News über Photovoltaik und Solarstrom
Moderator: Mod-Team
von Spekulatius » 31.10.2011, 18:06
Die britische Solarindustrie is not amused: http://www.solarpowerportal.co.uk/news/ ... line_5478/Für Anlagen unter 4kWp sinkt der Tarif von 43,4 pence auf 21 pence (in etwa 24,3€Cent). Allerdings bekommt man diesen Tarif rein für das Erzeugen der Elektrizität. Das eigentliche Einspeisen in das Netz bringt 3,1 pence zusätzlich, also insgesamt 24,1 pence (27,9€Cent). Der Tarif läuft über 25 Jahre, ist Inflationsindeziert, und ist steuerfrei. Frage an die Experten, ist das im teueren UK machbar? London hat in etwa die Einstrahlung von Mitteldeutschland. Ich denke die junge PV-Industrie wird es enorm schwer haben, mit diesen Tarifen zu leben, da jede Kostenposition runtergeprügelt werden muss. Was sagen die Experten? Der Spekulatius 
Keine Gewähr auf Seriösität. Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.
-

Spekulatius
- Forumsinventar

-
- - Threadstarter -
-
- Beiträge: 3255
- Registriert: 12.12.2009, 13:54
- Info: Interessent
von open source energy » 31.10.2011, 18:14
Spekulatius hat geschrieben:Die britische Solarindustrie is not amused: http://www.solarpowerportal.co.uk/news/ ... line_5478/Für Anlagen unter 4kWp sinkt der Tarif von 43,4 pence auf 21 pence (in etwa 24,3€Cent). Allerdings bekommt man diesen Tarif rein für das Erzeugen der Elektrizität. Das eigentliche Einspeisen in das Netz bringt 3,1 pence zusätzlich, also insgesamt 24,1 pence (27,9€Cent). Der Tarif läuft über 25 Jahre, ist Inflationsindeziert, und ist steuerfrei. Frage an die Experten, ist das im teueren UK machbar? London hat in etwa die Einstrahlung von Mitteldeutschland. Ich denke die junge PV-Industrie wird es enorm schwer haben, mit diesen Tarifen zu leben, da jede Kostenposition runtergeprügelt werden muss. Was sagen die Experten? Der Spekulatius 
Wo ein Wille ist ist auch ein Weg. Ich kenne die Rahmenbedingungen nicht für die Peripherie. Das größte "Problem" in UK sehe ich so oder so, darin, dass die Verbindung zum Eigenheim nicht so groß ist wie bei uns!
------------------------- "Sonnenenergie steht für alle gleichermaßen zur Verfügung, es geht nur noch um die richtige und effiziente Nutzung" Orange Solar GmbH - Ihr TÜV zertifizierter Anbieter von schlüsselfertigen Solaranlagen
-

open source energy
- Forum Genie

-
- Beiträge: 6264
- Registriert: 09.08.2010, 11:01
- PV-Anlage [kWp]: 930
- Info: Solarteur
-
von Theoden » 31.10.2011, 18:23
Im Südwesten Englands, z.B. in Cornwall (Stichwort Rosamunde Pilcher), sind Erträge von über 1.100 kwh/kwp möglich. Da sollten doch 28 Cent ein gutes Auskommen ermöglichen. Bei uns geht das ja auch! Zudem haben wir keine Inflationsanpassung, die dort noch obendrauf kommt. Also eigentlich nur überfällig, diese Kürzung.
Für größere Anlagen dürfte allerdings das Licht ausgehen, da mit der Größe der Anlage die Vergütung doch sehr stark absinkt.
Beste Grüße, Theoden
-

Theoden
- Fleißiges Mitglied

-
- Beiträge: 377
- Registriert: 08.02.2009, 01:14
- Wohnort: Nördliche Bergstraße
- Info: Betreiber
von Farmjanny » 31.10.2011, 19:24
Warum gibt es da fürs Einspeisen einen höheren Bonus und bei uns fürs Selbstverbrauchen? Bei uns soll doch, soweit ich weiss, die Netzintegration durch z.B. bei Sonne angestellte Waschmaschinen erleichtert werden. Welches Ziel verfolgt UK?
Grüße von der Küste Farmjanny
29,94 kW Firstsolar mit 3x SMA 9000TL in 2009 SSO 30,00 kW Firstsolar mit 1x8000 u 2x9000 in 2011 WSW
-
Farmjanny
- Fleißiges Mitglied

-
- Beiträge: 349
- Registriert: 06.08.2009, 21:30
- Wohnort: bei Cuxhaven
- PV-Anlage [kWp]: 59,94
- Info: Betreiber
von Spekulatius » 31.10.2011, 19:40
Farmjanny hat geschrieben:Warum gibt es da fürs Einspeisen einen höheren Bonus und bei uns fürs Selbstverbrauchen? Bei uns soll doch, soweit ich weiss, die Netzintegration durch z.B. bei Sonne angestellte Waschmaschinen erleichtert werden. Welches Ziel verfolgt UK?
Nein, der Anreiz zum selber verbrauchen ist höher. Man bekommt erst einmal 21 pence nur für die Erzeugung des Stromes, gleichwohl ob man den Strom selber verbraucht oder einspeist. Wenn man den Strom Einspeist gibt es nochmal 3,1 cent drauf. Wenn man den Strom selbst verbraucht spart man sich den Haushaltstarif, das wären also in etwa 8 pence drauf auf die 21 pence, i.e. 29 pence insgesamt. Das Gute an der Gesetzgebung in UK ist dass sie jetzt sehr stark auf Eigenverbrauch ausgerichtet ist (Minianlagen <4kW mit maximalem Anreiz für Eigenverbrauch). Der Spekulatius  P.D. Für grosse Freiflächenkraftwerken entsteht zudem eine Hintertür, da die Regierung den Betreibern die Möglichkeit gibt statt der Einspeisevergütung auf das Vergütungsmodell von Offshore Wind in der selben Höhe zuzugreifen. Die Vergütung setzt sich zusammen aus 2 Grünstromzertifikaten + Börsenpreis, womit man in etwa bei €0,17/kWh landet, i.e. in etwa gleichauf mit DE. Damit sind die Weichen gesetzt damit PV auch in UK Offshore platt macht. Das könnte für PV einen gewaltigen Markt bedeuten!
Keine Gewähr auf Seriösität. Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.
-

Spekulatius
- Forumsinventar

-
- - Threadstarter -
-
- Beiträge: 3255
- Registriert: 12.12.2009, 13:54
- Info: Interessent
von PV-Berlin » 01.11.2011, 12:20
Sicherlich unterschätzen wir den enormen Erfahrungsschatz, den sich viele Solarteure, Händler usw. in D. erworben haben. Zudem ist die Finanzierung in UK bei selbstgenutzten Wohnraum ungleich anfälliger für Zinsausschläge und eine besondere Unart der Angelsachsen ist es, alles was geht voll zu machen (Grundbuch) Die Verschuldungsquote in UK der normalen privaten Haushalte ist gigantisch hoch.
Deshalb glaube ich zwar an einem Markt, der aber weit schwieriger aufzubohren sein wird, als es die doch recht üppige Vergütung uns glauben läßt.
Der Meister Spekulatius hat insoweit recht, dass die Großanlagen dank des Andocken s an Offshore einen Knall auslösen könnten. Es wäre ja nicht so, als ob es kein Land geben würde, dass für normale Landwirtschaft sonderlich gut geeignet ist. Meist lieg das in Händen enorm Vermögender. Bei Projekten im Multi-Mega Bereich, kann man sich Kompetenz auch aus D. einkaufen, so dass hier blitz schnell Produktivitätssteigerungen kommen können. In 2012 ist Freifläche ja so gut wie tot, die Löhne in D. sind sehr gering, das Klima in UK läßt 365 Tage im Jahr den Bau von Anlagen zu und die "Lords" verfügen über faktisch unendliche Geldvermögen, die oft auch relativ niedrig verzinst angelegt sind.
Man kann ja mal nachrechnen was geht, wenn man 17 Cent und 1.000 kWh ansetzt. Das Land kostet nix. In UK gibt es die in D. seltene Mischung aus viel Land und noch viel mehr Geld.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
-

PV-Berlin
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 5118
- Registriert: 30.06.2010, 12:27
- Wohnort: Berlin
- PV-Anlage [kWp]: 1
- Info: Betreiber
von cephalotus » 01.11.2011, 13:28
die Vergütung ist insbesondere bei Selbstnutzung noch immer deutlich höher als in Deutschland.
Warum sollte man so keine PV Installation zustande bringen können?
Ich gehe weiterhin davon aus, dass es auch in U/k den ein oder anderen Eigenheimbesitzer gibt, der eine <4kWp Anlage noch aus Eigenmitteln finanzieren kann, das sind ja Größenordnungen, da kaufen sich manche einen Fernseher.
24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp
-

cephalotus
- Moderator
-
- Beiträge: 2644
- Registriert: 06.04.2006, 22:07
- PV-Anlage [kWp]: 4,92
- Info: Betreiber
von open source energy » 01.11.2011, 14:37
cephalotus hat geschrieben:die Vergütung ist insbesondere bei Selbstnutzung noch immer deutlich höher als in Deutschland.
Warum sollte man so keine PV Installation zustande bringen können?
Ich gehe weiterhin davon aus, dass es auch in U/k den ein oder anderen Eigenheimbesitzer gibt, der eine <4kWp Anlage noch aus Eigenmitteln finanzieren kann, das sind ja Größenordnungen, da kaufen sich manche einen Fernseher.
Ganz so einfach ist es nicht. Denn die Menschen "ticken" oftmals anders als wir hier in Deutschland. Wir sehen das auch in Canada, dort sind die Vergütungen mit 80 CAN$ Cent sehr hoch und obendrein noch die Erträge, aber dennoch kommt der MICRO Fit Anlagenbereich nicht in dem Maße in Gange wie sich das viele erhofft haben.
------------------------- "Sonnenenergie steht für alle gleichermaßen zur Verfügung, es geht nur noch um die richtige und effiziente Nutzung" Orange Solar GmbH - Ihr TÜV zertifizierter Anbieter von schlüsselfertigen Solaranlagen
-

open source energy
- Forum Genie

-
- Beiträge: 6264
- Registriert: 09.08.2010, 11:01
- PV-Anlage [kWp]: 930
- Info: Solarteur
-
von CFAR » 01.11.2011, 15:05
Das mag ein psychologischer Effekt sein. Rein rechnerisch sollte man heutzutage eigentlich nur noch LED-Leuchtmittel kaufen. Eine Glühlampe mit 40 Watt kostet etwa 50 Ct. während eine vergleichbare LED-Lampe mit gleichen Leuchteigenschaften von Osram nicht mal mehr 20 Euro kostet. Das ist zwar 40 mal mehr, aber die LED-Lampe hält mindestens 25x länger und verbraucht mindestens 80 % weniger elektrische Energie. Bei 1000 Stunden hat die Glühbirne 40 kWh Strom verbraten, also schon bei heutigen Strompreisen 8,40 Euro, während die LED bei 1,68 Euro liegt. Bei 5000 Stunden hat man bereits für 2,50 Glühbirnen gekauft und 42 Euro an Strom verheizt, wöhrend der LED-Nutzer bei 28,40 Euro liegt. Bei manchen Anwendungen kann sich die Investition innerhalb von 2 Jahren rechnen, d.h. aus 19,50 Euro Invest werden 16,10 Euro eingespart! Dennoch horten auch heute noch viele Menschen Glühbirnen oder greifen zum Sondermüll Quecksilberleuchtstofflampe, obwohl die Rendite auf vielleicht zwei Jahre betrachtet allein über 80% beträgt. Kein Wunder also, warum sich PV auch dort schwer tut, wo sie eigentlich hoch profitabel ist.
Sag Ja zu PV, aber Nein zum EEG! Sorry für die Tippfehler, ich bin Tabletuser.
-
CFAR
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 1400
- Registriert: 28.08.2011, 10:49
- Info: Interessent
von GAST » 02.11.2011, 19:59
CFAR hat geschrieben:Das mag ein psychologischer Effekt sein. Rein rechnerisch sollte man heutzutage eigentlich nur noch LED-Leuchtmittel kaufen. Eine Glühlampe mit 40 Watt kostet etwa 50 Ct. während eine vergleichbare LED-Lampe mit gleichen Leuchteigenschaften von Osram nicht mal mehr 20 Euro kostet. Das ist zwar 40 mal mehr, aber die LED-Lampe hält mindestens 25x länger und verbraucht mindestens 80 % weniger elektrische Energie. Bei 1000 Stunden hat die Glühbirne 40 kWh Strom verbraten, also schon bei heutigen Strompreisen 8,40 Euro, während die LED bei 1,68 Euro liegt. Bei 5000 Stunden hat man bereits für 2,50 Glühbirnen gekauft und 42 Euro an Strom verheizt, wöhrend der LED-Nutzer bei 28,40 Euro liegt. Bei manchen Anwendungen kann sich die Investition innerhalb von 2 Jahren rechnen, d.h. aus 19,50 Euro Invest werden 16,10 Euro eingespart! Dennoch horten auch heute noch viele Menschen Glühbirnen oder greifen zum Sondermüll Quecksilberleuchtstofflampe, obwohl die Rendite auf vielleicht zwei Jahre betrachtet allein über 80% beträgt. Kein Wunder also, warum sich PV auch dort schwer tut, wo sie eigentlich hoch profitabel ist.
Könnte mehrere Gründe haben: -Wer weis denn obs wirklich 50Tstd. werden. - Die Lichtfarbe und Ausbeute passt einfach nicht. - Wofür muss man Geld ausschmeissen um weniger auszugeben (logische Denkweise) Wie lange hat es denn in D. wirklich gedauert bis sich PV durchgesetzt hat, bis man vom UmweltÖkoheini auf Hochdeutsch "grüner Ökospinner" zum Investor der für die Energiewende aufgestiegen ist!! Wahrscheinlich muss es sich auf der Insel erstmal rumsprechen das man mit PV (auch auf der trüben Insel) Geld verdienen kann wenn man sich an bestimmte Dinge hält!! Gruß Jörg
"Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich, und dann gewinnst du." Mahatma Gandhi Die FDP hat nur 3% Befürworter in Deutschland verursacht aber 50% der Kosten im Bundeshaushalt !! Zitat von eggis!!
-

GAST
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 2836
- Registriert: 05.09.2005, 15:43
- Wohnort: Niederrhein
- PV-Anlage [kWp]: 8,44
- Info: Betreiber
Zurück zu PV-News
Ähnliche Beiträge
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: pepp und 11 Gäste
|