USA: 24 GWp an Grossprojekten in der Pipeline

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USA: 24 GWp an Grossprojekten in der Pipeline

Beitragvon Spekulatius » 13.09.2011, 10:12

24 GWp in den Startlöchern in den "ewiggestrigen" Staaten von Amerika:

http://www.pv-magazine.com/news/details ... 100004292/

Der Artikel spricht auch eine Wahrheit an, vor der man sich nicht verstecken sollte: Die Elastizität der Marktnachfrage. Die Preiseinbrüche der jüngsten Vergangenheit lassen die Nachfrage exponential wachsen. Analysten rechnen heuer mit etwa 2GWp Zubau in den Staaten. So wie es ausschaut werden wir 2012 locker eine Verdopplung hinkriegen. Es wäre nicht überraschend wenn die USA sich nächstes Jahr schon zum grössten Markt entwickeln.

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Re: USA: 24 GWp an Grossprojekten in der Pipeline

Beitragvon superhaase » 13.09.2011, 10:19

Nötig hätten sie es.
10.08 kWp mit 48 Sanyo HIP210, 1 Sunways NT6000 und 1 Sunways NT5000. Flachdachgestell mit 20°. Inbetriebnahme 13.7.2006.
http://www.sonnenertrag.eu/de/weiden/superhaase/717/447
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Re: USA: 24 GWp an Grossprojekten in der Pipeline

Beitragvon diesonnelacht » 13.09.2011, 10:53

Erfreulich! Nun ja, bei den USA wäre das schon lange nicht überraschend gewesen, um nicht zu sagen: Es wird Zeit. Wenn dort halb so viel wie in Europa installiert wird, reden wir weiter.

Das hier finde ich noch erfreulicher (bei allen Vorbehalten ggü. Studien von Unternehmensberatungen - wie macht man eine "repräsentative Online-Umfrage"?): 5 GWp pro Jahr wären damit sicher.

http://www.batten-company.com/uploads/m ... ergien.pdf
"Über 2,1 Millionen deutsche Hausbesitzer planen in den nächsten 24 Monaten die Anschaffung einer Solaranlage für durchschnittlich 12.000 Euro. Das rechnerische Potenzial in den nächsten beiden Jahren liegt bei bis zu 25 Milliarden Euro. rstmals spielt die Höhe der staatlich garantierten Einspeisevergütungen dabei eine untergeordnete Rolle. 75 Prozent der interessierten Eigenheimbesitzer beziehen die Entwicklung der Einspeisvergütungen nur noch bedingt bis gar nicht nicht mehr in ihre Kaufentscheidung ein."
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Re: USA: 24 GWp an Grossprojekten in der Pipeline

Beitragvon irgendwer » 13.09.2011, 10:59

24 GWp in den Startlöchern in den "ewiggestrigen" Staaten von Amerika:

Analysten rechnen heuer mit etwa 2GWp Zubau in den Staaten.


Wie erklärt sich eigentlich diese hohe Differenz?
(Eine PV-Anlage benötigt ja nicht Jahre von Planung bis zur Fertigstellung.)
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Re: USA: 24 GWp an Grossprojekten in der Pipeline

Beitragvon diesonnelacht » 13.09.2011, 11:07

Die "Pipeline" geht ja bis, sagen wir, 2014.

2012: 6 GW
2013: 8 GW
2014: 10 GW
und jedes Jahr werden ein paar Projekte noch nach hinten geschoben und andere kommen neu 'rein.
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Re: USA: 24 GWp an Grossprojekten in der Pipeline

Beitragvon PV-Berlin » 13.09.2011, 11:49

Die Modulpreise, also deren rapider Rückgang, hat den Druck bzw. Anreiz erhöht Anlagen in den USA abzusetzen. Das installierte kWp ist immer noch Jenseits von Gut und Böse. Das Nadelöhr für einen echten Ausbau (Verhältnis zu Möglichkeiten und Marktvolumen) ist ein funktionierender Wettbewerb unter Solarteuren, Projektentwicklern und Händlern. Selbst bei einem Preis von 0,0 Cent je Wp (Modul) gerechnet auf dem US Markt, sind die effektiven Preise immer noch über denen, der besten Solarteure in D. In Anbetracht des chronischen Qualifikationsdefizit des US "Handwerks" und den seltsamen Strukturen (z.B. Gewerkschaft) dauert es bestimmt noch einige Zeit, bis genug qualifizierte Spieler am Markt agieren. Bis dahin treibt der Unfug über direkte Subventionen sein Unwesen und führt zu Großprojekten deren alleinige Rechte bald mehr wert sind, als der Bau im Grunde kosten wird.

Wenn man das Problem kurzfristig eliminieren könnte, dann sehe ich o.g. Zahl als Untergrenze des jährlichen Zubaus in den USA.

Die Administration sollte die direkten Subventionen sofort streichen anstatt dessen 50.000 geeigneten Leuten je 200.000,- $ in die Hand drücken.
Einzige Bedingungen: Sie müssen im Thema Nachhaltigkeit agieren und wenigstens 1 Mitarbeiter einstellen. Erlass der Schulden, wenn die Steuerzahlungen der Betreffenden innerhalb von 5 Jahren den Auszahlungsbetrag um den Faktor 5 übersteigen *Lohn und Unternehmenssteuern. Das wären nur lumpige 10 Mrd. US $ an Investitionen. Die aber schon im ersten Jahr volkswirtschaftlich gesehen locker eingespielt würden.

Gebäudedämmung; Energieeffizienz;PV und ST;WKA und ähnliches

Die USA sind das einzige Land der Welt, welches sich in jedem Moment nach dem Münchhausenprinzip selbst aus jedem erdenklichen Schlamassel ziehen könnte.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: USA: 24 GWp an Grossprojekten in der Pipeline

Beitragvon Spekulatius » 14.09.2011, 00:11

PV-Berlin hat geschrieben:Die Modulpreise, also deren rapider Rückgang, hat den Druck bzw. Anreiz erhöht Anlagen in den USA abzusetzen. Das installierte kWp ist immer noch Jenseits von Gut und Böse. Das Nadelöhr für einen echten Ausbau (Verhältnis zu Möglichkeiten und Marktvolumen) ist ein funktionierender Wettbewerb unter Solarteuren, Projektentwicklern und Händlern. Selbst bei einem Preis von 0,0 Cent je Wp (Modul) gerechnet auf dem US Markt, sind die effektiven Preise immer noch über denen, der besten Solarteure in D. In Anbetracht des chronischen Qualifikationsdefizit des US "Handwerks" und den seltsamen Strukturen (z.B. Gewerkschaft) dauert es bestimmt noch einige Zeit, bis genug qualifizierte Spieler am Markt agieren. Bis dahin treibt der Unfug über direkte Subventionen sein Unwesen und führt zu Großprojekten deren alleinige Rechte bald mehr wert sind, als der Bau im Grunde kosten wird.

Wenn man das Problem kurzfristig eliminieren könnte, dann sehe ich o.g. Zahl als Untergrenze des jährlichen Zubaus in den USA.

Die Administration sollte die direkten Subventionen sofort streichen anstatt dessen 50.000 geeigneten Leuten je 200.000,- $ in die Hand drücken.
Einzige Bedingungen: Sie müssen im Thema Nachhaltigkeit agieren und wenigstens 1 Mitarbeiter einstellen. Erlass der Schulden, wenn die Steuerzahlungen der Betreffenden innerhalb von 5 Jahren den Auszahlungsbetrag um den Faktor 5 übersteigen *Lohn und Unternehmenssteuern. Das wären nur lumpige 10 Mrd. US $ an Investitionen. Die aber schon im ersten Jahr volkswirtschaftlich gesehen locker eingespielt würden.


Ich sehe das anders. PV zu installieren ist kein Hexenwerk, fragen sie die Spanier oder Tschechen, die binnen weniger Monate GWs zusammen geschustert haben. Die USA haben genügend Elektro- und Dachfirmen um locker ein Wachstum von 200% p.a. in PV zu stemmen.

Die Anlagenpreise in den USA sind so hoch weil die Subventionen so hoch sind. Neben dem 30% Steuererlass auf Bundebene kommen noch Zuschüsse auf Länder und Kommunalebene hinzu. Reichlich Fett für alle, vor allem für die Leasinganbieter für Dachanlagen.

Losgelöst davon gibt es aber schon zusätzliche Kostenbelastungen. Der grösste Flaschenhals und Softkostenblock ist ist die Vielfalt an Bau- und Installationsvorschriften, die nicht nur auf Länder- sondern auch auf Kommunalebene unterschiedlich sind. Vielerorts müssen die Anlagen von der lokalen Feuerwehr genehmigt und per Inspektion abgenommen werden (bringen Sie das bitte bei 3kWp unter). Zur Zeit laufen viele Bemühungen um die Genehmigungsverfahren für Solaranlagen zu vereinfachen.

Einen Vorteil hat der ganze Wirrwarr an Förder- und Genehmiungssystemen: Der PV-Markt in den USA ist nicht so stark anfällig gegen einzelne Gesetzesänderungen (wie z.B. in Spanien) und kann daher viel solider und nachhaltiger wachsen.

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