Solarbranche droht Förderkürzung nach der Wahl

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Solarbranche droht Förderkürzung nach der Wahl

Beitragvon Ulmer » 25.09.2009, 12:05

Die deutsche Solarindustrie steht vor einem Wendepunkt: Die Kosten für Sonnenstrom explodieren, der politische Druck, die Subventionen zu kürzen, wächst parteiübergreifend - nach der Wahl könnte das Fördergesetz bald überarbeitet werden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 96,00.html
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Beitragvon batome » 25.09.2009, 12:15

[...]
Auf der Web-Seite des SPD-Politikers ist unter anderem nachzulesen, dass Kelber in den Jahren 2007, 2008 und 2009 je 25.000 Euro Wahlkampfspenden vom Solarzellenhersteller Solarworld Chart zeigen erhalten hat, dazu Tausende Euro von First Solar. Zweckbestimmung beider Spenden: "Bundestagswahlkampf Uli Kelber 2009".
[...]
Kelber war Chefunterhändler der SPD-Bundestagsfraktion für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und hat sich massiv für hohe Solar-Subventionen eingesetzt.
[...]
http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 96,00.html


Schon irgendwie interessant...
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Debatte von WirtschaftsWoche und Spiegel Online

Beitragvon Cleanthinking » 25.09.2009, 13:00

Die ganze Debatte um Förderkürzungen hatte am Montag die WirtschaftsWoche angestoßen -- übrigens gibt es hierzu ein Exklusiv-Interview bei Cleanthinking.de mit Philipp Wolff vom Deutschen Cleantech Institut --> http://bit.ly/4TK8Z

Prädikat: Lesenswert...
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Beitragvon ms-ing » 25.09.2009, 13:15

ich bin dafür, daß die föderung eingestellt wird. Die branche ist ja in 20 jahren nicht sehr viel weiter gekommen, wozu auch, das geld fliesst ja so oder so (wer ist eigentlich die geldquelle hierfür ?). Und, wo geld ist, sind die lobbyisten nicht weit, was der spon artikel aufgezeigt.
Der druck für innovationen ist auch entschärft.
Alles in allem eher kontraproduktiv und äußerst ungerecht.
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Beitragvon Cleanthinking » 25.09.2009, 13:26

DIe Branche ist in 20 Jahren nicht sehr viel weiter gekommen? Meinen Sie wirklich die Solarbranche??? Erstaunliche These...
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Re: Solarbranche droht Förderkürzung nach der Wahl

Beitragvon hadl » 25.09.2009, 13:50

Ulmer hat geschrieben:Die deutsche Solarindustrie steht vor einem Wendepunkt: Die Kosten für Sonnenstrom explodieren, der politische Druck, die Subventionen zu kürzen, wächst parteiübergreifend - nach der Wahl könnte das Fördergesetz bald überarbeitet werden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 96,00.html


Spiegel und RWI zwei Bekannte Freunde der konventionellen Stromwirtschaft.
Das ausgerechnet der Vertreter der CDU sich an Spenden profilieren will ist schon bemerkenswert. Das Spenden in der Politik parteienübergreifend üblich sind, ist doch nicht neu. Und wenn man den Spender nennt auch nicht verboten. Wenn ich mich recht erinnere ist beim Duell Merkel Steinmeier von 300 000 Euro gesprochen worden als Spende der Banken an die CDU gegenüber 25 000 die an die SPD gegangen sind. Sollte ich die Zahlen nicht so genau getroffen haben, das Verhältnis war aber so. Eine Spende an den SPD Politiker Kelber der sich für eine Technologie einsetzt, von der auch künftige Generationen noch profitieren, ist mir lieber als die Spenden an Politiker, die sich für eine Technologie stark machen die folgenden Generationen allenfals strahlenden Müll hinterlässt
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Beitragvon Bill_Tecker » 25.09.2009, 14:57

Hallo,

wenn man die populistische Überschrift mal weglässt und die Artikel zu Ende liest, dann kann man schon einen tatsächlicen Diskussionsbedarf der über ja oder nein hinausgeht erkennen.

Gesetzte ändern geht auch nicht so schnell. Mit Populismus kann aber gut ein Thema auf die Agenda gesetzt werden. Hat hier ja funktioniert.

Am Ende wird in den Artikeln nicht nur über Kürzung geredet sondern auch über neue Fördermodelle nachgedacht.
Wenn das EEG so weiter geht ist bald die Vergütung gleich dem Endkundenpreis (mit Kürzung natürlich noch schneller). Dann hat das EEG für den privaten Kleinanlagenbetreiber keinen Wert mehr. Er wäre ja dumm den Strom billiger zu verkaufen.

Da ist die Idee an der Teilnahme an der Strombörse doch sehr interssant.
ich denke wer mit dem EEG nicht erneuerbare Energien Technologie fördern will, sondern auch noch die verteilte Stromerzeugung mit vielen kleinen Anlagen anstrebt sollte auch das kleingedruckte der Artikel lesen.

Ich denke in Zukunft (Wenn EEG Vergütung gleich Bezugsstrompreis) sollten Kleinanlagen gefördert werden. Der Beschäftigungseffekt ist hier auch am größten.


Grüße
Bill
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