Solarenergie bei Nacht: die Spanier machens möglich

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Solarenergie bei Nacht: die Spanier machens möglich

Beitragvon valentino » 19.06.2012, 14:43

Video bei den Stuttgarter Nachrichten (ca. 2 min.)

Noch lohne sich die Investition nicht. Hat sowas aber vielleicht Zukunft? Was meinen die Experten?

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Re: Solarenergie bei Nacht: die Spanier machens möglich

Beitragvon hpt » 19.06.2012, 15:14

Das Prinzip, in CSPs via Schmelzen / Erstarren von salzhaltigen Lösungen Wärme zu speichern, die eine zeitversetzte Stromerzeugung ermöglicht, ist nicht neu; generelle Infos siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenw%C3%A4rmekraftwerk
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http://www.abgnova.de/pdf/Sterner_IWES_ ... a_2011.pdf
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Re: Solarenergie bei Nacht: die Spanier machens möglich

Beitragvon maguwa » 19.06.2012, 19:31

Auch die AndaSol-Kraftwerke I - III von Solarmillenium arbeiten mit einem Wärmespeicher auf Flüssigsalz-Basis und können so bis zu 22 Std. pro Tag(Nacht) Strom liefern. Trotz der Pleite von Solarmillenium sind die Kraftwerke weiterhin in Betrieb und leisten zusammen 150 MW.
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Re: Solarenergie bei Nacht: die Spanier machens möglich

Beitragvon GAST » 20.06.2012, 00:26

Hallo,
ist es nicht so das die Solarthermiekraftwerke massiv fossile Brennstoffe zufeuern um überhaupt Strom ins Netz zu bringen??

Gruß
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Re: Solarenergie bei Nacht: die Spanier machens möglich

Beitragvon Helmut1 » 20.06.2012, 02:35

valentino hat geschrieben:Video bei den Stuttgarter Nachrichten (ca. 2 min.)

Noch lohne sich die Investition nicht. Hat sowas aber vielleicht Zukunft? Was meinen die Experten?

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Das ist ja nun ein sehr alter Hut. Der übrigens souverän von der PV erlegt wurde. Der Vorteil der Streckung der Stromerzeugung in die Nacht hinein interessiert doch kein Schwein mehr bei den gewaltigen Kostennachteilen gegenüber PV welche absehbar nicht durch technologische Entwicklung kompensierbar ist.
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Re: Solarenergie bei Nacht: die Spanier machens möglich

Beitragvon maguwa » 20.06.2012, 07:46

Helmut1 hat geschrieben: Der Vorteil der Streckung der Stromerzeugung in die Nacht hinein interessiert doch kein Schwein mehr bei den gewaltigen Kostennachteilen gegenüber PV welche absehbar nicht durch technologische Entwicklung kompensierbar ist.


Da hast du sicher Recht. Soweit ich weiß liegt der kWh-Preis für Andasol bei ca. 26 €ct. Das ist ja auch ein wesentlicher Grund dafür, dass Solarmillenium insolvent ist - abgesehen von dem Millionen-Flop Utz Claasen :twisted: . Das geplante thermisch-solare Kraftwerk in den USA wollten sie dann ja dann auch mit PV bauen.
Was aber unbestritten ist, ist der höhere Wirkungsgrad der Andasol-Kraftwerke gegenüber der Photovoltaik. Leider nicht so viel höher wie die Gestehungskosten.

Das dürfte ja dann das Ende auch von Desertec sein, die ja bevorzugt auf thermische Solaranlagen (z.B. Parabolrinnenkraftwerke) setzen.
Gruß
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Re: Solarenergie bei Nacht: die Spanier machens möglich

Beitragvon GAST » 20.06.2012, 08:04

maguwa hat geschrieben:Da hast du sicher Recht. Soweit ich weiß liegt der kWh-Preis für Andasol bei ca. 26 €ct.
Was aber unbestritten ist, ist der höhere Wirkungsgrad der Andasol-Kraftwerke gegenüber der Photovoltaik. Leider nicht so viel höher wie die Gestehungskosten.

Das dürfte ja dann das Ende auch von Desertec sein, die ja bevorzugt auf thermische Solaranlagen (z.B. Parabolrinnenkraftwerke) setzen.
Gruß
Martin


Wobei es völlig egal ist wie hoch der Wirkungsgrad ist wenn der "Rohstoff" in dem Fall Sonne kostenlos ist :wink:
Einzig der Flächenbedarf und die Haltbarkeit spielen dort eine Rolle.
In einem Wikipediabericht geht man davon aus das Andasol nur in der ersten Zeit den max. Wirkungsgrad von etwa 28% erreichen werden könne.
Die Parabolrinnen sollen sehr empfindlich auf den in der Gegend aufwirbelnden Staub reagieren (Wirkungsgradverschlechterung) und es wird mehr Erdgas zugefeuert werden müssen damit die Salzschmelze (Wärmespeicher) nicht erstarrt (Erstarren der Schmelze soll einen immensen Schaden verursachen)

Alles in allem leider nicht so prickelnd trotz der möglichkeit die Einspeisung zu strecken.

gruß
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Re: Solarenergie bei Nacht: die Spanier machens möglich

Beitragvon hfrik » 20.06.2012, 10:23

Naja, statt zufeuern sollte es auch ausreichen, einige Spiegelreihen dazuzustellen, um einen eventuellen Leistungsabfalld er vorhandenen Spiegel zuu kompensieren.
und ich sehe jetzt spontan nicht, warum ein Spiegel systembedingt teuerer sein soll als eine Solarzelle.
Auch da gäbe es bei MAssenfertigung die entsprechende Kostendegression.
nur ist es eben bisher nicht zur MAssenfertigung gekommen.
Zur erinnerung: abgesehen vom Rohstoffpreis sinkt bei einer Verdopplung der stückzahl der Stückpreis in etwa um 20%.
Das gilt auch für die Solarthermie. Stellt z.B. Siemens eine Fertigungsanlage für 2 GW Peak (z.B. in 50 MW Modulen, um die Skalenerträge auch abzuholen) je Jahr in die Lanschaft für Solarthermiekraftwerke, sollte das gegenüber z.B. 100 MW je Jahr bei Solar Millenium den PReis von ca. 24ct / kWh auf 10ct/kWh drücken. bei 8GW je Jahr wäre man im Bereich von Kohle und Co.
Nur der Wachstumspfad dorthin ist aktuell wegen PV zu, obwohl sich PV und Solarthermie wegen der SPeichermöglichkeiten bei Solarthermie gut ergänzen könnten. Aber vielleicht steigen die Preise für ANchtstrom, wenn einige Grundlastlieferanten wegen mittäglichem stromüberschuss die Grätsche machen....
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Re: Solarenergie bei Nacht: die Spanier machens möglich

Beitragvon GAST » 20.06.2012, 23:38

hfrik hat geschrieben:Naja, statt zufeuern sollte es auch ausreichen, einige Spiegelreihen dazuzustellen, um einen eventuellen Leistungsabfalld er vorhandenen Spiegel zuu kompensieren.
.


Was nützen die Spiegel wenn die Sonne nicht in der gewünschten Intensität scheint, die Salzschmelze erstarrt und die komplette Technik danach im Eimer ist??
Die Solarthermie kann nie so preiswert werden wie die PV, denn die Thermie ist extrem personalintensiv, zudem steckt halt ein komplettes Kraftwerk (Ausser der eigentliche Dampferzeuger) hinter der Anlage, da gibts dann Wartungs+Instandhaltungskosten die bei einer PV nie entstehen werden.

Wenn der "Dampferzeuger" also die Solarthermie 10% weniger Sonne in Wärme umsetzt, dann ist das nicht nur 10% weniger Strom aus der Turbine, sondern mindestens 15% Verlust....
Wenn bei der PV dagegen die Module verkratzen, dann sind 10% weniger Licht auf die Module auch etwa 10% weniger Ertrag...
Bei der ST hilft es dann auch nicht ein "paar" Spiegel zusätzlich einzubinden, da müssen irgendwann alle Spiegel ausgetauscht werden weil die Energie sonst nicht mehr ausreicht überhaupt noch das Wasser zu verdampfen.

Zu deinen "Skaleneffekten"....die etwa 23ct Kosten je kWh eingespeister Strom sind etwa zur Hälfte Betriebskosten für z.b. Gas, Kühlwasser, Betriebspersonal Instandhaltung usw. die andere Hälfte sind die reinen "Baukosten" für das Kraftwerk.!!

Zum Vergleich, schon heute kannst du in den sonnenreichen Gegenden in Europa die kWh PV-Strom für unter 12ct produzieren, da gibts dann auch kaum laufende Kosten weil nahezu keine Arbeiten für den Betrieb notwendig sind.
Wenn ein paar Module ausfallen, dann kann man zur Not den String abklemmen oder neu verschalten, es ist dann nicht das komplette Kraftwerk betroffen, sondern nur ein kleiner Teil!!


PV hat aber in der heutigen Form einen Nachteil gegenüber anderen EE und das ist die schlechte Regelbarkeit....aber das wiederum nur beim Hochfahren, runterregeln kann man die dagegen jederzeit in allen Denkbaren Schritten!!

Gruß
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