News über Photovoltaik und Solarstrom
Moderator: Mod-Team
von buergersolar » 18.03.2010, 15:09
rierku hat geschrieben:Das Problem daran ist nur, dass ich durch den zwischenschritt über die Kohlenstoffbasierten Energieträger wieder dementsprechende Abgase habe. Die fallen beim Elektroauto bei entsprechender Energiegewinnung z.B. durch solar oder wind nun mal nicht an.
Dieses Problem ist kein Problem, denn das CO2, das beim Autofahren frei wird, wurde der Luft ja bei der Herstellung des Gases entzogen. Insofern ist beim Umweg über das Gas die Atmosphäre für den Zeitraum des "Gas-Seins" sogar um die entsprechende Menge CO2 leichter, während bei der "Direkt"-Nutzung des Stroms das CO2 von vornherein in der Atmosphäre bleibt. Dieser "CO2-Speicher-Effekt" dürfte aber vernachlässigbar sein. Aber nochwas zu den Wirkungsgraden / Umwandlungsschritten: Auch eine Batterie speichert keinen Strom, sondern chemische Energie. Deine Argumentation rierku hat geschrieben:Interessant, dass es geht, aber ich werd in Zukunft lieber elektrisch fahren, allein schon weil die Energie damit effizienter genutzt wird (Strom-> Antrieb vs. Strom -> Gas -> Antrieb)
ist daher unvollständig. Vollständig sehen die Umwandlungsketten so aus: Elektroauto: Strom -> chem. Speicher (Batt.) -> Strom -> Bewegung Gasauto: Strom -> chem. Speicher (Gas) -> Bewegung Das Gasauto hat also einen Umwandlungsschritt weniger. Es kommt aber entscheidend auf den Wirkungsgrad der Umwandlungsschritte an, um E-Auto und Gas-Auto vergleichen zu können. Im Moment sehe ich da einen deutlichen Vorteil beim E-Auto, da der Gasherstellungsprozess wohl 20% Wirkungsgrad hat und ein Verbrennungsmotor ca. 35%. Macht zusammen 7% Wirkungsgrad. Ohne jetzt Zahlen parat zu haben, behaupte ich: Das kann eine Batterie und ein E-Motor besser! Aber was die Zukunft für Fortschritte bringt, wird sich zeigen! Sonnige Grüße EDIT: Fügt man beim Gasauto noch den Schritt chem. Speicher -> Wärme -> Bewegung ein, haben beide wieder gleich viele Umwandlungsschritte, wobei Gas->Wärme einen Wirkungsgrad von 100% haben dürfte...
25,2 kWp 144 x Sharp NT175E1, 3 x SMA SMC8000TL, 1 x SMA WebBox mit GSM-Modem Süd-West, Neigung 10° Erträge im Sunny-PortalMein Stromanbieter: naturstromMein Druckerpapier: Recyclingpapier (spart jede Menge: Energie, Wasser und Holz)
-

buergersolar
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 2156
- Registriert: 18.03.2009, 18:36
- PV-Anlage [kWp]: 25,2
- Info: Betreiber
-
von rierku » 18.03.2010, 19:37
In so fern hast du recht, dass ich den Zwischenschritt des Speicherns im Akkumulator vergessen habe. Der Wirkungsgrad des Akkumulators liegt allerdings ebenfalls bei ziemlich guten 90-95% für moderne Akkumulatoren.
Nehmen wir dazu also den Wirkungsgrad des Elektroautos, der zwischen 80 und 90% liegt sind wir im schlimmsten Fall bei einem Gesamtwirkungsgrad von 72%.
versus 7%... Also nein, bitte. Selbst wenn es gelänge, den Wirkungsgrad des Umwandlungsprozesses auf 100% zu bringen, wird das Immernoch durch den mieserablen Leistungsgrad des Verbrennungsmotors kaputt gemacht.
Daher stellt sich auch garnicht erst die Frage, was die Zukunft bringen wird: Sie kann bringen was sie mag, das Elektroauto gewinnt immer. Das andere System dagegen ist im Grunde nichts anderes, als unter Aufwendung von viel Energie, CO2 zu binden, und es dann mit Nutzung von 7% dieser Energiemenge doch wieder in die Athmossphäre zu blasen. Energetisch gesehen katastrophal. Mit der elektrischen Energie, die ich nach deisem Verfahren aufbringe, um ein Auto zu betreiben, kann ich 10 E-Autos betreiben.
Wie gesagt: Nettes Forschungsprojekt, das zeigt was möglich ist. Aber ansonsten völlig ineffizient.
-
rierku
- Stammmitglied

-
- Beiträge: 52
- Registriert: 25.01.2010, 21:16
- Info: Interessent
von irgendwer » 18.03.2010, 20:11
Vielleicht die Technologie, die dem Atomzeitalter endlich ein Ende bereitet?
Welches Atomzeitalter? Fährst Du etwa mit einem Ford Nucleon durch die Gegend? http://en.wikipedia.org/wiki/Ford_Nucleon Mal abgesehen davon, dass überschüssige Windenergie besser über weitere Strecken vernetzt/transportiert (der Europäische Tagesstrombedarf liegt etwa bei 500 GW) oder mittels Wärmepumpen als Wärme gespeichert würde: Es wäre vermutlich effektiver, wenn der ebenfalls erzeugte Sauerstoff dazu benutzt würde, um in einer Gasifizierungsanlage (z.B. Kohle oder Holz) nahezu reines CO2 zu erzeugen, welches dann zusammen mit dem H2 in CH4 umgewandelt und wiederum ins Erdgas Netz gespiesen werden könnte. http://en.wikipedia.org/wiki/Gasification
-
irgendwer
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 739
- Registriert: 21.01.2010, 10:22
- Info: Interessent
von Sonnendach2009 » 18.03.2010, 22:39
irgendwer hat geschrieben:Vielleicht die Technologie, die dem Atomzeitalter endlich ein Ende bereitet?
Welches Atomzeitalter? Fährst Du etwa mit einem Ford Nucleon durch die Gegend? http://en.wikipedia.org/wiki/Ford_Nucleon Mal abgesehen davon, dass überschüssige Windenergie besser über weitere Strecken vernetzt/transportiert (der Europäische Tagesstrombedarf liegt etwa bei 500 GW) oder mittels Wärmepumpen als Wärme gespeichert würde: Es wäre vermutlich effektiver, wenn der ebenfalls erzeugte Sauerstoff dazu benutzt würde, um in einer Gasifizierungsanlage (z.B. Kohle oder Holz) nahezu reines CO2 zu erzeugen, welches dann zusammen mit dem H2 in CH4 umgewandelt und wiederum ins Erdgas Netz gespiesen werden könnte. http://en.wikipedia.org/wiki/Gasification
Es wäre eine von vielen Möglichkeiten, wenn man im Sommer die Solare Energie in Form von Erdgas in unterirdischen Speichern bunkert, die bereits vorhanden sind. Was hier leider vergisst, ist, das Akkus nur kurzfristig in kleiner Kapazität Energie speichern können. Zudem dürfte Erdgas eine um ein vielfaches höhere Energiedichte haben als heute bekannte Akkus, was im Fahrzeugbau die entscheidende Rolle spielt. Man könnte sofort einen mit Erdgas betriebenen Sattelschlepper bauen. Mit Akkus würde man dabei zuviel an Nutzlast verlieren. Daher kann diese Technologie sofort starten, wenn genügend preiswerter Solarstrom zur Verfügung steht. Mit Elektroautos sieht das anders aus. Es gibt noch keine Infrastruktur. Die Akkus sind noch über Jahrzehnte schwer und teuer.
Solare Grüße
Sonnendach
-
Sonnendach2009
- Fleißiges Mitglied

-
- - Threadstarter -
-
- Beiträge: 377
- Registriert: 13.09.2009, 14:19
von Sinci » 18.03.2010, 23:30
Sonnendach2009 hat geschrieben:Was hier leider vergisst, ist, das Akkus nur kurzfristig in kleiner Kapazität Energie speichern können.
Da täuscht du dich: z.B. Redox-Flow-Batterien sind prinzipbedingt von der Speicherdauer und Kapazität nicht beschränkt und haben ca. 75% Wirkungsgrad.
-
Sinci
- Stammmitglied

-
- Beiträge: 119
- Registriert: 14.08.2009, 15:43
von Sonnendach2009 » 19.03.2010, 00:06
Sinci hat geschrieben:Sonnendach2009 hat geschrieben:Was hier leider vergisst, ist, das Akkus nur kurzfristig in kleiner Kapazität Energie speichern können.
Da täuscht du dich: z.B. Redox-Flow-Batterien sind prinzipbedingt von der Speicherdauer und Kapazität nicht beschränkt und haben ca. 75% Wirkungsgrad.
Wann gibt es die und wer hat die bereits im Keller? Kann man die bezahlen?
Solare Grüße
Sonnendach
-
Sonnendach2009
- Fleißiges Mitglied

-
- - Threadstarter -
-
- Beiträge: 377
- Registriert: 13.09.2009, 14:19
von RainerN » 19.03.2010, 08:51
Sonnendach2009 hat geschrieben:Sinci hat geschrieben:Sonnendach2009 hat geschrieben:Was hier leider vergisst, ist, das Akkus nur kurzfristig in kleiner Kapazität Energie speichern können.
Da täuscht du dich: z.B. Redox-Flow-Batterien sind prinzipbedingt von der Speicherdauer und Kapazität nicht beschränkt und haben ca. 75% Wirkungsgrad.
Wann gibt es die und wer hat die bereits auf dem Dach? Kann man die bezahlen?
Diese Frage hättest Du vor 30 Jahren auch zu PV-Modulen stellen können! Es geht doch um die Zukunft, da kann man nicht nur bis zum Jahresende denken. Dem Elektroauto gehört zweifelsohne die Zukunft. Nahezu jeder Zweitwagen hätte kein Problem mit der jetzt schon zu realisierenden Reichweite. Sind erst einmal genug E-Autos verfügbar und auf unseren Straßen, wird die Akzeptanz deutlich zunehmen. Das passiert natürlich nicht von heute auf Morgen, gerade wenn mann sich die "ambitionierten" Ziele (1 Mio. E-Autos bis 2020) anschaut. Durchsetzen wird es sich und je größer der Markt, umso effektiver die Komponenten. Irgendwann wir es dann Induktionsschleifen in den Straßen geben; leider werde ich das wohl nicht mehr erleben... 
-
RainerN
- Vielschreiber

-
- Beiträge: 238
- Registriert: 02.11.2007, 15:31
- Wohnort: Nordhessen
- PV-Anlage [kWp]: 13,86
- Info: Betreiber
von Dr. Chili » 19.03.2010, 10:38
Also wirklich, der WG von 20% müsste doch gerade im PV Forum grossen zuspruch erhalten. Ist doch genau unsere Liga- genau genommen noch darüber. Ich finde den schwer in ordnung und verstehe hier keinen, der wieder über einen zu geringen WG meckert, wie alle, die beginnen sich mit PV zu beschäftigen.
Es folgt die übliche Vorgehensweise, die man ja von PV kennt: "Mann, und teuer ist das Zeug auch noch"... Dann kaufen wir doch lieber das billigere - bei PV wäre das Dünnschicht. Was wiederum beweist, dass der WG im endeffekt gar keine rolle spielt sondern nur anstoss zum jammern bietet.
-
Dr. Chili
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 1239
- Registriert: 03.02.2009, 10:09
von buergersolar » 19.03.2010, 11:36
Naja, einen Unterschied gibt es schon: Die Sonne bratzelt ohne PV einfach so aufs Dach und würde verloren gehen. Den überschüssigen Strom könnte man aber auch in Pumpspeichern in Skandinavien speichern mit einem wesentlich höheren Wirkungsgrad.
Die PV mit 16% steht also einem ungenutzten Dach mit 0% Wirkungsgrad gegenüber, während sich die 20% der Gassynthese mit 70% eines Pumpspeichers vergleichen lassen müssen.
Sonnige Grüße
25,2 kWp 144 x Sharp NT175E1, 3 x SMA SMC8000TL, 1 x SMA WebBox mit GSM-Modem Süd-West, Neigung 10° Erträge im Sunny-PortalMein Stromanbieter: naturstromMein Druckerpapier: Recyclingpapier (spart jede Menge: Energie, Wasser und Holz)
-

buergersolar
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 2156
- Registriert: 18.03.2009, 18:36
- PV-Anlage [kWp]: 25,2
- Info: Betreiber
-
von Sinci » 19.03.2010, 12:23
Sonnendach2009 hat geschrieben:Sinci hat geschrieben:Sonnendach2009 hat geschrieben:Was hier leider vergisst, ist, das Akkus nur kurzfristig in kleiner Kapazität Energie speichern können.
Da täuscht du dich: z.B. Redox-Flow-Batterien sind prinzipbedingt von der Speicherdauer und Kapazität nicht beschränkt und haben ca. 75% Wirkungsgrad.
Wann gibt es die und wer hat die bereits im Keller? Kann man die bezahlen?
Die gibt es schon, es stehen z.B. welche in Japan an ner WKA, in Utah und in Nordirland auch eine. Weiss aber nicht ob die dort im Keller, Erdgeschoss oder sonstwo stehen  Bezahlen kann man sie anscheinend .. aber das ist ja immer relativ. Kosten liegen angeblich bei 20-30 €Cent/kWh bei tageszeitlicher bis täglicher speicherung in anlagengrößen von 10MW bis 1GW
-
Sinci
- Stammmitglied

-
- Beiträge: 119
- Registriert: 14.08.2009, 15:43
Zurück zu PV-News
Ähnliche Beiträge
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: hans56 und 2 Gäste
|