News über Photovoltaik und Solarstrom
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von eggis » 02.03.2010, 17:15
...ist die Forderung des GRÜNEN Poliktikers Boris Palmer. Nach seiner Ansicht sollte sich die Einfuhrobergrenze am Anteil des Weltmarktes orientieren, der in China installiert wird. D.h. werden nur 5% der Modulproduktion in China selbst verbaut, darf auch nur 5 Prozent nach Deutschland eingeführt werden. Das würde China dazu zwingen, die Installation von PV-Anlagen im eigenen Land voranzuteiben. http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 50,00.htmlInsgesamt scheint mir die Idee nicht ausgereift zu sein, da eine Importbegrenzung dem Bild einer auf Export ausgerichteten Nation wie Deutschland, die ja vom "freien" Welthandel sehr stark profitieren, wiederspricht. Es würde sozusagen einer Deckelung der Deutschen Marktes entsprechen. Die Folge wäre ein Modulmangel in Deutschland und steigende Anlagenpreise. Leider wird auch von Seiten der GRÜNEN mit hohen Kosten für die Verbraucher argumentiert. Em Ende des Artikels kritisiert der CDU-"Energieexperte" (auch Chef-Lobbist genannt) Pfeiffer, dass die deutsche Solarwirtschaft zu wenig in die Forschung inverstiere. Da frage ich mich doch, mit welchen Mitteln sie denn forschen wollen, wenn die Branche, grade so noch überleben kann und wofür sie denn forschen sollen, wenn aufgrund sich ständig ändernder Rahmenbedingungen nicht gewährleistet ist, dass sie das erforschte in neuen Produktionslinien auch in ihren Modultechnik integrieren können.
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von cephalotus » 02.03.2010, 17:50
Der Euro hat seit seinem Höchststand rund 12% auf den US-Dollar und die daran gekoppelte Chinesische Währung verloren, somit hat sich alleine dadurch die Wettbewerbsfähigkeit schon deutlich verbessert. Wenn der Euro vielleicht noch kräftig Federn lässt hat man doch das bestmögliche Hilfsprogramm für die heimische PV-Industrie.
Und wenn sich die Kohle- und Gasimporte im gleichen Zeitraum erhöhen steigt auch der Wert des PV-Stroms und die EEG Umlage sinkt, also ist der schwache Euro für PV sogar doppelt positiv. Schädlich wären nur stark steigende Zinsen, aber danach sieht es ja derzeit eher nicht aus. (?)
Ziel der deutschen PV Industrie muss es sein, auf dem Weltmarkt konkurrenzfähige Produkte anbieten und exportieren zu können, da helfen Handelsbarrieren leider nicht.
Umgekehrt benutzt China aber selbst solche Instrumente z.B. bei Windkraftanlagen.
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von hadl » 02.03.2010, 17:58
eggis hat geschrieben:...ist die Forderung des GRÜNEN Poliktikers Boris Palmer. Nach seiner Ansicht sollte sich die Einfuhrobergrenze am Anteil des Weltmarktes orientieren, der in China installiert wird. D.h. werden nur 5% der Modulproduktion in China selbst verbaut, darf auch nur 5 Prozent nach Deutschland eingeführt werden. Das würde China dazu zwingen, die Installation von PV-Anlagen im eigenen Land voranzuteiben. http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 50,00.html Leider wird auch von Seiten der GRÜNEN mit hohen Kosten für die Verbraucher argumentiert.
Hallo eggis Das ist ja kein Interview. Wenn ich den Artikel genau lese, bin ich nicht sicher ob das mit den hohen Kosten von dem Grünen Politiker so gesagt wurde. Da könnte auch die bekannte "Spiegelsche" Kostenrechnung, hinein interpretiert worden sein. Hadl
Zuletzt geändert von hadl am 02.03.2010, 18:03, insgesamt 1-mal geändert.
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von Boelckmoeller3 » 02.03.2010, 18:02
Hallo,
der momentan schwache Euro, Dank Griechenland, wirkt sich natürlich positiv auf in der EU produzierte Produkte aus. Negativ auf alle Importe. Werden Produkte in der EU allerdings nur veredelt und die Rohstoffe dazu importiert, sieht es nicht ganz so positiv aus. Außerdem weiß man nicht wie lange diese Kursentwicklung anhalten wird, weil der Dollar ebenfalls schwach ist und Griechenland nur etwa 3% Anteil am Euro ausmacht und die aktuelle kursentwicklung, wie so oft, eigentlich schon übertrieben abgebildet ist.
Viele Grüße:
Klaus
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von eggis » 02.03.2010, 18:14
Moin cehpa, cephalotus hat geschrieben:Der Euro hat seit seinem Höchststand rund 12% auf den US-Dollar und die daran gekoppelte Chinesische Währung verloren, somit hat sich alleine dadurch die Wettbewerbsfähigkeit schon deutlich verbessert.
Richtig! Wenn man das Beispiel von Stuart Brannigan von Yingli Green Energy, das Mitte Dezember bei einem Dollarwechselkurs von 1,55$ gerechnet wurde, mit dem aktuellen Wechselkurs von 1,35$ neu nach rechnet, dann ist der Preisunterschied von 1,45€/Wp - 1,56€/Wp von chinesischen Modulen zu deutschen Modulen (1,60€/Wp) gar nicht mehr so groß.
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von moderne-energie » 02.03.2010, 19:40
Hallo, Das beste, wie man der deutschen Solarindustrie helfen könnte ist die Forschungsförderung zu erhöhen. Das ist gerade in der jetzigen wirtschaftlich schweren Situation wichtig. Das machen die Chinesen so und die USA hat auch die Forschungsförderung massiv erhöht. In Deutschland hingegen soll die Forschungsförderung sinken.... Das ist gerade angesichts der sinkenden Einspeisevergütung alles andere als hilfreich... Quellen: zu USA zB: USA: "Solar-Industrie lobt Finanzplanung der Regierung für das Haushaltsjahr 2011" http://www.solarserver.de/news/news-12142.htmlLeider habe ich im Moment keine Quellenangaben zur Forschungsförderung in Deutschland und China. LG moderne-energie
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von mb84 » 02.03.2010, 19:58
eggis hat geschrieben:..... chinesischen Modulen zu deutschen Modulen (1,60€/Wp) gar nicht mehr so groß.
Wo bekomme ich welche Deutschen Module für 1,60€ Wenn du ein paar Adressen hast oder Angebote wär toll.
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von wesozell » 02.03.2010, 20:13
eggis hat geschrieben:...ist die Forderung des GRÜNEN Poliktikers Boris Palmer. Nach seiner Ansicht sollte sich die Einfuhrobergrenze am Anteil des Weltmarktes orientieren, der in China installiert wird. D.h. werden nur 5% der Modulproduktion in China selbst verbaut, darf auch nur 5 Prozent nach Deutschland eingeführt werden. Das würde China dazu zwingen, die Installation von PV-Anlagen im eigenen Land voranzuteiben. http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 50,00.htmlInsgesamt scheint mir die Idee nicht ausgereift zu sein, da eine Importbegrenzung dem Bild einer auf Export ausgerichteten Nation wie Deutschland, die ja vom "freien" Welthandel sehr stark profitieren, wiederspricht. Es würde sozusagen einer Deckelung der Deutschen Marktes entsprechen. Die Folge wäre ein Modulmangel in Deutschland und steigende Anlagenpreise. Leider wird auch von Seiten der GRÜNEN mit hohen Kosten für die Verbraucher argumentiert. Em Ende des Artikels kritisiert der CDU-"Energieexperte" (auch Chef-Lobbist genannt) Pfeiffer, dass die deutsche Solarwirtschaft zu wenig in die Forschung inverstiere. Da frage ich mich doch, mit welchen Mitteln sie denn forschen wollen, wenn die Branche, grade so noch überleben kann und wofür sie denn forschen sollen, wenn aufgrund sich ständig ändernder Rahmenbedingungen nicht gewährleistet ist, dass sie das erforschte in neuen Produktionslinien auch in ihren Modultechnik integrieren können.
Irgendwie beneide ich erwachsene Menschen, die sich kindliche Naivität erhalten haben, aber in der Politik ist das leider ein schlechter Ratgeber.
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von PVFranke » 02.03.2010, 21:33
eggis hat geschrieben:Moin cehpa,
Richtig! Wenn man das Beispiel von Stuart Brannigan von Yingli Green Energy, das Mitte Dezember bei einem Dollarwechselkurs von 1,55$ gerechnet wurde, mit dem aktuellen Wechselkurs von 1,35$ neu nach rechnet, dann ist der Preisunterschied von 1,45€/Wp - 1,56€/Wp von chinesischen Modulen zu deutschen Modulen (1,60€/Wp) gar nicht mehr so groß.
Ohh ja - die deutschen für 1,60 möcht ich auch haben....schöner Witz. Sollte es wirklich deutsche Module für diesen Preis geben, dann sind es entweder Dünnschicht oder 160W Module. Also im Moment gibt es auch noch gute Chinesen für 1,35-1,45 EUR ab 100kw und da habe ich dann 180W Module..... und mal ganz ehrlich, wenn im Juli die 16% kommen, dann lacht der Chinese zweimal und geht halt 5% runter /das reicht dann auch). der Deutsche (Schott, Solon usw.) muss schon mindestens 10% runter...(übrigens aktuell ist z.B. ein Schott 175 Watt nicht unter 1,87 EUR zu haben - ähhh-aber erst wieder ende Juni lieferbar, gell) Also, sollte es ein deutsches Modul für diesen Preis geben mit 175-180W bei Abnahme ab 30 kW dann habe ich da offenes Interesse! Bin ja nicht allwissend und lasse mich gerne eines besseren Belehren !
Sonnige Grüße vom PV-Franken
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von open source energie » 02.03.2010, 21:47
Nunja mal ehrlich, welcher deutsche Hersteller kommt denn ohne "Importe" aus Asien aus? Da Produkte wie z.B. Solarfabrik und Sunways zum großen Teil mit Zellen aus Fernost hergestellt werden wird sich der Preis nicht so entwickeln wie erhofft.
Also nicht zu früh freuen. Außerdem "brauchen" wir gute asiatische Produkte für einen schnellen Ausbau der EE. Die Deutschen alleine "packen" das leider nicht.
Gruß
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