News über Photovoltaik und Solarstrom
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von Ulmer » 04.10.2011, 19:38
Fallende Solaraktien sind zur Normalität geworden. Ein 26-Prozent-Absturz des weltgrößten Herstellers kristalliner Module fällt dennoch aus dem Rahmen. Die genauen Hintergründe für den Crash sind unklar...... http://www.deraktionaer.de/aktien-deuts ... 202769.htm
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von Spekulatius » 04.10.2011, 19:42
Einst wollte ich mit Solaraktien reich werden. Heute bin ich arm wie eine Kirchenmaus. Der Spekulatius 
Keine Gewähr auf Seriösität. Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.
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von Helmut1 » 04.10.2011, 22:13
Der Jahreschart dieser Solaraktien sieht natürlich gruselig aus! Vor nicht zu langer Zeit habe ich noch gedacht, dass der Preiskampf zwar mörderisch wird und die viele PV-Firmen übern Jordan gehen, aber dann der Absatz ab 2012 rapide anzieht und die guten Chinesen als die strahlenden Sieger dastehen. Meine schlechte Erfahrung mit einem chinesischen Lithiumionenakku-Hersteller hat mich aber vor einen Invest in Chinaaktien abgeschreckt. Denn da musste ich lernen, dass eine Notierung an der nasdaq nicht einmal für wenigstens halbwegs seriöse Geschäftspraktiken sorgt.
Seit dem habe ich das Vorurteil (Vorurteile sind ja auch üblicherweise zutreffender als politisch korrekte Urteile) dass für die Chinesen im Ausland an Börsen bezogenes Kapital als Geschenk angesehen wird und nicht als vergebene Unternehmensbeteiligung.
So wie es ausschaut können sich Trina und Co. sparen illegale Methoden anzuwenden um westliche Kapitalgeber abzuziehen: Jetzt werden halt Marktanteile mit Überkapazität gewonnen und es werden mit Sicherheit brutale Kapitalerhöhungen kommen sodass der Unternehmensanteil pro Aktie stark fällt. So kann der jetzige Aktionär dann natürlich nicht mehr erwarten für seine Aktien Kurse zu sehen wie früher auch wenn es den Firmen später wieder glänzend geht.
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von CH » 05.10.2011, 08:34
Es git zwei Topics hier:
1- Wenn ein Unternehmen Geld braucht, und dann im Note steht, werden diese Geldgeber die echte Eigentümer der Firma, vor allem bei notierten Unternehmen. Gerecht? Vielleicht...
2- Momentan sehe ich, dass viele Hersteller extrem lange Zahlungsziele anbieten, um buchhalterisch weniger Stock am Ende des Quartals zu haben. Das wird mit billigen Geld der dortigen Staat finanziert... Das ist, mindestens, fragwürdig, wenn nicht Betrügerisch, wenn nicht klar für die Aktionäre erklärt- Anwalt bin ich aber nicht, ich weiss nicht nicht.
MfG,
Christian Comes --------------------------- Vertriebsleiter Europa - Solar Department http://eu-solar.panasonic.net
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von Spekulatius » 05.10.2011, 09:38
CH hat geschrieben:2- Momentan sehe ich, dass viele Hersteller extrem lange Zahlungsziele anbieten, um buchhalterisch weniger Stock am Ende des Quartals zu haben. Das wird mit billigen Geld der dortigen Staat finanziert... Das ist, mindestens, fragwürdig, wenn nicht Betrügerisch, wenn nicht klar für die Aktionäre erklärt- Anwalt bin ich aber nicht, ich weiss nicht nicht.
In den Quartalsberichten wird den Aktionären transparent dargelegt wie hoch die Forderungen sind. Im gegenwärtigen Marktumfeld sind die langen Zahlungsziele der Chinesischen Hersteller ein entscheidender Wettbewerbsvorteil, und daher etwas positives für ihre Aktionäre. Längere Zahlungsziele sind insbesondere bei Systemintegratoren jetzt sehr erwünscht, da gegenwärtig der Markt für Baufinanzierung angespannt ist und man mit langen Zahlungszielen für die Module schon einen grossen Teil des Problems bewältigt. Westliche Anbieter (Ausnahme FS und Sunpower) haben z.Z. Liquiditätsengpässe und können höchstens auf 30 Tage gehen, womit sie in vielen Fällen natürlich abblitzen. China weiss wie man das Spiel gewinnt. Hut ab! Der Spekulatius 
Keine Gewähr auf Seriösität. Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.
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von CH » 05.10.2011, 10:36
Ich weiss nicht, ob da ironie ist, oder nicht...
Seriose grosse Unternehmen arbeiten mit Versicherungen für Zahlungsausfälle, vor allem mit grossen Kunden. Das hat Kosten, und diese Kosten beziffern die Risiken, die man eingeht, wenn man Ware *nicht in Vorauskasse* verkauft.
In einem Umfeld, in dem Systemintegratoren schwierigkeiten haben, sind die Risiken hoch, und wenn ein Hersteller Module so verschiebt, mit Blue Chip Credit Limit Zahlung 180 Tage oder mehr, lauert die Gefahr:
1- Zahlunfähigkeite vom Kunden, ohne Versicherung 2- Abschreibung wegen Stock Protection
Der Sinn, Inventory nicht zu haben, ist der Gedanke, dass Ware beim Kunden mehr Wert ist, als Ware bei sich selber. Aber wenn ein Risiko da ist, dass die Ware nicht bezahlt wird, aber weder beim Kunden (schon verkauft) noch beim Hersteller (längst weg) ist, weil ein Unternehmen Pleite geht, dann hätten die Risikomanagers lieber die Ware noch bei sich. Der andere Sinn ist, die eigene Ware kostet Geld- aber solange der Kunde nicht bezahlt, kostet dies genausoviel Geld.
Deswegen kann es gut gehen, aber ein gescheides Risikomanagement ist es nicht, und das scheint mir, bei Firmen die über 1,000 Mio EUR pro Jahr machen, unverständlich.
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von Spekulatius » 05.10.2011, 11:21
CH hat geschrieben:Ich weiss nicht, ob da ironie ist, oder nicht...
Seriose grosse Unternehmen arbeiten mit Versicherungen für Zahlungsausfälle, vor allem mit grossen Kunden. Das hat Kosten, und diese Kosten beziffern die Risiken, die man eingeht, wenn man Ware *nicht in Vorauskasse* verkauft.
In einem Umfeld, in dem Systemintegratoren schwierigkeiten haben, sind die Risiken hoch, und wenn ein Hersteller Module so verschiebt, mit Blue Chip Credit Limit Zahlung 180 Tage oder mehr, lauert die Gefahr:
1- Zahlunfähigkeite vom Kunden, ohne Versicherung 2- Abschreibung wegen Stock Protection
Der Sinn, Inventory nicht zu haben, ist der Gedanke, dass Ware beim Kunden mehr Wert ist, als Ware bei sich selber. Aber wenn ein Risiko da ist, dass die Ware nicht bezahlt wird, aber weder beim Kunden (schon verkauft) noch beim Hersteller (längst weg) ist, weil ein Unternehmen Pleite geht, dann hätten die Risikomanagers lieber die Ware noch bei sich. Der andere Sinn ist, die eigene Ware kostet Geld- aber solange der Kunde nicht bezahlt, kostet dies genausoviel Geld.
Deswegen kann es gut gehen, aber ein gescheides Risikomanagement ist es nicht, und das scheint mir, bei Firmen die über 1,000 Mio EUR pro Jahr machen, unverständlich.
Ich glaube Du verstehst die Prioritätensetzung der KP in China nicht. Die KP in China strebt die weltweite Vorherrschaft in der PV an und nutzt die freizügige Kreditvergabe (>40 Milliarden USD) um ihre Unternehmen zu ermächtigen. Dadurch können sich die Unternehmen diese langen Zahlungsziele erst erlauben. Dass sowohl die Milliardenschweren Kredite und die langen Zahlungsziele mit sehr grossen Risiken behaftet sind ist sowohl den CFOs der Chinesischen Unternehmen als auch den Funktionären der (Halb-)staatlichen Banken und den Politikern gleichermassen bewusst. Kurzfristige wirtschafliche Interessen haben sich jedoch ohne Ausnahme der langfristigen Strategie der KP unterzuordnen. Die Chinesen sind brilliante Geschäftsmänner und beherrschen das Risikomanagement genauso gut oder besser als westliche Institutionen (Stichwort KfW-Überweisung an Lehman). Aber sie sind auch im geschäftlichen Sinn visionärer als andere Staaten. Wenn schon 20 Milliarden von den 40 flöten gehen, was ist das schon gegen die Vorherrschaft in einer energetischen Schlüsseltechnologie? Der Spekulatius 
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von Helmut1 » 05.10.2011, 13:05
Spekulatius hat geschrieben:In den Quartalsberichten wird den Aktionären transparent dargelegt wie hoch die Forderungen sind.
 Du bist ja ein Witzbold!
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