Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

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Re: Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

Beitragvon JayM » 17.10.2012, 18:30

PV-Berlin hat geschrieben:Sohle ist in Berlin nicht drin im Bereich Mietwohnungsbau. Zudem wer soll das bezahlen?


Wieso geht Sole nicht? Die Hinterhöfe wären ideal für die Bohrungen. Oder liegt es am Untergrund?

Wer soll das bezahlen?

WP Euro 7338,99 inkl. MWSt
http://www.raatschen-shop.de/waermepumpen/erd-waermepumpen/viessmann/viessmann-vitocal-200-g-typ-bwc-201a-solewasser.html
Installation 5000 Euro?
5 Bohrungen á 8000 Euro inkl. Doppel U-Rohr
Pufferspeicher vorhanden / genau gleich, wie bei anderen Heizungsanlagen

Runde 53 000 Euro oder 1060 Euro pro Wohneinheit. Was kostet eine Runde Durchlauferhitzer für 50 Wohneinheiten?

Betriebskosten bei JAZ 3,5 und Strompreis von 25 c/kWh = 7,1 c/kWh inkl. MWSt. Baust Du PV aufs Dach wird es billiger. Baust Du ST dazu spart man Strom und kann vielleicht mit 3 bis 4 Bohrungen leben. Muß man dann aber gut durchrechnen.

Zumindest nicht vollkommen wahnsinnig!?

Gruß
Jochen
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Re: Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

Beitragvon Ulenspiegel » 17.10.2012, 21:11

PV-Berlin hat geschrieben:Mit 15 cm Polystyrol und 3 fach Verglasung kommen sie aber immer noch nicht unter 40 kWh je m2. Selbstverständlich wird Heute bei fast jeder Sanierung/ Instandsetzung eine Wärmedämmung aufgebracht. Man sollte nur keine Wunder erwarten. Warmwasser im Miethaus mit Wp? Was für ein Monster wollen sie da bitte wo hinstellen? Es wäre ja nicht so, dass die Dinger klein und leise wären. Bei sagen wir mal 50 Einheiten.

Aber keine Sorge, was machbar ist, mache ich. Nur sind grade in Berlin durch den Denkmalschutz bzw. durch Ansprüche der Mieter auch Grenzen gesetzt, die man beachten muss.

20 bis 50% Primärenergie Einsparung sind natürlich drin, durch eine umfassende Sanierung. Wenn die Bundesländer ihre Blockade aufgeben wollten, würde auch das Handwerk profitieren. Die Steuerliche Förderung erscheint mir ein besserer Weg zu sein, als nur auf billiges Geld zu setzen. Da die Investitionen zum größten Teil in das Handwerk und vor allem in Lohnleistungen fließen, sollte der Saldo volkswirtschaftlich zu tragen sein, zumal unter dem Gesichtspunkt, dass die Kaufkraft im Land bleibt.



Mit 15 cm Dämmung (etwas bessere Qualität, WLG 32 ) komme ich bei meinem EFH trotz extrem schlechten A/V mit Mischung aus 2-Fach- und 3-Fachverglasung auf ca. 50 KWh/m^2, mit KWL knapp 45 KWh/m^2, mit Sole-WP auf Primärenergieverbrauch von ca. 35 KWh/m^2. Bei MFH mit vergleichsweise göttlichem A/V sollte das ganze absolut kein Problem sein, insbesondere nicht mit 3-Fachverglasung.

Bei Wärmepumpeneinsatz im Stadtgebiet könnte man auch über kalte Nahwärme nachdenken, könnte evtl. günstige Quelle mit sehr guter AZ sein. Kombination mit Fernwärme(?). Ansonsten siehe JayM.

Bei Bundesdurchschnitt von ca. 180 KWh/m^2 und 1300 TWh Primärenergie für Gebäudeheizung und WW (Pi mal Daumen 900 TWh Endenergie) würde eine Verbesserung auf 60 KWh/m^2 und Heizung über WP (AZ =3, also 50% Luft, 50% Sole) den Bedarf auf 100 TWh drücken. Mit langfristig schrumpfender Bevölkerung, also Abriss thermischer Katastrophen in Abwanderungsregionen bin ich optimistisch, dass wir dieses Ziel erreichen können.
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Re: Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

Beitragvon open source energy » 17.10.2012, 21:17

Was hier nach meiner Einschätzung nach gerne verwechselt wird ist, dass ein großer Zubau an WPs das Problem für PV nicht löst. Denn durch die saisonal verschobenen Erträge hat man gerade im Winter eine Tendenz zur Stromlücke.

Ich würde daher eher an das Thema sorptions Speicher denken, die chemisch die überschüssige Wärme im Sommer einfach saisonal speichern können, dazu braucht man dann aber auch die Technik in den Industrien / Häusern.
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Re: Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

Beitragvon pvplaner2010 » 17.10.2012, 23:04

Was für ein Unsinn! Es wird noch viele Jahre hier in D keine Überschüsse geben, die gespeichert werden müssten. Das ist reine Propaganda der Atomlobby, dass Netze überlastet sind und Anlagen gedrosselt werden müssen. Es kann doch nicht sein, dass sogar die Teilnehmer in so einem Fachforum auf diese Masche hereinfallen, und Solateure so dreist sind, den Leuten Blei für den Keller anzubieten, obwohl sie genau wissen, dass es technisch und wirtschaftlich nix bringt.

Beispiel: Heute mal wieder den ganzen Tag bedeckt und eine 12 kwp Anlage konnte nicht mal den EFH Bedarf liefern. Wie soll dann bitte eine 5 kwp EFH Anlage noch Speicher oder Heizgeräte bedienen?
Sonnige Grüße
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Re: Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

Beitragvon open source energy » 17.10.2012, 23:10

1. PV Planer machen die 30GWp Leistung nicht die paar 5kWp Anlagen aus
2. Bin ich auf ein Argument eingegangen das den Wärmemarkt betrifft
3. woher weißt Du denn das? Weil es eine Studie einer EE angehängten Organisation dazu gibt? Steht dort auch wie sich der Preis der konventionellen Erzeugung dafür entwickelt oder war das "nur " bezogen auf die technische Seite?
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Re: Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

Beitragvon daniel625 » 17.10.2012, 23:53

open source energy hat geschrieben:Was hier nach meiner Einschätzung nach gerne verwechselt wird ist, dass ein großer Zubau an WPs das Problem für PV nicht löst. Denn durch die saisonal verschobenen Erträge hat man gerade im Winter eine Tendenz zur Stromlücke.

Ich würde daher eher an das Thema sorptions Speicher denken, die chemisch die überschüssige Wärme im Sommer einfach saisonal speichern können, dazu braucht man dann aber auch die Technik in den Industrien / Häusern.



der große zubau mit wp ist eigentlich nur im neubau ca. 50 %
im bestand haben wp keine 20%...

Mfg. db
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Re: Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

Beitragvon daniel625 » 18.10.2012, 00:02

JayM hat geschrieben:
PV-Berlin hat geschrieben:Sohle ist in Berlin nicht drin im Bereich Mietwohnungsbau. Zudem wer soll das bezahlen?


Wieso geht Sole nicht? Die Hinterhöfe wären ideal für die Bohrungen. Oder liegt es am Untergrund?

Wer soll das bezahlen?

WP Euro 7338,99 inkl. MWSt
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Installation 5000 Euro?
5 Bohrungen á 8000 Euro inkl. Doppel U-Rohr
Pufferspeicher vorhanden / genau gleich, wie bei anderen Heizungsanlagen

Runde 53 000 Euro oder 1060 Euro pro Wohneinheit. Was kostet eine Runde Durchlauferhitzer für 50 Wohneinheiten?

Betriebskosten bei JAZ 3,5 und Strompreis von 25 c/kWh = 7,1 c/kWh inkl. MWSt. Baust Du PV aufs Dach wird es billiger. Baust Du ST dazu spart man Strom und kann vielleicht mit 3 bis 4 Bohrungen leben. Muß man dann aber gut durchrechnen.

Zumindest nicht vollkommen wahnsinnig!?

Gruß
Jochen


rechne mal mit bohrung a 3000 euro kompl.
und wp ca. 20000 euro...

problem kommt auf wenn auf egnsten raum zu viel wärme aus den boden genommen wird, es gibt in berlin beispiele wo nach 5 jahren der boden sich nicht mehr erholt haben, diese häuser haben heute einen gasanschluss :roll:

Mfg. db
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Re: Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

Beitragvon blacki » 18.10.2012, 01:14

Woher soll den die Lücke in der Versorgung kommen, es ist mehr Solar und Wind hinzu gekommen als konventionell (ohne Atom) weggefallen ist.......

Wir sind durch den härtesten Winter gekommen mit bereits abgeschalteten Atomkraftwerken, warum soll's dieses Jahr nicht wieder klappen......

Wenn nichts mehr geht hat jeder Versorger noch ein paar Aggregate die eigentlich für Notfälle vorgehalten werden, alle anschließen und gut ist.......

Oder es gibt mal 3 Tage keinen Strom für die aluhütte, die kassieren ne Entschädigung und haben im kommenden Monat 10% mehr Auslastung......

Also nur keine Sorge :-)

Ich halte 5-7 gw pv pro Jahr weiter für erstrebenswert, Wind on shore sollte wenn möglich gepusht werden, an stellen wo es netzverträglich ist. Offshore sollte pausiert werden bis alles bisherige mal angeschlossen ist, wir müssen wissen wieviel der Anschluss kostet, und das er funktioniert.....
Sry für die Rechtschreibung, das IPad ändert alles (falsch) :-)
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Re: Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

Beitragvon Ulenspiegel » 18.10.2012, 07:57

@ OSE

Korrekt, allerdings ist die WP, wenn wir über Stromheizung reden, das geringste Übel, da sei im Winter die kleinsten zusätzlichen Probleme schafft.

Deine Alternative, falls technisch machbar, ist aus meiner Sicht als dummer Chemiker sehr gut, keine Frage, da sie beliebige Mengen PV-Strom in den Winter bringen würde, mit ~300 TWh Wärembedarf könnte PV dann in D ohne weiteres >250 GW sein.



@pvplaner2010

Könnte es sein, dass du hier kurzfristige und langfristige Probleme verwechselst? :-)


@blacki

Bitte schau dir die Zahlen zum Endeneregiebedarf an, die benötigte Menge WKAs (Speicher?) usw. für 80-100% EE.
Dann wird offensichtlich, dass dein Ansatz "Augen zu und durch" langfristig nicht funktioniert.

Dass wir im Grossen und Ganzen die nächsten Jahre keine Probleme hätten, 4-6 GW PV und 2 GW Wind pro Jahr mehr unterzubringen ist klar.:-)

@daniel625

Darum war meine die Frage, ob nicht etwas in Richtung kalte Fernwärme besser oder zumindest zusätzliches Standbein für Wärmequelle wäre. Weitere Frage für mich ist auch, in wieweit Wärme aus Kühlbetrieb im Sommer sinnvoll im Boden eingelagert werden könnte. Das ganze wird nur mit deutlich besserer Dämmung, also deutlich rfeduziertem Wärmebedarf, funktionieren.
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Re: Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

Beitragvon Ralf Hofmann » 18.10.2012, 09:26

Hallo,

daniel625 hat geschrieben:problem kommt auf wenn auf egnsten raum zu viel wärme aus den boden genommen wird, es gibt in berlin beispiele wo nach 5 jahren der boden sich nicht mehr erholt haben, diese häuser haben heute einen gasanschluss :roll:


in Ballungsgebieten kann das wirklich ein Problem werden.
Dort haben wir aber eine ganz andere Wärmequelle potentiell in riesigen Ausmaßen verfügbar:
Industrieabwärme im Niedertemperaturbereich!

Wenn diese Abwärme in Fernwärmenetze eingekoppelt werden kann, haben wir die komfortable Situation, dass die sonst mit zusätzlichem Energieaufwand weggekühlte Abwärme statt dessen verkauft und als Heizwärme genutzt werden kann.
Dann ist die "Übergabestation" in den Häusern eben kein üblicher Wärmetauscher sondern eine Hochtemperaturwärmepumpe mit einem auch im tiefsten Winter möglichen COP von 5 oder mehr.
MfG
Ralf Hofmann

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