Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

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Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

Beitragvon Henning_PV » 04.03.2012, 00:08

Was ist Eurer Meinung nach ein sinnvoller Zubau pro Jahr in Deutschland?
Vorschlag:
3-4 GW pro Jahr bis 2020 (d.h. an einem Sommersonntag 2020 100% PV möglich?)
6-8 GW 2020-2030 mit 24h Speicher (d.h. "ungefähr lineare Einspeisung" über 24 Stunden)

Gruende:
- Strukturen erhalten
- Ersatz der in Summe rechnerisch abgeschalteten AKW Kapazität mit Lückenfüller Fossil im Jahresschnitt
- Finanzierbarkeit realistisch
- Netzbelastung realistisch

7GW jährlich bis 2020 = 56GW peak wäre ohne Speicher oder Abschaltung keine sinnvolle Option, oder?

PS: Ich weiß ich habe es SEHR vereinfacht gefragt und dargestellt.
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Re: Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

Beitragvon GAST » 04.03.2012, 00:37

Hallo,
schwierig zu sagen wieviel sinnvoll ist...wieviele Autos sind sinnvoll für D.??

Ich selber denke das soviel PV (und andere EE) sinnvoll sind wie man braucht um die Börsenstrompreise in den "Keller" zu drücken, denn das ist die einzige Möglichkeit zu zeigen wie wichtig die Entwicklung und der Bau von Speichersystemen ist!!

Die Kosten durch PV sind mittlerweile soweit unten das ein weiterer Zubau im Bereich von 5-7GWp/a nicht mehr wirklich zu unfinanzierbaren Umlagepreissteigerungen führen wird...
Gleichzeitg helfen aber alle EE dabei Kapital im Land zu halten und Rohstoffe zu sparen...(ausser evtl. für bestimmte "Bioenergieanlagen") Aber irgendwie muss man ja auch Regelenergie bereitstellen....und das geht halt im EE-Bereich z.b. durch Biogasanlagen.

Gruß
Jörg
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Re: Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

Beitragvon Henning_PV » 04.03.2012, 09:55

7GW pro Jahr wären finanzierbar und man könnte sie bauen (ist ja schon bewiesen).
Aber was mache ich dann in 10 Jahren mit 80GWpeak PV und xxGW Windenergie an einem Sonntagnachmittag?
Bei Eigenverbrauch auf meinem Hausdach würde ich vermutlich einfach Wasser warm machen um die Spitzen zu kappen, aber was machen die ganzen Leute die 30, 100 oder noch mehr KW Anlagen besitzen?

Wenn wir 7GW jährlich zubauen würden, dann müßte man denke ich recht zügig - in 3 Jahren ? - z.B eine 40% Regel einführen. Mit anderen Worten, man müßte dann den Strom lokal zwischenspeichern und über 24 Stunden verteilt an das Netz abgeben (oder wegwerfen, was immer wirtschaftlicher ist).
Pumpspeicherwerke wären dann eine gute Idee, wenn sie auf Nieder oder Mittelspannungsebene verfügbar wären und wenn man sie schnell bauen könnte.
Schnell bauen, in 3 Jahren?-> eher nicht möglich meiner Meinung nach, alleine die Genehmigung....

Hat jemand eine Idee, was wir mit sagen wir mal 50GW peak in 7 Jahren mit 7GW/ Jahr machen würden?
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Re: Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

Beitragvon GAST » 04.03.2012, 11:14

Hallo,
was machen wir dann an einem nicht so sonnigen Montag gegen mittag??
Da brauchen wir garnichts kappen....und mal ganz ehrlich, lieber mal an einem Sonntag ein paar GWh PV nicht einspeisen und dafür an einem Montag 80% aus EE haben als 100% AKW oder fossile Energie!

Zudem brauchen wir dringend massive Stromüberschüsse um zu zeigen das es Zeit wird und sich lohnt in Speicher zu investieren.
Wie sollen wir sonst ohne vorhandene Speicher je 100% EE hinbekommen.
Bei Speichern ist es eigentlich egal ob es z.b. PSW, Akkus oder sogenanntes E-Gas ist!!

Gruß
Jörg
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Re: Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

Beitragvon zahlenfreund » 04.03.2012, 11:16

Wir reden hier von einem Problem, dass die Photovoltaik in Zukunft betreffen kann. Wie wir in einem anderen Thread schon geklärt hatten, sind Photovoltaikanlagen aktuell praktisch nicht von Zwangsabschaltungen betroffen.

Ganz anders sieht dies mit dem nicht so gut zur Spitzenlastnachfrage passenden Windstrom aus: Windkraftabschaltungen
Durch einen ungedeckelten Zubau der teuren Offshore-Windenergie werden die Windkraftabschaltungen noch erheblich zunehmen. Persönlich halte ich es für angemessen, nun erstmal einen Deckel für Offshore-Windkraft zu fordern.

Damit die Energiewende kostengünstig wird, sollte die nächsten Jahre erstmal überregional verstärkt Solarstrom ausgebaut werden.
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Re: Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

Beitragvon eggis » 04.03.2012, 12:08

zahlenfreund hat geschrieben:Wie wir in einem anderen Thread schon geklärt hatten, sind Photovoltaikanlagen aktuell praktisch nicht von Zwangsabschaltungen betroffen.

Die PV-Anlagen werden auch erst seit diesem Jahr dafür umgerüstet.

Wenn das Ziel immer noch lautet "100% erneuerbare Energien bis 2050", dann wird man sich damit befassen müssen, dass sich 200 GWp PV-Leistung am Netz befinden. Das wäre nur mit einem Zubau von oberhalb von 5 GWp/Jahr zu schaffen, da man davon ausgehen kann, dass selbst die besten Module nach 38 Jahren das zeitliche segnen und erneuert werden müssen.
Mit sonnigen Grüßen
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Re: Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

Beitragvon zahlenfreund » 04.03.2012, 12:13

eggis hat geschrieben:
zahlenfreund hat geschrieben:Wie wir in einem anderen Thread schon geklärt hatten, sind Photovoltaikanlagen aktuell praktisch nicht von Zwangsabschaltungen betroffen.

Die PV-Anlagen werden auch erst seit diesem Jahr dafür umgerüstet.


Sorry, dass kann ich so nicht stehen lassen. PV-Anlagen mit 100 kWp und größer müssen schon seit Jahren durch den Netzbetreiber abregelbar sein.
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Re: Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

Beitragvon eggis » 04.03.2012, 12:25

zahlenfreund hat geschrieben:Sorry, dass kann ich so nicht stehen lassen. PV-Anlagen mit 100 kWp und größer müssen schon seit Jahren durch den Netzbetreiber abregelbar sein.

Richtig, an diese Anlage hatte ich nicht gedacht.
Vielleicht war es bisher auch einfach nicht notwendig die Anlagenleistung zu regeln, weil einfach noch nicht genug Kapazität errichtet wurde oder weil PV dezentraler und verbrauchsnaher einspeisen als WEA´s auf dem "platten Land"?
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Re: Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

Beitragvon Solarstrom_Simon » 04.03.2012, 12:28

Mehr Unterstützung für kleinere Anlagen auf Hausdächern. Denn diese produzieren die Energie dort wo sie auch verbracht wird.

=> Dezentrale Energieversorgung <= dies Sollte das Ziel sein! :) Also mehr Solaranlagen

Probleme bringen die Solarparks und die Energie hallen. Wenn es so kommt mit der 85% und 90 % Regelung ist es mit diesen PV Anlagen vorbei. :(
Glaube nicht das sich die aktuelle Regierung sich Umstimmen lässt mit der Kürzung des EEG.
Es wird sich auch nicht mehr rentieren ein Dach anzumieten.

mit sonnigen Grüßen Sepp 8)
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Re: Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

Beitragvon darwin » 04.03.2012, 12:43

PV Strom hat einen Preis und dieser Preis hat mit der Umlage nichts zutun.
Die 70% Regelung würde, wenn man den Rechnungen hier im Forum folgt etwa 5% Einnahme ausfälle bringen.

Aus 100 GW werden also sehr schnell 70GW. Die Einspeisereglung kann man auch bis 50% runterziehen. 10-15% Verluste ?
Verkraftbar..

PV sollte sich an den bestehenden Netzen orientieren. Kein weitere Ausbau ohne bestehendes Netz - oder der Betreiber baut und finanziert es - aus seinen Gewinnen.
Im Dorf geht nix mehr ? Weil zuviel PV auf dem Dach ? Nunja, EV hilft da und Abregelung und schon ist wieder Kapazität frei.

Solarparks gehen eher an die MS. Sucht man sich für die Standorte einen Verknüpfungspunkt mehrer Leitungen steigt auch die Kapazität an. Man muss sich halt nur eintscheiden die Freiflächen wieder *freizugeben*. Und Natürlich Verbauchernah.
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