PV-Berlin hat geschrieben:Die Modulpreise, also deren rapider Rückgang, hat den Druck bzw. Anreiz erhöht Anlagen in den USA abzusetzen. Das installierte kWp ist immer noch Jenseits von Gut und Böse. Das Nadelöhr für einen echten Ausbau (Verhältnis zu Möglichkeiten und Marktvolumen) ist ein funktionierender Wettbewerb unter Solarteuren, Projektentwicklern und Händlern. Selbst bei einem Preis von 0,0 Cent je Wp (Modul) gerechnet auf dem US Markt, sind die effektiven Preise immer noch über denen, der besten Solarteure in D. In Anbetracht des chronischen Qualifikationsdefizit des US "Handwerks" und den seltsamen Strukturen (z.B. Gewerkschaft) dauert es bestimmt noch einige Zeit, bis genug qualifizierte Spieler am Markt agieren. Bis dahin treibt der Unfug über direkte Subventionen sein Unwesen und führt zu Großprojekten deren alleinige Rechte bald mehr wert sind, als der Bau im Grunde kosten wird.
Wenn man das Problem kurzfristig eliminieren könnte, dann sehe ich o.g. Zahl als Untergrenze des jährlichen Zubaus in den USA.
Die Administration sollte die direkten Subventionen sofort streichen anstatt dessen 50.000 geeigneten Leuten je 200.000,- $ in die Hand drücken.
Einzige Bedingungen: Sie müssen im Thema Nachhaltigkeit agieren und wenigstens 1 Mitarbeiter einstellen. Erlass der Schulden, wenn die Steuerzahlungen der Betreffenden innerhalb von 5 Jahren den Auszahlungsbetrag um den Faktor 5 übersteigen *Lohn und Unternehmenssteuern. Das wären nur lumpige 10 Mrd. US $ an Investitionen. Die aber schon im ersten Jahr volkswirtschaftlich gesehen locker eingespielt würden.
Ich sehe das anders. PV zu installieren ist kein Hexenwerk, fragen sie die Spanier oder Tschechen, die binnen weniger Monate GWs zusammen geschustert haben. Die USA haben genügend Elektro- und Dachfirmen um locker ein Wachstum von 200% p.a. in PV zu stemmen.
Die Anlagenpreise in den USA sind so hoch weil die Subventionen so hoch sind. Neben dem 30% Steuererlass auf Bundebene kommen noch Zuschüsse auf Länder und Kommunalebene hinzu. Reichlich Fett für alle, vor allem für die Leasinganbieter für Dachanlagen.
Losgelöst davon gibt es aber schon zusätzliche Kostenbelastungen. Der grösste Flaschenhals und Softkostenblock ist ist die Vielfalt an Bau- und Installationsvorschriften, die nicht nur auf Länder- sondern auch auf Kommunalebene unterschiedlich sind. Vielerorts müssen die Anlagen von der lokalen Feuerwehr genehmigt und per Inspektion abgenommen werden (bringen Sie das bitte bei 3kWp unter). Zur Zeit laufen viele Bemühungen um die Genehmigungsverfahren für Solaranlagen zu vereinfachen.
Einen Vorteil hat der ganze Wirrwarr an Förder- und Genehmiungssystemen: Der PV-Markt in den USA ist nicht so stark anfällig gegen einzelne Gesetzesänderungen (wie z.B. in Spanien) und kann daher viel solider und nachhaltiger wachsen.
Der Spekulatius

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