News über Photovoltaik und Solarstrom
Moderator: Mod-Team
von eggis » 14.01.2011, 15:43
Wer die Photon 12/2010 gelesen hat, ist auch auf den Bericht zur "Spannungsinduzierten Degradation (engl.: "Potential Induced Degration PID)" gestoßen.
Diese Phänomen, das bisher bei Modulen von Sunpower und Evergreen bekannt war, könnte aufgrund der neuen Wechselrichter die Stringspannungen bis zu 1000V verlangen nun auch bei anderen Modulen auftauchen.
So wie ich das verstanden habe, muss die Spannung nunr hoch genug sein um die Isolation wie die Zelleinbettung (EVA) und das Modulglas zu überwinden und so ein elektrisches Potential gegenüber Erde aufzubauen. Kann hier jemand, der den Artikel besser verstanden hat, genaueres dazu schreiben?
Verschiedene Hersteller insbesondere Solon sowie die Chemiekonzern Dow Corning Corp. arbeiten daran dieses Problem zu beheben. Eine Lösung könnte anscheinend ein neues Einbettungsmaterial auf Silikonbasis sein. Hier arbeitet man derzeit an der UV-Beständigkeit des Silikons. Silikon wurde schon früher bei der Modulherstellung verwendet und musste der uv-beständigeren EVA-Folie weichen.
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von Weidemann » 14.01.2011, 15:48
Ich habe den Artikel auch gelesen... aber irgendwie kaum verwertbare Informationen gefunden! Eine ausführliche Titelstory, aber alles etwas unkonkret.
Aber Stringspannungen von ca. 500V sind doch auch schon seit Jahren normal? Da hätte eine starke Degradation doch längst auffallen müssen.
Oder kann so ein Effekt mit steigender Spannung überproportional zunehmen, sodass die Degradation bei 1000V z.B. viermal schneller geht als bei 500V? Da könnte man dann doch irgendwann Auswirkungen spüren.
sonnige Grüße, -Weidemann-
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von amoss » 14.01.2011, 16:02
Habe den Artikel auch gelesen, und gleich mal geschaut, in welchen Größenordnungen die Spannungen bei den üblichen Kleinst- und Kleinanlagen so liegen. Meist sind es offenbar nur 200V bis 300V, bei etwas größeren strings auch mal 400-450V. Bleibt nur die Hoffnung, dass es bei mir und den meisten anderen Klein- und Kleinstanlagen daher nur ein kleines Problem darstellt und das Problem eine exponentielle Struktur hat. Da der 5000TL-20 mit möglichst hohen Spannungen bedient werden will, hat mein Solarteur natürlich auf möglichst hohe Spannungen hin optimiert, weshalb die Spannungen bei meinen strings denn auch eher am oberen Rand der Spanne in Richtung 300-400V gehen. Hoffentlich wandelt sich dieser Vorteil langfristig nicht in einen Nachteil um. 
Gruß, amoss
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von phoenixx2007 » 14.01.2011, 16:26
Hallo zusammmen amoss hat geschrieben:Habe den Artikel auch gelesen, und gleich mal geschaut, in welchen Größenordnungen die Spannungen bei den üblichen Kleinst- und Kleinanlagen so liegen. Meist sind es offenbar nur 200V bis 300V, bei etwas größeren strings auch mal 400-450V. Bleibt nur die Hoffnung, dass es bei mir und den meisten anderen Klein- und Kleinstanlagen daher nur ein kleines Problem darstellt und das Problem eine exponentielle Struktur hat. Da der 5000TL-20 mit möglichst hohen Spannungen bedient werden will, hat mein Solarteur natürlich auf möglichst hohe Spannungen hin optimiert, weshalb die Spannungen bei meinen strings denn auch eher am oberen Rand der Spanne in Richtung 300-400V gehen. Hoffentlich wandelt sich dieser Vorteil langfristig nicht in einen Nachteil um. 
................ich hab das Geschriebene in dem Photonartikel so Verstanden, dass diese Art der Moduldegradation nur bei PVA's auftreten kann die an die nähe der 1000V geraten! Ich habs zudem Degressiv mit Spitze 1000V verstanden. Bei kleinst und kl. Anlagen also kein Thema. Soll nur das kommende Problem bei sehr großen Anlagen sein!? Phoenixx
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von eggis » 14.01.2011, 16:29
Moin amoss, als ich den Thread eröffnet habe, hatte ich mir eigentlich eine verständlichere Erklärung für diese Art Degradation erhofft. Ich wollte keinesfalls für Verwirrung sorgen. Die war bei mir nach dem Leser des Artikel sowieso schon da. amoss hat geschrieben:Hoffentlich wandelt sich dieser Vorteil langfristig nicht in einen Nachteil um.
Ich hoffe, dass die Isolation der EVA die 500V Stringspannung noch verträgt und vielleicht erst ab 800V oder mehr versagt. Bei meiner Anlage sind Stringspannungen von um die 400V (+/+50V) ebenfalls normal. Wenn bei diesem Thema und Spannungen unter 600V nicht bald Entwarnung kommt, dann ist das ein gefundenes Fressen für alle Anbieter die die Module parallel verschalten. Und uns gehen im Forum die Argumente (schlechter Wirkungsgrad usw.) aus. phoenixx2007 hat geschrieben:................ich hab das Geschriebene in dem Photonartikel so Verstanden, dass diese Art der Moduldegradation nur bei PVA's auftreten kann die an die nähe der 1000V geraten! Ich habs zudem Degressiv mit Spitze 1000V verstanden. Bei kleinst und kl. Anlagen also kein Thema. Soll nur das kommende Problem bei sehr großen Anlagen sein!?
So hab´ich es auch verstanden haben wollen. 
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von Weidemann » 14.01.2011, 16:34
die EVA wird sicher nicht "plötzlich" versagen, sondern der (minimalst kleine) Strom nimmt mit steigender Spannung zu. Wenn das linear geschieht, dann hätten kleine Anlagen eben doch ein immerhin "halb so großes" Problem wie Anlagen mit höherer Spannung...
sonnige Grüße, -Weidemann-
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von amoss » 14.01.2011, 16:39
eggis hat geschrieben:als ich den Thread eröffnet habe, hatte ich mir eigentlich eine verständlichere Erklärung für diese Art Degradation erhofft. Ich wollte keinesfalls für Verwirrung sorgen. Die war bei mir nach dem Leser des Artikel sowieso schon da.
Hi eggis, Verwirrung hat eher der Artikel und unser mangelndes Fachverständnis in dieser Frage gestiftet, nicht aber dein Posting, dessen Beantwortung mich auch sehr interessiert. Die Frage für mich lautet jetzt also, setzt das Problem plötzlich ab einer bestimmten Spannungsgrenze ein, oder ist das Problem permanent vorhanden, wird aber mit steigender Spannung linear (das wäre für kleine Anlagen auch schon unangenehm) oder exponentiell (das wäre für kleine Anlagen gut) größer? Nebenfrage für den letzteren Fall: ab welcher Spannung könnte das Problem beim durchschnittlichen Modul signifikante Werte erreichen während es darunter praktisch vernachlässigbar ist? 400V? 600V? Oder eben doch erst ab 1000V+X? phoenixx2007 hat geschrieben:Ich habs zudem Degressiv mit Spitze 1000V verstanden. So hab´ich es auch verstanden haben wollen. 
Wenn alles käme, was du oder ich immer so verstanden haben wollen  Aber im Ernst: Was meinst du mit "degressiv mit Spitze 1000V"?
Gruß, amoss
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von eggis » 14.01.2011, 16:44
Moin Weidemann, Weidemann hat geschrieben:die EVA wird sicher nicht "plötzlich" versagen, sondern der (minimalst kleine) Strom nimmt mit steigender Spannung zu. Wenn das linear geschieht, dann hätten kleine Anlagen eben doch ein immerhin "halb so großes" Problem wie Anlagen mit höherer Spannung...
ein lineares Versagen wäre ja noch schlimmer. PID.JPG Du gehst von einem Verlauf anhand der Roten Linie aus. Ich habe die Hoffnung, dass die Grüne Line die Degradation wiederspiegelt.
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von phoenixx2007 » 14.01.2011, 18:02
eggis hat geschrieben:Moin Weidemann, Weidemann hat geschrieben:die EVA wird sicher nicht "plötzlich" versagen, sondern der (minimalst kleine) Strom nimmt mit steigender Spannung zu. Wenn das linear geschieht, dann hätten kleine Anlagen eben doch ein immerhin "halb so großes" Problem wie Anlagen mit höherer Spannung...
ein lineares Versagen wäre ja noch schlimmer. PID.JPG Du gehst von einem Verlauf anhand der Roten Linie aus. Ich habe die Hoffnung, dass die Grüne Line die Degradation wiederspiegelt.
Amoss, sehe das so wie eggiss. Falsches Wort, soll heißen Exponentiell! Bei Anlagen mit der größe bei der wir im Forum meist Sprechen sollte es keine Probleme geben, sehr wohl aber bei Großanlagen wie etwa auf Firmendächern! Wast 
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von amoss » 14.01.2011, 19:32
phoenixx2007 hat geschrieben:Bei Anlagen mit der größe bei der wir im Forum meist Sprechen sollte es keine Probleme geben, sehr wohl aber bei Großanlagen wie etwa auf Firmendächern!
Dann will ich mal hoffen, dass du recht hast! Wäre aber trotzdem schön, wenn sich noch jemand hier dazu äußern könnte, der die technisch-physikalischen Details genau kennt und z.B. auch sagen kann, ob die Geschichte nun linear, exponentiell oder sonstwie verläuft.
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