Super Studie über Eigenverbrauch von Greenpeace Energy

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Re: Super Studie über Eigenverbrauch von Greenpeace Energy

Beitragvon Mühli » 19.07.2011, 13:54

EV ist doch ne tolle Sache. Bei der PV hilft es, die Lastspitzen abzudämpfen, bei BHKW ist sie teilweise sinnfrei...und nur ein Zwang wegen der Förderungsbedingungen.
Oder wie will man sonst jemanden das einschalten der Waschmaschine bei viel Sonne beibringen? Solange der Nutzer davon nix hat, tut ers auch nix.
Und auch wenns mal das Smartgrid gibt, mit ständig wechselnden Strompreisen: Die wenigsten werden sich dran ausrichten, dazu müsst der Strom schon nochmal deutlich teurer werden. Oder würdet ihr kalt essen, weil der Strom fürn Ofen grad so teuer ist?
Eher nicht.

Wie teuer oder billig was ist, ist mir wumpe. Dann iss es halt teuer. Bei uns in der BRD ist soooviel, sooo teuer, dass es aus is.
Aber auch wenns billig wird...ich hab nix davon, komischerweise fällt sowas nie auf.

Hätten wir mal nicht bergeweise Autobahnen in den Osten gebaut, dann wären unsere West-Brücken jetzt alle saniert.
Über die Brücken fahren täglich tausende, auf der Autobahn auch...im Jahr
Jetzt ist es aber schon zu spät und ich finde, wir sollten eher auf die Zukunft schaun. Und zwar eher auf die Entwicklung unserer Erde und Natur, anstatt nur aufs Geld.

Gruß
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Re: Super Studie über Eigenverbrauch von Greenpeace Energy

Beitragvon pseudoruprecht » 19.07.2011, 14:04

firestarter hat geschrieben:Schon erstaunlich,
wie hoch hier die Dichte der Eigenverbrauchs-Fans ist.


Ich bin Fan von "seinen eigenen Strom haben". Das ist was anderes. Also nicht noch "Vergütung von der Allgemeinheit fürs selbst verbrauchen", sondern ohne. PV Anlage kaufen, Strom haben. Und netterweise auch noch was ins Netz geben. Für die Allgemeinheit.

Und Fan trifft es nicht. Würdest Du auch von Demokratie-Fans sprechen? Ich finde einfach gut, wenn in einem Gemeinwesen, das auf dem Papier echt voll total viel von persönlicher Freiheit und Entscheidungsautonomie der Bürger schwafelt, in den entscheidenden Alltagsbereichen (Energiewirtschaft, Landwirtschaft) aber als Monopol aufgestellt ist, endlich die Möglichkeit erkannt und genutzt wird, das zu ändern.

firestarter hat geschrieben:Aber ich bin kein Fan von Eigenverbrauchsregelungen...
Wer nur auf's Objekt schaut, guckt nicht auf Netzlasten (und die sind nunmal wichtiger)


Sofern einem die "Kupferplatte" für den absolut "freien" Markt wichtiger ist als einfach nur Strom zu haben, stimmt das. Aber die Kupferplatte ist nicht die einzige Möglichkeit, wie jeder zu seinem Strom kommt.

firestarter hat geschrieben:EV ist auch ziemlich teuer (für die Allgemeinheit)


Da bin ich mal gespannt. Aber bitte ohne Eigenverbrauchsvergütung rechnen!

firestarter hat geschrieben:vielleicht schaff ich es mal eine Folie zu machen
um die Problematik etwas anschaulicher zu machen
(positiver Nebeneffekt, man sieht daran, dass PV gar nciht so teuer an sich ist)


Auch nicht für die Allgemeinheit?

firestarter hat geschrieben:Im Bereich BHKW ist EV Gang und Gebe
und alles andere als ein Allheilsbringer


Besser so, mit Allheilsbringern haben wir bisher immer nur schlechte Erfahrungen gemacht. (Heiliger Sankt Atom, erlöse uns)


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Re: Super Studie über Eigenverbrauch von Greenpeace Energy

Beitragvon willswissen » 19.07.2011, 14:47

Netzparität ist nicht nur symbolisch oder psychologisch wichtig. Manches Investment rentiert sich schneller, wenn der Preis für den bezogenen Strom (in diesem Fall für die letzte kWh) höher ist.
Das könnte der Gesetzgeber ändern. Er müsste das Erheben von Grundpreisen in den Tarifen verbieten, diese müssten auf den Arbeitspreis umgelegt werden oder mindestens auf den Verbrauch angerechnet werden. Heute müssen die Stromsparer durch den höheren Anteil des Grundpreises den Luxuskonsum der Sparunwilligen subventionieren. Ärgerlicher und eigentlich absurder Zustand, vergleichbar mit einem Eintrittspreis in ein Geschäft, der nicht auf den Einkauf angerechnet wird! Warum redet darüber so gut wie niemand?
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Re: Super Studie über Eigenverbrauch von Greenpeace Energy

Beitragvon JayM » 19.07.2011, 15:19

Hallo zusammen,
interessante Studie, danke fürs posten!

Netzparität ist natürlich auch der Punkt an dem sich eine Anlage mit Netmetering selbst tragen könnte, zumindest Kleinanlagen bis ca. 3 kWp. Die Subvention kommt dann aus entgangenen Netzentgelten und Stromsteuern, die Abrechnung wäre extrem einfach. Allerdings wird sich sicher ein Grund finden, warum sowas in D nicht geht :(

Gruß
Jochen
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Re: Super Studie über Eigenverbrauch von Greenpeace Energy

Beitragvon Spekulatius » 19.07.2011, 15:31

JayM hat geschrieben:Hallo zusammen,
interessante Studie, danke fürs posten!

Netzparität ist natürlich auch der Punkt an dem sich eine Anlage mit Netmetering selbst tragen könnte, zumindest Kleinanlagen bis ca. 3 kWp. Die Subvention kommt dann aus entgangenen Netzentgelten und Stromsteuern, die Abrechnung wäre extrem einfach. Allerdings wird sich sicher ein Grund finden, warum sowas in D nicht geht :(

Gruß
Jochen


Ab dem 1.1.2012 haben wir in Deutschland mit hoher Wahrscheinlichkeit de facto Net Metering.

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Re: Super Studie über Eigenverbrauch von Greenpeace Energy

Beitragvon bimon » 19.07.2011, 15:47

willswissen: Mit dem Grundpreis zahlst du aber auch für die Möglichkeit rund um die Uhr Strom zu bekommen. Ja, dann steigen natürlich die Preise pro kWh ohne Grundgebühr. Das heißt dann aber, wenn du wenig bis nichts abnimmst, subventionieren die andern deine Anbindung mit. Das trifft natürlich den Luxuskonsum. Das juckt wahrscheinlich die wenigsten der Luxusnutzer. Oder sie stellen den Kosum halt ein. Dann steigt der Preis weiter. Und am Ende haben wieder diejenigen das Problem, die sowieso schon auf jeden Cent gucken, nicht weiter sparen und sich auch keine Investition in EV leisten können(kein EFH, kein Spielraum für Kredit). Das wird sich durch die allgemeine Transformation sowieso in gewissem Maße ergeben. Aber dadurch wird das ganze noch deutlich beschleunigt.

Ja, verbieten kann man den Grundpreis. Wenn man ihn nicht haben will, muss man das wohl auch. Den kein Stromanbieter wird sich selbst so ein Bein stellen. Das eigene Produkt wird unattraktiver und man hat zusätzliche Kosten/Unsicherheiten.

Oder um mit dem Apfel-Birnen-Vergleich zu sprechen: Man sollte evtl. Kunde-Einkaufsladen-Verträge verpflichten, die eine 24h-Öffnungsklausel und eine Produktvorrätigkeitsgarantie festschreiben.
Zuletzt geändert von bimon am 19.07.2011, 15:54, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Super Studie über Eigenverbrauch von Greenpeace Energy

Beitragvon Montio » 19.07.2011, 15:49

Mühli hat geschrieben:Eigenverbrauch - Bei der PV hilft es, die Lastspitzen abzudämpfen

Eigenverbrauch sorgt bloß für mehr Rendite, die Kosten für die Allgemeinheit werden dagegen nicht gemindert. Im Übrigen kann jeder kann die Lastspitzen abdämpfen, in dem er die Spül-/Waschmaschine/E-Herd im Kleinen und Kühlhäuser etc. bei Sonnenschein laufen lässt. Bloß verdienen tut nur der mit einer PV-Anlage daran.
Die Studie bemängelt außerdem, dass die Kosten für den Rest der Allgemeinheit dadurch steigen. Es führt zu einer Entsolidarisierung der Stromverbraucher bei Netzkosten, Konzessionsabgabe, KWK, Stromsteuer, EEG.

Gruß Montio
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Re: Super Studie über Eigenverbrauch von Greenpeace Energy

Beitragvon Mühli » 19.07.2011, 16:00

Ja, ich sagte doch, dass mir die Kosten egal sind.
Und es ist schwierig, jemanden zu vermitteln, dass er nur noch waschen darf, wenn auf Nachbars PV grade Sonne draufscheint.
Mir dagegen kann man das einfach vermitteln, ich hab nämlich nen Zähler, der mir sagt, wieviel Strom ich grad produzieren.
Außerdem ist Wäsche waschen Mittags nicht sinnvoll, wenn keine Sonne scheint. Also machts auch keinen Sinn "Zeiten" für gewisse Verbraucher einzuführen.

Montio, weiß du eigentlich, wie ne Eigenverbrauchs-Abrechnung aussieht???
Erklär mir mal, wieso das für die Allgemeinheit teurer sein soll, wenn ich auf die unentgeltliche Entnahme Einkommensteuer zahlen muss!!!
Mehrwertsteuer muss man natürlich auch selber aus eigener Tasche berappen. Das sind je nach Rechnung bis zu 8 cent Aufpreis!!!
Was glaubst du, warum sich das kaum rentiert??? Ich hab EV...und ich weiß, wovon ich rede. Und ich mache- wenn überhaupt- nur Gewinn, weil ich so einen extrem hohen Anteil von über 80% habe und dementsprechend hohe Vergütung kriege.
Bei unter 30% EV...zahlst du pauschal drauf!!! Fast egal wieviel der HH-Strom kostet!

Ich finde es übrigens unsolidarisch, dass ich Wessi für die Ossis zahlen muss. War da noch gar nicht geboren, als die Mauer gebaut wurde. Kann also nix dafür.
Muss vom Monatslohn aber etwas abgeben.
Ist das solidarisch? Nach 20 Jahren immer noch zahlen, damits in Leipzig goldenes Pflaster verlegen können, während im Westen die Gemeinden Schulen aus Sicherheitsgründen (Baufälligkeit) schließen müssen? Leipzig hat weniger städtische Schulden als 90% aller Städte/Gemeinden im Westen. Kriegen trotzdem jedes Jahr Geld für "Wiederaufbau Ost"....

Unsolidarisch find ich es auch, dass alle Privatmenschen EEG-Umlage zahlen sollen, obwohl sie nur 30% des Stroms in BRD brauchen.
Warum müssen denn die großen Firmen nicht zahlen? Ist das solidarisch?

Den Grundpreis beim Strom halte ich übrigens für voll gerechtfertigt, im Gegenteil, ohne Grundpreis wärs unfair.
Der deckt nämlich die Pauschalkosten, Ablesung der Zähler, Instandhalten des Netzes und der Anschlüsse, Zählerwechsel nach Eich-Ablauf, Verwaltung, Rechnungen schreiben.
Das ist immer gleich viel Arbeit! Egal wie hoch der Verbrauch ist!
Und ich, als "Großverbraucher" mit 9000kWh fände es unfair, wenn mein Nachbar mit 2000kWh im Jahr einen neuen Zähler braucht, die Kosten aber auf mich umgelegt werden.

Solche Behauptungen gehen schon schwer in die Verletzung der Grundversorgung...
Ich weiß z.B. von einer Berghütte, die hat Stromanschluss vom Netz, per Freileitung, paar Kilometer Masten etc.
Brauchen tun sie unter 1000kWh, Kühlschränke, Beleuchtung, paar Elektrowerkzeuge wie Holzspalter, Kettensäge...

Sollen wir denen jetzt 10 000€ jährlich schreiben, weil sie ja so ne lange Leitung haben, und der Aufwand auch enorm ist? Für die paar Hansel, die da gern Holz schneiden und Licht benutzen?

Wäre für die Allgemeinheit wahrscheinlich günstiger, nen Dieselaggregat und ne PV hinzustellen!

Gruß
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Re: Super Studie über Eigenverbrauch von Greenpeace Energy

Beitragvon Montio » 19.07.2011, 17:03

Mühli hat geschrieben:Ja, ich sagte doch, dass mir die Kosten egal sind.
...
Montio, weiß du eigentlich, wie 'ne Eigenverbrauchs-Abrechnung aussieht???
Erklär mir mal, wieso das für die Allgemeinheit teurer sein soll, ...

Mal die besprochene Studie lesen, das muss ich dann nicht mühsam wiederholen.
Mühli hat geschrieben:Unsolidarisch find ich es auch, dass alle Privatmenschen EEG-Umlage zahlen sollen, obwohl sie nur 30% des Stroms in BRD brauchen.
Warum müssen denn die großen Firmen nicht zahlen? Ist das solidarisch?

Nein, das kritisiere ich auch immer wieder, nächstes Jahr kommt noch ein Schwung Unternehmen dazu. Aber mit dem Finger auf andere zu deuten verbessert die Situation auch nicht.
Mühli hat geschrieben: ... wenn ich auf die unentgeltliche Entnahme Einkommensteuer zahlen muss!!!

Aber so ist das nun mal: Wer an Entnahmen verdient, muss auch Steuern zahlen. Sie froh, dass du nicht noch die EEG-Umlage zahlen musst! Bei KWK-Eigenverbrauch nicht unüblich!
Mühli hat geschrieben:Mehrwertsteuer muss man natürlich auch selber aus eigener Tasche berappen. Das sind je nach Rechnung bis zu 8 cent Aufpreis!!!

Die Mehrwertsteuer hattest du vermutlich nach dem Kauf der Anlage beim Finanzamt wieder eingetrieben, oder nicht? Irgendeinen Tod muss man sterben.
Nota bene: Der Normalsterbliche bezahlt sogar noch auf die Umlage die Mwst.
Mühli hat geschrieben:Was glaubst du, warum sich das kaum rentiert??? Ich hab EV...und ich weiß, wovon ich rede. Und ich mache- wenn überhaupt- nur Gewinn, weil ich so einen extrem hohen Anteil von über 80% habe und dementsprechend hohe Vergütung kriege.

Man kann die Anlage ja auch außerhalb des EEGs bauen. Dann muss man sich weder mit der Mwst noch mit der Ekst herumschlagen. Ich nehme an, es rechnet sich besser mit den ganzen Steuermühen.

Gruß Montio
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Re: Super Studie über Eigenverbrauch von Greenpeace Energy

Beitragvon Mühli » 19.07.2011, 17:28

Auch wenn ich außerhalb des EEGs baue, muss ich Steuer zahlen! Sollte ich keine Gewinnerzielungsabsicht haben, dann krieg ich die Mwst. nicht wieder raus (bei Anschaffung), muss aber die Gewinne genauso versteuern. Denn Strom zu verschenken ist nicht erlaubt, also werd ich wohl einen Obolus kriegen.

Ich möchte damit nur sagen:
Eigenverbrauch kostet niemand irgendwas extra, im Gegenteil, die meisten zahlen damit drauf...und tun das ins Allgemeinheits-Steuersäckel.
Wo da die Mehrkosten sind, erschließt sich mir nicht so recht. Das mags zwar in Ausnahmefällen geben, die Regel ist es aber nicht.

Mal angenommen, ich kriege 14,74ct/Durchschnittsvergütung für EV...anstatt 28,74ct Volleinspeisung.
Dann kann ich für 14ct Strom entnehmen. Darauf zahle ich Mwst. von 2,66ct.
Bei 30% Steuersatz (Ekst) und 16cent Bemessungsgrundlage also nochmal 4,8ct.
Jetzt hab ich mir 22ct Brutto im Strom-EK gespart, dafür aber 14+2,66+4,8ct = 21,5ct ausgegeben.....tolle Rendite...funktioniert nur, weil ich ~60% Eigenverbrauch angenommen habe.
Bei 12,36ct (unter 30%EV) und den aktuellen Strompreisen sparst du NIX...

Gruß
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