffen reduzieren und zudem trotz ihren Rekordverlusten und ihrem erwiesenermassen volkwirtschaftsschädlichem Tun mit Milliardenboni überhäuft werden, waren bis anhin keinerlei Steinhagel ausgesetzt.

Übrigens, die Finanzkrise hat knapp $12 Billionen gekostet: http://www.digitaljournal.com/article/277282
Wieviel kostet die PV-Industrie, welche die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen und die Arbeitslosenkosten reduziert - $0.02 Billionen?

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Re: Wir haben den Strompreis um 10% verteuert

Beitragvon cephalotus » 21.03.2010, 17:19

hadl hat geschrieben:Hallo Cephalotus !
Mal davon abgesehen, dass Merit Order ab 2010 eine neue Definition erfährt.
Kannst Du mal erklären, warum MO bei PV nur sehr bedingt funktionieren soll.


Du weißt doch, wie man den merrit-order Effekt (vereinfacht) berechnet.

dann schau Dir mal das Kraftwerksportfolio an und die Preisverschiebung durch PV und vergleiche das mit den Vergütungskosten für PV.

Eine wirklich exakte Analyse habe ich leider nicht nicht gesehen, vermutlich gibt es die nicht.

Wo Du doch schon oft Bedenken geäußert hast, dass bei euch in Bayern um die Mittagszeit so viel PV Strom im Netz ist, dass die Zeit nicht mehr fern ist, wo PV Anlagen abgeschaltet werden müssten.


Was heißt nicht fern. das war letzten Sommer schon ganz real.

Dem nach müsste doch die Nachfrage mit PV Strom mehr als gedeckt sein, und der "MO" ausgelöst, was zur Folge hat, dass ein teures Kraftwerk zu der Zeit nicht eingesetzt werden muss, wo durch der Mitnahme Effekt für alle anderen, zu der Zeit günstiger produzierenden Kraftwerke geringer ausfällt.


Schau Dir mal die EEX Spotpreise an, die mittlerweile machmal ins Negative drehen. So einfach ist das nun mal nicht.
Das problem in Bayern sind außerdem die Niederspannungsnetze, da nutzt es nichts, die AKW und Wasserkraftwerke abzuschalten (mal davon abgesheen, dass das nicht so einfach ist)

Übrigens verstehe ich so wie so nicht, warum PV Anlagen abgeschaltet werden sollen, wenn viel PV Strom zur Verfügung steht. Im EEG ist doch der Vorrang der Erneuerbaren Energien festgeschrieben.


Zum einen steht da was von wirtscahftlicher Zumutbarkeit der Netzbetreiber, zum zweiten schaltet ja der Netzbetreiber die Anlage nicht ab, sondern der Wechselrichter geht wegen Überspannung vom Netz.
Tja...

Die Feindbilder die Du da an die Wand malst, könnte man beliebig erweitern. Ich muss Dir sicher nicht aufzählen, wie viel Sportler, Manager oder auch Stromproduzenten unter diesem Gesichtspunkt der „Überbezahlung“ da ständig Steinhagel ausgesetzt wären. Glücklicherweise sind wir noch nicht so weit. In Frankreich hätte ich da schon eher Bedenken.


Das sind Idole bzw schwer greifbare Feindbilder. Die PV Anlage auf dem Acker ist es nicht. Vielleicht überdramatisiere ich hier auhc ein bißchen, aber ich will eindringlich davor warnen, zu glauben, dass die Bevölkerung da einfach so mitmacht.

da kannst Du Dich vorne hinstellen und was von m-o erzählen, wenn der Schreiner und der Bäcker und der Automobilbauer und Fritz Müller plötzlich 3ct/kWh nur für den Solarstrom bezahlen, dann ist es vorbei mit lustig.
(edit: wobei man ehrlicherweise ergänzen soll, dass die +5GW in 2010 bei 500TWh nicht privilegiertem letztverbrauch und 30ct/kWh Mehrkosten "nur" 0,3ct/kWh sind, die vattenfall Zahlen kommen mir also arg seltsam vor)
Wie es der Solarbranche (insbesondere den Solarteuren) helfen soll, wenn man dann vor der Wahl einen 1GW Deckel beschließt oder eine 30%ige Kürzung muss man mir noch erklären.
Das sind völlig reale Szenarien.

Wer schnell viele EE ins Stromnetz bekommen möchte, muss auch an die Stromverbraucher denken. Die PV Blase MUSS gestoppt werden, sonst ist da ganz schnell Schluss mit lustig.
Du kannst ja in Deiner Nachbarschaft mal nach der Schmerzgrenze frage. 30ct/kWh, 35ct/kWh... ?

Da sind wir locker in 10 Jahren, wenn wir mit PV weiter machen wie die letzten 6 Monate. Und sonderlich viel EE haben wir dann noch nicht im Netz, dafür weiß im Sommer dann keiner wohin mit dem Strom...

2GW pro Jahr, meinetwegen 3GW pro Jahr, das sollte für die nächsten 15-20 Jahre funktionieren und dann kommt das "Repowering" alter Anlagen und man hat vielleicht die nötigen Speicherkapazitäten aufgebaut. Das würde der lokalen PV Branche gut tun und es wäre noch Geld da für offshore Wind, Wind Repowering, Netzausbau, Nordseenetz und E-Auto Infrastrukturaufbau.

Einige Jahre PV Blase mit +5GW, + 7GW, usw... und all diese Chancen sind vertan.

Ich denk mir das ja nicht neu aus, ich hab Ende 2008 schon davor gewarnt, dass sich der deutsche Markt womöglich zu sehr überhitzt und btw ich habe auch davor gewarnt, dass sich die Akzeptanz sehr schnell wandelt und damit auch die Vergütungssätze.

PS:Noch eine Ergänzung zu den Feindbildern.

Schau Dir manche threads hier an.

"Ich will ne vernüftige Rendite. 8% reichen mir nicht, wenn da nur noch 2.000 Euro im Jahr rausspringen, dafür fass ich mein Dach nicht an"

"also nach 8 Jahren muss es sich schon amortisert haben, man hat ja schließlich ein Risiko"

"Strom wird teurer. Ooooh, da krieg ich ja ein ganz, ganz schlechtes Gewissen, nänänä nänänä..."

"Strompreissteigerung ist mir egal, meine Anlage wirft 'ne saftige Rendite ab und nach 20 Jahren mach ich mich autark mit meiner abbezahlten Anlage, dann können die anderen schauen wo sie bleiben."

Ist jetzt nicht wortwörtlich zitiert, doch ein Leser findet solche Beiträge in rauer Menge. Man versetze sich mal in denjenigen, der jeden Euro umdrehen muss und nun tatsächlich jährlich meinetwegen 50 Euro für Solarstrom bezhalt. Der mag ja sogar für die Sache sein, aber wenn man dann hier im Forum liest, wie einen die Leute verhöhnen, die an mir Geld verdienen.
Die Zeit der Idealisten ist vorbei, mittlerweile sind 90% der Neukäufer (bleiben noch 10% andere!) von Anlagen knallharte Egoisten, die die eigene Rendite um jeden Preis maximieren und denen die Gesellschaft aber sowas von scheißegal ist (die Umwelt übrigens auch).
Mir ist völlig klar, dass es die Rendite-Leute braucht, die Idealisten sind zuwenige und die haben auch zuwenig Geld. Aber mit diser Art von Betreibern sinkt auch die Akzeptanz in der Bevölkerung sehr schnell und die ist für die PV-Branche für noch viele, viele Jahre genauso überlebenswichtig wie die Sonne.
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Re: Wir haben den Strompreis um 10% verteuert

Beitragvon Betatester » 21.03.2010, 18:29

Abend zusammen,

@Cephalotus, was die Zubauraten angeht dürfte 2009 aber nun doch nicht so schlimm werden wie befürchtet.
Bis Nov. 2009 sollen 2,3 GW dazu gebaut worden sein. Gut da sollen noch nicht alle Anlagen drinne sein, aber mehr als 3 GW werden es 2009 wohl nicht mehr werden.

Was jetzt die 2010-Blase angeht, muss gesagt werden das das von der Schwarz-Gelben Regierung hausgemacht ist.
Wenn hier die Zubauraten über den Korridor gehen, hat das einzig und alleine die aktuelle Regierung zu verantworten, die nicht weiß was sie macht (bzw. will).

Ich kenne keinen (mit Ausnahme des SFV) der gegen eine vorgezogene Vergütungssenkung ist, die Frage ist ob die Höhe angemessen ist.

Was die Stimmung in der Bevölkerung angeht muss ich dir absolut Recht geben - da muss aufgepasst werden.
Aber hierbei stellt sich die Frage warum sich evtl. die Stimmung ändert.
Das geht nur wenn in den Medien gezielt Falschinformationen oder einseitige Argumente an den Mann gebracht werden.
Ich sehe inzwischen weit - weit mehr pro PV (EE) -Argumente als Gegenargumente - rein wirtschaftlich gesehen.
Rein vom Potential-Innovationskraft-Arbeitsplätze-etc. hätten wir die nächsten 30-40 Jahre gut zu tun !
Eine ECHTE Perspektive für Deutschland !

Was die Amortisation von Anlagen angeht, fühle ich mich angesprochen.
Dazu stehe ich weiterhin (gut OK - 10 Jahre sind auch aktzeptabel).

Denn mir hilft es gar nichts wenn das Modul nach 10 Jahren (oder früher) Probleme macht und der Hersteller nicht mehr existiert.
Achso --> Risiko eines Betreibers, da ist die Rendite (Risikoabsicherung) nicht wichtig.
Nicht falsch verstehen - die Auswüchse 2009 waren zum Teil nicht mehr gut !

Grüße

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Re: Wir haben den Strompreis um 10% verteuert

Beitragvon cephalotus » 21.03.2010, 18:51

Betatester hat geschrieben:Abend zusammen,

@Cephalotus, was die Zubauraten angeht dürfte 2009 aber nun doch nicht so schlimm werden wie befürchtet.
Bis Nov. 2009 sollen 2,3 GW dazu gebaut worden sein. Gut da sollen noch nicht alle Anlagen drinne sein, aber mehr als 3 GW werden es 2009 wohl nicht mehr werden.


die 2,3 GW standen im Anlagenkataster, ich würde mich sehr wundern, wenn der tatsächliche Zubau unter 3GW gewesen wäre.

Was jetzt die 2010-Blase angeht, muss gesagt werden das das von der Schwarz-Gelben Regierung hausgemacht ist.
Wenn hier die Zubauraten über den Korridor gehen, hat das einzig und alleine die aktuelle Regierung zu verantworten, die nicht weiß was sie macht (bzw. will).


Ich würde mal behaupten, dass ist dieTorschlusspanik. Man hat Angst, zu spät zu kommen und noch was vom Rendite-Kuchen zu verpassen.
Nach dem 1. Juli wirds weiter gehen, dann kann man vielleicht auch die Anlagen kaufen, die man eiegntlich haben möchte und nicht das Zeug, was auf Lager war.
Ob auch noch nach dem 1.1.11 wird sich zeigen.

Ich kenne keinen (mit Ausnahme des SFV) der gegen eine vorgezogene Vergütungssenkung ist, die Frage ist ob die Höhe angemessen ist.


Angemssen für was? Um den Zielkorridor von 3GW zu erreichen, da würde ich sagen, dass das passen könnte.

Genau wird mans' nur im Nachhinein wissen.

Was die Stimmung in der Bevölkerung angeht muss ich dir absolut Recht geben - da muss aufgepasst werden.
Aber hierbei stellt sich die Frage warum sich evtl. die Stimmung ändert.
Das geht nur wenn in den Medien gezielt Falschinformationen oder einseitige Argumente an den Mann gebracht werden.


So wie das BMU, das uns erzählt hat, dass die EEG Umlage langsam auf 2,irgendwas ct/kWh steigen wird und dann wieder zurück gehen wird bei 600MW PV Zubau pro Jahr.
Das war aber eine dicke Fehlinformation (Lüge?), die EEG Umlage wird deutlich höher steigen.
(es sei denn die fossilen Energieträger erleben eine Kostenexplosion)

Ich sehe inzwischen weit - weit mehr pro PV (EE) -Argumente als Gegenargumente - rein wirtschaftlich gesehen.
Rein vom Potential-Innovationskraft-Arbeitsplätze-etc. hätten wir die nächsten 30-40 Jahre gut zu tun !
Eine ECHTE Perspektive für Deutschland !


Ich will möglichst schnell möglicht viel EE in Deutschland. Da ist die derzeitige PV Zubaurate schädlich, weil man das Geld wonaders bräuchte, bei den Stromnetzen, off shore Wind, Speicher, Ladinfrastruktur für E-Autos, K-Bonus, usw...

Was die Amortisation von Anlagen angeht, fühle ich mich angesprochen.
Dazu stehe ich weiterhin (gut OK - 10 Jahre sind auch aktzeptabel).


Ist ja auch ok, Du musst das nicht gegenüber mir rechtfertige ich zahle auch 40ct/kWh Strom, wenn es dafür mit den EE flott voran geht. das musst Du denen erzählen, denen am Jahresende jeder Euro fehlt, das musst Du den Betrieben erzählen. Auch das sind Wähler.

Denn mir hilft es gar nichts wenn das Modul nach 10 Jahren (oder früher) Probleme macht und der Hersteller nicht mehr existiert.
Achso --> Risiko eines Betreibers, da ist die Rendite (Risikoabsicherung) nicht wichtig.
Nicht falsch verstehen - die Auswüchse 2009 waren zum Teil nicht mehr gut !


dann sind wir uns aj eh weitgehend einig.

Wie hoch die Kürzung nun sein -muss- weiß eh keiner. Man wird einfach einen Wert probieren müssen.

Ich persönlich hab die Kollektorformel im Kopf. 2006 gabs für 1kWh grob 50ct und eine kleine Anlage musste unter 5.000 Euro kosten. Jetzt kosten kleine Anlagen unter 3.000 Euro, da müssten doch grob 30ct/kWh auch funktionieren, noch dazu wo heute die Zinsen niedriger sind und bei gegebener Anlagengröße und gegebenem Geld die Eigenkapitalquote höher ist und es noch das Zuckerl beim Eigenverbrauch oben drauf gibt.
So gesehen müsste es auch in 2011 noch neue Anlagen geben, vielleicht dann nur noch 1,5GW so wie in 2006, wenn die Preise wirklich nicht fallen. Reich werden wird man damit als Betreiber nicht. Mir ist das ganz recht so.

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Re: Wir haben den Strompreis um 10% verteuert

Beitragvon Betatester » 21.03.2010, 19:18

Bins nochmal,

was den Stromverbrauch angeht, muss ich sagen das jeder dafür selber verantwortlich ist bzw. sehr viel Potential zum sparen vorhanden ist.


Wir brauchen für unser (zugegeben) schlecht gedämmtes Haus (mit Nachtspeicherheizung) etwa 10.000 kWh im Jahr - viel Strom...aber ist halt so- dachte ich.....

...bis ich an meinen Datenlogger mal den Hausverbrauch mit angeschlossen hab.

Mich hat´s halbert vom Stangerl gehauen, als ich im Winter den Stromverlauf gesehen hab.

verbrauch.jpg


Mittelfristig muss (werde) ich da was ändern - DANK der Photovoltaik (Datenlogger).....denn auch ICH spüre jede Preiserhöhung deutlich !

Grüße

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