News über Photovoltaik und Solarstrom
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von GAST » 26.09.2009, 23:34
wesozell hat geschrieben:Hallo Gast
Dein Vorschlag wird so nicht funktionieren. Die gleiche Forderung könnten dann auch die Betreiber aller anderen Energieerzeugungsanlagen aufmachen. Ob Windkraft ,Wasserkraft oder auch die Kohle. Die jeweiligen Anlagen sollen ja gerade dort entstehen, wo sie rentabel sind. Außerdem ist die Sache weder verwaltungstechnisch beherrschbar,noch juristisch durchsetzbar. Dort wo sich Photovoltaik mit EEG nicht rechnet,gehört sie halt auch nicht hin.
Für Kohle nennt oder nannte sich das Kohlepfennig
Für Windräder gibt oder gab es ein unterschiedlich Vergütung für Anlagen auf Land, bzw. auf hoher See.
Die Inbetriebnahme von Windrädern und damit die höhe der Vergütung kann man "zentral" steuern....entweder man genehmigt neue Standorte, oder man genehmigt keine
Für PV sieht es da anders aus....da man die Module auf "jedes" Dach montieren darf wir es schwierig die Montage generell zu verbieten.
Aber wieso soll das verwaltungstechnisch nicht möglich sein??
Jede Gemeinde darf seine Gewerbesteuern selber bestimmen, da kann man den Gemeinden ja auferlegen nach Angabe im PVGIS (immer Süd, immer 30° z.b.) anhand einer Tabelle die Einspeisevergütung zu berechnen und zu veröffentlichen.
Die Zahlen müssten nur einmal errechnet werden, die jährliche Minderung für Neuanlagen ist ja prozentual für alle wieder gleich.
grüße
Jörg
"Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich, und dann gewinnst du." Mahatma Gandhi Die FDP hat nur 3% Befürworter in Deutschland verursacht aber 50% der Kosten im Bundeshaushalt !! Zitat von eggis!!
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von wesozell » 27.09.2009, 07:26
Hallo Gast
Du sagst es doch selber.
Solaranlagen kann mann nicht verbieten,aber wo sie sich nicht rechnen,verbieten sie sich von selber.
Eine Antenne im Bergwerk ist auch nur ein Haufen Schrott!
Außerdem reden wir alle vom Bürokratieabbau und dafür ist die gemeindebezogene Solarvergütung sicher nicht der richtige Weg.
Außerdem werden dann alle munter,die keine reinen Süddächer haben und wenn ein Gemeindebaum Schatten macht wird auch die Vergütung erhöht 
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von GAST » 27.09.2009, 08:04
wesozell hat geschrieben:Hallo Gast Du sagst es doch selber. Solaranlagen kann mann nicht verbieten,aber wo sie sich nicht rechnen,verbieten sie sich von selber. Außerdem werden dann alle munter,die keine reinen Süddächer haben und wenn ein Gemeindebaum Schatten macht wird auch die Vergütung erhöht 
Nein, ich sagte das die im PVGIS angegebene zu erwartende "Ernte" unter idealbedingungen zählt, das heißt genaue Südausrichtung bei ~30° Dachneigung.
Du solltest dann auch nur eine auf diesen Wert bezogene Vergütung bekommen, auch wenn du meinst dir auf deiner genauen Nordseite eine Fasadenanlage installieren zu müssen
Bei mir gibt PVGIS an das ich mit ~790kW je kWp rechnen kann (DN 45° ~45° Richtung SüdWest) und ich plane trotzdem eine Anlage!!! Ich brauche da keine 1200kW Ertrag um meinen Banker zu überzeugen  der kennt sich scheinbar mittlerweile damit aus!
Somit rechnen sich dann in Zukunft die Anlagen überall gleich....und Firmen die mir erzählen das ich bei meiner Lage mit konservativ ermittelten 900kW rechnen kann wird das Handwerk gelegt
grüße
Jörg
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von cephalotus » 27.09.2009, 09:48
GAST hat geschrieben: Nein, ich sagte das die im PVGIS angegebene zu erwartende "Ernte" unter idealbedingungen zählt, das heißt genaue Südausrichtung bei ~30° Dachneigung. Du solltest dann auch nur eine auf diesen Wert bezogene Vergütung bekommen, auch wenn du meinst dir auf deiner genauen Nordseite eine Fasadenanlage installieren zu müssen :wink:
Bei mir gibt PVGIS an das ich mit ~790kW je kWp rechnen kann...
Die Argumentation folgt Deinem ganz persönlichen Interesse nach mehr Rendite (bzw weniger Rendite für andere). So gesehen natürlich nachvollziehbar.
Sachlich "von außen" betrachtet sehe ich darin derzeit aber keine Vorteile. Volkswirtschaftlich gesehen erscheint es sinnvoller, 5GW PB zu 80% im Süden zu haben statt möglichst gleichmäßig verteilt.
Etwas anderes wäre es bei der Windkraft, wo durch die ungleichmäßige Verteilung neue kostenintesnive Netzinfrastruktur notwenig wird. Aber auch da bräcuhte es für mehr Widnkraft in Bayerun und Baden-Würtemberg keine besseer Vergütung, sondern eine Landespolitik, die Windkraft nicht verhindert.
Aber die derzeitige Windkraftverhinderungspolitik gemäß nimby* ist sowieso ein gravierendes Problem und wäre einen eigenen thread wert.
Wenn es im EEG angepasste Vergütungen bedarf dann im Bereich der Biogasanlagen, denn deren Einspeisung als Grundlast ist eine gewaltige Vergeudung an potentieller Regelleistung.
*) not in my backyard
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von solerling » 27.09.2009, 09:52
Halloo Gast
Und die von PVGIS ermittelten Werte sind das genaue Maß der Dinge...?
Diese Daten werden bestimmt auch wieder von einigen angezweifelt werden.
Ich würde mir bei günstigen Modulpreisen auch auf ein flaches Norddach ne Anlage bauen,auch wenn dabei weniger verdient wäre,was ja bei Deinen Vorstellungen gar nicht möglich wäre?
Gruß Josef
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von cephalotus » 27.09.2009, 09:59
zur Alterung von Photovoltaikanlagen.
Auch alte Module, die mittlerweile grausam aussehen (Glasbruch, browning, Zellenbruch, Veralgung, Delamination, etc...) sind meisten durchaus noch eingeschränkt leistungsfähig.
Siehe z.B:
http://www.volker-quaschning.de/artikel ... index.html
Von daher kann die gezeigte Anlage prinzipiell durchaus noch 90% bis 95% des Ertrags liefern (ob sie das tut weiß ich natürlich auch nicht)
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von GAST » 27.09.2009, 10:36
solerling hat geschrieben:Halloo Gast Und die von PVGIS ermittelten Werte sind das genaue Maß der Dinge...? Diese Daten werden bestimmt auch wieder von einigen angezweifelt werden. Ich würde mir bei günstigen Modulpreisen auch auf ein flaches Norddach ne Anlage bauen,auch wenn dabei weniger verdient wäre,was ja bei Deinen Vorstellungen gar nicht möglich wäre?
Gruß Josef
Nein, PVGIS ist bestimmt nicht das Maß der Dinge!! Das stimmt wohl, aber da die Daten aus der Vergangenheit stammen lassen sie sich schlechter manipulieren wie Daten die aktuell zusammengetragen werden. Die Argumentation folgt Deinem ganz persönlichen Interesse nach mehr Rendite (bzw weniger Rendite für andere). So gesehen natürlich nachvollziehbar.
Sachlich "von außen" betrachtet sehe ich darin derzeit aber keine Vorteile. Volkswirtschaftlich gesehen erscheint es sinnvoller, 5GW PB zu 80% im Süden zu haben statt möglichst gleichmäßig verteilt.
Etwas anderes wäre es bei der Windkraft, wo durch die ungleichmäßige Verteilung neue kostenintesnive Netzinfrastruktur notwenig wird. Aber auch da bräcuhte es für mehr Widnkraft in Bayerun und Baden-Würtemberg keine besseer Vergütung, sondern eine Landespolitik, die Windkraft nicht verhindert.
Aber die derzeitige Windkraftverhinderungspolitik gemäß nimby* ist sowieso ein gravierendes Problem und wäre einen eigenen thread wert.
Wenn es im EEG angepasste Vergütungen bedarf dann im Bereich der Biogasanlagen, denn deren Einspeisung als Grundlast ist eine gewaltige Vergeudung an potentieller Regelleistung.
Es geht nicht um meine persönliche Bereicherung, es geht nur darum das EEG zu retten und die mittlerweile immer mehr aufgehetzte Bevölkerung zu beruhigen.
Wenn hier jemand hört das ich in Deutschland 30% sichere Rendite (Propagander der BIG4 ) mit PV machen kann und daher die Stromrechnung 20% höher ist wie vor 10Jahren, dann werden die Stromkunden zu recht sauer das sie irgendwelchen Betreibern eine goldene Nase finanzieren.
Die Warheit sieht doch aber so aus das in vielen Regionen die Rendite nur bei den in der Kollektorformel angegebenen 5-8% liegt, was durchaus ausreicht die ANlage zu finanzieren und noch eine Belohnung für das Engagement ist.
Ich denke auch das man Biogasanlagen viel mehr zur Regelenergieerzeugung einsetzen soll und muss, Problem ist da allerdings eine vorgeschriebene Mindesterzeugungsleistung von ??MW, die innerhalb von 15 Minuten erfüllt sein muss.
Ob eine Biogasanlage das kann??
Ich habe vor ein paar Wochen einen Bericht über Biogasanlagen im Radio gehört, demnach haben die hier im Kreis Wesel installierten Anlagen im Schnitt 500kWel Leistung.
Gut, man kann natürlich 30 oder mehr Anlagen "zusammenlegen" um auf die geforderte Leistung zu kommen, aber ob das die Anlagen auch erfüllen können??
In den "Gärbecken" muss ja auch das Gas entstehen können, bzw. entstandenes Gas muss ja auch gespeichert und verbraucht werden können!
Zudem müssen die Betreiber dann entsprechend eine angepasste Bezahlung für ihre wesentlich aufwendigere Tätigkeit erhalten.
Bisher bekommen die Biogasanlagen ich meine 5,xct je kWh...das ist nur geringfügig mehr wie die Vergütung von konventionell in Großkraftwerken erzeugtem Strom.
gruß
Jörg
PS: Fakt ist es wird sich was tun, hoffen wir das man als kleiner PV-Anlagenbetreiber aber weiterhin mit dem EEG ein wenig Geld verdienen kann...und nicht nur als Großkonzern mit MW großen PV-Anlagen 
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von Betatester » 27.09.2009, 10:51
GAST hat geschrieben:Zudem müssen die Betreiber dann entsprechend eine angepasste Bezahlung für ihre wesentlich aufwendigere Tätigkeit erhalten. Bisher bekommen die Biogasanlagen ich meine 5,xct je kWh...das ist nur geringfügig mehr wie die Vergütung von konventionell in Großkraftwerken erzeugtem Strom.
Wo steht den das ?
So billig ist Biogas nun auch nicht
Ich dachte früher auch Biogas ist billig.
__
Wer geschickt alle Möglichkeiten nutzt bekommt bei kleinen Anlagen weit über 20 Cent für die kWh.
Die ganz großen Anlagen bekommen etwa 10 Cent/kWh mit KWK.
Beta
Zuletzt geändert von Betatester am 27.09.2009, 10:55, insgesamt 1-mal geändert.
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von firestarter » 27.09.2009, 10:53
Wenn hier jemand hört das ich in Deutschland 30% sichere Rendite (Propagander der BIG4 ) mit PV machen kann und daher die Stromrechnung 20% höher ist wie vor 10Jahren, dann werden die Stromkunden zu recht sauer das sie irgendwelchen Betreibern eine goldene Nase finanzieren.
na dann,
erfordert das mal ein bissl Aufklärungsarbeit
EEG und KWK sind nicht die Preistreiber
...konventioneller Strom,
Merhwertsteuer,
Netznutzungsgebühren,
sind die wahren kostenverursacher (zumindest stärkere als EEG)
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von cephalotus » 27.09.2009, 11:10
GAST hat geschrieben: Es geht nicht um meine persönliche Bereicherung, es geht nur darum das EEG zu retten
dann ergibt die Argumentation aber keinen Sinn. und die mittlerweile immer mehr aufgehetzte Bevölkerung zu beruhigen. Wenn hier jemand hört das ich in Deutschland 30% sichere Rendite (Propagander der BIG4 ) mit PV machen kann und daher die Stromrechnung 20% höher ist wie vor 10Jahren, dann werden die Stromkunden zu recht sauer das sie irgendwelchen Betreibern eine goldene Nase finanzieren. Die "aufgehetzte" Bevölkerung wird dann aber nicht durch irgendwelche Preismodelle im EEG beruhigt *) (die PV Strom teurer statt billiger machen würden), sondern dadurch, dass man so einen fachlichen Blödsinn wie den hier zitierten erst garnicht in die Medien lässt. Wie wenn das EEG (geschweige denn PV alleine) zu einer 20%igen Strompreiserhöhung geführt hätte. Ich denke auch das man Biogasanlagen viel mehr zur Regelenergieerzeugung einsetzen soll und muss, Problem ist da allerdings eine vorgeschriebene Mindesterzeugungsleistung von ??MW, die innerhalb von 15 Minuten erfüllt sein muss. Ob eine Biogasanlage das kann??
Das geht nicht über die EEX, sondern über Boni. Ein K-Bonus fürs EEG wurde bereits ausführlichb diskutiert, eine umfangreiche Entwurfsfassung dazu hat schon existiert (hab ich selbst gelesen), aber schlussendlich kam das halt (noch) nicht In den "Gärbecken" muss ja auch das Gas entstehen können, bzw. entstandenes Gas muss ja auch gespeichert und verbraucht werden können!
es gibt da verschiedene Ansätze. Einer davon wäre auch, das Biogas als Bioerdgs ins Gasnetz einzuspeisen und es dann effizienter an anderer Stelle zu nutzen. Zudem müssen die Betreiber dann entsprechend eine angepasste Bezahlung für ihre wesentlich aufwendigere Tätigkeit erhalten. Bisher bekommen die Biogasanlagen ich meine 5,xct je kWh...das ist nur geringfügig mehr wie die Vergütung von konventionell in Großkraftwerken erzeugtem Strom.
Du musst mal die ganzen Boni aufaddieren, KWK Bonus, Nawaro Bonus, Gülle Bonus, Technologie Bonus, etc. pp....
Am Ende stehen da ganz andere Vergütungssätze.
---
*) die Leute lesen doch nicht mal Gesetze, über die sie sich aufregen. Wieviele der EEG gegner haben wohl schon jemals auch nur einen Blick auf das EEG geworfen. Gleiches gilt auch gerade aktuell für das "Glühlampenverbot".
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