Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

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Re: AW: Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

Beitragvon JayM » 17.10.2012, 08:28

Helpless hat geschrieben:Wenn schon Strom zu Wärme, dann doch lieber eine billige LW WP. Das ist wenigstens halbwegs effizient. Würde von den Leuten auch vermehrt gemacht werden, wenn Steuerung und vernünftige Preise verfügbar wären.


Natuerlich ist eine WP effizienter. Aber fuer Ueberschuesse an 10 Tagen im Jahr eine WP kaufen? Fuer 30 Tage? Fuer 50 Tage?

Irgendwo ist da eine Untergrenze unterhalb der ein Heizstab die richtige Loesung sein kann.

Gruss
Jochen
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Re: Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

Beitragvon Helpless » 17.10.2012, 08:44

Wir haben bereits jetzt den Fall, dass bei jedem halbwegs sonnigen Tag Grundlastkraftwerke Mittags heruntergefahren werden müssen. Wir haben in der Zeit so niedrige Preise und einen so großen Überschuss, dass auch der Strom in allen Nachbarländern um 1 cent/KWh sinkt.
Es sind also genug Tage, bei dem mehr Last Mittags eine gute Sache wäre, um den Preis wieder hoch zu bekommen, um damit dann die Umlage wieder zu senken. Klingt bescheuert, ist es auch, ist aber so. Imho, WPs machen mehr Sinn als Heizstäbe. Auch würden kleine WPs nicht wirklich so viel kosten. Wenn man eine WW WP ab 999,- nach geworfen bekommt, sollte so ein Teil ohne Puffer nicht mehr als 700,- kosten. Oder man nimmt Luft/Luft WPs, die gibt es ab 500,- im Baumarkt.
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Re: Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

Beitragvon PV-Berlin » 17.10.2012, 09:09

WP im Mietwohnungsbau? Dann muss ich für 3 Monate alle Mieter ausquartieren. Denn ohne Fußbodenkollektoren wird das ja ein Wort mit X. Oder soll man gar Lüftungen bauen?

Lastenausgleich? Bitte mal Google nutzen, wen das genau getroffen hat. Dann reden wir weiter.

Wärmemaßnahmen rechnen sich i.d.R.? Rechnen sie mal vor, wie sich eine Reduktion von ca. 75 kWh auf ca. 40 kWh rechnet, wenn sie 3% Zinsen zahlen, was ja für die meisten Vermieter schon überaus anstrengend sein wird. Die Umlage (11% Regelung) auf die Miete ist ja nur die halbe Wahrheit, wie meist immer. Die Politiker u.a. denken nicht daran, dass es eine Obergrenze für die Gesamtmiete gibt. Als Beispiel nenne ich mal 650, € für den typischen Singelhaushalt in mittlerer Lage.

Außerhalb von Ballungsgebieten, kann man nur investieren, wenn der Ort Baden-Baden, Freiburg im Breisgau, Sylt oder ähnliche Namen hat. Ansonsten werden die Besitzer eher bald Rückbaukosten zu tragen haben. Das hast du sogar gut erkannt.

Diese werden ganz bestimmt in Wärmedämmung investieren. *kleiner Scherz

Im Moment findet Neubau nur im Segment statt, der deutlich andere Mieten generieren kann. Ich wüsste nicht, wer neu baut und auf normale Mieter setzen wollte, wenn er nicht einen großen Schluck aus der Pulle nehmen kann.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

Beitragvon Helpless » 17.10.2012, 09:27

Von Mietshaus und für Heizung war nicht direkt die Rede. Aber, im Neubau und saniertem Altbau für Heizung und im Mietshaus für WW sind WPs verwertbare Alternativen.
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Re: Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

Beitragvon hfrik » 17.10.2012, 11:25

Naja, Wärmedämmung im Bestand lohnt sich dann, wenn man vorher einen (geplanten Sanierungsstau bei der Aussenhaut erzeugt hat. D.h. wenn die Fassade gamcht werden msus, die Fenster dringend getauscht werden müssen, und das Dach neu gemacht werden muss, dann kommt die Dämmung mit dran - dann sitzen danach die Fenster Wärmebrückenfrei and er Richtigen stelle, derÜbergang vom Wand- zur Dachdämmung kann nach allen Regeln der Kunst ausgeführt werden, die Simsen passen, man braucht nur einmal das Gerüst für alles, und setzt dann zum Schluss noch die PV-Anlage oben aufs Dach. Bei der Dämmung dann aber richtig klotzen. Der cm Dämmung kostet relativ zurm Rest praktisch nichts, während es irre teuer ist, die Dämmung nachträglich nochmal zu verstärken. Also sollte das Haus nach der Aktion für die mindestens für die Lebensdauer der neuen Bauteile eine ausreichende Dämmung haben - das sind dann 30-50 Jahre, womit man beim Passivhausstandard für die betroffenen Bauteile ist.
Da sowiso alles neu gemacht werden musste, fällt für die energetische Sanierung nur die Kosten des Dämmmaterials selbst an, sowie ggf. für die KWL, die man gleich mit einbauen sollte (Bauphysik, Schimmelproblematiken etc -> sichere Entfeuchtung, allein um als Vermieter auf der sicheren Seite zu sein) Und diese Kosten sind durch die Heizkosteneinsparung leicht wieder reinzuholen, und entsprechend bei funktionierendem Markt auch über die Mieten.
Entsprechend komme ich auf ca. 3% der Dächer, die jedes Jahr von den 300GW potential mit PV ausgestattet werden könnten - eben weil sie als Indachanlagen dann gleich das sanierte dach bilden, oder weil sie in einem Zug mit Verkabelung, Halen, etc mit dem neuen Dach installiert werden. Entsprechend günstig wird die Anlage je kWp, und entsprechend rechet sie sich auch mit geringer Einspeisevergütung oder allein über Eigenverbrauch. Das ist meine Sicht der Dinge.
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Re: Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

Beitragvon Ulenspiegel » 17.10.2012, 14:12

@PV-Berlin

Die inteelligente Sanierungsstrategie erfordert doch u.U. gar keine neuen Heizkörper o.ä., wenn Transmissionsverluste durch WDVS, Dachdämmung und neue Fenster deutlich (auf 30%) reduziert worden sind, kann doch mit den Heizkörpern bei einer deutlich geringeren Vorlauftemperatur gefahren werden, schlimmstfalls werden einige kritische Radiatoren gegen neue Modelle ausgetauscht, damit bedeutet WP-Tauglichkeit nicht immense Zusatzinvestitionen, gibt genug Praxisbeispiele, erfordern allerdings ein wenig Hirn. :-)

Ansonsten hat hfrik zur Wirtschaftlichkeit alles gesagt: klare Prioritäten und Plan, dann das im Rahmen anderer Maßnahmen durchziehen, wieder ist in erster Linie Hirn gefragt. :-)

Die andere Strategie wäre Sanierung von Wohnblocks (auf PH-Niveau) mit industriellen Systemen, also Vorsatzfassaden mit PH-Technologie, gibt hier auch gebaute Beispiele. Ich gehe allerdings nicht davoobn aus, dass sich dieser Ansatz im sozialen Wohnungsbau rechnet, also sehr billige Kredite erfordert. (Was muss die BRD oder KfW für Geld zahlen?)
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Re: Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

Beitragvon Helpless » 17.10.2012, 14:19

Bei uns werden Sozialwohnungen (seit Jahren nach und nach) derzeit mit 15cm an der Fassade gedämmt, beim Dach weiß ich es nicht. Die Fenster sind nur 2fach verglast, aber es gibt anscheinend Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. Die Dächer sind komplett mit PV zu und im Keller laufen BHKWs für die Heizung. Ich gehe aber nicht davon aus, dass meine Stadt hier Durchschnitt ist.
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Re: Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

Beitragvon PV-Berlin » 17.10.2012, 17:58

Mit 15 cm Polystyrol und 3 fach Verglasung kommen sie aber immer noch nicht unter 40 kWh je m2. Selbstverständlich wird Heute bei fast jeder Sanierung/ Instandsetzung eine Wärmedämmung aufgebracht. Man sollte nur keine Wunder erwarten. Warmwasser im Miethaus mit Wp? Was für ein Monster wollen sie da bitte wo hinstellen? Es wäre ja nicht so, dass die Dinger klein und leise wären. Bei sagen wir mal 50 Einheiten.

Aber keine Sorge, was machbar ist, mache ich. Nur sind grade in Berlin durch den Denkmalschutz bzw. durch Ansprüche der Mieter auch Grenzen gesetzt, die man beachten muss.

20 bis 50% Primärenergie Einsparung sind natürlich drin, durch eine umfassende Sanierung. Wenn die Bundesländer ihre Blockade aufgeben wollten, würde auch das Handwerk profitieren. Die Steuerliche Förderung erscheint mir ein besserer Weg zu sein, als nur auf billiges Geld zu setzen. Da die Investitionen zum größten Teil in das Handwerk und vor allem in Lohnleistungen fließen, sollte der Saldo volkswirtschaftlich zu tragen sein, zumal unter dem Gesichtspunkt, dass die Kaufkraft im Land bleibt.
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Re: Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

Beitragvon JayM » 17.10.2012, 18:13

PV-Berlin hat geschrieben:Warmwasser im Miethaus mit Wp? Was für ein Monster wollen sie da bitte wo hinstellen? Es wäre ja nicht so, dass die Dinger klein und leise wären. Bei sagen wir mal 50 Einheiten.

50 Einheiten á 3 Bewohner á 2 kWh/d Wärmebedarf = 300 kWh/d --> Dauerleistung 12,5 kW

Gibt sowas in der Art hier: http://www.viessmann.de/de/ein-_zweifamilienhaus/produkte/Waermepumpen/Vitocal_200-G.html, Datenblatt http://www.viessmann.de/content/dam/internet-global/pdf_documents/pdf-datenblaetter-2009/db-5368770_05-20124.pdf
Leistung: 17,2 kW
COP bis zu 4,5 bei B0/W35 °C nach EN 14511 (schlechter bei WW Temperaturen!)
Schallleistung < 45 dB(A)
Abmessungen (Höhe x Breite x Länge): 1049 x 600 x 845 mm
Gewicht: 119 bis 154 kg

plus 4 oder 5 x 99 m Bohrung und Pufferspeicher (aber die braucht man ja auch bei anderen Heizungssystemen)

"Monster" sieht anders aus!

Gruß
Jochen
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Re: Sinnvoller jährlicher Zubau pro Jahr in D

Beitragvon PV-Berlin » 17.10.2012, 18:18

Sohle ist in Berlin nicht drin im Bereich Mietwohnungsbau. Zudem wer soll das bezahlen?
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