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News über Photovoltaik und Solarstrom

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Beitragvon schnoerpel » 19.09.2009, 20:57

Überkapazität
Der Verbraucher finanziert die große Solarblase
Von David Schraven 19. September 2009, 16:22 Uhr

Die Solarindustrie war dank üppiger Subventionen für Unternehmen lange ein glänzendes Geschäft. Um von den noch hohen Vergütungen zu profitieren, wollen die Investoren so viele Anlagen wie möglich installieren – ohne Rücksicht auf Effizienz. Der Leidtragende ist der Verbraucher, der die Überkapazitäten finanziert.
[...]

http://www.welt.de/wirtschaft/article45 ... erbraucher

Die Frage die sich mir stellt ist unter anderem "Sind meine 20 Jahre auch garantiert wenn die Anlage jetzt noch ans Netz geht?"

[edit admin] Artikeltext entfernt
schnoerpel
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Beitragvon eggis » 19.09.2009, 23:16

Moin schnoerpel,

das ist halt "Die Welt". Das geht schon seit Jahren so, dass die Zeitung sich als Sprachrohr der Energiewitschaft betätig.

Alleine wenn man schon die sich immer wiederholenden Argument gegen die Photovoltaik liest, möchte man am liebsten weghören.


Wer ist Joachim Pfeiffer?
Joachim Pfeiffer ist seit 2002 im Bundestag und energiepolitischer Koordinator der CDU/CSU-Fraktion. Er ist Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Pfeiffer ist freiberufl icher kaufmännischer Berater. Er gehört zu jenen Mitgliedern des Bundestages, die ihren Beruf weiterhin zusätzlich zu ihrer Abgeordnetentätigkeit ausüben. Wie sein Kollege Hempelmann ist Pfeiffer Mitglied im Beirat der Hitachi Power Europe GmbH.
Pfeiffer kennt die Energiewirtschaft aus eigener Erfahrung gut. Von 1992
bis 1997 war er bei der Energie-Versorgung Schwaben AG (EVS) beschäftigt, die zum 1. Januar 1997 mit der Badenwerk AG zur EnBW fusionierte. Im Strommix der EnBW nimmt die Atomenergie mit 55 Prozent den größten Anteil ein. Seit 2006 ist Pfeiffer Lehrbeauftragter für Energiepolitik am Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) der Universität Stuttgart.
Joachim Pfeiffer ist ein vehementer Befürworter der Laufzeitverlängerung bei Atomkraftwerken: „Mit unserer Atompolitik sind wir keine Vorreiter, sondern die letzten Mohikaner.“ Ohne Unterscheidung zwischen Stromproduktion und Energieproduktion erklärte er am 18.01.2007 im Bundestag: „Wir können durch eine Verlängerung der Laufzeit der Kernkraftwerke erreichen, im Jahr 2020 60 Prozent des Stroms emissionsfrei zu erzeugen, nämlich 30 Prozent aus Kernenergie (Anmerkung von mir: ...derzeit haben wir ca. 24%) und 30 Prozent aus erneuerbaren Energien.“ In der ersten Beratung des Treibhausgas-Emissionshandelsgesetzes am 16.01.2004 im Bundestag sagte Pfeiffer: „Das (i.e. die Umsetzung der EU-Richtlinie zum Kyoto-Protokoll, d.A.) … bedeutet für die Industrie in Deutschland … eine Katastrophe; denn Deutschland trägt im Rahmen des europäischen Burden Sharing fast 75 Prozent aller zu erzielenden Einsparungen bei den CO2-Emissionen. Die Folge ist also eine einseitige Belastung der deutschen Wirtschaft. Das Ganze wird noch dadurch verschlimmert, dass Sie die Chancen, die die fl exiblen Instrumente Joint Implementation und Green Development Mechanism bieten würden, nicht eröffnen. Sie betreiben damit eine gezielte Deindustrialisierung Deutschlands.“

Quelle: Greenpeace - Schwarzbuch Klimaschutzverhinderer

schnoerpel hat geschrieben:Die Frage die sich mir stellt ist unter anderem "Sind meine 20 Jahre auch garantiert wenn die Anlage jetzt noch ans Netz geht?"

Diese Frage beantwortet meiner Meinung nach der letzte Satz aus dem zitierten Artikel.
Sie genießt Bestandsschutz, und die Millionen fließen weiter – so wie im Gesetz versprochen.

Die Bestandsschutz leitet sich aus der im Grundgesetz enhaltenen "Rechtsstaatlichkeit" ab. D.h. das man auf geltene gesetzliche Regelung auch in Zukunft vertrauen kann und vor "Willkür" geschütz ist. Ich glaube auch nicht, dass sich die Bundesregierung den Groll von 2 Mio. Anlagenbetreibern auf sich ziehen will. Ein nächträgliche Änderung die dann für Neuanlagen gilt ist durchaus denkbar.

PS: Ich denke einer der Moderatoren sollte, den Artikel herausnehmen und nur noch den Link zum Artikel stehen lassen. Printmedien sehen das nich gerne, wenn ihre Artikel ungefragt an anderer Stelle im Netz auftauchen. [edit admin] Danke für den Hinweis.
Mit sonnigen Grüßen
-eggis-

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Beitragvon schnoerpel » 20.09.2009, 13:10

Danke für den Hinweis und danke Admin!
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Beitragvon batome » 21.09.2009, 21:03

eggis hat geschrieben:das ist halt "Die Welt". Das geht schon seit Jahren so, dass die Zeitung sich als Sprachrohr der Energiewitschaft betätig.

Alleine wenn man schon die sich immer wiederholenden Argument gegen die Photovoltaik liest, möchte man am liebsten weghören.




Vielleicht sollte man mal lieber genau hinhören. Es sind nämlich keine Argumente gegen PV, sondern gegen eine überhöhte Förderung und gegen zu starken Zubau im "sonnenreichen" Deutschland.

Und es ist auch nicht nur ein Herr Pfeiffer, der sich hier für eine Kürzung der PV-Förderung einsetzt, nein, es gibt inzwischen eine breite Front aus Verbraucherschützern, Energieexperten und Politikern jeglicher Coleur, die ebenfalls für eine drastische EEG-Kürzung (bez. PV) plädieren:

Dagegen formiert sich Widerstand. Holger Krawinkel vom Bundesverband der Verbraucherzentralen warnt vor den „nicht hinnehmbaren“ Mehrkosten für die Bürger. Er fordert: „Das EEG muss geändert werden.“ Ähnliches verlangt Manfred Panitz vom Bundesverband der Energie-Abnehmer: „Die neue Bundesregierung muss die Subventionen für erneuerbare Energien unverzüglich senken.“

Bundespolitiker diskutieren bereits ernsthaft über eine Revision des Gesetzes. Aus Reihen der SPD wird kolportiert, es werde über eine außerplanmäßige Kürzung der Solarentgelte aus dem EEG nach den Wahlen nachgedacht. Offiziell will sich allerdings niemand aus der Partei äußern, um Umweltminister Gabriel nicht mitten im Wahlkampf in den Rücken zu fallen. Auch der energiepolitische Sprecher der CDU, Joachim Pfeiffer, fordert Änderungen des EEG. Er sagt: „Wir wollen uns das Gesetz nach der Wahl anschauen und die Vergütungen gegebenenfalls anpassen.“

http://www.welt.de/wirtschaft/article45 ... blase.html
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Beitragvon hadl » 21.09.2009, 21:51

Batome hat Folgendes geschrieben
Vielleicht sollte man mal lieber genau hinhören. Es sind nämlich keine Argumente gegen PV, sondern gegen eine überhöhte Förderung und gegen zu starken Zubau im "sonnenreichen" Deutschland.

Hallo Batome
Ich höre nun schon über 15 Jahre hin .Und immer wieder sind es die gleichen von der konventionellen Stromwirtchaft und ihren Hausjournalisten verbreiteten Parolen. Lobbyistische Querverbindungen sind so verzweigt, dass ihre Äste offenbar bis in unabhängige Organisationen hinein reichen. Ist Dir bekannt,dass gegenwärtig 63 Politiker und Staatssekretäre für die Energiewirtschaft tätig sind, Herr Pfeiffer z.B. ist im Beirat von Hitachi Power, die bauen konventionelle Kraftwerke. Schau mal hier:
http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/ ... olitik.pdf


Und wenn,s Dich interessiert wie die konventionellen Stromerzeuger zu den Erneuerbaren schon immer stehen, dann schau mal hier:
http://www.sfv.de/sob98440.htm
Unter Abwehraspekte grüner Angebote. Damals sollten grüne Angebote möglichst unattraktiv angeboten werden.
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Beitragvon firestarter » 21.09.2009, 21:59

Dagegen formiert sich Widerstand. Holger Krawinkel vom Bundesverband der Verbraucherzentralen warnt vor den „nicht hinnehmbaren“ Mehrkosten für die Bürger. Er fordert: „Das EEG muss geändert werden.“ Ähnliches verlangt Manfred Panitz vom Bundesverband der Energie-Abnehmer: „Die neue Bundesregierung muss die Subventionen für erneuerbare Energien unverzüglich senken.“

Bundespolitiker diskutieren bereits ernsthaft über eine Revision des Gesetzes. Aus Reihen der SPD wird kolportiert, es werde über eine außerplanmäßige Kürzung der Solarentgelte aus dem EEG nach den Wahlen nachgedacht. Offiziell will sich allerdings niemand aus der Partei äußern, um Umweltminister Gabriel nicht mitten im Wahlkampf in den Rücken zu fallen. Auch der energiepolitische Sprecher der CDU, Joachim Pfeiffer, fordert Änderungen des EEG. Er sagt: „Wir wollen uns das Gesetz nach der Wahl anschauen und die Vergütungen gegebenenfalls anpassen.“

gerad bei den Verbraucherschützern,
find ich es echt interessant...
Klar, man kann/soll ja ein kritisches Auge auf die Kosten für dei verbracuher auch in puncto EEG werfen.
...doch hat irgendwer von Euch davpn gehört,
dass die angekündigten Strompreiserhöhungen aktuell zu solcher Resonanz geführt haben? [wers nicht mitbekommen hat, die Netznutzungsentgelte steigen]...allein dieser Posten macht das 3 bis 5 fache der EEG Umlage aus.
Absolut betrachtet, sind auch die Strompreise (also innerer Wert), die Merhwertsteuer (dank CDU/CSU/SPD) auch stärker gestiegen.
Klar, die EE hatten ihren Anteil an der Strompreisentwicklung, aber einen verhältnismäßig kleinen, wenn ich mir die heutigen Strompreise anschau und mich an die alte Yellow-Regklame mit 19/19 zurückentsinne (19Grundgebühr/19pro kwh)...kaum 10 Jahre her und damals waren es noch DM
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Beitragvon batome » 21.09.2009, 23:27

Die Verwurstellungen der Politik mit der PV-Industrie sind sicherlich ebenfalls vorhanden. Aus dem Artikel geht doch hinreichend hervor, dass die Kritik an der zu hohen PV-Vergütung aus verschiedenen Lagern kommt. Und nicht jeder, der wagt an den überhöhten Vergütungen Kritik zu üben, ist ein Atomlobyist. Aktuelles Beispiel:
Der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Eurosolar und Umweltexperte der SPD, Hermann Scheer, sagte, die nun möglich gewordene schnellere Absenkung der Solarförderung zeige „den Erfolg des EEG“. In den vergangenen Monaten waren die Preise für Solarmodule um rund 30 Prozent gefallen. [...]
http://www.welt.de/wirtschaft/article45 ... ionen.html

Das Problem an den hohen PV-Vergütungen ist doch, dass sie nicht einfach gestoppt werden können (da sie 20 Jahre weiterlaufen) und dass sie den EEG-Strom erheblich verteuern. (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbar ... en_zum_EEG). Da muss rechtzeitig gegengesteuert werden, sonst läuft das Ganze völlig aus dem Ruder und schadet der gesamten Aktzeptanz des EEGs. Außerdem ist eine Konzentration des PV-Zubaus auf Deutschland nicht sinnvoll. Es gibt wesentlich sonnenreichere Länder mit wesentlich höheren Erträgen. Deshalb sollte auch nicht nur die Vergütung abgesenkt werden, sondern meines Erachtens auch der Zubau auf eine sinnvolle Höchstmenge (ca. 500-1000 MWp) gedeckelt werden.
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Beitragvon batome » 21.09.2009, 23:30

SPD-Mann Scheer sagte, dass EEG sei nicht dazu da, „dass sich einzelne eine goldene Nase verdienen.“

http://www.welt.de/wirtschaft/article45 ... ionen.html
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Beitragvon windl » 22.09.2009, 07:37

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Beitragvon eweri » 22.09.2009, 08:36

windl hat geschrieben:noch so ein Artikel

http://www.mmnews.de/index.php/20090922 ... doxon.html


Manoman, der ist Artikel ist cool - Polemik, Halbwahrheiten, Falschaussagen und am Ende auch keine Lösungsvorschläge :twisted:

Das sind diese Leute mit den Händen in den Taschen - wissen aber alles besser und bekommen doch nichts gebacken. Einfach reden lassen.

MfG
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