Optimierter Farbstoff und neuer Elektrolyt sorgen für 13 Prozent Wirkungsgrad.

Die "Grätzel-Zelle" ist eine faszinierende und populäre Alternative zu den herkömmlichen Siliziumsolarzellen.
Forscher haben die beiden Hauptkomponenten (Farbstoff und Elektrolyt), verbessert und damit einen wissenschaftlichen Durchbruch erzielt.
Sie konnten einen zinkhaltigen Farbstoff synthetisierten, der das Licht über den ganzen sichtbaren Bereich des Spektrums absorbiert. Nur um 550 Nanometer ist das Absorptionsvermögen etwas verringert, so dass die Zelle grünlich schimmert.
Zudem haben Grätzel und seine Mitarbeiter den Elektrolyten entscheidend verbessert. Sie haben das bisher unentbehrlich scheinende Jod durch Kobaltkomplexe ersetzt, in denen das Kobaltion zwei- oder dreifach geladen ist. Das Redoxpotential dieser beiden Ionisierungszustände ist um 185 Millivolt größer als das der Jodionen. Dadurch konnte die beleuchtete Solarzelle eine deutlich höhere elektrische Spannung von 965 Millivolt erreichen.
Sie erreichten einen Wirkungsgrad von 12,3 Prozent bei einer Lichtintensität von 995 Watt pro Quadratmeter.
Bei 500 Watt pro Quadratmeter liegt der Wirkungsgrad sogar über 13 Prozent.
220 Stunden intensive Sonneneinstrahlung änderte die Eigenschaften der Solarzellen nur geringfügig.
Zukunftsaussichten der Forscher: „Diese Ergebnisse sind ein fruchtbarer Boden für die weitere Forschung. Dabei konzentrieren wir uns darauf, einen linearen Response des Photostroms auf volles Sonnenlicht zu erzielen. Wirkungsgrade von über 13 Prozent sollten sich dann unter Normalbedingungen erreichen lassen.“






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